Medizin-Lexikon: Einträge mit "F"

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  • Fahr-Syndrom
    Fahr
    • F.-Syndrom

    • Synonyme: F.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Fahr's syndrome

    • Fach: Neurologie

    (1931) eine idiopathische, nichtarteriosklerotische intrazerebrale Verkalkung, bevorzugt der Basalganglien u. des Nucleus dentatus (bei der familiären Form); wird oft als Zufallsbefund bei radiologischen Untersuchungen festgestellt. Die Erkrankung geht mit Demenz, evtl. auch Krampfanfällen, extrapyramidalen und Kleinhirn-Symptomen (Hyper-, evtl. Akinesien, Rigidität der Muskulatur, Koordinationsstörungen) einher; wird auch bei mitochondrialen Enzephalopathien (z.B. MELAS-Syndrom) gefunden. Bei Übergreifen auf die innere Kapsel kann es zu Lähmungen (Hemi-, Paraplegien) kommen. Wird verursacht durch Abscheidung kolloidaler, eiweißreicher Flüssigkeit, die sekundär verkalkt (Eiweißkonkremente als Pseudokalk). Die Ätiopathogenese ist unklar, wird z.B. bei unbehandelter Nebenschilddrüseninsuffizienz beobachtet.

  • Fahr-Volhard-Nephrosklerose
    Fahr
    • F.(-Volhard)-Nephrosklerose

    • Englischer Begriff: F.-Volhard disease

    die maligne Nephrosklerose.

  • Fåhraeus-Lindquist-Effekt
    • Fåhraeus(-Lindquist)-Effekt

    • Englischer Begriff: Fåhraeus' phenomenon; F.-Lindquist effect

    • Biogr.: Robin F., geb. 1888, Hämatologe, Uppsala

    die „dynamische“ Verminderung des Hämatokrits in Kapillaren durch die – im Vergleich zum umgebenden Plasma – höhere Strömungsgeschwindigkeit der Erythrozyten.

  • Fahrradergometrie
    • Englischer Begriff: bicycle ergometry

    Abbildung

    Messung von Herz-Kreislauf-Parametern unter Pedaltreten. Anwendung z.B. als nichtinvasives Verfahren zur Diagnostik einer Koronarinsuffizienz. Während der Patient zunehmend belastet wird (steigende Drehzahl, zunehmender Widerstand), wird ein Elektrokardiogramm aufgezeichnet u. der Blutdruck gemessen.

  • Fairbank-Dysostose
    • Fairbank-Dys|ostose

    • Englischer Begriff: Fairbank's disease

    eine familiär-erbliche Knochenerkrankung i.S. einer generalisierten Hyperostose ohne Pachydermie. Beginnt im Kindesalter mit belastungsunabhängigen Knochenschmerzen (Rippen, lange Röhrenknochen). Führt v.a. zu Sklerosierung der Schädelbasis, Schulterblätter, Schlüsselbeine u. Wirbel (vertikale Steifung).

  • Fairley-Test
    • Fairley-Test

    sog. Blasenauswaschtest zum Nachweis einer Niereninfektion; dabei wird die Blase mit ca. 3–4 l sterilem Wasser keimfrei gespült. Enthält daraufhin der über einen liegenden Katheter gesammelte Urin noch Keime, liegt eine Infektion im Bereich der Nieren vor.

  • Fajans-Conn-Test
    • Fajans-Conn-Test

    Sulfonylharnstofftest.

  • fäkal
    • Englischer Begriff: fecal

    faecalis.

  • Fäkalurie
    • Fäkal|urie

    • Englischer Begriff: fecaluria

    Auftreten von Stuhl (Kot) = Fäkalien im Harn bei einer Blasen-Darm-Fistel.

  • Fakirhand
    • Fakir|hand

    • Fach: Neurologie

    Hand mit stark gebeugten, sich mit den Nägeln in die Hohlhand einbohrenden Fingern; z.B. bei fortgeschritt. Paralysis agitans.

  • Faktor
    • Englischer Begriff: factor (e.g. coagulation f.)

    ursächliche „Komponente“ oder Teilursache eines Prozesses, z.B. als Blutgruppenmerkmal (Blutkörperchen- oder Serumeigenschaft; s.a. Rhesusfaktor), Rheuma-, Vererbungs-, Wachstumsfaktor, als Faktor der Blutgerinnung (dort Schema; s.a. Thrombozytenfaktoren).

  • Faktor A
    Faktor
    • F. A

    z.B. antihämophiler Faktor VIII.

  • Faktor B
    Faktor
    • F. B

    • Synonyme: antihämophiler F. B

    • Englischer Begriff: f. B

    Faktor IX.

  • Faktor C
    Faktor
    • F. C

    • Englischer Begriff: C-f

    ein Wachstumsfaktor der Vitamin-B12-Gruppe (weitere derart. Derivate als Faktor D, E, F, G etc.). Ferner der antihämophile F. C: Faktor XI.

  • faktor I
    Faktor
    • Faktor I

    • Englischer Begriff: factor I; fibrinogen

    Fibrinogen; F.-I-Mangel: Afibrinogenämie.

