Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Erythrodiapedese
    • Erythro|dia|pedese

    • Englischer Begriff: erythrodiapedesis

    Durchtritt von Erythrozyten durch die Kapillarwand infolge Lockerung der Endothelien u. der Fibrillentextur bei krankhafter hochgradiger Gefäßerweiterung u. stark verlangsamter Blutströmung (Prästase).

  • Erythrodontie
    • Erythro|dontie

    • Englischer Begriff: erythrodontia

    Rotfärbung der Zahnsubstanz bei familiärer Porphyrinurie.

  • Erythrogenin
    • Erythro|genin

    s.u. Erythropoetin.

  • Erythrokatalyse
    • Erythro|kata|lyse

    • Englischer Begriff: erythrokatalysis

    der Erythrozytenabbau.

  • Erythrokeratodermia
    • Erythro|kerato|dermia

    • Englischer Begriff: erythrokeratodermia

    angeborene (verschiedene Formen) oder erst später auftretende krankhafte Hautverhornung (Keratodermie) an Stamm u. Gliedmaßen mit wechselnder erythematöser Note.

  • erythrokeratodermia figurata variabilis Mendes de Costa
    Erythrokeratodermia
    • E. figutata variabilis Mendes de Costa

    autosomal-dominant vererbte Hautstörung mit veränderlichen Erythemen u. bleibenden Hyperkeratosen. Beginn in früher Kindheit.

  • Erythrokeratodermia progressiva Burns
    Erythrokeratodermia
    • E. progressiva Burns

    • Englischer Begriff: keratitis-ichthyosis-deafness syndrome

    autosomal-dominant erbliche Sonderform mit Schwerhörigkeit u. Hornhautveränderungen.

  • Erythrokeratodermia progressiva symmetrica Gottron
    Erythrokeratodermia
    • E. p. symmetrica Gottron

    autosomal-dominant vererbt, Beginn in früher Kindheit.

  • Erythrokinetik
    • Erythro|kinetik

    • Englischer Begriff: erythrokinetics

    der Erythrozytenumsatz, quantitativ erfassbar v.a. durch Radiomarkierung (51Cr, 59Fe); s.a. Ferrokinetik.

  • Erythroklasie
    • Erythro|klasie

    • Englischer Begriff: erythroclasis

    die v.a. auf mechanische Einflüsse zurückzuführende Hämolyse (z.B. durch Herzklappenprothesen aus Kunststoff, bei Hämodialyse, bei mechanischer Resistenzprüfung in vitro); s.a. Anämie, erythroklastische.

  • Erythrokont
    • Erythro|kont

    • Englischer Begriff: erythroconte

    eine bei schwerer Anämie (z.B. perniziöser oder hämolytischer), bei Leukämie, Malaria im Blutausstrich v.a. bei verstärkter Giemsa-Färbung innerhalb der Erythrozyten sichtbar werdende azurophile Stäbchenstruktur (2–3 μm).

  • Erythrol
    • Ery|throl

    • Englischer Begriff: erythrol

    • Fach: Biochemie

    Erythrit.

  • Erythroleukämie
    • Erythro|leuk|ämie

    • Synonyme: -leukoblastose; -leukose; AEL (Abk.)

    • Englischer Begriff: erythroleukemia

    akute myeloische Leukämie des Typs M6 der FAB-Klassifikation mit Beteiligung des erythropoetischen Systems (Auftreten atypischer Myelo- u. abnormer Erythroblasten).

  • Erythroleukämie, symptomatische
    Erythroleukämie
    • E., symptomatische

    • Synonyme: erythroleukämoide Reaktion

    • Englischer Begriff: symptomatic e.

    Auftreten kernhaltiger Vorstufen der Erythrozyten u. unreifer Zellen der weißen Reihe (Granulozytopoese) im peripheren Blut bei extramedullärer Blutbildung im Zusammenhang mit bösartigen Tumoren, die Knochenmarkmetastasen bilden, selten auch bei schweren hämolytischen Krisen.

  • Erythrolyse
    • Erythro|lyse

    • Englischer Begriff: erythrolysis

    • Fach: Hämatologie

    Hämolyse.

