Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • fetofetale Transfusion
    • feto|fetale Trans|fusion

    • Englischer Begriff: fetofetal transfusion

    der gelegentlich bei eineiigen Zwillingen im Mutterleib über Anastomosen der Placenta erfolgende Blutübertritt von einem Fetus zum anderen. Führt evtl. zu Blutarmut (Anämie) u. Minderwuchs bzw. – beim „Blutempfänger“ – zu Blutüberfülle (Plethora); s.a. fetomaternale Transfusion.

  • Fetogenese
    • Feto|genese

    • Englischer Begriff: fetation

    • Fach: Embryologie

    Tabelle

    Fortsetzung der Embryogenese; unterschieden als frühe F. (61.–180. Tag) und späte F. (181. Tag bis zur Geburt); in der frühen F. erfolgen die Entwicklung des äußeren Genitales u. die Gewebereifung mit beginnenden Organfunktionen (Darm, Nieren, Muskulatur), in der späten F. folgen das Wachstum, die Differenzierung u. Reifung der Organe sowie die Ausbildung des Fettpolsters; s.a. Morphogenese, Histogenese.

  • fetomaternale Transfusion
    • feto|maternale Trans|fusion

    • Englischer Begriff: fetomaternal transfusion

    Blutübertritt vom Fetus in den Kreislauf der Mutter; meist infolge Verletzung der Blutkapillaren der Mutterkuchenzotten (z.B. bei Placenta praevia, anlässlich geburtshilflicher operativer Eingriffe, bei vorzeitiger Plazentalösung); kann zu einer lebensgefährl. Anämie des Kindes führen, aber auch zur Sensibilisierung der Mutter i.S. einer Rhesus-Inkompatibilität.

  • Fetometrie
    • Feto|metrie

    • Synonyme: Fetalometrie

    • Englischer Begriff: fetometry

    intrauterine Messung des Fetus, meist durch Ultraschalluntersuchung; s.a. Durchmesser, biparietaler.

  • Fetopathia
    • Feto|pathia

    • Synonyme: -pathie; Fetose

    • Englischer Begriff: fetopathy

    • Fach: Pathologie

    Sammelbegriff für Krankheiten, die bereits beim Fetus auftreten (Folge der Fruchtschädigung während der Fetalperiode). Sie werden verursacht durch diaplazentar auf dem Blutweg erfolgende Einwirkungen, z.B. durch Infektion (Syphilis, Toxoplasmose, Listeriose, Zytomegalie, Herpes, Coxsackie B), durch mütterliche Hormone, Produkte einer mütterlichen Stoffwechselstörung, Gifte (z.B. bei Alkoholismus), mütterliche Antikörper bei Blutgruppen-Inkompatibilität (Morbus haemolyticus neonatorum, auch F. serologica). S.a. Embryopathie (dort Abb.), Kyematopathie.

  • Fetopathia diabetica
    Fetopathia
    • F. dia|betica

    • Englischer Begriff: diabetic f.

    die F. bei (Prä-)Diabetes mellitus der Schwangeren. Klinik: Übergröße des Kindes (Riesenkind mit Geburtsgewicht > 4000 g) u. Neigung zu postpartaler Hypoglykämie durch erhöhte eigene Insulinproduktion, Polyglobulie, Atemnotsyndrom, Hypoparathyreoidismus, Hyperbilirubinämie, evtl. – bei Kardiomegalie – Zyanose, Neigung zu Azidose, Elektrolyt-Stoffwechselstörung, häufig auch Hydramnion u. Plazentaanomalien; erhöhte Fehlbildungsrate v.a. des Herzens, hohe Sterblichkeit (prä- u. perinatal). Prophyl.: gute Stoffwechseleinstellung u. engmaschige Kontrolle der Schwangeren.

  • Fetopathia serologica
    Fetopathia
    • F. serologica

    s.u. Fetopathia.

  • fetoplazentare Einheit
    • feto|plazentare Einheit

    s.u. fetouteroplazentare Einheit.

  • fetoplazentare Transfusion
    • feto|plazentare Trans|fusion

    s.u. fetofetal, -maternal.

  • Fetoprotein
    • Feto|protein

    • Englischer Begriff: fetoprotein; fetoglobulin

    • Fach: Serologie

    AFP (= Alpha-Fetoprotein), Gamma-Fetoprotein.

