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  • Flagellum
    • Fla|gellum

    • Synonyme: Flimmer

    • Englischer Begriff: flagellum

    Oberbegriff für Geißel (i.e.S.) u. Wimper (= Kinozilie), die wichtigsten Bewegungsorganellen der Zelle (der Bakterien u. Protozoen, v.a. der Mastigophora sowie der Spermatozoen [in Letzteren als das aus Mikrotubulus-Paaren bestehende Axonem]); s.a. Flimmerepithel (dort Abb.). Ein zu kreisender bis schlagender Bewegung befähigter fadenförmiger Zellfortsatz, der aus dem Basalkörper (unter der Zellmembran) u. dem herausragenden Schaft besteht (in Letzterem u.a. ein Strang aus kontraktilen Makromolekülen bzw. ein Bündel kleintubulärer Fibrillen).

  • Flaggenhand
    • Fach: Neurologie

    Handfehlstellung mit fast rechtwinkliger Abweichung des 2. u. 5. Fingers zur Ellenseite (Ulnarabduktion) bei Daumenstellung in Richtung Unterarm-Längsachse. Bei Poliomyelitis-bedingtem Ausfall der – speichenseitigen – Musculi flexor u. extensor carpi radialis.

  • flail chest
    • Etymol.: engl.

    Flatterbrust.

  • flake fracture
    • Etymol.: engl.

    Abschälungsfraktur.

  • Flammenphotometrie
    • Englischer Begriff: flame photometry

    • Fach: Labormedizin

    Spektrophotometrie, geeignet zur quantitativen Bestimmung gelöster Substanzen anhand des bei Zerstäubung u. Verdampfung in einer Flamme auftretenden (Linien-)Spektrums in einem mit Filter ausgestatteten (Flammen-)Photometer. Die Konzentrationsberechnung erfolgt aus der Lichtintensität (mit Hilfe einer Eichkurve).

  • Flammentest
    • Fach: Pulmologie

    Ausblasenlassen einer Flamme zur Groborientierung über die Ausatmungskapazität.

  • Flammpunkt
    • Synonyme: FP (Abk.)

    • Englischer Begriff: flash-point

    • Fach: Physik

    die Temperatur, bei der eine brennbare Substanz verdampft zu einem – bei Zündflammenannäherung aufflammenden – Dampf-Luft-Gemisch.

  • Flanke
    • Englischer Begriff: flank

    • Fach: Anatomie

    der seitliche Rumpfteil zwischen Rippenbogen u. Darmbeinkamm; s.a. Lenden..., Lumbal...

  • Flankenatmung
    • Flanken|atmung

    • Fach: Pulmologie

    • 1)
      eine Thorakalatmung mit betonten Seitwärtsbewegungen der unteren Rippen... (mehr)
    • 2)
      Atemerschwernis infolge Atemwegsenge („Stenoseatmung“), gekennzeichnet... (mehr)
  • Flankenatmung 1)
    Flankenatmung
    • 1)

    • Englischer Begriff: thoracic respiration

    eine Thorakalatmung mit betonten Seitwärtsbewegungen der unteren Rippen bei der Einatmung. Meist kombiniert mit ausgeprägter Zwerchfellatmung („kostodiaphragmaler Mechanismus“) als Atemtyp bei Fettleibigkeit.

  • Flankenatmung 2)
    Flankenatmung
    • 2)

    Atemerschwernis infolge Atemwegsenge („Stenoseatmung“), gekennzeichnet durch Einziehung der seitlichen Teile der unteren Zwischenrippenräume.

  • Flankenschmerzen

      Schmerzen im Bereich des seitlichen Bauchraumes, zwischen Rippenbogen u. dem Bereich des seitlichen Hüftkamms. Als Ausstrahlungsschmerzen bei Erkrankungen der Niere, der Wirbelsäule, des kleinen Beckens, der Lunge oder der Bauchorgane oder als harmloses „Seitenstechen“ z.B. bei sportlicher Betätigung.

