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  • Ernst
    • Ernst

    • Biogr.: 1) Franz E., 1887–1947, Kieferchirurg, Berlin; 2) Paul E., 1859–1937, Pathologe, Zürich

  • Ernst-Körperchen
    Ernst
    • E.-Körperchen

    • Biogr.: Paul E.

    • Fach: Bakteriologie

    s.u. Babes-Ernst-K.

  • Ernst-Methode
    Ernst
    • E.-Methode

    • Biogr.: Franz E.

    „Notschienung“ des im Körperteil gebrochenen Unterkiefers durch an den Zähnen fixierte Drahtschlaufen (Ligaturen), die mit Gummi- oder Drahtzügen an eine im intakten Oberkiefer gleichartig angebrachte „Hilfsschiene“ verschnürt werden.

  • Erntefieber
    • Ernte|fieber

    Feldfieber.

  • Erntekrätze
    • Ernte|krätze

    Trombidiose.

  • ERO
    • Synonyme: Abk. für evoked response olfactometry

    • Etymol.: engl.

    objektive Olfaktometrie.

  • Eröffnungsperiode
    • Er|öffnungs|periode

    • Englischer Begriff: first stage of labor; period of dilatation

    Abbildung

    der Abschnitt des Geburtsvorgangs vom Beginn der Eröffnungswehen bis zur vollständigen Eröffnung des Muttermunds. Im Anschluss folgt die Austreibungsperiode, s.a. Abb.

  • Eröffnungswehen
    • Er|öffnungs|wehen

    • Englischer Begriff: first stage pains

    regelmäßig in kürzer werdenden Abständen (anfangs 10–15, schließl. 3–4 Min.) wiederkehrende, an Stärke u. Dauer (15–60 Sek.) allmählich zunehmende Wehen, die unter dem „Sichstellen“ der Fruchtblase den Zervikalkanal eröffnen.

  • erogene Zonen
    • Englischer Begriff: erogenous zones

    Körperoberflächenbereiche (v.a. die Geschlechtsregion, Brustwarzen, die Gegend um Mund, Zunge, Hals u. After), deren Reizung zu sexueller Erregung führt.

  • Erosio
    • Erosio

    • Synonyme: Erosion

    • Englischer Begriff: erosion

    nässender, nicht blutender, nur das Epithel betreffender Substanzverlust der Haut oder Schleimhaut; mechanisch oder infektiös bedingt, ferner als Sekundäreffloreszenz nach Papeln oder Blasen. Abheilung erfolgt ohne Narbenbildung; s.a. Ulcus.

  • Erosio corneae
    Erosio
    • E. corneae

    • Englischer Begriff: corneal e.

    Epitheldefekt der Hornhaut des Auges; meist als Verletzungsfolge; ein scharfrandiger, matter Fleck, der sich nach Instillation 2%iger Fluorescein-Lsg. grün färbt; verbunden mit sehr schmerzhaftem Tränenfluss u. Lichtscheu; Gefahr der Sekundärinfektion (Keratitis).

  • Erosio falsa
    Erosio
    • E. falsa

    • Fach: Gynäkologie

    Ektopia portionis; s.a. Erosio vera.

  • Erosio interdigitalis candidamycetica
    Erosio
    • E. inter|digitalis candida|mycetica

    • Synonyme: E. inter|digitalis blasto|mycetica; E. inter|digitalis mycotica

    • Englischer Begriff: interdigital e.

    Sprossformmykose der Finger- u. Zehenzwischenräume (meist III u. IV) durch Candida albicans; hochrote, stark juckende Erosionen u. Hautrisse (Rhagaden) unter weißlich-krümeligen Mazerationsprodukten.

  • Erosio papillaris
    Erosio
    • E. papillaris

    • Englischer Begriff: papillary e.

    wuchernder bzw. vegetierender Hautepitheldefekt (Papillenhypertrophie).

  • Erosio vera
    Erosio
    • E. vera

    • Englischer Begriff: cervical e.

    E. an der Portio vaginalis der Gebärmutter, z.B. bei Prolaps, als Verletzungs-, Entzündungsfolge. S.a. Ektopia portionis, Erythroplakie.