  • Fetose
  • Fetoskopie
    • Feto|skopie

    • Englischer Begriff: fetoscopy

    im Rahmen der pränatalen Diagnostik durchführbare Betrachtung des Fetus mit einem speziellen Endoskop („Fetoskop“) zur Feststellung von Fehlbildungen; die F. wird hauptsächlich zur pränatalen Diagnostik einiger seltener, schwerwiegender Hauterkrankungen eingesetzt, wobei auch die Entnahme einer Biopsie möglich ist.

  • fetouteroplazentare Einheit
    • feto(utero)plazentare Einheit

    • Englischer Begriff: fetoplacental complex

    • Fach: Geburtshilfe

    das Zusammenwirken von biochemischen Leistungen der maternen, plazentaren u. fetalen Anteile, v.a. bei der Biosynthese von Östrogenen. Die Plazenta kann die Vorstufe Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEA-S) aus Acetat nicht selbst synthetisieren u. bezieht sie vom Fetus u. von der Mutter; dagegen fehlt dem Fetus die enzymatische Ausstattung, um daraus Androstendion, Östron u. Östradiol (u. schließlich Östriol) zu bilden.

  • Fett
    • Englischer Begriff: fat; lipid; fatty tissue

    Fette, Fettgewebe.

  • Fettabbau
    • Fett|abbau

    • Fach: Physiologie

    • a)
      der v.a... (mehr)
    • b)
      der im Intermediärstoffwechsel erfolgende Abbau („Katabolismus“) von... (mehr)
  • Fettabbau a)
    Fettabbau
    • a)

    • Englischer Begriff: lipolytic digestion

    der v.a. im Zwölffingerdarm u. oberen Jejunum erfolgende Abbau des Nahrungsfettes als die der Fettresorption vorangehende Fettverdauung; u. zwar als schrittweise hydrolytische Aufspaltung der Neutralfette durch Enzyme (Lipasen) der Bauchspeicheldrüse u. des Dünndarms in Di- u. Monoglyceride, Fettsäuren u. Glycerin bis zu einem für die Emulgierung mit Gallensäuren optimalen Gemisch; s.a. Fettklärungsreaktion.

  • Fettabbau b)
    Fettabbau
    • b)

    • Englischer Begriff: lipid catabolism; catabolism of fat

    der im Intermediärstoffwechsel erfolgende Abbau („Katabolismus“) von Körperfett, z.B. als Abbau des Speicherfetts bei ungenügender Nahrungszufuhr; s.a. Fette, Fettbiosynthese, Fettsäureabbau.

  • Fettatrophie
    • Fett|atrophie

    • Englischer Begriff: fatty atrophy

    • Fach: Pathologie

    unter Fettgewebszunahme ablaufende Atrophie (= Adipositas ex vacuo, Vakatfettwucherung).

  • Fettbiosynthese
    • Fett|bio|synthese

    • Synonyme: Lipogenese

    • Fach: Physiologie

    • 1)
      der hormonell gesteuerte Aufbau körpereigener Fette v.a... (mehr)
    • 2)
      die Resynthese der Triglyceride in der Darmwand aus den beim Fettabbau... (mehr)
  • Fettbiosynthese 1)
    Fettbiosynthese
    • 1)

    • Englischer Begriff: lipogenesis

    der hormonell gesteuerte Aufbau körpereigener Fette v.a. in der Leber u. im Fettgewebe; durch enzymatische Umsetzung von 2 Molekülen Acyl-CoA (aus der Fettsäurebiosynthese) u. Glycerinphosphat (aus dem Glucoseabbau) wird zunächst Diglyceridphosphat (= Phosphatidsäure) gebildet u. nach dessen Dephosphorylierung (durch Phosphatase) α,β-Diglycerid, aus dem durch Reaktion mit einem weiteren Acyl-CoA-Molekül Triglycerid entsteht.

  • Fettbiosynthese 2)
    Fettbiosynthese
    • 2)

    die Resynthese der Triglyceride in der Darmwand aus den beim Fettabbau entstandenen u. resorbierten Monoglyceriden oder aus Fettsäuren (Veresterung mit in der Darmwand gebildetem Glycerin).

  • Fettdegeneration
    • Fett|degeneration

    • Englischer Begriff: fatty degeneration

    • Fach: Pathologie

    die fettige Degeneration.

  • Fettdepot
    • Fett|depot

    • Englischer Begriff: fat depot

    • Fach: Anatomie

    die typischen Ablagerungsstellen für Körperfett; v.a. die Zellen des Unterhautfettgewebes, des Mesenteriums, des großen Netzes, des Nierenlagers (s.a. Fettzelle); i.w.S. auch das dort abgelagerte „Depotfett“. – Diese Depotbildung wird durch Insulin gefördert; die Wiedermobilisation wird durch Adrenalin bewirkt.

