Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Fibrinoid
    • Englischer Begriff: fibrinoid

    • Fach: Pathologie

    Bez. für färberisch wie Fibrin („fibrinähnlich“) aussehende Gewebsveränderungen meist degenerativer Art (fibrinoide Degeneration, f. Nekrose); typisch für Immunreaktion.

  • Fibrinokinasen
    • Fibrino|kinasen

    • Englischer Begriff: fibrinokinases (= plasminogen activator)

    s.u. Fibrinolyse (dort Abb.).

  • Fibrinolyse
    • Fi|brino|lyse

    • Englischer Begriff: fibrinolysis

    • Fach: Hämatologie

    Abbildung

    die enzymatisch-proteolytische Auflösung von Fibringerinnseln im Organismus, z.B. bei Thrombosen, Pneumonie; Steigerungen der Aktivität im Fibrinolysesystem (Abb.) sind nachweisbar z.B. durch Bestimmung der Spontanfibrinolyse eines Vollblutgerinnsels („clot observation test“) oder mit Hilfe verdünnten rekalzifizierten Plasmas (Euglobulinlysezeit) im Rahmen der Thrombelastographie u. durch die Fibrinplatten-Methode. Hemmung erfolgt durch F.-Inhibitoren (Blockierung des aktiven Fibrinolysins durch Antiplasmin oder durch Antifibrinolytika). – S.a. Fibrinolysetherapie.

  • Fibrinolysesyndrom
    • Fibrino|lyse|syndrom

    • Englischer Begriff: fibrinolytic disorder

    das sich v.a. durch Blutungen (als Purpura) manifestierende Krankheitsbild („fibrinolytische Diathese“) bei Überaktivität des Fibrinolysesystems (s.u. Fibrinolyse, dort Schema); die „Hyperfibrinolyse“ tritt auf als Hyperfibrinogenolyse nach Aktivierung des Plasmins („Fibrinolysin“) durch Fibrinolysekinasen (Aktivatoren des Fibrinolysesystems, z.B. Gewebslysokinase, Staphylo-, Streptokinase) oder – häufiger – als Folge einer im Blutgefäßsystem erfolgenden Blutgerinnung. Voll aktiviertes Plasmin greift dann – nach Überspielen der Antiplasmine – v.a. die Faktoren I, V u. VIII im Plasma an; zusätzlich werden die Bildung von Fibrin u. die Funktion der Blutplättchen durch Fibrinogen- u. Fibrindegradationsprodukte gestört.

  • Fibrinolysetherapie
    • Fibrino|lyse|therapie

    • Englischer Begriff: fibrinolytic therapy (systemic; local)

    die medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln (Thromben, Emboli) bei peripheren Gefäßverschlüssen, Lungenembolie, Mesenterialinfarkt, Myokardinfarkt etc. Angewendet werden in der Regel Streptokinase, APSAC oder Urokinase u. der Gewebe-Plasminogenaktivator (rt-PA). In Erprobung sind Prourokinase (scu-PA) u. Chimären von Gewebeaktivator u. Prourokinase. Eine F. zur Reperfusion ischämischen Gewebes beim Myokardinfarkt sollte möglichst innerhalb der 3-Std.-Grenze erfolgen, spätestens aber vor Ablauf von maximal 6 Std.; bei tiefer Venenthrombose u. Lungenembolie bestehen gute Erfolgschancen noch während der ersten 7 Tage, vertretbar ist eine F. noch bis zu 4 Wochen nach dem Ereignis. Arterielle Verschlüsse können noch nach Wochen bis Monaten erfolgreich behandelt werden. Formen: Unterschieden werden eine systemische u. eine lokale F., wobei der systemischen F. meist der Vorzug gegeben wird. Bei der systemischen F. werden Fibrinolytika intravenös appliziert. Die Dauer der F. richtet sich nach dem Ort des Verschlusses. Während die systemische F. z.B. beim frischen Myokardinfarkt nur über einen Zeitraum von 60 Minuten erfolgt, werden Lungenembolien über 24–48 Stunden, tiefe Beinvenenthrombosen hingegen noch länger fibrinolytisch behandelt. Obligatorisch nach systemischer F. ist eine Heparinisierung, um einen erneuten Verschluss zu verhindern. Dabei wird eine Verlängerung der Thrombinzeit um das 2- bis 3fache angestrebt. Der Heparinisierung schließt sich in der Regel eine Cumarin-Therapie an. Bei der lokalen F. („Katheterlyse“; z.B. selektive intrakoronare Fibrinolyse) wird ein Katheter in unmittelbarer Nähe des Thrombus platziert. Dieser kann dann über den Katheter gezielt mit Fibrinolytika umspült u. aufgelöst werden; Anw. auch bei Stenosen der proximalen Arteria subclavia, seltener bei Stenosen der Aa. vertebrales u. der Karotiden.