  • Faktor II
    Faktor
    • F. II

    • Englischer Begriff: factor II; prothrombin

    Prothrombin; F.-II-Mangel: Hypoprothrombinämie.

  • Faktor III
    Faktor
    • F. III

    • Englischer Begriff: factor III; tissue f.; prothrombinase

    Thromboplastin (Blut- bzw. Gewebsthrombokinase); inzwischen durch den Begriff Prothrombinase ersetzt.

  • Faktor IV
    Faktor
    • F. IV

    • Englischer Begriff: factor IV; calcium f.

    die Calcium(Ca2+)-Wirkung bei der Blutgerinnung.

  • Faktor IX
    Faktor
    • F. IX

    • Synonyme: antihämophiles Globulin B; AHG B (Abk.); antihämophiler F. B; AHF B (Abk.); Hämophilie-F. IX oder B

    • Englischer Begriff: factor IX; plasma thromboplastin component; PTC (Abk.); antihemophilic f. B; Christmas f.

    lagerungsstabiler, im Blutplasma in inaktiver Form enthaltener Blutgerinnungsfaktor, der bei der Gerinnung zu IXa aktiviert wird (u. nur als solcher qual. u. quant. im Serum nachweisbar ist). Bei Mangel besteht Hämophilie B.

  • Faktor S
  • Faktor T
    Faktor
    • F. T

    • Synonyme: Vitamin T

    Carnitin.

  • Faktor V
    Faktor
    • F. V

    • Synonyme: Proaccelerin; Plasma-Ac-Globulin

    • Englischer Begriff: factor V; proaccelerin

    (Owren) thermolabiler, lagerungsinstabiler Blutgerinnungsfaktor, der zur Bildung der Prothrombinase beiträgt. – Angeborener F.-V-Mangel (Hypoproaccelerinämie): Parahämophilie A.

  • Faktor VI
    Faktor
    • F. VI

    • Synonyme: Accelerin

    • Englischer Begriff: factor VI; accelerin

    labiler Blutgerinnungsfaktor, dessen Existenz nicht bestätigt werden konnte.

  • Faktor VII
    Faktor
    • F. VII

    • Synonyme: Proconvertin; Prothrombinogen; Co-Thromboplastin

    • Englischer Begriff: factor VII; proconvertin; conversion accelerator

    relativ hitzebeständiger, in der Leber gebildeter Blutgerinnungsfaktor, der – wahrscheinlich durch Gewebethromboplastin aktiviert – den Faktor X zu Xa aktiviert; ist bei Früh- u. Neugeborenen vermindert, und bei Hochschwangeren vermehrt. – Angeborener F.-VII-Mangel: Hypoproconvertinämie.

  • Faktor VIII AP
    Faktor
    • F. VIII AP

    • Synonyme: Abk. für Faktor-VIII-assoziiertes Protein

    den (v.-)Willebrand-Faktor bindendes Protein; Fehlen oder Funktionsausfall führt zum (v.-)Willebrand-Jürgens-Syndrom.

  • Faktor VIII RCoF
  • Faktor VIII vWF
  • Faktor VIIIc
    Faktor
    • F. VIIIc

    • Synonyme: antihämophiles Globulin A; AHG A (Abk.); antihämophiler F. A; AHF A (Abk.); Plättchen-Cofaktor I; Hämophilie-Faktor VIII oder A

    • Englischer Begriff: antihemophilic f.; AHF (Abk.); antihemophilic globulin; AHG (Abk.)

    ein relativ thermo- u. lagerungsinstabiler, in den Endothelzellen gebildeter Blutgerinnungsfaktor (ein β2-Globulin) im Blutplasma, der – durch Thrombin aktiviert – an der Bildung des endogenen Prothrombinumwandlungsfaktors (Prothrombinase) teilnimmt. Bei Mangel besteht Hämophilie A oder Angiohämophilie A.

  • Faktor X
    Faktor
    • F. X

    z.B. Biotin.

  • Faktor X
    Faktor
    • F. X

    • Synonyme: Stuart(-Prower)-F.

    • Englischer Begriff: factor X; Stuart(-Prower) f.; autoprothrombin C

    ein relativ thermostabiler, in der Leber gebildeter Blutgerinnungsfaktor (ein α-Globulin) im Blutplasma, der durch das Intrinsic- oder Extrinsic-System zu Xa aktiviert wird u. an der Bildung der Prothrombinase beteiligt ist. Ein angeborener Mangel (autosomal-rezessiv erblich) manifestiert sich als hämorrhagische Diathese.

  • Faktor XI
    Faktor
    • F. XI

    • Synonyme: Rosenthal-Faktor; antihämophiles Globulin C

    • Englischer Begriff: factor XI; plasma thromboplastin antecedent C (= PTA C); antihemophilic f. C

    ein Blutgerinnungsfaktor im Blutplasma; nimmt als XIa gemeinsam mit XIIa im Intrinsic-System an der Bildung des Prothrombinumwandlungsfaktors teil. Ein angeborener Mangel („PTA-Mangelsyndrom“, Rosenthal-Krankheit) manifestiert sich als autosomal-rezessiv erbliche hämorrhag. Diathese (mit geringer Blutungsneigung, nur bei Homozygoten).