  • Fettdiarrhö
    • Fett|diar|rhö

    • Englischer Begriff: fatty diarrhea

    Steatorrhö (2).

  • Fettdyspepsie
    • Fett|dys|pepsie

    • Fach: Enterologie

    Störung der Fettverdauung u./oder -resorption; u.a. infolge ungenügender Durchmischung der Nahrung mit Verdauungssäften (z.B. nach Gastrektomie; bei Lipase-, Gallensäuremangel), bei gestörter Dünndarmschleimhautfunktion (z.B. Zöliakie), Verkürzung des zur Resorption fähigen Darmbereichs (z.B. nach Dünndarmausschaltung, -resektion). Folgen sind ein kalorisches Defizit, Vitaminmangel, Malabsorptionssyndrom u. Fettdurchfälle (Steatorrhö).

  • Fette
    • Synonyme: Acylglycerine

    • Englischer Begriff: neutral fat

    • Fach: Biochemie

    Abbildung

    die sich durch gemeinsame stoffliche u. physiologisch-chemische Merkmale auszeichnenden Ester des Glycerins mit gesättigten u. ungesättigten – mittleren oder höheren – Fettsäuren (Formel). Sie werden mit den fettähnlichen Stoffen, den Lipoiden, systematisch zur Gruppe Lipide zusammengefasst. Die pflanzlichen u. tierischen Fette stellen – artspezifische – Gemische völlig veresterten Glycerins, d.h. Triglyceride dar, deren Säuren v.a. Öl-, Linol-, Linolen-, Palmitin- u. Stearinsäure sind; sie enthalten meist unverseifbare Begleitstoffe (Carotinoide, Sterine, Squalen etc.); sind – abhängig v.a. vom Gehalt an ungesättigten Fettsäuren – flüssig bis fest, unlöslich in Wasser (hydrophob), löslich in organischen („lipophilen“) Lösungsmitteln u. empfindlich gegenüber Sauerstoff, Mikroorganismen, Enzymen, Wärme u. hydrolytischen Stoffen. Als exogenes (zugeführtes) Nahrungsfett u. – als z.T. im Intermediärstoffwechsel neu gebildetes – Depotfett ein wesentlicher (energiereichster) Energielieferant u. -speicher (ihr physiologischer Brennwert beträgt nach Loewy 9,461, nach Rubner 9,3 kcal/g), ferner ein Körperbaustoff (ca. 160 g/kg), Wärmeisolator (Panniculus adiposus), Träger (exogener) essentieller Fettsäuren u. fettlöslicher Vitamine u. ein Wasserlieferant (Verbrennung von 100 g ergibt 107 ml Oxidationswasser; der respiratorische Quotient beträgt 0,7). Die Neubildung körpereigenen Fetts erfolgt aus KH u. Eiweiß (Fett-, Fettsäurebiosynthese). Der Spiegel beträgt im Blutserum 385–675, im Vollblut 400–722 mg/100 ml; mit dem Stuhl werden 2–5 g/24 h ausgeschieden. analyt Die Charakterisierung erfolgt durch Dichte, Brechungsindex, Kennzahlen (z.B. Verseifungs-, Rhodan-, Hydroxylzahl). Der Nachweis erfolgt nach Extraktion, Ausschütteln (Butyrometrie) durch Chromatographie, Photometrie oder enzymatisch sowie – indirekt – durch Bestg. der β-Lipoproteine, ferner histochem mit Fettfarbstoffen, durch Osmiumsäurereduktion (Schwärzung) u. – nach Fluorochromierung – im Polarisationsmikroskop. S.a. Adip(o)..., Lip(o)...

  • Fettembolie
    • Fett|embolie

    • Englischer Begriff: fat embolism

    • Fach: Pathologie

    Embolie durch in der Blutbahn auftretende Fetttröpfchen (als freigesetzte Gewebs- u./oder ausgefällte Plasmafette), z.B. nach Knochenbruch mit Knochenmarksbeteiligung, Weichteilquetschung, Verbrennung, Starkstromverletzung, Injektion ölhaltiger Präparate in die Blutbahn. Das klinische Bild ist je nach Lokalisation verschieden; u.U. kann es neben einer Ateminsuffizienz u. zerebralen Symptomen (hämorrhagische Hirninfarkte) zu einer Verbrauchskoagulopathie (Fettembolie-Defibrinierungssyndrom) kommen.

