Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • FFP
    • Synonyme: Abk. für fresh frozen plasma

    • Etymol.: engl.

    • Fach: Anästhesiologie

    bei –80 °C tiefgefrorenes menschliches Plasma. Zur Infusion wird das FFP im Warmwasserbad aufgetaut. Die Aktivität der Gerinnungsfaktoren ist im FFP erhalten. Ind.: als Komponentensubstitution bei Verlust oder Inaktivierung von Gerinnungsfaktoren (v.a. Faktor V), bei schweren Blutverlusten, Massentransfusionen, Polytraumatisierten u. Patienten mit schweren Hepatopathien. Die Lagerungszeit des FFP beträgt bis zu 5 Jahre; s.a. Plasmakonserve.

  • FFS
    • Englischer Begriff: FFA

    Abk. für freie Fettsäuren.

  • fg
    • Synonyme: Abk. für Femtogramm

    Maßeinheit (1fg = 10–15g).

  • FG-Syndrom
    • Englischer Begriff: FG syndrome

    (F. G. waren die Initialen der ersten beschriebenen Familie) X-chromosomal-rezessiv erbliches Syndrom mit geistiger Behinderung, muskulärer Hypotonie, Analstenose u./oder Obstipation, Makrozephalie, Hypertelorismus u. anderen Gesichtsveränderungen.

  • FGF
    • Synonyme: Abk. für fibroblast growth factor

    • Etymol.: engl.

    fetales Wachstumsstimulans für Fibroblasten; aus Gehirn isoliert.

  • FHA
    • Englischer Begriff: FSD

    • Fach: Radiologie

    Abk. für Fokus-Haut-Abstand.

  • Fi-Test
    • Fach: Hämatologie

    halbquantitative Bestimmung von Fibrinogen im Plasma auf dem Objektträger mit Hilfe Fibrinogen-Antiserum-überzogener Polystyrolteilchen.

  • FIA
    • Fach: Immunologie

  • FIA 1)
    FIA
    • 1)

    Abk. für inkomplettes Freund-Adjuvans.

  • FIA 2)
  • FIA 3)
    FIA
    • 3)

    • Synonyme: Abk. für Fluoreszenz-Immunoassay

    Immun(o)fluoreszenz.

  • fiat
    • Synonyme: f. (Abk.)

    • Etymol.: latein.

    • Fach: Pharmazie

    Rezepturanweisung „es werde!“.

  • Fiberendoskop
    • Fiber|endoskop

    • Synonyme: Fibroskop

    • Englischer Begriff: fiberscope

    Abbildung

    mit Faseroptik ausgerüstetes, flexibles (evtl. mit nur objektivseitigem biegsamem Teil) Kaltlichtendoskop; der Lichttransport erfolgt durch die Mantelfasern, die Bildübertragung durch ein zentrales, parallel geordnetes „Bildleitbündel“.

  • Fibra
    • Fi|bra

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: fibra; fiber

    Faser, Fibrae.

  • Fibrae
    • Fi|brae

    • Englischer Begriff: fibers

    • Fach: Anatomie

    Fasern, z.B. Nervenfasern (s.a. Tractus).

  • Fibrae arcuatae
    Fibrae
    • F. arcuatae

    • Englischer Begriff: arcuate f.

    bogenförmige Nervenfasern; als F. a. breves die U-Fasern (Meynert), als F. a. cerebri oder Fasciculi longi die langen, mit bloßem Auge erkennbaren bogenförm. Assoziationssysteme der weißen Substanz des Endhirns: das Cingulum, der Fasciculus longitudinalis superior u. inferior, subcallosus u. uncinatus, der Gyrus diagonalis u. Fornix.

  • Fibrae circulares
    Fibrae
    • F. circulares

    • Synonyme: Musculus compressor lentis (Mueller)

    • Englischer Begriff: circular f.

    die zirkulär verlaufenden vorderen inneren Fasern des Musculus ciliaris.

  • Fibrae corticohypothalamicae
    Fibrae
    • F. cortico|hypo|thalamicae

    Nervenfasern vom Stirn- u. Schläfenlappen zum Hypothalamus; Teil des zentralen vegetativen Steuerungssystems.

