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  • Entspannungsbehandlung
    • Entspannungs|behandlung

    krankengymnastisches Verfahren. Unter Ausnutzung psychophysischer Wechselbeziehungen werden durch vorwiegend rhythmusbetonte Gymnastik u. Schulung des kinästhetischen Empfindens eine Entspannung u. Rhythmisierung des Organismus einschließlich der vegetativen Funktionskreise eingeleitet. Angewendet bei vegetativen Regulationsstörungen, psychophysischer Erschöpfung.

  • Entspannungskollaps
    • Entspannungs|kollaps

    • Englischer Begriff: vasodepressor syncope; vasomotor collapse

    Kreislaufversagen (Synkope) durch eine Störung der Vasomotorenregulation mit überschießender Erweiterung der peripheren Gefäße, z.B. beim dekompensierten Schock.

  • Entspannungsverfahren
    • Entspannungs|verfahren

    • Englischer Begriff: relaxation methods

    Oberbegriff für unterschiedliche Methoden zur körperlichen u. seelischen Entspannung mit fließenden Übergängen zu psychotherapeutischen Verfahren. Dazu gehören z.B. autogenes Training, Biofeedback, progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, konzentrative Bewegungstherapie; i.w.S. auch die (ärztliche) Hypnose, Musiktherapie oder Techniken anderer Kulturen (z.B. Meditation, Yoga). Wirkungen: u.a. gezielte Entspannung der willkürlichen Muskulatur u. der hautnahen Blutgefäße, Beeinflussung unwillkürlicher Körperfunktionen (z.B. Herz-Kreislauf-System, Atmung, Verdauungssystem), Schmerzlinderung. Anw.: u.a. in Kliniken zur Operationsvorbereitung, zur Prävention u. Rehabilitation (z.B. Schutz vor alltäglichen Reizüberflutungen u. Krisen fördernden Dauerirritationen), im Rahmen einer Psychotherapie oder eines umfassenden schmerztherapeutischen Ansatzes.

  • Entspannungszeit, kardiale
    • Entspannungs|zeit, kardiale

    • Englischer Begriff: (cardiac) relaxation period

    die Zeitspanne der Diastole zwischen dem Schluss der Aortenklappen u. der Öffnung der AV-Klappen, in der die isometrische Kontraktionsrückbildung der Kammermuskulatur (mit Absinken des Ventrikeldrucks) erfolgt.

  • Entstauungstherapie
    • Ent|stauungs|therapie

    Methode der Physiotherapie, mit deren Hilfe Lymphödeme behandelt werden (z.B. Armlymphödeme nach Operation eines Mammakarzinoms). Z.B. 2-phasige Therapie nach Földi: zunächst manuelle Lymphdrainage u. Bandagierung, Dauer ca. 4–8 Wochen; dann Erhaltung der erreichten Verbesserung des Lymphabflusses. S.a. Lymphdrainage.

  • Entwesung
    • Ent|wesung

    • Englischer Begriff: desinfestation

    Desinsektion.

  • Entwicklung
    • Ent|wicklung

    • 1)
      s.u... (mehr)
    • 2)
      die vom Arzt oder von der Hebamme auszuführenden Kunsthilfen unter der... (mehr)
  • Entwicklung 1)
    Entwicklung
    • 1)

    • Englischer Begriff: development; evolution

    • Fach: Biologie

    s.u. Evolution; s.a. Phylo-, Onto-, Embryo-, Kyemato-, Morphogenese, ferner Wachstum..., Reifung..., Reife...

  • Entwicklung 2)
    Entwicklung
    • 2)

    • Englischer Begriff: evolution

    • Fach: Geburtshilfe

    die vom Arzt oder von der Hebamme auszuführenden Kunsthilfen unter der Geburt (s.u. Extraktion).

  • Entwicklungsalter
    • Entwicklungs|alter

    • Synonyme: EA (Abk.)

    • Englischer Begriff: developmental age

    das Alter unter Bezugnahme auf die körperliche u. geistige Entwicklung im Vergleich zum Durchschnittsniveau Gleichaltriger. S.a. Entwicklungsquotient, Intelligenzalter.

  • Entwicklungsbeschleunigung
    • Entwicklungs|beschleunigung

    • Englischer Begriff: accelerated development

    • Fach: Biologie

    Akzeleration.