  • Fettfarbstoffe
    • Fett|farb|stoffe

    • Englischer Begriff: lipoid dyes; lipochromes

    Abbildung

    schwach saure, schwach basische oder indifferente Azo- u. Anthrachinon-Farbstoffe zur selektiven Fett- u. Lipoidfärbung in Geweben. Verwendet werden v.a. Scharlachrot, Sudan III (s. Abb.), Sudanbraun, -schwarz.

  • Fettgeschwulst
    • Fett|geschwulst

    • Englischer Begriff: lipoma

    Lipom.

  • Fettgewebe
    • Fett|gewebe

    • Englischer Begriff: fatty tissue; adipose tissue

    • Fach: Anatomie

    das lockere, evtl. läppchenförmige Gewebe, das v.a. aus – univakuolären – Fettzellen („weißes Fett“) u. aus Gitterfasern besteht; es findet sich v.a. in der Unterhaut (Panniculus adiposus), der Achselhöhle, Leistengegend u. Nierenfettkapsel sowie im großen Netz (Omentum majus); wirkt als Speicher- („Depotfett“), Stützgewebe (Baufett), ferner als Kälteschutz, Wasserspeicher u. als druckelastisches Polster. Es geht ab dem 4. Fetalmonat aus den vom Mesenchym angelegten „Keimlagern“ (retikuläres Bindegewebe mit argyrophilen Fasern) hervor.

    • F., braunes
      das aus vielvakuolären lipochromreichen Fettzellen u. aus polygonalen... (mehr)
  • Fettgewebe, braunes
    Fettgewebe
    • F., braunes

    • Englischer Begriff: brown adipose tissue

    das aus vielvakuolären lipochromreichen Fettzellen u. aus polygonalen, fettfreien, an Mitochondrien reichen Zellen bestehende Fettgewebe; kommt beim Menschen in unbedeutender Menge vor (z.B. in der Umgebung des Thymus), jedoch reichlich bei Tieren, v.a. bei Winterschläfern.

  • Fettgewebsbruch
    • Fett|gewebs|bruch

    • Synonyme: Fetthernie

    • Englischer Begriff: fat hernia

    Vorfall (Prolaps) eines präperitonealen Lipoms bzw. eines abgrenzbaren Fettgewebspfropfes durch eine Faszienlücke entlang einer Gefäßscheide in das Unterhautgewebe; evtl. einhergehend mit einer Bauchfellausziehung (Hernia incipiens), v.a. im Oberbauch (epigastrisch) in der Linea alba u. in Nabelnähe; s.a. Adipozele.

  • Fettgewebsentzündung
    • Fett|gewebs|entzündung

    • Englischer Begriff: inflammation of fatty tissue

    Panniculitis.

  • Fettgewebsgeschwulst
    • Fett|gewebs|geschwulst

    • Englischer Begriff: lipoma

    Lipom.

  • Fettgewebsnekrose
    • Fett|gewebs|nekrose

    • Englischer Begriff: fatty tissue necrosis; adiponecrosis

    örtliche Zerstörung von Fettgewebe, z.B. im Unterhautfettgewebe des Neugeborenen (Adiponecrosis subcutanea neonatorum) oder als Folgegeschehen nach Quetschung, Erfrierung, Injektion nekrotisierender Medikamente (als steatolyt. Granulom, als Oleom oder Paraffinom), v.a. aber als Nekrose infolge Lipase-Aktivierung bei der akuten Pankreatitis.

  • Fetthals
  • Fettherz
    • Fett|herz

    • Englischer Begriff: fatty heart

    das Herz des Fettleibigen (einschl. der Adipositas cordis u. des Cor adiposum). – Auch inkorrekte Bez. für die fettige Degeneration des Herzmuskels.

  • Fettklärungsreaktion
    • Fett|klärungs|reaktion

    • Englischer Begriff: lipolytic clearing reaction

    • Fach: Physiologie

    die nach Infusion einer Fettemulsion erfolgende Aufspaltung der im Blut als Chylomikronen vorliegenden Fette durch das Enzym Lipoproteinlipase („clearing factor“) unter Heparin-Beteiligung in Fettsäuren u. Glycerin (10–15 g Fett/Std.).

  • Fettkörnchenzylinder
    • Fett|körnchen|zylinder

    • Englischer Begriff: fatty cast

    Harnzylinder, die bei Erkrankungen des Nierenparenchyms durch Anlagerung von Fettkörnchen an Epithelien entstehen.