  • Fibrae corticonucleares
    Fibrae
    • F. cortico|nucleares

    • Englischer Begriff: corticonuclear f.

    die Fasern des seitlich der Pyramidenbahn zu Hirnnervenkernen der Brücke ziehenden Teiles des pyramidal-motorischen Systems. Als F. fronto- u. parietotemporopontinae vom Stirnhirn bzw. vom Schläfen-Scheitellappen zur Brücke; von dort Verbindung zum Kleinhirn.

  • Fibrae corticospinales
    Fibrae
    • F. cortico|spinales

    • Englischer Begriff: corticospinal f.

    die Pyramidenbahnfasern (Tractus corticospinalis).

  • Fibrae hypothalamothalamicae
    Fibrae
    • F. hypo|thalamo|thalamicae

    efferente Fasern des zentralen Höhlengraus mit Umschaltung auf kortikale Projektionssysteme. Ihre beidseitige Unterbrechung (= präfrontale Leukotomie) beseitigt schlagartig schwerste Schmerzzustände.

  • Fibrae lentis
    Fibrae
    • F. lentis

    • Englischer Begriff: f. of lens

    die im Bereich des Linsenkerns kernlosen, im Bereich der Linsenrinde kernhaltigen Linsenfasern; sechskantig-prismatische, durch Kittsubstanz verbundene Zellen, die wie Fassdauben quer über den Linsenäquator ziehen u. mit den Treffpunkten ihrer S-förmig gekrümmten Enden auf der Vorder- u. Hinterfläche der Linse jeweils den „Linsenstern“ bilden.

  • Fibrae occipitogeniculatae
    Fibrae
    • F. occipito|geniculatae

    • Englischer Begriff: Gratiolet's f.

    In der Gratiolet-Sehstrahlung verlaufender Faserzug. Er verbindet die Sehrinde mit dem seitl. Kniehöcker (Corpus geniculatum laterale) zur Bahnung oder Dämpfung optischer Erregungen in dieser subkortikalen Schaltstation. Analog: F. occipitopontiles stellen Verbindung zu den Brückenkernen (Übermittlung optischer Erregung an das Kleinhirn) dar. Die F. occipitotectales ziehen zur Vierhügelplatte (Colliculi inferiores laminae tecti).

  • Fibrae pectinatae
    Fibrae
    • F. pectinatae

    • Englischer Begriff: pectinate f.

    von der Crista terminalis ausgehende kammartige Muskelzüge (Musculi pectinati) im rechten Herzvorhof.

  • Fibrae perforantes
    Fibrae
    • F. perforantes

    • Englischer Begriff: perforating f.

    Sharpey-Fasern des Periosts.

  • Fibrae pyramidales
    Fibrae
    • F. pyramidales

    • Englischer Begriff: pyramidal f.

    die sich in der Medulla oblongata kreuzenden oder direkt absteigenden Faserbündel der Pyramidenbahn.

  • Fibrae zonulares
    Fibrae
    • F. zonulares

    • Synonyme: F. suspensoriae

    • Englischer Begriff: zonular f.

    die zwischen Ziliarkörper u. Linsenkapsel ausgespannten, sehr dünnen Aufhängefasern der Augenlinse.

  • Fibrate

      Lipidsenker, die in chem. Struktur u. Wirkungsmechanismus dem Clofibrat ähneln. Wirkst.: z.B. Bezafibrat, Gemfibrozil.

    • Fibrillae
      • Fi|brillae

      • Synonyme: Fibrillen

      • Englischer Begriff: fibrils

      • Fach: Anatomie

      Fasern mikroskopischer Größenordnung, z.B. aus fädigen Eiweißmolekülen bestehende Strukturelemente der Bindegewebsfasern oder im Zytoplasma von Muskel- (Myofibrillen), Nerven- (Neurofibrillen) u. Epithelzellen (des mehrschichtigen, mechanisch beanspruchten Plattenepithels; Tonofibrillen). Ferner als maskierte F. die in die Kittsubstanz des hyalinen Knorpels eingebetteten unsichtbaren kollagenen F.

    • fibrillär
      • fi|brillär

      • Synonyme: fibrillaris

      aus Fibrillen bestehend.

    • fibrilläre Zuckung
      fibrillär
      • f. Zuckung

      • Englischer Begriff: fibrillary twitch

      s.u. faszikulär.

