Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Engramm
    • En|gramm

    • Englischer Begriff: engram

    die im zentralen Nervensystem hinterlassene – sicher komplexe – Gedächtnisspur („mnemische Spur“) eines Reiz- oder Erlebniseindrucks, die dessen geistige Reproduktion zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht; s.a. Gedächtnis.

  • Engström-Respirator
    • Engström-Respirator

    • Englischer Begriff: Engström ventilator

    • Biogr.: C. G. E., schwed. Anästhesist

    elektrisch betriebenes, volumenkonstantes u. frequenzgesteuertes Beatmungsgerät für die Über- oder Wechseldruckbeatmung.

  • Engwinkelglaukom
    • Eng|winkel|glaukom

    • Englischer Begriff: narrow-angle glaucoma

    • Fach: Ophthalmologie

    s.u. Glaucoma.

  • Enhancement
    • Enhancement

    • Etymol.: engl.

    Steigerung, Verstärkung; z.B. einer pharmakol. Wirkung oder radiol der Dichte (Dichteanhebung) innerhalb des Gewebes bei der Computertomographie durch Kontrastmittelgabe (z.B. zur besseren Abgrenzung eines Tumors); Beschleunigung (z.B. des Wachstums).

  • Enhancement, immunologisches
    Enhancement
    • E., immunologisches

    immunologischer Zustand mit verlängerter Überlebenszeit von Antigenen dadurch, dass zugeführte oder im Körper gebildete sog. Enhancing-Antikörper mit Oberflächenantigenen von Zielzellen interagieren, woraufhin diese von den Rezeptoren der Effektorlymphozyten nicht mehr als fremd erkannt werden; z.B. werden bei tierexperimentellem Tumorwachstum durch die Wirkung derartiger Antikörper die Tumorzellen nicht vernichtet oder Transplantate nicht abgestoßen. – Die genannten Antikörper bewirken darüber hinaus auch keine Aktivierung des Komplementsystems oder der natürl. Killerzellen. – Enhancing-Phänomen.

  • Enhancer
    • Etymol.: engl.

    stumme Nucleotidsequenzen, die die Transkription in Eukaryonten verstärken können, nachdem diese von einem Promotor gestartet wurde. Gegenspieler sind die Silencer.

  • Enhancing-Phänomen

      das Resistentwerden von (Tumor-)Zellen gegen andere Antikörper als Folge der Bindung von Antigenen durch plasmatische Antikörper (s.a. Enhancement, immunologisches).

    • Enkanthitis
      • En|kanthitis

      • Englischer Begriff: encanthitis

      entzündliche Schwellung des Tränenwärzchens (Caruncula lacrimalis).

    • Enkapsidation
      • En|kapsidation

      • Englischer Begriff: encapsidation

      • Fach: Virologie

      die Kapsidbildung (s.u. Virion).

    • Enkapsis
      • En|kap|sis

      Bauprinzip, bei dem mit Hilfe bindegewebiger Hüllsysteme Formelemente kleiner Ordnung zu solchen höherer Ordnung zusammengesetzt werden. Ist Voraussetzung für eine differenzierte Bewegung der Einzelelemente gegeneinander.

    • Enkeph...
    • Enkephaline
      • En|ke|pha|li|ne

      • Englischer Begriff: enkephalins

      Neuropeptide als Pentapeptide, die – wie die Endorphine – natürliche Analoga der Opiate sind (u. ebenfalls im Gehirn gefunden werden; aber auch im Auerbach-Plexus u. in D-Zellen des APUD-Systems im Magenantrum, Duodenum u. Pankreas; steigern dort den Muskeltonus, verlangsamen die Passage).

    • Enkopresis
      • Enkopresis

      • Synonyme: Einkoten

      • Englischer Begriff: encopresis

      wiederholtes Absetzen von Kot an nicht dafür vorgesehene Stellen, und zwar mind. einmal monatlich über mind. 3 Monate. Vereinzelt mit Kotschmieren über den ganzen Körper. Entweder als unphysiol. Verlängerung der kindlichen Inkontinenz (primäre E.) oder als Verlust der Kontinenz nach bereits erworbener (und mind. 6 Monate erhaltener) Fähigkeit der Darmkontrolle (sekundäre E.). Kann Symptom einer sozialen oder emotionalen Störung sein, aber auch als Einzelstörung vorkommen. In ca. 25% d. Fälle mit Enuresis kombiniert. Auftreten infolge organischer (intestinaler oder neurologischer Störungen) oder aber – beim organisch gesunden Kind von mind. 4 Jahren – als psychogene, milieubedingte Entleerungsstörung („Evakuationsstörung“). Letztere wird erklärt als Rückentwicklung (Regression) in die frühkindliche Verhaltensweise als Reaktion auf die ersten Sozialisierungsmaßnahmen bei schwierigem Mutter-Kind-Verhältnis; evtl. als epileptisches Äquivalent.