  • Fibrinolysin
    • Fibrino|lysin

    • Englischer Begriff: fibrinolysin (= plasmin)

    veralteter Begriff für Plasmin.

  • Fibrinolysokinase
    • Fibrino|lyso|kinase

    • Englischer Begriff: fibrinolysokinase (= plasminogen activator)

    veralteter Begriff für Plasminogenaktivator.

  • Fibrinolytika
    • Fibrinolytika

    • Synonyme: Thrombolytika

    • Englischer Begriff: fibrinolytic agents

    Mittel für die Fibrinolysetherapie, die entweder selbst direkt fibrinolytisch wirksam sind oder die körpereigene Fibrinolyse verstärken. Wirkst.: Zu den Ersteren zählen Plasmin (nur noch lokale Anw.) u. Trypsin (nicht mehr üblich). Zur letzteren Gruppe gehören v.a. die Aktivatoren des Plasminogens (Anistreplase = APSAC, Gewebe-Plasminogenaktivator = rt-PA, Streptokinase, Urokinase, Prourokinase = scu-PA). Allenfalls geringe klinische Bedeutung haben niedermolekulare Substanzen, die körpereigene Aktivatoren der Fibrinolyse freisetzen u. nur schwach wirksam sind („indirekte F.“, z.B. Biguanide, Anabolika, Nikotinsäure). S.a. Staphylokinase.

  • fibrinolytisch
    • fi|brino|lytisch

    • Englischer Begriff: fibrinolytic

    Fibrinolyse erzeugend.

  • Fibrinopenie, konstitutionelle
    • Fibrino|penie, konstitutionelle

    • Englischer Begriff: fibrinopenia; congenital hypofibrinogenemia

    • Fach: Hämatologie

    ein erblicher, klinisch evtl. stummer Fibrinogenmangel.

  • Fibrinopeptide
    • Fibrin(o)peptide

    • Englischer Begriff: fibrinopeptides

    s.u. Fibrinogen.

  • fibrinös
    • Synonyme: fibrinosus

    • Englischer Begriff: fibrinous

    fibrinhaltig, -reich, mit Fibrinbildung einhergehend.

  • fibrinosus
    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: fibrinous

    fibrinös.

  • Fibrinplatten-Methode
    • Fibrin|platten-Methode

    • Englischer Begriff: fibrin plate method

    Bestimmung der Fibrinolyse-Aktivität durch Einbringen der Testlösung in vorgestanzte Löcher einer Fibrinplatte u. Ausmessung der entstehenden Lysehöfe.

  • Fibrinpolyp
    • Fibrin|polyp

    • Fach: Pathologie

    s.u. Plazentapolyp.

  • Fibrinschaum
    • Fibrin|schaum

    • Englischer Begriff: fibrin foam

    • Fach: Chirurgie

    aus der Cohn-Fraktion I hergestellte sterile, schaum. Masse hoher Plastizität als Mittel für die Fibrintherapie.

  • Fibrinspaltprodukte
    • Fibrin|spalt|produkte

    • Synonyme: FSP (Abk.)

    • Englischer Begriff: fibrin split products

    s.u. Fibrinabbauprodukte, Fibrinogendegradationsprodukte.

  • fibrinstabilisierender Faktor
    • fibrin|stabilisierender Faktor

    • Englischer Begriff: fibrin stabilizing factor

    • Fach: Hämatologie

    Faktor XIII.

  • Fibrinstein
    • Fibrin|stein

    • Englischer Begriff: fibrin calculus

    • Fach: Urologie

    Harnstein aus Eiweiß u. einem Fibringerüst.

  • Fibrintherapie
    • Fibrin|therapie

    • Englischer Begriff: fibrinotherapy

    • Fach: Chirurgie

    Anw. von Fibrinschaum (nach Durchtränken mit Thrombin-Lsg.) zur örtlichen intraoperativen Blutstillung an parenchymatösen Organen. Aufgrund der sekundären bindegewebigen Durchwachsung auch als plastischer Duraersatz u. zur Hohlraumverödung verwendet (z.B. Kavernenobliteration); ferner zur Verklebung der Pleurablätter zur Palliativbehandlung von (malignen) Pleuraergüssen.