  • Entwicklungsgeschichte
    • Entwicklungs|geschichte

    Ontogenese; i.w.S. Sammelbegriff für Embryologie, Onto- u. Phylogenese.

  • Entwicklungskinesiologie
    • Entwicklungs|kinesiologie

    • Synonyme: E-Technik

    physiotherapeutische Behandlungsmethode auf neurophysiologischer Grundlage, durch die angeborene motorische Basismuster aus der Säuglingszeit reaktiviert werden können. Die Methode wurde 1970 von Peter Hanke entwickelt. Anw.: ist sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen in allen Fachbereichen anwendbar u. dient der Umprogrammierung pathogener Belastungssituationen, Erzielung von Schmerzfreiheit, Verbesserung der Koordination, Korrektur muskulärer Dysbalancen, Dehnung verkürzter Strukturen und Verbesserung des sensomotorischen Allgemeinzustandes. Prinzip: Die für die Behandlung wichtigsten motorischen Basismuster sind die des Kriechens u. des Drehens. Dabei ist das Kriechmuster die Grundlage für Ausbildung u. Differenzierung höherer motorischer Prozesse, das Drehmuster die Voraussetzung für den aufrechten Gang. Die Behandlung erfolgt in definierter Ausgangsstellung auf dem tilt table (Kipptisch). Die Umprogrammierung pathologischer motorischer Muster wird durch Bahnungshilfen verstärkt u. gelenkt. Durch flächige Führungskontakte (Aktionsverstärker) werden Muskeldehnungsimpulse mit Längenveränderung der stimulierten Muskelregion ausgelöst.

  • Entwicklungsquotient
    • Entwicklungs|quotient

    • Synonyme: EQ (Abk.)

    • Englischer Begriff: developmental quotient

    Quotient aus Entwicklungs- u. Lebensalter. S.a. Intelligenzquotient.

  • Entwicklungstest
    • Entwicklungs|test

    • Englischer Begriff: developmental test

    psychologischer Test für Kinder zur Ermittlung des Entwicklungsquotienten anhand von Sinnesfunktionen, Körperbeherrschung, sozialem Kontakt, Lernen, Materialbehandlung u. geistiger Produktion; s.a. Intelligenztest.

  • Entwicklungsverzögerung
    • Entwicklungs|verzögerung

    • Englischer Begriff: retardation (mental; psychomotor)

    Retardierung.

  • Entwöhnung
    • Ent|wöhnung

  • Entwöhnung 1)
    Entwöhnung
    • 1)

    • Englischer Begriff: withdrawal

    Entwöhnungsbehandlung.

  • Entwöhnung 2)
    Entwöhnung
    • 2)

    • Englischer Begriff: weaning; ablactation

    • Fach: Pädiatrie

    Abstillen.

  • Entwöhnungsbehandlung
    • Entwöhnungs|behandlung

    langfristige, 6–12 Monate dauernde, stationäre Therapie meist in Fachkliniken, die sich direkt an eine Entgiftung (3) oder Entzugsbehandlung anschließen kann. Je nach Fachklinik liegt der Schwerpunkt z.B. in tiefenpsychologischen Verfahren, Verhaltenstherapie, Familientherapie, Arbeitstherapie.

  • Entwöhnungsmittel
    • Entwöhnungs|mittel

    Substanzen, die unterstützend bei einer Entgiftung gegeben werden. Wirkst.: a) zur Behandlung des Entzugssyndroms: z.B. Clonidin, Clomethiazol; b) bei Alkoholabhängigkeit: Acamprosat (Anti-Craving-Mittel), Disulfiram (erzeugt Alkohol-Unverträglichkeit); c) bei Opiatabhängigkeit: z.B. Methadon-Substitution bei Morphinabhängigkeit, Naltrexon (Opiatantagonist); d) zur Raucherentwöhnung: z.B. Substitution von Nicotin als Pflaster oder Kaugummi, Bupropion (Antidepressivum, NW: u.a. Krampfanfälle, psychotische Zustände!).

  • Entwurzelungsdepression
    • Ent|wurzelungs|depression

    • Englischer Begriff: uprooting depression

    chronische Anpassungsstörung als Folge einer Entwurzelungssituation, z.B. nach Deportation, Vertreibung, wobei dem Totalverlust von Heimat, Familie, Besitz, Arbeitsplatz, Ehre u. Ansehen bes. Bedeutung zukommt.

