Medizin-Lexikon: Einträge mit "E"

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  • Exophthalmus
    • Ex|oph|thalmus

    • Synonyme: Exophthalmie; Exophthalmos; Protrusio bulbi; Ophthalmoptose

    • Englischer Begriff: exophthalmos

    krankhaftes, ein- oder beidseitiges Vortreten des Augapfels aus der Augenhöhle, evtl. bis zur Unmöglichkeit des Lidschlusses. Führt zu Komplikationen wie Doppeltsehen (infolge herabgesetzter Bulbusbeweglichkeit = „exophthalmische Ophthalmoplegie“), vermehrte Absonderung über die Bindehaut (Chemosis), Austrocknung der Hornhaut (Xerophthalmie). Ätiol.: Volumenzunahme des retrobulbären Gewebes (bei endokrinem E.), entzündliche Infiltration (E. inflammatorius, z.B. bei Tenonitis, Orbitalphlegmone), Blutungen oder retrobulbäre Tumoren (Orbitatumoren), Sinus-cavernosus-Thrombose, Parasitenbefall, Okulomotoriuslähmung. Seltener bei Hand-Schüller-Christian-Krankheit, Crouzon-Syndrom.

  • Exophthalmus intermittens
    Exophthalmus
    • E. intermittens

    • Synonyme: periodischer E.; alternierender E.

    • Englischer Begriff: intermittent e.

    E. bei angeborener oder erworbener Varikozele der Augenhöhle, der nur während einer örtlichen venösen Stauung (durch Senken u. Drehen des Kopfes mit Druck auf die V. jugularis) auftritt.

  • Exophthalmus pulsans
    Exophthalmus
    • E. pulsans

    • Englischer Begriff: pulsating e.

    beidseitiger E. mit fühl- u. sichtbarem systolischem Pulsieren des Augapfels u. mit über diesem hörbarem systolischem Doppelton sowie mit Venektasien in der Bindehaut, Augenmuskelstörungen, Optikusatrophie u. starkem „Kopfrauschen“. Meist (75%) infolge verletzungsbedingter Kurzschlussverbindung zwischen der Orbitalarterie u. der Orbitalvene bzw. dem Sinus cavernosus.

  • Exophthalmus, alternierender
    Exophthalmus
    • E., alternierender

    • Englischer Begriff: alternating e.

    E. intermittens.

  • Exophthalmus, endokriner
    Exophthalmus
    • E., endo|kriner

    • Englischer Begriff: Grave's ophthalmopathy; endocrine e.

    der meist beidseitige (ca. 90%) E. bei Immunhyperthyreose (Basedow-Krankheit, dort auch Abb.), bei der sich immunologische Prozesse auch im Bereich der Orbita abspielen können. Entsteht durch eine lymphozytär-histiozytäre Infiltration des Retrobulbärgewebes, welche zusammen mit einer Verdickung der Augenmuskeln durch Glykosaminoglykan-Einlagerungen zu einer retrobulbären Massenzunahme führt. Gleichzeitig besteht ein Lidödem.

  • Exophthalmus, maligner
    Exophthalmus
    • E., mali|gner

    • Englischer Begriff: malignant e.

    schwere, sich steigernde u. schmerzhafte Form des E., die zu Konjunktivitis, Hornhautgeschwüren, evtl. Panophthalmie führt. Als endokriner Exophthalmus sowie u.a. bei Crouzon-Syndrom, akuter Entzündung.

  • exophytisch
    • exo|phytisch

    • Englischer Begriff: exophytic

    nach außen, d.h. über die Oberfläche hinaus wachsend; z.B. das e. Wachstum eines Kollumkarzinoms.

  • Exoplasma
    • Exo|plasma

    • Englischer Begriff: ectoplasm

    Ektoplasma.

  • Exorbitismus
    • Ex|orbitismus

    Exophthalmus.

  • Exosmose
    • Ex|osmose

    • Englischer Begriff: exosmosis

    • Fach: Chemie

    osmotische Flüssigkeitsdiffusion in ein hypertones Außenmedium.

  • Exospore
    • Exo|spore

    • Englischer Begriff: exospore

    durch Abschnürung nach außen gebildete Pilzspore; als sexuelle (z.B. Basidiospore) oder asexuelle (z.B. in Konidien) Spore.