    • Enolase
      • Eno|la|se

      • Synonyme: ENO (Abk.); Phosphopyruvathydratase

      • Englischer Begriff: enolase

      ein bei der Glykolyse wirksames Enzym.

    • Enolform
      • Enol|form

      • Englischer Begriff: enol form

      s.u. Keto-Enol-Tautomerie.

    • Enophthalmie
      • En|oph|thal|mie

      • Synonyme: Enophthalmus

      • Englischer Begriff: enophthalmos; enophthalmia

      das Zurücksinken des Augapfels in die Augenhöhle; z.B. im Alter, bei hochgradiger Abmagerung (Schwund des Augenhöhlenfettgewebes), bei unfallbedingtem Defekt der knöchernen Orbita sowie bei Horner-Syndrom.

    • Enophthalmitis
      • En|ophthalmitis

      Endophthalmitis.

    • Enosteom
      • En|ost(e)om

      • Fach: Pathologie

      ein innerhalb des Knochens gelegenes, meist sehr langsam wachsendes Osteom. S.a. Endostose.

    • Enotes
      • En|otes

      Vergrößerung des Augapfels u. der Lider, z.B. bei Hydrophthalmus.

    • Enoxacin

        ein Chemotherapeutikum; Gyrasehemmer (Chinolon-Antibiotikum).

      • Enoxaparin

          ein niedermolekulares Heparin.

        • Enoximon
        • Enoyl-CoA-hydratase
          • Enoyl-CoA-hy|dra|ta|se

          • Synonyme: Krotonase; Enoyl-hydra(ta)se

          an Fettsäuresynthese u. -abbau beteiligtes Enzym, das β-Hydroxyacyl-CoA reversibel zur Δ2,3-Acyl-CoA-Verbindung dehydratisiert.

        • ENS

            Abk. für enterisches Nervensystem.

          • ensiformis
            • en|si|for|mis

            • Synonyme: xiphoideus

            • Etymol.: latein.

            • Englischer Begriff: ensiform

            schwertförmig.

          • Enslin-Trias
            • Enslin-Trias

            • Englischer Begriff: Enslin's syndrome

            die Symptomentrias Turmschädel, „Glotzaugen“ (Exophthalmus) u. adenoide Wucherungen.

          • Entacapon
            • Englischer Begriff: entacapone

            ein COMT-Hemmer; Anw. als Parkinsonmittel.

          • Entamoeba
            • Ent|amoe|ba

            • Synonyme: Endamoeba

            eine – kommensal u. parasitär lebende – Amöbengattung der Rhizopoda [Amoebina]; ein Einzeller mit typischer Kernstruktur (mit kleinem, ziemlich zentral gelegenem Binnenkörper; das Chromatin perlschnurartig der Membran anliegend).

          • Entamoeba coli
            Entamoeba
            • E. coli

            die häufigste, meist apathogene Darmamöbe; die wenig bewegliche vegetative Form ist 20–30 μm groß, mit deutlich sichtbarem Kern u. zahlreichen, Bakterien enthaltenden Protoplasmavakuolen; die Zystenform ist kugelig, unreif 1- bis 2-kernig (mit sehr großer Vakuole), reif 8-kernig (17–25 μm) u. mit gleicher Kernstruktur in allen Stadien.

          • Entamoeba dispar
            Entamoeba
            • E. dis|par

            • Synonyme: E. dys|enteriae

            s.u. Entamoeba histolytica.

          • Entamoeba gingivalis
            Entamoeba
            • E. gingivalis

            harmloser Bewohner im Zahnbelag.

          • Entamoeba hartmanni
            Entamoeba
            • E. hartmanni

            apathogene, der E. histolytica ähnliche, jedoch kleinere (5–10 μm) u. durch Antigenanalyse unterscheidbare Amöbe.

          • Entamoeba histolytica
            Entamoeba
            • E. histolytica

            • Synonyme: Amoeba dysenterica

            • Englischer Begriff: Entamoeba

            Abbildung

            der Erreger der Amöbenruhr (s. Abb.). Morphologisch unterschieden als a) pathogene vegetative Gewebsform (Magnaform = E. dysenteriae; 20–30 μm groß, mit feinwabigem Protoplasma u. phagozytierten Erythrozyten) u. b) als bedingt pathogene vegetative Darmlumenform (Minutaform = E. dispar; 12–20 μm groß, mit größeren, nur vereinzelt Bakterien enthaltenden Vakuolen; ferner Zysten [12–16 μm] als Dauerform). Erstere Form lebhaft beweglich (evtl. mit typ. Scheinfüßchen = „Bruchsackpseudopodien“), 1-kernig; die nur von der Minutaform gebildeten Zysten (daher Ruhrkranke nie Überträger) kugelig, reif 4-kernig u. mit Kernstruktur wie bei vegetativen Formen, unreif 1- oder 2-kernig u. mit balkenförm. Chromidialkörpern u. großer bzw. kleiner Vakuole. Nachweis s.u. Amoeba.