  • Erosion, flache
    Erosio
    • E., flache

    • Synonyme: E., inkomplette

    E. der Magenschleimhaut im Niveau der Mukosa gelegen, ohne Randwall, akute Form.

  • Erosion, komplette
    Erosio
    • E., komplette

    E. der Magenschleimhaut mit zentraler Nekrose u. aufgeworfenem Randwall ohne erkennbares Ulkus, chronische Form.

  • erosivus
    • erosiv(us)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: erosive

    mit Bildung von Erosionen einhergehend, z.B. Gastritis erosiva.

  • Erotik
    • Englischer Begriff: erotism (e.g. anal, oral)

    die auf Sexualität zurückführbaren menschlichen Vorstellungen u. Handlungen, i.e.S. als sublimierte Form des Sexuellen; ästhetisches u. spannungsbildendes Element zahlreicher Darstellungen in Dichtung, Belletristik u. bildender Kunst. – In der Psychoanalyse Begriff für alle Tatbestände, die unmittelbar dem Eros (Libido) in seinen verschiedensten Manifestationen entspringen (z.B. Anal-, Oral-, Urethralerotik).

  • Erotographomanie
    • Ero(to)grapho|manie

    krankhaftes Bedürfnis, Obszönes schriftlich darzustellen.

  • Erotomanie
    • Eroto|manie

    • 1)
      übersteigertes Suchen u. Eingehen sexueller Beziehungen zum anderen Geschlecht... (mehr)
    • 2)
      „Liebeswahn“ (als Wahnkrankheit)... (mehr)
  • Erotomanie 1)
    Erotomanie
    • 1)

    • Synonyme: Liebestollheit; Hypererosie

    • Englischer Begriff: erotomania

    • Fach: Psychologie

    übersteigertes Suchen u. Eingehen sexueller Beziehungen zum anderen Geschlecht („Weiber-“ bzw. „Mannstollheit“) beim sonst psychisch Gesunden.

  • Erotomanie 2)
    Erotomanie
    • 2)

    „Liebeswahn“ (als Wahnkrankheit).

  • Erotophobie
    • Eroto|phobie

    • Englischer Begriff: erotophobia

    krankhafte Abneigung gegen sexuelle Beziehungen.

  • ERPC
    • Synonyme: Abk. für endoskopische retrograde Pankreatiko-Cholangiographie

    • Fach: Röntgenologie

    s.u. Pankreatographie.

  • erraticus
    • erraticus

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: erratic

    umherirrend, unregelmäßig auftretend, wandernd (migrans).

  • Erregbarkeitsprüfung
    • Erreg|bar|keits|prüfung

    • Englischer Begriff: excitability test

    Funktionsprüfung von Muskeln u. peripheren Nerven durch direkte oder indirekte Reizung mittels faradischer (normal: tetanische Kontraktion) oder galvanischer Ströme (blitzartige Zuckung gemäß Pflüger-Gesetz). Abweichungen von den Normalwerten (s.a. Stintzing-Tabellen) treten bei Erkrankungen des peripheren motorischen Neurons u. bei Myopathien auf, als Entartungsreaktion, myotonische, myasthenische, myospastische u. tetanische Reaktion.

  • Erreger
    • Englischer Begriff: agents

    Bez. für pathogene („krankheitserregende“) Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Pilze) u. Parasiten.

  • Erregung
      • 1)
        Zustand gesteigerter geistig-seelischer u./oder motorischer Funktionen... (mehr)
      • 2)
        die spezifische Reaktion erregbarer Systeme auf einen äußeren Reiz oder... (mehr)
    • Erregung 1)
      Erregung
      • 1)

      • Englischer Begriff: excitement

      • Fach: Psychologie

      Zustand gesteigerter geistig-seelischer u./oder motorischer Funktionen; reaktiv oder – in krankhaftem Ausmaß – als Begleiterscheinung oder wesentliches Symptom vieler psychischer Krankheitszustände, v.a. als manische (s.a. Manie), depressive (bei agitierter Depression) u. katatone E. (s.a. Katatonie), bei symptomatischen Psychosen, bei Vergiftungen, organischen Hirnerkrankungen, dementiellen Syndromen; s.a. Erethismus, Exzitationsstadium..