  • Entziehungspsychose
    • Entziehungs|psychose

    veraltete Bez. für eine Psychose als Erscheinung des Entzugssyndroms, v.a. als Entziehungsdelir des chron. Alkoholikers (Delirium tremens = Alkoholdelir).

  • Entzügelungshochdruck
    • Ent|zügelungs|hochdruck

    • Synonyme: neurogener Hochdruck

    • Englischer Begriff: neurogenous hypertension

    Bluthochdruck (Hypertonie) mit Tachykardie infolge Versagens der Blutdruckregulation wegen mechanischer (unfallbedingter), entzündlicher, toxischer oder degenerativer Schädigung der Blutdruckfühler (Pressorezeptoren) oder deren Leitungsbahnen (z.B. bei Schädelbasisfraktur, Tumor, Polyneuritis). S.a. Entlastungshochdruck (1).

  • Entzugsbehandlung
    • Entzugs|behandlung

    Behandlung, die über eine reine Entgiftung (3) hinausgeht und bei der Ärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialpädagogen u. Pflegekräfte mit den Abhängigen (Suchtkranken) psychische, soziale u. medizinische Probleme bearbeiten (qualifizierte E.). Die E dauert 3–12 Wochen und sollte/kann sich direkt an eine Entwöhnungsbehandlung anschließen. Derzeit wird die E. von den Krankenkassen bezahlt, die Entwöhnungsbehandlung von den Rentenversicherungsträgern.

  • Entzugsblutung hormonale
    • Entzugs|blutung (hormonale)

    • Englischer Begriff: hormonal abstraction hemorrhage

    nach Beendigung der Verabfolgung („Absetzen“) von Ovarialhormonen auftretende Blutung aus der Gebärmutterschleimhaut, mit der das geschrumpfte Endometrium abgestoßen wird.

  • Entzugsdelirium
    • Entzugs|delir(ium)

    • Englischer Begriff: withdrawal delirium

    • Fach: Psychologie

    s.u. Entzugssyndrom.

  • Entzugssyndrom
    • Entzugs|syndrom

    • 1)
      Symptomatik, die auftritt, wenn bei Abhängigkeit das Suchtmittel (Opioide... (mehr)
    • 2)
      Anzapfsyndrom; s.a... (mehr)
  • Entzugssyndrom 1)
    Entzugssyndrom
    • 1)

    • Synonyme: Entzugserscheinungen; Abstinenzsyndrom

    • Englischer Begriff: withdrawal syndrome

    Symptomatik, die auftritt, wenn bei Abhängigkeit das Suchtmittel (Opioide, Alkohol, Benzodiazepine etc.) plötzlich abgesetzt wird. Klinik: Zittern, Unruhe, Angst, Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Krampfanfälle, Schlaflosigkeit, Delirien (v.a. bei chronischem Alkoholismus), Dämmer- oder Verstimmungszustände, v.a. aber auch lebensbedrohliche Kreislaufstörungen (Schockzustände) u.a.

  • Entzugssyndrom 2)
    Entzugssyndrom
    • 2)

    • Englischer Begriff: (vascular) steal syndrome

    • Fach: Angiologie

    Anzapfsyndrom; s.a. Steal-Effekt.