          • Entartung
            • Ent|artung

            • Englischer Begriff: degeneration

            • Fach: Pathologie

            Degeneration; als maligne E. die Umwandlung eines primär gutartigen Gewebes in einen bösartigen Tumor.

          • Entartungsreaktion
            • Ent|artungs|reaktion

            • Synonyme: EaR (Abk.); EAR (Abk.)

            • Englischer Begriff: reaction of degeneration; R.D.

            Veränderungen der elektrischen Erregbarkeit der Muskulatur bei Schädigung der Nervenfaser, u. zwar Verlangsamung der Muskelkontraktion (träge, „wurmförmige“ Zuckung) u. Erhöhung der Reizschwellen, evtl. auch Umkehr des Pflüger-Zuckungsgesetzes (Anodenschließungszuckung ist größer als Kathodenschließungszuckung). Bei der inkompletten E. ist ein Teil der Muskulatur noch vom Nerv aus erregbar, während bei der kompletten E. die Erregbarkeit für die indirekte galvanische u. die direkte faradische Reizung erloschen ist.

          • Entästelungsinsuffizienz
            • Ent|ästelungs|insuffizienz

            die – auf Fehlen des „debranching enzyme“ für Glykogen beruhende – Forbes-Glykogenose.

          • Entbindung
            • Ent|bindung

            • Englischer Begriff: delivery

            Leitung einer Geburt; i.w.S. auch die Geburt (Partus).

          • Entbindungsbett
            • Entbindungs|bett

            s.u. Krankenbett.

          • Entbindungslähmung
            • Entbindungs|lähmung

            • 1)
              Ischiadikuslähmung der Mutter nach Entbindung... (mehr)
            • 2)
              geburtstraumatische (obere u. untere) Armplexuslähmung beim Kind, selten... (mehr)
          • Entbindungslähmung 1)
            Entbindungslähmung
            • 1)

            • Synonyme: mütterliche Geburtslähmung

            • Englischer Begriff: sciatic nerve syndrome

            Ischiadikuslähmung der Mutter nach Entbindung.

          • Entbindungslähmung 2)
            Entbindungslähmung
            • 2)

            • Englischer Begriff: birth paralysis

            geburtstraumatische (obere u. untere) Armplexuslähmung beim Kind, selten auch Fazialis- oder Phrenikusparese.

          • Entbindungspfleger

              männl. Berufsbezeichnung in der Geburtshilfe. S.a. Hebamme.

            • Entbindungszange
              • Entbindungs|zange

              s.u. Zange.

            • Entblutungstod
              • Entblutungs|tod

              Verblutung.

            • Entdifferenzierung
              • Ent|differenzierung

              • Englischer Begriff: dedifferentiation

              Rückentwicklung einer Zelle in den undifferenzierten (embryonalen) Zustand, bei Keimzellen u. Regenerationsgeweben gewöhnlich unter Rückgewinnung der Pluripotenz; bei malignen Tumoren hat eine entdifferenzierte (anaplastische) Zelle alle spezifischen Zellstrukturen verloren (i.d.R. ein Zeichen großer Malignität; s.a. Grading, Anaplasie).

            • Entelechie
              • En|te|lechie

              • Englischer Begriff: entelechy

              • Fach: Biologie

              Begriff der Naturphilosophie für die autonome, immaterielle Naturkraft als notwendige Voraussetzung für die Lebensprozesse. – Bei Aristoteles das auf Selbstverwirklichung gerichtete Prinzip.

            • Entenform des Herzens
              • Enten|form des Herzens

              s.u. Aortenherz.

            • Entenschnabelbruch
              • Enten|schnabel|bruch

              • Englischer Begriff: Achilles tendon avulsion

              Abrissfraktur des hinteren oberen Teils des Fersenhöckers (Tuber calcanei) mit Verlagerung des Bruchstückes nach oben infolge Achillessehnenzugs (ergibt keilförmig klaffenden Bruchspalt).

            • Entenschnabelspekulum
              • Enten|schnabel|spekulum

              • Englischer Begriff: duckbill speculum

              • Fach: Gynäkologie

              selbsthaltendes Spekulum; z.B. Cusco-Spekulum.

            • enteral
              • en|te|ral

              • Englischer Begriff: enteral

              die Eingeweide (i.e.S. den Darm) betreffend.

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