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  • Epikondylitis
    • Epi|kon|dylitis

    • Synonyme: -kondylo|pathie

    • Englischer Begriff: epicondylitis

    s.u. Epicondylitis.

  • Epikondylus
    • Epi|kon|dylus

    • Fach: Anatomie

    Epicondylus.

  • Epikonus-Syndrom
    • Epi|konus-Syndrom

    • Englischer Begriff: epiconus syndrome

    durch Rückenmarksfehlbildung, -verletzung, -tumor oder -entzündung (Epikonus|myelitis) in Höhe des Epiconus medullaris hervorgerufene Klinik: Empfindungsstörungen in entsprechenden Spinalnervenbereichen, Ausfall der Achillessehnenreflexe, Lähmung der Oberschenkelstrecker u. -außenrotatoren, Unterschenkelbeuger u. der Wadenmuskeln, Schwäche des Blasenschließmuskels; bei totaler Querschnittsschädigung auch Blasen-Mastdarm-Lähmung.

  • Epikraniotomie
    • Epi|kranio|tomie

    • Englischer Begriff: epicraniotomy

    • Fach: Chirurgie

    Durchtrennung der Kopfschwarte.

  • Epikranium
    • Epi|kra|ni|um

    • Englischer Begriff: epicranium

    die Kopfschwarte als Weichteilbedeckung des Hirnschädels, bestehend aus Haut, Unterhaut u. Galea aponeurotica.

  • Epikrise
    • Epi|krise

    • 1)
      Schlussbetrachtung; die abschließende krit... (mehr)
    • 2)
      die nach einer Krise auftretenden Krankheitserscheinungen... (mehr)
  • Epikrise 1)
    Epikrise
    • 1)

    Schlussbetrachtung; die abschließende krit. Beurteilung eines Krankheitsverlaufs, meist in Form eines Berichts mit differentialdiagnostischen Überlegungen u. endgültiger Diagnose.

  • Epikrise 2)
    Epikrise
    • 2)

    • Englischer Begriff: epicrisis

    die nach einer Krise auftretenden Krankheitserscheinungen.

  • epikritisch
    • epi|kritisch

    • 1)
      die Epikrise betreffend... (mehr)
    • 2)
      die exakte Erkennung sensibler Reize betreffend (Sensibilität, epikritische)... (mehr)
  • epikritisch 1)
    epikritisch
    • 1)

    die Epikrise betreffend.

  • epikritisch 2)
    epikritisch
    • 2)

    • Englischer Begriff: epicritic

    die exakte Erkennung sensibler Reize betreffend (Sensibilität, epikritische).

  • epikutan
    • epi|kutan

    • Englischer Begriff: epidermal

    der Haut (Kutis) aufliegend, die Hautoberfläche betreffend.

  • Epikutantest
    • Synonyme: Pflastertest

    • Englischer Begriff: patch test

    Abbildung

    diagnostischer Test zum Nachweis einer Kontaktallergie durch eine zelluläre Überempfindlichkeit (allergische Spättypreaktion). Das vermutliche Allergen wird in einer Aluminiumkammer auf einen kleinen Bezirk normaler Haut (zumeist am Rücken) aufgebracht u. bis zu 48 Std. fixiert. Die Testreaktion wird nach 48 u. 72 Std. abgelesen. Eine entzündliche Ekzemreaktion wird als positiv betrachtet (s. Abb.).

  • Epikutantest, belichteter
  • Epikutantest, offener
    Epikutantest
    • E., offener

    Testverfahren zum Nachweis von Soforttypreaktionen bei Verdacht auf eine hochgradige Sensibilisierung oder Proteinkontakt-Dermatitis.

  • Epilation
    • Epilation

    • Synonyme: Epilierung

    • Englischer Begriff: epilation

    Entfernung von Kopf- u./oder Körperhaaren aus kosmetischen Gründen oder zu Behandlungszwecken (v.a. bei Pilzkrankheiten). Erfolgt mittels Galvanopunktur, Pflasterbehandlung, Epilierzange (z.B. Zilienpinzette) u. Epilatorien (z.B. Bimsstein, Epilierpasten u. -cremes auf Sulfid-, Stannit- oder Thioglykolat-Basis), Strahlenbehandlung (bewirkt Dauerepilation; obsolet!).