  • Entzündung
    • Ent|zündung

    • Synonyme: Inflammatio

    • Englischer Begriff: inflammation

    Abbildung   Abbildung

    die vom Bindegewebe u. den Blutgefäßen getragene Reaktion des Organismus auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Entzündungsreiz mit dem Zweck, diesen zu beseitigen oder zu inaktivieren u. die reizbedingte Gewebsschädigung zu reparieren (s.a. Wundheilung). Auslöser: mechanische Reize (Fremdkörper, Druck, Verletzung) u. andere physikalische Faktoren (ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte), chemische Stoffe (Laugen, Säuren, Schwermetalle, bakterielle Toxine, Allergene u. Immunkomplexe) sowie Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) bzw. krankhafte Stoffwechselprodukte, entgleiste Enzyme, bösartige Tumoren. Das Geschehen wird mit der Endung „-itis“ gekennzeichnet. Ablauf: Am Beginn steht eine kurze Arteriolenverengung (durch Adrenalinwirkung) mit Mangeldurchblutung u. Gewebsalteration, gefolgt von der Entwicklung der klassischen örtlichen Entzündungszeichen („Kardinalsymptome“; nach Galen u. Celsus), d.h. von Rötung (Rubor; Gefäßerweiterung durch Histamin), Wärme (Calor; durch örtliche Stoffwechselsteigerung), Schwellung (Tumor; durch Austritt eiweißreicher Flüssigkeit aus den – u.a. durch Histamin – veränderten Gefäßwänden, unterstützt durch die verlangsamte Blutzirkulation i.S. der Prästase bis Stase), Schmerz (Dolor; als Folge der erhöhten Gewebsspannung u. schmerzauslösender Entzündungsprodukte, z.B. Bradykinin) u. Funktionsstörung (Functio laesa). Der Vorgang wird ergänzt durch Störung des Elektrolythaushaltes (Transmineralisation), Einwanderung neutrophiler Granulozyten (Abb.) u. Monozyten durch die Gefäßwände (s.a. Leukotaxis), Letzteres mit dem Zweck, den Entzündungsreiz u. geschädigte bis nekrotische Zellen zu beseitigen (Phagozytose). Ferner wandern Lymphozyten-Effektorzellen ein, die zur Bildung spezifischer Antikörper gegen den Entzündungsreiz führen (Immunreaktion), sowie eosinophile Granulozyten (in der Heilungsphase bzw. – sehr frühzeitig – bei allergisch-hyperergischem Geschehen). Durch die bei der Reaktion erfolgende Aktivierung des Komplementsystems werden Bruchstücke (C3a u. C5a) dieses Systems frei, die – wie das Histamin u. Bradykinin – als Mediatoren der Entzündung wirken, u. zwar i.S. der Anregung der Chemotaxis der zitierten Blutzellen. Außerdem wird die Blutgerinnung aktiviert. In der Folge tritt eine Schädigung (Dystrophie u. Koagulationsnekrose) des zugeordneten Organparenchyms ein. Der Gesamtorganismus reagiert je nach Intensität u. Art der E. mit Fieber, Stress (s.a. Adaptationssyndrom), Leukozytose u. Veränderungen in der Zusammensetzung der Plasmaproteine (Akute-Phase-Reaktion), die zu einer beschleunigten Blutkörperchensenkungsreaktion führen. S.a. Schema.

  • Entzündung, eitrige
    Entzündung
    • E., eitrige

    • Englischer Begriff: purulent i.

    E. mit massiver Beteiligung von Leukozyten, die – unter gleichzeitigem Zerfall u. Freisetzung lytischer Fermente – zur Einschmelzung (Kolliquationsnekrose) u. zu Bildung von Eiter führen. Meist durch Eitererreger, aber auch durch Fremdkörper hervorgerufen. – s.a. Abszess, Phlegmone, Empyem.

  • Entzündung, exsudative
    Entzündung
    • E., exsudative

    • Englischer Begriff: exudative i.

    durch Austritt von Flüssigkeit u./oder von Blutzellen geprägte E.; als seröse, fibrinöse, hämorrhagische oder eitrige Entzündung.

  • Entzündung, fibrinöse
    Entzündung
    • E., fi|brinöse

    • Englischer Begriff: fibrinous i.

    E. mit starkem Austritt von Blutplasma (Plasmadiapedese), wobei Fibrinogen zu Fibrin gerinnt u. zur Bildung eines ablösbaren Belags (Pseudomembran; s.a. Enterokolitis, pseudomembranöse) führt (s.a. Kruppmembran), unter dem aber tiefe Nekrosen (Geschwüre) entstehen können. Die Fibrinschicht wird, z.B. in Körperhöhlen, vielfach durch einsprossendes Granulationsgewebe „organisiert“.

  • Entzündung, gangräneszierende
    Entzündung
    • E., gan|gräneszierende

    • Synonyme: ichoröse oder verjauchende E.

    • Englischer Begriff: gangrenous i.

    v.a. bei Personen mit verminderter Resistenz vorkommende E. mit Bildung übel riechender Nekrosen infolge zusätzlicher bakterieller Zersetzung (s.a. Gangrän) mit Entstehung von Aminen, Mercaptan u. Schwefelwasserstoff.

  • Entzündung, granulomatöse
    Entzündung
    • E., granulomatöse

    • Englischer Begriff: granulomatous i.

    chronische E. mit Bildung „spezifischer“, knötchen- oder knotenförmiger Granulome (meist aufgebaut aus einem Saum von Epitheloidzellen u. mononukleären Entzündungszellen; manchmal mit zentraler, verkäsender oder abszessartiger Nekrose); z.B. bei Tuberkulose, Lues, Boeck-Sarkoidose, retikulohistiozytär-abszedierender Granulomatose (Lymphogranuloma venereum, Tularämie, Katzenkratzkrankheit, Pseudotuberculosis mesenterialis).