  • Exostose
    • Ex|ostose

    • Synonyme: -ostosis; Ep|ostoma

    • Englischer Begriff: exostosis

    • Fach: Pathologie

    umschriebene, von der Knochenoberfläche nach auswärts gerichtete, breit- oder schmalbasig aufsitzende Knochenneubildung („Auswuchs“). Als reaktives Gebilde (Osteophyt) auf mechanische, entzündliche Reize des Periosts, Perichondriums oder „myotendinöser Zonen“ (evtl. als geschwulstartige Hyperplasie). Auch als echte Geschwulst (Osteom, Osteoidosteom), u. zwar einzeln oder vielfach.

  • Exostose, kartilaginäre
    Exostose
    • E., kartilaginäre

    • Synonyme: Chondroosteom; Osteochondrom

    • Englischer Begriff: cartilaginous e.

    Abbildung

    von Knorpelgewebe bedeckte E., die sich nur während der Wachstumsperiode durch enchondrale Ossifikation vergrößert. Mit Wachstumsabschluss erfolgt Ersatz der Knorpelkappe durch eine Knochenlamelle u. fibröses Periost. Kommt v.a. vor in epiphysennahen Diaphysen der langen Röhrenknochen (insbes. Femur, Tibia u. Humerus). S.a. Abb.

  • Exostosebecken
    • Ex|ostose|becken

    • Synonyme: Dornbecken; Kilian-Becken

    • Englischer Begriff: pelvic exostoses

    • Fach: Gynäkologie

    durch solitäre oder zahlreiche („Stachelbecken“) bindegewebige oder kartilaginäre Exostosen fehlgebildetes Becken; stellt nur selten ein Geburtshindernis dar.

  • Exostosen, multiple kartilaginäre
    Exostose
    • Synonyme: exostotische Dysplasie; Osteoplasia exostotica; Ekchondrosis ossificans; multiple Osteomatose; chondrale Osteome

    • Englischer Begriff: multiple cartilaginous exostoses

    heterogene, autosomal-dominant erbliche, v.a. beim ♂ Geschlecht vorkommende Systemerkrankung des Skeletts mit vielfachen kartilaginären Exostosen, oft beidseitig symmetrisch; manifestiert sich meist im 1. Ljz. oder in der Pubertät, fast stets unter Wachstumshemmung der betroffenen Knochen (u. führt evtl. zu Kleinwuchs); weitere Komplikationen: Druckatrophien (Usuren), Bewegungseinschränkung, Drucklähmung, periphere Durchblutungsstörung, Gelenkfehlstellungen; selten auch maligne Entartung.

  • exotherme Reaktion
    • Englischer Begriff: exothermic reaction

    chemische Umsetzung (z.B. Verbrennung), die unter Wärmefreisetzung u. damit unter Abnahme der Enthalpie des Systems abläuft u. zu stabilen Reaktionsprodukten führt. S.a. exergonische u. endotherme Reaktion.

  • Exotoxin
    • Exo|toxin

    • Englischer Begriff: exotoxin

    • Fach: Bakteriologie

    Ektotoxin.

  • Exotropie
    • Exo|tropie

    • Englischer Begriff: exotropia

    Auswärtsschielen, Strabismus divergens; s.a. Exophorie.

  • Exozytose
    • Exo|zytose

    • Englischer Begriff: exocytosis

    das Ausschleusen gespeicherter Stoffe (z.B. Enzym-, Hormongranula) bzw. der Restkörper (unverdautes, den Phagolysosomen entstammendes Material in Bläschenform) aus der Zelle; Ggs. Endozytose. S.a. Emigration.

  • Expansionszyste
    • Expansions|zyste

    durch Zunahme ihres Inhalts wachsende Zyste.

  • expansiv
    • expansiv

    • Englischer Begriff: expansive

    • Fach: Pathologie

    sich ausbreitend, verdrängend.

  • expansiv-konfabulatorisches Syndrom
    expansiv
    • e.-konfabulatorisches Syndrom

    „maniforme“ Krankheit mit Neigung zur Selbstüberschätzung u. zu erfundenen konfabulatorischen Erzählungen; bei progressiver Paralyse, aber auch nach Hirnverletzung, bei fieberhaftem Infekt (z.B. Typhus, Erysipel; bei Fleckfieber nach Entfieberung).