    • Erregung 2)
      Erregung
      • 2)

      • Englischer Begriff: excitation

      • Fach: Physiologie

      die spezifische Reaktion erregbarer Systeme auf einen äußeren Reiz oder einen inneren Anstoß („Spontan-E.“); im allgemein. Sinn jede Änderung der bioelektrischen Zellmembranspannung (Ruhemembranpotential); i.e.S. die auf flüchtiger elektrischer Umladung der Zellmembran beruhende steile Depolarisation mit Entwicklung eines – fortleitbaren – Spitzenaktionspotentials (Aktionspotential) als Rezeptor-, postsynaptisches bzw. Endplattenpotential; S.a. Re-, Hyperpolarisation; Erregungs...

    • Erregungsausbreitung
      • Erregungs|ausbreitung

      • Englischer Begriff: spread of stimulus

      • Fach: Kardiologie

      die Ausbreitung der im Sinusknoten entstehenden Erregung (Erregungsbildung) über den rechten, dann den linken Herzvorhof (EKG: P-Zacke) u. weiter im spezifischen Erregungsleitungssystem auf das Kammermyokard, zunächst im Herzseptum u. in der Basis des re. septalen Papillarmuskels (EKG: Q-Zacke in V5/V6, R-Zacke in V1/V2), dann von der Herzspitze re. zum Conus pulmonalis, li. zur basisnahen Hinterwand (EKG: RS-Komplex), so dass sich bd. Kammern annähernd gleichzeitig kontrahieren (die Einfluss- vor der Ausflussbahn); s.a. Herzzyklus, Tawara-Schenkel (dort Abb.); aberrierend.

    • Erregungsbildung
      • Erregungs|bildung

      • 1)
        s.u... (mehr)
      • 2)
        die spontane Bildung des Herzaktionspotentials, normalerweise rhythmisch... (mehr)
      • E., ektopische
        außerhalb des Sinusknotens erfolgende E. (als Ersatzrhythmus oder als... (mehr)
    • Erregungsbildung 1)
      Erregungsbildung
      • 1)

      • Fach: Physiologie

      s.u. Erregung.

    • Erregungsbildung 2)
      Erregungsbildung
      • 2)

      • Englischer Begriff: pacemaker function

      • Fach: Kardiologie

      die spontane Bildung des Herzaktionspotentials, normalerweise rhythmisch im Sinusknoten (als Ort der höchsten Erregungsfrequenz; s.a. Herzschrittmacher, Herzrhythmus...). Die während der Erregungspause infolge Na+-Einstroms in das Faserinnere (Generatorpotential) langsam erfolgende Depolarisation löst nach Erreichen des Schwellenpotentials (normal zwischen –70 u. –60 mV) eine vollständige rasche Depolarisation u. ein fortgeleitetes Aktionspotential aus.

      • E., ektopische
        außerhalb des Sinusknotens erfolgende E. (als Ersatzrhythmus oder als... (mehr)
    • Erregungsbildung, ektopische
      Erregungsbildung  >  Erregungsbildung 2)
      • E., ek|topische

      außerhalb des Sinusknotens erfolgende E. (als Ersatzrhythmus oder als Extrasystole).

    • Erregungsdauer
      • Erregungs|dauer

      • Englischer Begriff: duration of activation

      • Fach: Kardiologie

      als elektrische Systole die Q-T-Dauer im EKG (ohne enge Beziehung zur mechanischen Funktion des Herzens); sie ist verkürzt v.a. nach Digitalisierung u. bei Hyperkalzämie, verlängert infolge Verlängerung des ST-Abschnitts bei Hypokalzämie bzw. infolge Verlängerung der T-Welle bei Vagusreizung, Kaliummangel, Links- u. Rechtsherzhypertrophie, Myokardinfarkt, totalem AV-Block, Myokardstoffwechselstörung.

    • Erregungsleitung
      • Erregungs|leitung

      • Englischer Begriff: stimulus conduction (e.g. saltatory)

      • Fach: Physiologie

      Fortleitung einer überschwelligen Erregung als Aktionspotential; erfolgt in Muskel- u. in markarmen Nervenfasern als kontinuierliche E. in kleinsten Abständen (fortlaufende vorübergehende Umkehr der Membranpolarisation i.S. außen negativ, innen positiv), in markreichen Nervenfasern als saltatorische E. (diskontinuierlich-springend, mit Bildung von Aktionspotentialen nur an den Ranvier-Schnürringen; dazwischen erfolgt „elektrotonische“ Ausbreitung als Longitudinalstrom mit höherer Leitungsgeschwindigkeit; s.a. Fasergruppen). S.a. Erregungsausbreitung.