  • Epilepsia
    • Epi|lep|sia

    • Synonyme: Epilepsie; Fallsucht; St.-Valentins-Krankheit; Morbus sacer

    • Englischer Begriff: epilepsy

    Tabelle   Tabelle

    Oberbegriff für zerebrale Funktionsstörungen mit anfallsweise auftretenden Spontanentladungen zentraler Neurone. Gemeinsames Kennzeichen aller E.-Formen ist eine gesteigerte Krampfbereitschaft zentraler Nervenzellverbände, hervorgerufen durch ein Ungleichgewicht zwischen hemmenden u. fördernden Neurotransmittern. Nicht zur Epilepsie i.e.S. zählen die Gelegenheitskrämpfe, die nur unter spez. Belastung auftreten (z.B. Fieberkrämpfe, Anfälle unter Alkoholentzug). Epidem.: Inzidenz durchschn. 50 von 100 000; Prävalenz in Europa 650 auf 100 000 Einwohner; betroffen insg. 0,8% der Gesamtbevölkerung. Fokale, nicht altersgebundene E. häufiger bei ♂, generalisierte Formen u. Petit Mal im Schulalter häufiger bei ♀. Ätiol.: idiopathische, also nicht durch eine andere Krankheit bedingte Formen, denen charakteristische Veränderungen in Genen zugrunde liegen, die für umschriebene Untereinheiten von neuronalen Natrium- und Kaliumkanälen bzw. für nikotinartige cholinerge Rezeptorsubtypen kodieren; den symptomatischen E. liegt eine Hirnschädigung zugrunde (Trauma, Tumor, Entzündung, Stoffwechselstörung, Durchblutungsstörung, Fehlbildung); kryptogene E. sind trotz ungeklärter Ätiol. vermutl. den symptom. Formen zuzuordnen. Klassifik.: Die Komplexität des Krankheitsbildes erfordert es, verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören z.B. Anfallstyp, Ätiol., Anatomie, auslösende Faktoren, Erkrankungsalter, Schweregrad, Chronizität, Beziehungen zum Tagesrhythmus, Prognose. Derzeit sind zwei parallel anzuwendende Klassifikationssysteme gebräuchlich (lt. Internationaler Liga gegen Epilepsie = ILAE): zum einen die Unterscheidung zwischen generalisierten u. fokalen Anfällen, zum anderen zwischen generalisierten u. fokalen E.-Syndromen, denen keine spezif. Ursache u. Progn., aber gemeinsame Kennzeichen zugeordnet werden können (z.B. Manifestationsalter); s. Tab. Je nach Lokalisation des Herdes werden fokale Formen in Frontal-, Temporal-, Okzipital- u. Parietallappen-E. unterteilt. Die verschiedenen Formen können auch kombiniert auftreten. Diagn.: (Fremd-)Anamnese, EEG (in ca. 30% spezif. Veränderungen wie Spitzen, steile Wellen oder Spitze-Welle-Komplexe, in weiteren 20% sind Veränderungen provozierbar), Computertomographie, Kernspintomographie (mit oder ohne Kontrastmittel), ggf. Angiographie. DD: Anfall anderer Ursache. Ther.: Behandl. der Grundkrankheit, medik. Ther. (Antiepileptica), ggf. op. Intervention (Epilepsiechirurgie), bei Therapieresistenz evtl. Vagusnerv-Stimulation, Expositionsprophylaxe (z.B. Vermeiden von Schlafentzug u. Hyperventilation; Meiden bestimmter visueller, somatosensorischer u. akustischer Reize).

  • Epilepsia corticalis
    Epilepsia
    • E. corticalis

    • Synonyme: Rindenepilepsie

    E., fokale.

  • Epilepsia cursiva
    Epilepsia
    • E. cursiva

    • Synonyme: Dromolepsie

    • Englischer Begriff: running fits

    E. mit Anfällen von Bewusstseinseinschränkung u. Automatismen, die zu Gehbewegungen führen.

  • Epilepsia diurna
    Epilepsia
    • E. diurna

    • Englischer Begriff: daytime e.

    E. mit nur am Tage, im Wachzustand auftretenden Anfällen.

  • Epilepsia laryngealis
    Epilepsia
    • E. laryngealis

    • Englischer Begriff: laryngeal e.

    inkorrekte Bezeichnung für respiratorische Affektkrämpfe („Kehlkopfschlag“), v.a. bei Kindern als Gelegenheitskrämpfe mit Bewusstseinsverlust (akute Anoxie des Gehirns infolge Glottiskrampfs).

  • Epilepsia major
    Epilepsia
    • E. major

    • Englischer Begriff: major e.

    E., generalisierte.

  • Epilepsia menstrualis
    Epilepsia
    • E. menstrualis

    • Englischer Begriff: catamenial e.

    E. mit Anfällen hauptsächlich z.Z. der Menses (z.T. erklärbar durch eine endokrin bedingte Senkung der Krampfschwelle).

  • Epilepsia minor
    Epilepsia
    • E. minor

    • Synonyme: E. mitior

    • Englischer Begriff: petit mal e.; absence e.