    • Fibrillation
      • Fi|brillation

      • Synonyme: Fibrillieren

      • Englischer Begriff: fibrillation

      irreguläre u. asynchrone Kontraktionen von Herzmuskelanteilen, z.B. beim Vorhof- u. Kammerflimmern. – Auch inkorrekte Bez. für faszikuläre Zuckungen des Skelettmuskels.

    • Fibrillen
      • Englischer Begriff: fibrils

      Fibrillae.

    • Fibrillin
      • Englischer Begriff: fibrillin

      großes (350 000 D) Glykoprotein, das v.a. von Fibroblasten u. glatten Muskelzellen produziert wird; Bestandteil der Mikrofibrillen u. elastischen Fasern; Gendefekt beim Marfan-Syndrom.

    • Fibrillolyse
      • Fibrillo|lyse

      • Englischer Begriff: fibrillolysis

      • Fach: Pathologie

      die Degeneration fibrillärer Strukturen; i.e.S. die Desintegration der Neurofibrillen bzw. -filamente zu körnigen bis feinstaubigen, später verklumpenden u. Knäuel bildenden argentophilen Zerfallsprodukten.

    • Fibrin
      • Fi|brin

      • Englischer Begriff: fibrin

      der Blutfaserstoff, der bei der Blutgerinnung (dort Schema) unter Einwirkung von Thrombin aus Fibrinogen entsteht: zunächst Bildung löslicher Fibrinmonomere, die – über lösliches Fibrin – in Gegenwart von Calciumionen u. Faktor XIII zu einem unlöslichen Fibrinnetz polymerisieren (das aber durch Fibrinolysin aufgelöst wird). – Dient als technisch hergestelltes Produkt u.a. zur refraktometrischen Pepsin-Bestg. im Magensaft, als Fibrinschaum zur Fibrintherapie. S.a. Fibrin(o)...

    • Fibrin, subchoriales
      Fibrin
      • F., subchoriales

      • Englischer Begriff: Langhans' stria

      Langhans-Streifen in der Placenta; s.a. Zytotrophoblast.

    • Fibrinabbauprodukte
      • Fibrin|abbau|produkte

      • Englischer Begriff: fibrin degradation products

      • Fach: Hämatologie

      durch Einwirkung von Fibrinogenasen (v.a. Plasmin) entstandene Fibrin-Bruchstücke; s.a. Fibrinogendegradationsprodukte.

    • Fibrinämie
      • Fibrin|ämie

      • Englischer Begriff: fibrinemia

      • Fach: Pathologie

      Auftreten von Fibrin im strömenden Blut im Rahmen des Defibrinationssyndroms, u.a. nach Schlangengift-Einwirkung. Kleinere zirkulierende Fibrinpolymerisate führen zu Mikroembolisationen.

    • Fibrinasthenie Fanconi
      • Fibrin|asthenie (Fanconi)

      • Fach: Hämatologie

      Gerinnungsstörung beim konnatal-syphilitischen Säugling; führt zur Bildung gerinnungshemmender netzförm. Eiweißniederschläge (α2-Makroglobuline), die im Blutausstrich sichtbar werden.

    • Fibrindegradationsprodukte
      • Fibrin|degradationsprodukte

      • Englischer Begriff: fibrin degradation products

      Fibrinabbauprodukte, z.B. Fibrin(-D)-Dimer (erhöht z.B. bei DIC, Thrombembolien, Verbrauchskoagulopathie); s.a. Fibrinogendegradationsprodukte.

    • Fibringerinnsel
      • Fibrin|gerinnsel

      • Englischer Begriff: fibrin clot

      das fädig-netzförmige Gerinnsel als Produkt der Blutgerinnung; ferner die membranartigen Auflagerungen („Pseudomembranen“) bei fibrinöser Entzündung (z.B. bei der Diphtherie).

    • Fibrinisierung
      • Englischer Begriff: fibrination

      • Fach: Chirurgie

      preclotting.

    • Fibrinkleber
      • Fibrin|kleber

      • Englischer Begriff: fibrin glue

      biologischer Gewebekleber mit niedriger Reißfestigkeit, s.u. Fibrintherapie.