    • Erregungsleitungsstörung
      • Erregungs|leitungs|störung

      • Englischer Begriff: disturbance of conduction

      • Fach: Kardiologie

      die durch örtliche oder allgemeine Störfaktoren (Membranprozess, Ischämie, Nekrose, Stoffwechselgifte etc.) bewirkte Geschwindigkeitsminderung bis Unterbrechung im Erregungsleitungssystem des Herzens (einschließlich des Myokards). Es resultieren Verspätungen, Ausfälle oder Blockierungen (EKG: Verbreiterung oder Typenwandel von P oder QRS, R-Q-Verlängerung oder Block). S.a. Herzrhythmusstörung (dort Tab.), Tawara-Schenkel (dort Abb.).

    • Erregungsleitungssystem
      • Erregungs|leitungs|system

      • Englischer Begriff: conduction system (of the heart)

      Abbildung

      das – morphologisch von der Arbeitsmuskulatur unterschiedene – „spezifische Muskelsystem“ des Herzens (Abb.), das die vom Sinusknoten ausgehende Erregung nach Verzögerung im AV-Knoten in die Kammern weiterleitet (Erregungsausbreitung). Es besteht aus dem Sinus- u. dem AV-Knoten, dem His-Bündel, dem li. u. re. Tawara-Schenkel (dort Abb.) u. den Purkinje-Fasern.

    • Erregungspotential
      • Erregungs|potential

      • Fach: Physiologie

      Aktionspotential.

    • Erregungsrückbildung
      • Erregungs|rück|bildung

      • Synonyme: Repolarisation

      • Englischer Begriff: repolarization

      • Fach: Physiologie

      die nach vollständiger Erregung des einzelnen Muskel- oder Nervenelements erfolgende Wiederherstellung des Ruhemembranpotentials u. der positiven Außenladung.

    • Erregungsrückbildungsstörung
      • Erregungs|rück|bildungs|störung

      • Englischer Begriff: disturbance of repolarization

      • Fach: Kardiologie

      Störung der Repolarisation des Herzmuskels (EKG: Änderung der Erregungsrückbildungsschwankung = T-Zacke, u. zwar T-Abflachung oder -Negativierung, ST-Hebung oder -Senkung). Als sekundäre E. nach Störung der Erregungsausbreitung (z.B. Schenkelblock, Extrasystole), als primäre durch verschiedenste Einflüsse auf das Myokard (physiologische, metabolische, hämodynamische, extrakardiale Faktoren; z.B. körperliche Belastung, Fieber, Azidose, Alkalose, Hypoxie, Digitalis, Hormone etc.); s.a. Herzrhythmusstörung (dort Tab.), S-T-Strecke.

    • Erregungsrückkehr
      • Erregungs|rück|kehr

      • Englischer Begriff: reentry

      Abbildung

      abnorme Variante der Erregungsausbreitung im Herzen, die – nach zunächst normalem Verlauf – längs der unterschiedlich refraktären Muskelgruppen („Längsdissoziation der Erregbarkeit“) rückläufig = retrograd erfolgt u. u.U. zu erneuter Vorhof- u. Kammererregung führt (EKG: einzelne Umkehr-Extrasystolen, die von einer Interferenzdissoziation kaum zu unterscheiden sind). S. Abb.

    • Erregungsstadium
      • Erregungs|stadium

      • Fach: Anästhesiologie

      Exzitationsstadium.

    • Erregungssturm
      • Erregungs|sturm

      • Englischer Begriff: storm of agitation

      in der Panik als Folge überstarker Erlebnisreize auftretende stürmische Steigerungen der Motorik (= Hyperkinesen), z.B. Schreien, Zittern, Krämpfe, Zuckungen, Kreuz- u. Querrennen.

    • Erregungstransformation
      • Erregungs|trans|formation

      • Fach: Physiologie

      elektrofunktionelle Koppelung.

    • Erregungsübertragung
      • Erregungs|über|tragung

      • Englischer Begriff: impulse transmission (e.g. synaptic)

      • Fach: Physiologie

      s.u. Synapse, Transmitter.

    • Erro
      • Erro

      veralteter Gattungsname v.a. für ARBO-Viren.

    • Ersatz
      • Englischer Begriff: substitute

      Substitution; s.a. Sekundär...

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