  • Fettlappeninterposition
    • Fach: Chirurgie

    Verpflanzung von Fettgewebe in Form eines freien oder gestielten Transplantats zwischen benachbarte anatomische Gebilde, z.B. als Zwischenlagerung (Interposition) in Gelenken zur Prophylaxe von Gelenkversteifungen bei Plastiken (bei Resektionsarthroplastik).

  • Fettleber
    • Fett|leber

    • Synonyme: Hepar adiposum; Steatosis hepatis

    • Englischer Begriff: fatty liver

    Abbildung

    übermäßiger Fettgehalt des Leberparenchyms mit Fettablagerung in Tröpfchenform, die mindestens 50% der Hepatozyten betrifft; evtl. mit Nekrose, Entzündung oder Fibrose. Die Leber ist teigig weich, gelblich, evtl. vergrößert. Ätiol.: Vorkommen z.B. bei Adipositas, Eiweißmangel, Diabetes mellitus, chron. Alkoholismus, als Folge von Lebergiften. Pathophysiol.: resultiert aus vermehrtem Fettangebot (als Nahrungsfett oder aus Fettdepots), gesteigerter körpereigener Fettbildung (Fettbiosynthese), Störungen des oxidativen Fettsäurenabbaus oder aus Abtransportstörungen (bei Lebererkrankungen). Diagn.: Leberbiopsie, Sonographie.

  • Fettleberhepatitis
    • Fettleber|hepatitis

    • Englischer Begriff: fatty hepatitis

    sekundär entzündliche Reaktion mit degenerativ-nekrotisierender Leberschädigung, die keine Korrelation zur Fetteinlagerung zeigt. Unterschieden werden akute u. subakute Verlaufsform. Letztere kann subjektiv unbemerkt verlaufen, die Transaminasen sind häufig pathologisch. Die akute Form tritt oft mit Ikterus, Fieber u. Leukozytose auf; die Leber ist druckempfindlich, die Transaminasen sind deutlich erhöht. Wichtig ist das Ausschalten der auslösenden Noxe, um einen Übergang in eine Leberzirrhose zu verhindern. S.a. Zieve-Syndrom.

  • Fettleberkrankheit
    • Fett|leber|krankheit

    Kwashiorkor.

  • Fettleibigkeit
    • Fett|leibigkeit

    • Englischer Begriff: obesity

    Adipositas.

  • fettlöslich
    • fett|löslich

    • Englischer Begriff: fat-soluble

    lipophil.

  • Fettmark
    • Fett|mark

    • Synonyme: Medulla ossium flava

    • Englischer Begriff: yellow bone marrow

    • Fach: Anatomie

    das „gelbe“, aus Fettzellen bestehende, nicht Blut bildende Knochenmark (KM), das nach der Geburt, u. zwar – zuerst am Hand- u. Fußskelett – das „rote KM“ ersetzt (nicht jedoch in den Wirbelkörpern, Rippen u. dem Brustbein). Bei vermehrtem Blutbedarf (z.B. bei Anämie) ist Rückbildung in rotes Mark möglich.

  • Fettniere
    • Fett|niere

    • Englischer Begriff: fatty kidney

    • Fach: Pathologie

    krankhafte Fettgewebsvermehrung um den Nierenhilus; erfolgt bei krankheitsbedingter Nierenverkleinerung evtl. als sog. Vakatwucherung. – Ferner inkorrekte Bez. für die fettige Degeneration („Fettmetamorphose“) des Nierenparenchyms.

  • Fettphanerose
    • Fett|phane|rose

    • Englischer Begriff: lipophanerosis

    • Fach: Histologie

    das dem Zelltod folgende Sichtbarwerden der Fettstoffe der Zelle infolge Autolyse, evtl. auch infolge bakterieller Zerstörung der Bindung der Fette an Zytoplasmaproteine.

  • Fettpneumonie
    • Fett|pneumonie

    • Englischer Begriff: lipid pneumonia

    chronische interstitielle Pneumonie infolge aspirationsbedingten Eindringens öliger oder öl- bzw. lipoidhalt. Substanzen in die Lunge, z.B. nach Bronchographie mit öligem Röntgenkontrastmittel, nach Oleothorax-Perforation. Exzess paraffin- oder ölhaltiger Nasentropfen.

  • Fettpolster
    • Fett|polster

    • Englischer Begriff: fat pad

    • Fach: Anatomie

    Panniculus adiposus.

11444