  • Fibrinthrombus
    • Fibrin|thrombus

    • Englischer Begriff: fibrin thrombus

    ein v.a. aus faserigen Fibrinmassen bestehender Abscheidungsthrombus; oft als „Fibrinstern“ um abgestorbene Zellen.

  • Fibroadenie
    • Fi|bro|adenie

    • Fach: Pathologie

    • 1)
      Degeneration des Milzgewebes mit Vermehrung des Bindegewebes der Follikel... (mehr)
    • 2)
      Milzvenenthrombose... (mehr)
  • Fibroadenie 1)
    Fibroadenie
    • 1)

    Degeneration des Milzgewebes mit Vermehrung des Bindegewebes der Follikel (u. sekundärer Lymphozytenverminderung) u. „aktiver Dilatation“ des Organs; z.B. bei Leberzirrhose, im 1. Stadium der Banti-Krankheit („Banti-Milz“).

  • Fibroadenie 2)
    Fibroadenie
    • 2)

    • Englischer Begriff: fibroadenia

    Milzvenenthrombose.

  • Fibroadenoma
    • Fi|bro|adenom(a)

    • Synonyme: Adenofibrom

    • Englischer Begriff: fibroadenoma

    Abbildung

    ein im Allgemeinen gutartiger Tumor aus Bindegewebe (Fibrom) u. aus eingeschlossenem Drüsengewebe; z.B. im Eierstock (F. ovarii; i.e.S. als Cystadenoma pseudopapilliferum), in der Prostata, Brustdrüse (häufigster gutartiger Mammatumor).

  • Fibroadenoma cysticum
    Fibroadenom(a)
    • F. cysticum

    Mastopathie (dort Abb.).

  • Fibroadenoma intracanaliculare
    Fibroadenom(a)
    • F. in|tra|canaliculare

    • Englischer Begriff: intracanalicular f.

    F. der Mamma mit starker Bindegewebsproliferation u. Verdrängung u. Kompression der elongierten Ductuli u. Azini; auch als F. i. phylloides (mit im Schnitt blattartigen Stromawucherungen; evtl. Metaplasien u. sarkomatöse Entartung).

  • Fibroadenoma pericanaliculare
    Fibroadenom(a)
    • F. peri|canaliculare

    • Englischer Begriff: pericanalicular f.

    F. der Mamma mit periazinärer u. periduktulärer Wucherung des Bindegewebes.

  • Fibroadenomatosis
    • Fi|bro|adenomatosis

    • Synonyme: Fibroadenose

    • Englischer Begriff: fibroadenomatosis

    Bildung zahlreicher gutartiger Fibroadenome, z.B. beim Pringle-Syndrom (tuberöse Hirnsklerose); ferner Bez. für Fibroadenom-ähnliche Veränderungen im Rahmen der fibrozystischen Mastopathie.

  • Fibroadenomatosis biliaris
    Fibroadenomatosis
    • F. biliaris

    von den intrahepat. Gallengängen abstammende, kleine, aus Tubuli bestehende, Sekret u. Gallepigmente enthaltende Tumoren der Leber.

  • Fibroadenomatosis cystica
  • Fibroadenomatosis uteri
  • Fibroblast
    • Fibro|blast

    • Synonyme: Desmozyt

    • Englischer Begriff: fibroblast

    junge, dem Mesenchym entstammende Zelle mit großem Zellleib u. etwas abgeplattetem Kern. Beteiligt sich an der Bildung von Interzellularsubstanz des Bindegewebes (Grund-, Kittsubstanz, Bindegewebsfasern) u. wird mit Beendigung dieser Sekretionstätigkeit zum Fibrozyten.

  • fibroblast growth factor
    • Etymol.: engl.

    FGF.

  • Fibroblastoma
    • Fibroblastom(a)

    • Synonyme: Desmozytom

    • Englischer Begriff: fibroblastoma

    • Fach: Pathologie

    Tumor aus Fibroblasten u. faseriger Zwischensubstanz (u. Gefäßen); u.a. als fibroblastisches Meningiom, Neurofibrom.