  • expansives Wachstum
    expansiv
    • e. Wachstum

    • Englischer Begriff: e. growth

    verdrängendes Wachstum gutartiger Tumoren, das zum Untergang des komprimierten spezifischen Gewebes (Parenchym) der Nachbarorgane führt. Bisweilen bildet sich dabei aus dem verdrängten Organ eine „Tumorkapsel“ (z.B. bei der benignen Prostatahyperplasie). S.a. Invasion (1), Infiltration.

  • Expectorantia
    • Expectorantia

    • Synonyme: Expektoranzien

    • Englischer Begriff: expectorants

    Heilmittel, die die Schleimentfernung aus den oberen Luftwegen fördern. Unterscheidung in Sekretolytica (Mucolytica), die die Bildung dünnflüssigeren Schleims stimulieren, der leichter abgehustet werden kann (Wirkst.: z.B. Acetylcystein, Ambroxol, Bromhexin) und Sekretomotorica (Hustenmittel), die den Abtransport des Schleims fördern (Wirkst.: z.B. emetinhaltige Drogen u. ätherische Öle, meist auch spasmolytisch wirksam).

  • Expektorat
    • Expektorat

    • Englischer Begriff: expectorate

    das Produkt der Expektoration, Sputum.

  • Expektoration
    • Expektoration

    • Synonyme: Expektorieren

    • Englischer Begriff: expectoration

    das „Aushusten“ von Schleim, Blut, Eiter, Fremdstoffen bzw. -körpern aus dem Bronchialsystem; als sog. maulvolle Expektoration (meist schleimig-eitrig) z.B. bei Bronchiektasie, putrider Bronchitis u. kavernöser Lungentuberkulose. S.a. Expektorat.

  • Expellatio
    • Expellatio

    • Englischer Begriff: expulsion

    die gegen den Willen des Patienten erfolgende Entlassung aus stationärer Behandlung.

  • Experiment
    • Englischer Begriff: experiment

    Versuch mit dem Zweck, eine wissenschaftlich begründete Vorstellung (Hypothese) an einem – kontrollierten Einflüssen ausgesetzten – Modell durch Beobachtung oder Messung von Veränderungen (d.h. experimentell) zu beweisen oder zu widerlegen. In der medizinischen Forschung aller Fachgebiete werden physikalische, chemische, biochemische u. biologische Systeme als Modell eingesetzt (Zell- u. Gewebekulturen, Versuchstiere u. – bei erwiesener Unschädlichkeit – Menschen), u. zwar – bei biologischer Streuung der Ergebnisse – unter vielfacher Wiederholung des Modellversuchs u. Herbeiführung einer Entscheidung durch statistische Methoden.

  • Explantat
    • Ex|plantat

    • Englischer Begriff: explant

    das zwecks Gewebszüchtung oder Transplantation entnommene Gewebestück bzw. Organ(teil); i.w.S. auch ein wieder entferntes Implantat.

  • Explantation
    • Englischer Begriff: explantation

    Gewebe- oder Organentnahme beim Verstorbenen zum Zweck der Gewebekultur oder Transplantation. Gesetzliche Voraussetzungen sind die testamentarische Einwilligung des Verstorbenen oder das schriftliche Einverständnis der nächsten Angehörigen des Verstorbenen sowie die Feststellung des Hirntodes.

  • Exploratio
    • Exploratio

    • Synonyme: Exploration

    • Englischer Begriff: exploration

    Ausforschung, Untersuchung, Austastung („E. interna“). I.e.S. die Erhebung der Vorgeschichte (Anamnese) durch Befragen des Patienten.

  • Explorativlaparotomie
    • Explorativ|laparotomie

    • Englischer Begriff: exploratory laparotomy

    • Fach: Chirurgie

    Probelaparotomie.

  • Explosionstrauma
    • Explosions|trauma

    • Englischer Begriff: explosion trauma

    • Fach: Chirurgie

    durch den Stoß einer Druckwelle (ab 0,07 atü) auftretende Verletzung durch Schleuderung des Körpers sowie durch Splitter u. weggeschleudertes Material; i.w.S. auch die evtl. Vergiftung durch Explosionsgase u. das Knalltrauma.

  • Explosivepidemie
    • Explosiv|epidemie

    • Englischer Begriff: fulminant epidemic

    Epidemie mit sehr raschem Ansteigen der Erkrankungszahl.