  • Erythrolysin
    • Erythro|lysin

    • Englischer Begriff: erythrolysin

    • Fach: Serologie

    Hämolysin.

  • Erythrom
    • Erythrom

    • Englischer Begriff: Duret microhemorrhage

    • Fach: Neurologie

    umschriebener Erythrozytenaustritt aus Hirngefäßen nach Gehirnerschütterung.

  • Erythromelalgie
    • Erythro|mel|algie

    • Synonyme: Ery(thro)thermalgie; Akromelalgie; Mitchell-Krankheit

    • Englischer Begriff: erythromelalgia; erythermalgia

    eine seltene, idiopathische oder symptomatische (z.B. bei Polycythaemia vera, Gicht) Hautkrankheit mit Durchblutungsstörung (Trophangioneurose als neurovaskuläres Syndrom). Es treten anfallsweise Schmerzen in Händen u. Füßen, eine aktive Hyperämie u. Ödeme der befallenen Körperteile auf.

  • Erythromelie
    • Erythro|melie

    • Englischer Begriff: erythromelia

    Zyanose blauschwarzer Tönung bzw. Erythemstadium der Körperenden bei Akrodermatitis chronica atrophicans.

  • Erythromycin
    • Erythromycin

    • Englischer Begriff: erythromycin

    Abbildung

    ein Makrolidantibiotikum aus Streptomyces erythreus (Formel). Wirkung: wirksam gegen grampositive u. einige gramnegative Bakterien, Mykoplasmen u. Chlamydien durch Hemmung der Proteinsynthese; ist schwach toxisch. Anw. meist als Salz oder Ester, z.B. Glucoheptonat, Lactobionat, Estolat (= E.-propionat-laurylsulfat), Stearat. Nachteile: rasch eintretende Resistenzsteigerung u. die in therapeutischen Dosen nur bakteriostatische Wirkung.

  • Erythromyeloblastom
    • Erythro|myelo|blastom

    • Englischer Begriff: erythromyeloblastoma

    Geschwulst aus Myelo- u. (weniger) Erythroblasten; meist als Knochenmarktumor.

  • Erythromyelose
    • Erythro|myelose

    • Englischer Begriff: erythremic myelosis

    akute Erythroleukämie.

  • Erythron
    • Erythron

    • Synonyme: Erythrozytenorgan

    • Englischer Begriff: erythron

    • Fach: Hämatologie

    die Gesamtmasse der Erythrozyten u. deren Kern-Zellreifungsklassen, unabhängig von deren intra- oder extravasaler (s.a. Erythropoese) Lage; i.w.S. Bezeichnung für Erythroblastennester im Knochenmark.

  • Erythroparasiten
    • Erythro|parasiten

    • Englischer Begriff: erythroparasites

    • Fach: Mikrobiologie

    in oder auf roten Blutkörperchen parasitierende Erreger, z.B. Babesien, Eperythrozoen, Plasmodien.

  • Erythropathie
    • Erythro|pathie

    • Englischer Begriff: erythropathy

    Krankheitsbild, dem eine Hämoglobino- u./oder Enzymopathie zugrunde liegt und das meist mit typischen Erythrozytenanomalien einhergeht; z.B. die Sichelzellenanämie, Elliptozytose, Thalassämie u. – als enzymopenische E. – z.B. die sideroachrestische u. die enzymopathische Methämoglobinämie. Ferner auch endo- oder exogen toxische Formen (z.B. bei Infektionen, Urämie bzw. durch Medikamente, gewerbliche Chemikalien).

  • Erythropenie
    • Erythro|penie

    • Englischer Begriff: erythropenia

    Verminderung der Erythrozytenzahl im peripheren Blut (s.u. Anämie).

  • Erythrophage
    • Erythro|phage

    • Englischer Begriff: erythrophage

    Phagozyt, der Erythrozyten – oder Hämoglobinreste – enthält. – Zur Erythrophagozytose kommt es v.a. bei erworbenen serogenen hämolytischen Anämien, u. zwar v.a. in Knochenmark, Milz (evtl. mit Splenomegalie) u. Leber.