  • Entzündung, haemorrhagische
    Entzündung
    • E., hämor|rhagische

    • Englischer Begriff: hemorrhagic i.

    E. mit Bildung von blutigem Exsudat (Austritt von Erythrozyten), v.a. bei Infektion mit hochvirulenten Erregern.

  • Entzündung, katarrhalische
    Entzündung
    • E., ka|tar|rhalische

    • Englischer Begriff: catarrhal i.

    s.u. Entzündung, seröse.

  • Entzündung, nekrotisierende
    Entzündung
    • E., ne|krotisierende

    • Englischer Begriff: necrotic i.

    E. mit geringer Fibrinausschwitzung, aber starkem Gewebszerfall infolge rasch einsetzender, langer u. schwerer Durchblutungsstörung oder infolge primärer schwerer Gewebsschädigung durch Zytotoxizität des auslösenden Faktors. S.a. Kaverne, Verkäsung.

  • Entzündung, proliferative
    Entzündung
    • E., proliferative

    • Synonyme: produktive E.

    • Englischer Begriff: proliferative i.

    E., bei der die Neubildung von Bindegewebe im Vordergrund steht (s.a. Wundheilung) u. die allgemein zu Defektheilung führt, d.h. zu narbigem Ersatz des untergegangenen Gewebes, v.a. bei chronischer E.

  • Entzündung, pseudomembranöse
    Entzündung
    • E., pseudo|membranöse

    • Englischer Begriff: pseudomembranous i.

    s.u. Entzündung, fibrinöse.

  • Entzündung, seröse
    Entzündung
    • E., seröse

    • Englischer Begriff: serous i.

    E. mit „Serumdiapedese“, d.h. mit vorwiegendem Austritt albuminreicher Flüssigkeit („seröses Exsudat“) aus den Gefäßen; führt an Schleimhäuten gleichzeitig zu Aktivierung der Schleimbildung (= katarrhalische E.).

  • Entzündung, spezifische
    Entzündung
    • E., spezifische

    • Englischer Begriff: specific i.

    E., die aus ihrem geweblichen Bild einen Rückschluss auf die sie erzeugende Ursache gestattet (z.B. Tuberkulose, Syphilis, Lymphopathia venerea); s.a. Entzündung, granulomatöse.

  • Entzündung, ulzeröse
    Entzündung
    • E., ulzeröse

    • Englischer Begriff: ulcerative i.

    exsudative oder nekrotisierende E. mit eintretender Geschwürbildung.

  • Entzündungsbestrahlung
    • Entzündungs|bestrahlung

    • Englischer Begriff: antiphlogistic irradiation

    Reizbestrahlung (s.a. Röntgenreiztherapie) zur Behandlung von Entzündungen; bewirkt u.a. Gewebsazidose, Hemmung der Exsudation u. Leukozytenansammlung, Bindegewebsaktivierung.

  • entzündungshemmende Mittel
    • entzündungshemmende Mittel

    • Englischer Begriff: antiphlogistics

    Antiphlogistika.

  • Entzündungsmediator
    • Entzündungs|mediator

    Mediator.

  • Enucleatio
    • Enu|cleatio

    • Synonyme: Enukleation

    • Etymol.: latein. = Entkernung

    • Englischer Begriff: enucleation

    das „Ausschälen“ eines abgekapselten Fremdkörpers, v.a. aber eines in sich gut begrenzten Organs oder eines abgegrenzten Tumors ohne Mitentfernung benachbarten Gewebes, z.B. als Myom-E. (auch endoskopisch, d.h. pelviskopisch möglich).

    • E. bulbi
      die Totalentfernung des Augapfels durch Ausschälen aus der Tenon-Kapsel... (mehr)
  • Enucleatio bulbi
    Enucleatio
    • E. bulbi

    die Totalentfernung des Augapfels durch Ausschälen aus der Tenon-Kapsel; endet mit der Naht der Bindehautwunde u. Druckverband; später Bulbusersatz. S.a. Exenteratio orbitae.

  • Enula
    • En|ula

    • Synonyme: En|ulis

    Granulationsgeschwulst innerhalb des Kieferkörpers; die zentrale Form der Epulis.

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