  • Exponentialkurve
    • Exponential|kurve

    • Englischer Begriff: exponential curve

    • Fach: Mathematik

    Kurve als Produkt der graphischen Darstellung eines nach einer Exponentialfunktion (y = a · bx) verlaufenden Vorgangs, u. zwar in halblogarithmischer Darstellung eine Gerade; häufiger Kurventyp für Wachstums- u. Zerfallsvorgänge u. für Dosis-Wirkungs-Beziehungen.

  • Exponentialstrom
    • Exponential|strom

    elektrischer Impuls mit Anstieg in Form einer Exponentialkurve. Anw. zur selektiven Reizung geschädigter motorischer Einheiten (die Wirkung ist ähnlich der des Dreieck-Impulses).

  • Exposition
    • Ex|position

    • Englischer Begriff: exposure

    Zustand, in dem ein Organismus äußeren Einflüssen ausgesetzt ist (z.B. radioaktiver Strahlung, Wärme, Kälte, Lärm, Luftverschmutzung). Ferner auch Bez. für das Hineinversetzen in diesen Zustand (Exponieren).

  • Expositionsprophylaxe
    • Expositions|prophylaxe

    • Englischer Begriff: anti-infectious measures

    die Vorbeugemaßnahmen (Prophylaxe) bei gegebener Exposition; i.e.S. hyg die bei Auftreten einer Infektionskrankheit zu treffenden (seuchen)hygienischen Maßnahmen zum Schutz eines gefährdeten Personenkreises. S.a. Strahlenschutz.

  • Expositionstest
    • Expositions|test

    Provokationstest.

  • exposure dose
    • Etymol.: engl.

    • Fach: Radiologie

    die Ionendosis.

  • Expressio
    • Ex|pressio

    • Synonyme: Exprimieren

    • Englischer Begriff: expression

    das Herauspressen; geburtsh das Ausstoßen („Expulsion“) der Frucht aus der Gebärmutter; als manuelle E. das Herausdrücken der Leibesfrucht bzw. nur deren Kopfes (bzw. der Plazenta) durch den Geburtshelfer bei fehlender oder ungenügender Bauchpresse der Gebärenden (u. nur bei Nichtvorliegen räumlicher Geburtshindernisse). Erfolgt durch den Kristeller-, Credé-, Naujoks-, Wiegand-Martin-v.-Winckel-Handgriff.

  • expressiv
    • ex|pressiv

    • Englischer Begriff: expressive

    ausdrückend, zum Ausdruck bringend; ausdrucksstark.

  • Expressivität
    • Ex|pressivität

    • Englischer Begriff: expressivity

    der Grad der bei gleicher Allelkombination verschieden ausfallenden phänotypischen Ausprägung einer Erbanlage; wird beeinflusst v.a. durch – nichtallele – Gene („Modifikationsgene“) u. durch äußere Faktoren; ist von der Spezifität der Genwirkung schwer abgrenzbar.

  • Exprimat
    • Ex|primat

    • Englischer Begriff: exprimate

    das aus einem Organ (z.B. aus Tonsillenkrypten, Prostata) durch „Ausdrücken“ gewonnene Material.

  • Expulsion
    • Ex|pulsion

    • Englischer Begriff: expulsion

    Austreibung; z.B. der Leibesfrucht (Expressio), des Blutes aus dem Herzen (s.a. Austreibungszeit); s.a. Extrusion.

  • Expulsionsbinde
    • Expulsions|binde

    Gummibinde zum „Auswickeln“ einer Gliedmaße mit dem Ziel der Blutverdrängung, z.B. als Maßnahme der Autotransfusion oder Blutleere; i.e.S. die Esmarch-Binde.

  • Expulsivblutung
    • Expulsiv|blutung

    • Englischer Begriff: expulsive hemorrhage

    massive, aus einem größeren Choroidea-Gefäß während oder nach einer „bulbuseröffnenden“ Operation erfolgende Blutung in den Augapfel, die unter Sprengung der Wundnaht den Augapfelinhalt aus der Wunde drängt.

  • Exsanguin...
    • Ex|san|guin...

    Wortteil „Ausbluten“; z.B. Exsanguinationstransfusion (weitgehende Austauschtransfusion).

  • Exsiccantia
    • Exsiccantia

    • Synonyme: Exsikkanzien

    • Englischer Begriff: desiccants

    • Fach: Pharmazie

    „(aus)trocknende Mittel“ (s.u. Adsorbentia).

  • Exsikkation
    • Ex|sik|ka|tion

    • Englischer Begriff: exsiccation; desiccation

    Austrocknung; s.a. Exsikkose.

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