  • Faktor XII
    Faktor
    • F. XII

    • Synonyme: Hageman-Faktor; Oberflächenfaktor

    • Englischer Begriff: Hageman f.; glass contact f.

    ein Blutgerinnungsfaktor (ein Globulin mit enger Beziehung zum Kinin- u. zum fibrinolyt. System) im Blutplasma, der bei Kontakt mit benetzbaren Oberflächen aktiviert wird u. die Vorphase der Blutgerinnung einleitet. Angeborener F.-XII-Mangel kommt als autosomal-rezessiv erbliche Blutgerinnungsstörung vor (meist ohne Blutungsneigung).

  • Faktor XIII
    Faktor
    • F. XIII

    • Synonyme: fibrinstabilisierender Faktor

    • Englischer Begriff: fibrin stabilizing f.

    ein Blutgerinnungsfaktor (eine Transamidase) im Blutplasma u. an Thrombozyten, der durch Thrombin aktiviert wird u. das bereits gebildete Fibrin vernetzt (Stabilisierung des Gerinnsels). Mangel (autosomal-rezessiv erblich oder symptomatisch, z.B. bei Karzinom, Leberzirrhose etc.) führt zu hämorrhagischer Diathese mit Störung der Wundheilung.

  • Faktor XIV
    Faktor
    • F. XIV

    • Englischer Begriff: high molecular weight kininogen

    Fitzgerald-F., aktiviert F. XII.

  • Faktor XV
    Faktor
    • F. XV

    Fletcher-F. (Präkallikrein; s.u. Kallikrein), aktiviert F. XII als Cofaktor.

  • Faktor, antianämischer
    Faktor
    • F., anti|an|ämischer

    • Englischer Begriff: antianemic f.

    Substanzen, die die Blutbildung (Erythropoese) anregen (u. das Wachstum von Lactobac. casei beschleunigen), z.B. Folsäure, Vit.-Bc-Konjugat (in Spinatblättern, Leber).

  • Faktor, antihämophiler
    Faktor
    • F., anti|hämo|philer

    • Englischer Begriff: antihemophilic f.

    Faktor VIIIc, IX u. XI.

  • Faktor, antinukleärer
    Faktor
    • F., antinukleärer

    • Englischer Begriff: antinuclear f.

    antinukleäre Faktoren.

  • Faktor, atrialer natriuretischer
    Faktor
    • F., atrialer natriuretischer

    • Englischer Begriff: atrial natriuretic f.

    s.u. atrial.

  • Faktor, heparinneutralisierender
    Faktor
    • F., Heparin neutralisierender

    • Synonyme: PF4

    s.u. Thrombozytenfaktoren.

  • Faktorenaustausch
    • Faktoren|austausch

    Rekombination, Crossover.

  • Faktorenserum
    • Faktoren|serum

    • Englischer Begriff: factor serum

    Antiserum zur Bestimmung – einzelner oder mehrerer – antigener bakterieller Faktoren; u.a. für die Gruber-Reaktion, zur Salmonelleneinordnung in das Kauffmann-White-Schema (anhand von O- u. H-Antigen), zur Pneumokokkendifferenzierung.

  • Faktorenwechsel
    • Faktoren|wechsel

    • Englischer Begriff: change of factors

    • Fach: Bakteriologie

    Wechsel der Zusammensetzung antigener Faktoren (v.a. bei Enterobakterien), insbes. die O-, Vi- u. H-Antigene betreffend.

  • fakultativ
    • Englischer Begriff: facultative

    bei Möglichkeit, den Möglichkeiten entsprechend, wahlfrei (Ggs. obligat).

  • Falcicula
    • Falci|cula

    • Synonyme: Falcula

    • Etymol.: latein. = kleine Sichel

    • Englischer Begriff: falcula

    Falx cerebelli (= Kleinhirnsichel).

  • falciformis
    • falci|formis

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: falciform

    sichelförmig.

  • Falciparum-Malaria
    • Falci|parum-Malaria

    • Englischer Begriff: tropical malaria; falciparum m.

    die durch Plasmodium falciparum verursachte Malaria tropica.

  • Fallfuß
    • Fall|fuß

    • Englischer Begriff: dangle foot; drop f.

    schlaff herabhängender Fuß (mit Steppergang) z.B. bei Fibularislähmung.

  • Fallgruppe

      Kategorie von homogenen Behandlungsfällen, zu denen Pat., deren Versorgung ein gleichartiges oder zumindest ähnliches Profil von Behandlungsleistungen erfordert, zusammengefasst werden. Für die Erfassung der Fallmischung werden Verfahren der Fallgruppenklassifikation herangezogen. Die Bezahlung der Leistungen von homogenen F. erfolgt durch Fallpauschalen.

    • Fallhand
      • Fall|hand

      • Synonyme: Kusshand

      • Englischer Begriff: drop hand; wrist-drop; carpoptosis

      Abbildung

      am aufrecht oder horizontal gehaltenen Unterarm herabhängende Hand (mit leicht im Grundgelenk gebeugten Fingern) bei Radialislähmung.

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