  • Fibrocartilago
    • Fibro|cartilago

    • Englischer Begriff: fibrocartilage

    • Fach: Histologie

    Faserknorpel.

  • Fibrocartilago falcata
    Fibrocartilago
    • F. falcata

    • Englischer Begriff: semilunar f.

    Meniskus.

  • Fibrocartilago intervertebralis
    Fibrocartilago
    • F. inter|verte|bralis

    • Englischer Begriff: intervertebral f.

    die Bandscheibe (Discus intervertebralis).

  • Fibrödem, idiopathisches
    • Fibr|ödem, idiopathisches

    Lippen- u. Wangenfibrose („Tapirmaul“) beim Melkersson-Syndrom.

  • Fibrodysplasia
    • Fibro|dys|plasia

    • Synonyme: Dysplasia fibrosa

    • Englischer Begriff: fibrodysplasia; fibrous dysplasia

    Gewebsfehlbildung mit Zunahme (Proliferation) faserigen Bindegewebes; i.e.S. die Osteodystrophia fibrosa („Fibrodystrophie“).

  • Fibrodysplasia elastica generalisata
    Fibrodysplasia
    • F. elastica generalisata

    Ehlers-Danlos-Syndrom.

  • Fibrodysplasia ossificans progressiva
    Fibrodysplasia
    • F. ossificans progressiva

    Münchmeyer-Syndrom.

  • Fibroelastosis
    • Fi|bro|elastosis

    • Englischer Begriff: fibroelastosis

    die gesteigerte Bildung faserigen = fibrösen u. elastischen Bindegewebes.

    • F. endocardica
      angeborene, ätiologisch ungeklärte Herzerkrankung, bei der im Endokard... (mehr)
  • Fibroelastosis endocardica
    Fibroelastosis
    • F. endocardica

    • Synonyme: Endokarddysplasie; idiopathische Kardiomegalie

    • Englischer Begriff: endocardial f.

    angeborene, ätiologisch ungeklärte Herzerkrankung, bei der im Endokard u. im subendokardialen Gewebe porzellanweiße schwielige Verdickungen auftreten („inneres Panzerherz“); oft kombiniert mit anderen Herz- bzw. Aortenfehlbildungen. Sie ist entweder bereits in den ersten Lebenswochen manifest (u. rapid verlaufend) oder tritt als akute Krankheit im 1. Halbjahr oder chronisch nach dem 6. Mon. auf. Klinik: Gedeihstörung, Kardiomegalie, Tachykardie, Herzgeräusch (auch ohne Klappenfehler), Erbrechen, pertussiformer Husten; Prognose infaust. – Auch Bez. für die Endomyokardfibrose.

  • Fibroepithelioma
    • Fibro|epitheliom(a)

    • Englischer Begriff: fibroepithelioma

    Tumor aus bindegewebigen u. epithelialen Anteilen (Pinkus). Sonderform eines Basalioms bei älteren Menschen, besonders an der Haut u. an Schleimhäuten.

  • Fibrohistiozytom
    • Fibro|histio|zytom

    • Synonyme: (malignes) fibröses Histiozytom; atypisches Fibroxanthom

    • Englischer Begriff: (malignant) fibrous histiocytoma

    einer der häufigsten malignen Tumoren der Weichgewebe. Auftreten meist im mittleren Lebensalter. Leitet sich vom fibrohistiozytären Gewebe ab u. enthält neben fibrösen Tumoranteilen auch Histiozyten, Riesenzellen u. reichlich Gefäße.

  • Fibrokarzinom
    • Fibro|karzinom

    • Englischer Begriff: fibrocarcinoma

    Skirrhus.

  • Fibrokeratoma Unna
    • Fibro|keratoma Unna

    • Englischer Begriff: fibrokeratoma

    kleines Fibroma pendulans (meist als Vielfachbildung) an Lidern u. Hals älterer Frauen. Fibrokeratome kommen auch an Nägeln (ausgehend v. Nagelfalz) vor u. verursachen Onychodystrophie.

  • Fibrolipom
    • Fibro|lipom

    • Englischer Begriff: fibrolipoma

    ein Lipom mit reichlichem Fettgewebsanteil, v.a. in Haut, Nieren, Ösophagus.

  • Fibrolipomatosis dolorosa
    • Fibro|lipomatosis dolorosa

    • Englischer Begriff: lipomatosis neurotica

    Adipositas dolorosa.

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