    Petit mal.

  • Epilepsia nocturna
    Epilepsia
    • E. nocturna

    • Englischer Begriff: nocturnal e.

    E. (aller ätiologischen Formen) mit nur oder fast ausschließlich nachts, im Schlafzustand, auftretenden Anfällen (sog. Schlafepilepsie).

  • Epilepsia nonconvulsiva
    Epilepsia
    • E. non|convulsiva

    • Englischer Begriff: nonconvulsive e.

    E. mit Anfällen ohne Krämpfe, z.B. eine generalisierte E. mit Anfällen in Form von Absencen, eine partielle E. mit sensorischen, vegetativen u. komplexen psychischen Erscheinungen.

  • Epilepsia partialis
    Epilepsia
    • E. partialis

    • Englischer Begriff: partial e.; focal e.

    E. mit nichtgeneralisierten Anfällen, die auf der lokalisierten Entladung von Neuronen nur einer Großhirnhemisphäre beruhen. Die Anfälle manifestieren sich a) in elementaren, d.h. in motorischen, sensorischen (Elementaranfall; sensorischer Anfall) oder – abdominalen, epigastrischen etc. – vegetativen Symptomen oder b) in komplexen, d.h. psychischen u. psychosensorischen Symptomen (Automatismen). Nach dem Ort der Entladung werden sie auch z.B. als Frontallappen-, Insel-E., präzentrale Anfälle unterschieden. Der Anfall kann aber in einen generalisierten übergehen.

  • Epilepsia partialis continua kojewnikow
    Epilepsia  >  Epilepsia partialis
    • E. p. continua (Kojewnikow)

    • Englischer Begriff: Koshevnikoff's (= Kozhewnikow's) e.

    eine partielle E. mit somatomotorischen Anfällen ohne Bewusstseinsverlust, d.h. mit über Stunden oder Tage anhaltenden Myoklonien (häufig auch mit Lähmungen u. Empfindungsstörungen, Parästhesien) in einer Gliedmaße oder einer Gesichtshälfte.

  • Epilepsia propulsiva
    Epilepsia
    • E. pro|pulsiva

    E. mit Anfällen, bei denen es zu Vorwärts- = Propulsivbewegungen kommt infolge massiver allgemeiner Myoklonien des Rumpfes (Taschenmesserphänomen) u. der Gliedmaßen; meist als Propulsiv-Petit-Mal.

  • Epilepsia senilis
    Epilepsia
    • E. senilis

    • Englischer Begriff: old age e.

    in höherem Lebensalter auftretende E., meist infolge Hirngefäßsklerose (v.a. des Schläfenhirns), aber auch bei Alzheimer-Krankheit oder Multiinfarktdemenz.

  • Epilepsia tarda
    Epilepsia
    • E. tarda

    • Synonyme: E. tardiva; Spätepilepsie

    • Englischer Begriff: late e.; tardy e.

    E., bei der Anfälle erst im späteren Lebensalter (meist nach dem 30. Lj.) auftreten.

  • Epilepsia traumatica
    Epilepsia
    • E. traumatica

    • Englischer Begriff: (post)traumatic e.

    symptomatische E. als Folge einer Hirnverletzung; die ersten Anfälle treten meist bis zum 2. J. nach dem Unfall auf, selten aber erst viel später.

  • Epilepsie, adversive
    Epilepsia
    • E., adversive

    • Englischer Begriff: adversive e.

    Adversivepilepsie.

  • Epilepsie, akinetische
    Epilepsia
    • E., akinetische

    • Englischer Begriff: akinetic e.

    epileptische Anfälle, bei denen plötzlich in einer Bewegung innegehalten wird; meist ohne Muskeltonusstörung, evtl. aber Hinstürzen; s.a. E., generalisierte.

  • Epilepsie, audiogene
    Epilepsia
    • E., audiogene

    • Synonyme: akustikogene E.

    • Englischer Begriff: audiogenic e.

    Reflex-E., deren Anfälle durch einen akustischen Reiz ausgelöst werden.

  • Epilepsie, auditive
    Epilepsia
    • E., auditive

    • Englischer Begriff: auditive-hallucinatory e.

    epileptische Anfälle mit akustischen Sinnestäuschungen.

  • Epilepsie, diffuse
    Epilepsia
    • E., diffuse

    • 1)
      E. mit regellos am Tage u. in der Nacht auftretenden generalisierten Anfällen... (mehr)
    • 2)
      symptomatische E. bei verbreiteten Hirnschäden... (mehr)
  • Epilepsie, diffuse 1)
    Epilepsia  >  Epilepsie, diffuse
    • 1)

    • Englischer Begriff: e. without circadian influence

    E. mit regellos am Tage u. in der Nacht auftretenden generalisierten Anfällen.

  • Epilepsie, diffuse 2)
    Epilepsia  >  Epilepsie, diffuse
    • 2)

    • Englischer Begriff: symptomatic e.

    symptomatische E. bei verbreiteten Hirnschäden.