  • Erythrophthise
    • Erythro|phthise

    Erythroblastophthise.

  • Erythroplakia portionis
    • Erythro|plakia portionis

    • Englischer Begriff: erythroplakia portionis

    roter Fleck am oder um den äußeren Muttermund. Bedarf der diagnostischen Abklärung (Erosio vera? Ektopie? Umwandlungszone? beginnendes Karzinom?).

  • Erythroplakie, orale
    • Erythroplakie, orale

    der Erythroplasie analoges Carcinoma in situ der Mundschleimhaut mit samtartig geröteten, von spritzerartigen Leukoplakien durchsetzten Läsionen. Ther.: Exzision.

  • Erythroplasie Queyrat
    • Erythro|plasie (Queyrat)

    • Englischer Begriff: erythroplasia of Queyrat

    relativ scharf begrenzte, wenig infiltrierte, feucht glänzende oder erosive, als Präkanzerose geltende Veränderung an Eichel, weiblicher Scham (heute als VIN [III] bezeichnet), Lippen oder Mund; die Schleimhautvariante der Bowen-Dermatose.

  • Erythropoiese
    • Erythro|po(i)ese

    • Synonyme: Erythro(zyto)genese; Erythroneozytose

    • Englischer Begriff: erythro(cyto)poiesis

    Abbildung

    Bildung der Erythrozyten durch mitotische Zellteilung u. -reifung aus unreifen kernhaltigen Vorstufen (Abb.). Erfolgt perisinusoidal im Knochenmark, während der Fetalzeit u. unter krankhaften Verhältnissen auch in Leber u. Milz (extramedulläre oder metaplastische E.); s.a. Blutbildung, Erythropoetin. Reifungscharakteristika: Zunahme des Hämoglobingehalts, Verlust der Zellorganellen (Mitochondrien, Ribosomen) u. schließlich Ausstoßung der Kerne.

  • Erythropoietin
    • Erythropo(i)etin

    • Synonyme: erythropoetischer Faktor; Häm(at)opoietin

    • Englischer Begriff: erythropoietin

    zu den Zytokinen gehörender hämatopoetischer Wachstumsfaktor; in der Niere gebildeter (bei Sauerstoffmangel vermehrt), auch synthetisch bzw. gentechnologisch („rekombinantes“ E., Epoetin) herstellbarer Wirkstoff (Glykoprotein, MG 30–40 · 103), der auf dem Blutweg („humoral“) die Erythropoese anregt (Zelldifferenzierung, schnelle Vermehrung der Retikulo- u. Erythrozytenzahl im peripheren Blut, Steigerung der Purin- u. Hämsynthese, des Eisenstoffwechsels u. des Sauerstoffverbrauchs). Wird aus seiner inaktiven Vorstufe (Pro-E.) im Blut durch Erythrogenin abgespalten. Die Blutwerte sind erniedrigt bei Hungeranämie, Infektionen, rheumatischen Erkrankungen, chronischen Nephropathien u. Neoplasmen, erhöht bei Blutungs-, hämolytischer, hypo- u. aregeneratorischer Anämie, chron. Hypoxie (s.a. Höhenanpassung) sowie während der Schwangerschaft, im Nabelschnurblut u. – evtl. mit Polyglobulie kombiniert – bei Nierenerkrankungen wie Nierenzellkarzinom (paraneoplastisches Syndrom), Zystenniere, Nierenarterienstenose.

  • erythropoietisches System
    • erythropo(i)etisches System

    • Englischer Begriff: erythropoietic system

    die Gesamtheit der roten Blutzellen (Erythrozyten u. deren Vorstufen), i.w.S. einschließlich der den Erythrozyten- u. Hämoglobin-Auf- u. -Abbau regulierenden nervalen u. humoralen Faktoren der Erythropoese.

  • Erythroprosopalgie Bing
    • Erythro|prosop|algie (Bing)

    • Fach: Dermatologie

    Erythromelalgie mit Beteiligung der Akren (= vorstehenden Teile) des Gesichts; i.e.S. das Horton-Syndrom (Arteriitis temporalis).