    • Fibrinmonomerkomplexe
      • Fibrin|monomer|komplexe

      • Synonyme: FMC (Abk.)

      • Englischer Begriff: fibrin monomer complexes

      aus Fibrinmonomeren (s.u. Fibrin) u. Fibrinogen gebildete lösliche Komplexe, die v.a. bei Verbrauchskoagulopathie u. Thromboseneigung in vivo in messbarem Umfang entstehen u. durch Fällungsmethoden (z.B. mit Protaminsulfat) nachweisbar sind.

    • Fibrinogen
      • Fi|bri|no|gen

      • Englischer Begriff: fibrinogen; factor I

      Abbildung

      der „Faktor I“ der Blutgerinnung. Ein löslicher Eiweißkörper, ein Glykoprotein, das Hexose, Acetylhexosamin, Acetylneuraminsäure enthält; es wandert in der Elektrophorese zwischen β- u. γ-Globulinen (= β2), ist u.a. mit Äthanol, Äther, Ammoniumsulfat fällbar u. gerinnt unter Hitzeeinwirkung; wird in der Leber gebildet u. rasch umgesetzt (biol. HWZ ca. 5 Tg.); kommt v.a. im Plasma (2–4,5 g/l) u. zu etwa 20% außerhalb des Blutes vor (in Interstitium, Exsudaten etc.); wird auch therapeutisch angewendet, z.B. bei Afibrinogenämie, Hypofibrinogenämie; s.a. Fibrintherapie. – F. ist nachweisbar u.a. durch „Hitzefibrin-Bestg.“ n. Schulz u. – nach Ausfällung mit Thrombin u. Calciumionen – mittels Tyrosin-, Biuret-, Mikro-Kjeldahl-, Clauss-Gerinnungszeitmethode, nephelometrisch, immunologisch. Die Serumkonzentration ist evtl. krankhaft erhöht (Hyperfibrinogenämie), z.B. – als Akute-Phase-Protein – bei Infektion, Tumoren, oder vermindert (Fibrinogenopenie; als Hypo- bis Afibrinogenämie), z.B. bei schwerer Leberschädigung, konstitutioneller Fibrinopenie. Hohe F.-Konzentrationen stellen einen Risikofaktor für kardio- u. zerebrovaskuläre Erkrankungen dar. Abbau- u. Spaltprodukte treten auf nach Einwirkung fibrinspaltender proteolytischer Enzyme (Fibrinogenasen; z.B. Thrombin [Bildung der Fibrinopeptide A, B, AB u. Y], Plasmin, Trypsin, Chymotrypsin; s.a. Fibrinogendegradationsprodukte).

    • Fibrinogen-Antagonisten
      • Englischer Begriff: fibrinogen receptor antagonists

      Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptorantagonisten; Wirkung: hemmen die Bindung von Fibrinogen an den aktivierten Glykoprotein-IIb/IIIa-Rezeptor (= Fibrinogen-Rezeptor), wodurch die Quervernetzung der Thrombozyten durch Fibrinogen verhindert wird. Wirkst.: z.B. Eptifibatid, Tirofiban; Anw. als Thrombozytenaggregationshemmer bei kardialer Ischämie.

    • Fibrinogendegradationsprodukte
      • Fibrinogen|degradations|produkte

      • Synonyme: FDP (Abk.)

      • Englischer Begriff: fibrinogen degradation products

      Abbauprodukte des Fibrinogens bzw. Fibrins, die die Polymerisation von Fibrin u. die Bildung u. Wirkung von Thrombin hemmen, z.T. auch das Haftvermögen (Adhäsion) der Blutplättchen an fremden Oberflächen herabsetzen.

    • Fibrinogenolyse
      • Fibrino|geno|lyse

      • Englischer Begriff: fibrinogenolysis

      die unter Plasmineinwirkung erfolgende Spaltung von Fibrinogen; im strömenden Blut bei rascher intensiver Zufuhr oder Freisetzung von Plasminogen-Aktivatoren, z.B. nach Strepto-, Urokinase-Injektion, bei starker Blutstauung.

    • Fibrinogenopenie
      • Fibrino|geno|penie

      • Englischer Begriff: fibrinogenopenia

      Hypofibrinogenämie, Fibrinopenie.

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