  • Epilepsie, emotionelle
    Epilepsia
    • E., emotionelle

    E. mit Anfällen, ausgelöst durch Gemütsbewegungen.

  • Epilepsie, fokale
    Epilepsia
    • E., fokale

    • Englischer Begriff: focal e.

    E. mit partiellen, auf bestimmte Muskelgruppen begrenzten, von einem bestimmten Bezirk der Hirnrinde ausgehenden Anfällen (die sich aber sekundär zu generalisierten Anfällen entwickeln können); s.a. Jackson-Anfall.

  • Epilepsie, fotogene
    Epilepsia
    • E., fotogene

    • Synonyme: E. fotosensible

    E., photogene.

  • Epilepsie, generalisierte
    Epilepsia
    • E., generalisierte

    • Englischer Begriff: generalized e.

    E. mit Anfällen, die auf gleichzeitiger Entladung von Nervenzellen beider Großhirnhemisphären beruhen (im EEG bilateral synchrone Muster) u. sich an bd. Körperhälften äußern, u. zwar meist in Form von Krämpfen oder als Myoklonien, seltener als E. nonconvulsiva oder – gelegentlich – mit muskulärem Tonusverlust (= atonische Krisen); ferner – als „sekundäre Generalisation“ – v.a. tonisch-klonische Krämpfe im Anschluss an nicht generalisierte (fälschlich als Aura angesehene) Krämpfe; s.a. E., zentrenzephale.

  • Epilepsie, genuine
    Epilepsia
    • E., genuine

    • Synonyme: endogene E.; essentielle E.; idiopathische E.; kryptogenetische E.

    • Englischer Begriff: idiopathic e.

    E. ohne eine mit den derzeitigen Methoden nachweisbare Ursache.

  • Epilepsie, halluzinatorische
    Epilepsia
    • E., halluzinatorische

    • Englischer Begriff: e. with hallucinations

    E., deren nicht generalisierte Anfälle (infolge von Entladung in der Peripherie des Schläfenlappens oder der sensorischen Hirnrindenfelder) nur oder hauptsächlich aus Sinnestäuschungen bestehen, u. zwar in Form einfacher sensitiver (z.B. auditiver, olfaktiver, somatosensibler, visueller) oder komplexer (mehrere Sinnesarten betreffender) Halluzinationen.

  • Epilepsie, hereditäre
    Epilepsia
    • E., hereditäre

    • Synonyme: familiäre E.; genetische E.

    • Englischer Begriff: hereditary e.

    genuine E., bei der eine familiäre Belastung angenommen werden kann (wobei jedoch meist ein Zusammenhang mit organischen Ursachen oder einer Stoffwechselstörung besteht).

  • Epilepsie, idiopathische
    Epilepsia
    • E., idiopathische

    E., genuine.

  • Epilepsie, limbische
    Epilepsia
    • E., limbische

    • Englischer Begriff: limbic e.

    partielle psychomotorische E. (Temporallappen-E.) mit aus abnormer Erregung des limbischen Systems (u. Übergreifen auf Nachbarsysteme) resultierenden Anfällen; z.B. als Hippokampusanfälle; Dämmerattacken mit psychomotorischen (z.B. Wutanfälle) u./oder -sensorischen Symptomen (Trugwahrnehmungen, Déjà- u. Jamais-vu-Erlebnisse).

  • Epilepsie, metabolische
    Epilepsia
    • E., metabolische

    • Englischer Begriff: metabolically induced e.

    funktionelle E., deren Anfälle (generalisierte oder halbseitige Krämpfe) bei entsprechender Prädisposition aus einer Stoffwechselstörung resultieren (v.a. bei Störungen im Pyridoxin-, Phenylalanin-, Elektrolyt- u. Wasserhaushalt u. bei Hypoglykämie, Hypokalzämie u. Urämie); v.a. bei Neugeborenen u. Säuglingen (meist halbseitig) vorkommend; bei Erwachsenen z.B. als Schwangerschaftsepilepsie (s.a. Eklampsie).

  • Epilepsie, musikogene
    Epilepsia
    • E., musiko|gene

    • Englischer Begriff: musicogenic e.

    E. als bes. Form der Reflexepilepsie; die Anfälle treten – evtl. mit Latenz bis zu 20 Min. – nach musikal. Eindrücken (allgemein oder bei best. Melodien) auf. Meist als psychomotorische Anfälle.

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