  • Erythropsie
    • Ery|thropsie

    • Synonyme: -thropie; Hämalopsie; Rotsehen

    • Englischer Begriff: erythropsia

    Sehstörung (Chromatopsie), bei der alle Objekte in einem rötlichen Farbton erscheinen, z.B. bei Linsenverlust (Aphakie), nach starker Blendung u. bei Schneeblindheit.

  • Erythropsin
    • Ery|throp|sin

    • Englischer Begriff: erythropsin

    Rhodopsin.

  • Erythrose
    • Ery|thro|se

    • 1)
      ein in d- u. l-Form vorkommendes Monosaccharid (Aldotetrose)... (mehr)
    • 2)
      Erythrosis... (mehr)
  • Erythrose 1)
    Erythrose
    • 1)

    • Synonyme: C4H8O4

    • Englischer Begriff: erythrose

    • Fach: Chemie

    ein in d- u. l-Form vorkommendes Monosaccharid (Aldotetrose). – Als E.-Phosphat ein Metabolit des Pentosephosphatzyklus.

  • Erythrose 2)
    Erythrose
    • 2)

    • Fach: Dermatologie

    Erythrosis.

  • Erythrosis
    • Erythrosis

    • Synonyme: Erythrose

    • Englischer Begriff: erythrosis

    flächenhafte, unscharf begrenzte, rötlich-bläuliche Hautverfärbung, z.B. bei Polycythaemia vera, Diabetes mellitus, Pellagra; s.a. Erythem.

  • Erythrosis facialis
  • Erythrosis interfollicularis colli Miescher
    Erythrosis
    • E. interfollicularis colli Miescher

    • Synonyme: Cutis punctata linearis colli

    • Englischer Begriff: poikiloderma of Civatte

    E. mit punktförm. Aussparungen der Follikel, v.a. seitlich am Hals, als Folge dauernder Sonneneinwirkung bei Land- u. Bauarbeitern, Seeleuten etc.

  • Erythrosis pigmentata faciei Brocq
  • Erythrothermalgie
    • Erythro|therm|algie

    Erythromelalgie.

  • Erythrotrichie
    • Erythro|trichie

    • Englischer Begriff: redhairedness

    Rothaarigkeit.

  • Erythrozyanose
    • Erythro|zyanose

    Erythrocyanosis.

  • Erythrozyt
    • Erythro|zyt

    • Synonyme: Ery (Abk.)

    • Englischer Begriff: erythrocyte; red blood cell

    Abbildung   Abbildung

    das „rote Blutkörperchen“ als reife, bei den Säugern kernlose (u. ohne Mitochondrien u. endoplasmatisches Retikulum), bei den übrigen Vertebraten kernhaltige Endform der Erythropoese. Beim Menschen eine scheibenförmige Zelle mit zentraler Delle an der Ober- u. Unterseite u. dadurch in der Seitenansicht bikonkaver Form (s.a. Abb.). Hoch spezialisierter „korpuskulärer“ Bestandteil des Blutes ohne eigenen Atmungsstoffwechsel, der mit seinem Hämoglobin den Sauerstofftransport im Organismus vollzieht und aktive ATP-abhängige Stoffwechselleistungen wie Methämoglobin-Reduktion, Kationenpumpe u. andere Membranfunktionen vollbringt. Die Lebensdauer beträgt unabhängig vom Alter 100–120 Tg. (tgl. Ersatz ca. 0,8%, Blutmauserung). Bei Hypoxie erfolgt Calciumionenvermehrung im Zellinnern, u. Verformbarkeit u. Elastizität nehmen ab (dadurch Verschlechterung der Mikrozirkulation). S.a. Erythrozyten...; Anämie, Blut..., Hämato..., Hämo..., Stammzellen.

  • Erythrozyt, getüpfelter
    Erythrozyt
    • E., getüpfelter

    s.u. basophile Tüpfelung.

  • Erythrozyt, vitalgranulierter
    Erythrozyt
    • E., vital|granulierter

    Retikulozyt.

15265