    • Flankenschnitt
      • Flanken|schnitt

      • Synonyme: Lendenschnitt; Lumbalschnitt

      • Englischer Begriff: dorsolumbar incision

      Operationsschnitt durch die Lendenweichteile, v.a. zur Nieren- u. Harnleiterfreilegung, Sympathektomie, Drainage des Retroperitonealraumes; als Schrägschnitt (v. Bergmann, Israel; nach Lurz mehr rückenseitig), als horizontaler F. (z.B. nach Czerny-Kocher), als wirbelsäulenparalleler = paravertebraler F. (in Bauchlage, nach Simon).

    • Flankenthorax
      • Flanken|thorax

      Glockenthorax.

    • flapping tremor
      • flapping tremor

      • Etymol.: engl.

      Flattertremor.

    • flare
      • flare

      • Etymol.: engl. = Aufflammen

      • Fach: Dermatologie

      eine plötzlich auftretende, flächenhaft fortschreitende Hautrötung (Hauterythem), sog. flammende Röte. S.a. Flush.

    • Flare-Phänomen
      • Etymol.: engl.

      vorübergehende Zunahme der tumorbedingten Beschwerden unter der Behandlung; z.B. bei einer Hormontherapie des Prostatakarzinoms mit LHRH-Analoga (aufgrund einer passageren Erhöhung von LH u. FSH mit nachfolgendem Testosteron-Anstieg) oder bei Patientinnen mit knochenmetastasiertem Mammakarzinom unter Strahlen- oder zytostatischer Therapie (im Skelettszintigramm zunehmende Nuclidspeicherung, Knochenbeschwerden).

    • Flaschenzugnaht
      • Flaschen|zug|naht

      • Fach: Chirurgie

      in zwei Zügen gelegte Einzelnaht (1. Stich tief, der 2. darüber), bei deren Zuziehen zunächst die tieferen, bei weiterem Anspannen u. Verknoten die oberen Schichten breit adaptiert werden; dient als entlastende Wundnaht, blutstillende Naht an parenchymatösen Organen.

    • flash
      • Etymol.: engl.

      • Fach: Toxikologie

      das blitzartige Eintreten der Drogenwirkung bei i.v. Injektion.

    • flashback
      • Etymol.: engl.

      noch Tage (bis Monate) nach der Einnahme erneut auftretende Drogenwirkung.

    • flat condylomata
      • Etymol.: engl.

      flache Kondylome; s.u. Condyloma.

    • Flatterarrhythmie
      • Flatter|ar|rhythmie

      • Englischer Begriff: atrial flutter arrhythmia

      • Fach: Kardiologie

      Arrhythmie infolge von Vorhofflattern.

    • Flatterbrust
      • Fach: Chirurgie

      instabile Thoraxwand bei Rippenserienfraktur.

    • Flatterflimmern
      • Englischer Begriff: flutter fibrillation

      • Fach: Kardiologie

      das Flimmerflattern.

    • Flatterformen
      • Flatter|formen

      • Fach: Bakteriologie

      Kolonieformen mit durch Bakteriophagen ausgefransten Rändern.

    • Flattern
      • Englischer Begriff: flutter

      • Fach: Kardiologie

      Kammerflattern, Vorhofflattern; beide mit Flatterwellen.

    • Flattern, unregelmäßiges
      Flattern
      • F., unregelmäßiges

      • Synonyme: unreines F.

      • Englischer Begriff: impure f.

      Flimmerflattern.

    • Flattertremor
      • Flatter|tremor

      • Englischer Begriff: flapping tremor; asterixis

      grobschlägiges Händezittern bei hepatischem Präkoma (u. anderen Lebererkrankungen), bei Myo- u. Enzephalopathie.

    • Flatterwellen
      • Synonyme: F-Wellen (Abk.)

      • Englischer Begriff: F-waves

      • Fach: Kardiologie

      das Kurvenbild des Vorhof- bzw. Kammerflatterns im EKG.

    • Flatulenz
      • Englischer Begriff: flatulence

      s.u. Flatus.

    • Flatus
      • Flatus

      • Synonyme: Wind; Blähung

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: flatus

      durch den After abgehende Darmgase. Vermehrter Abgang: Flatulenz.

    • Flatus vaginalis
    • Flaumhaar
      • Flaum(haar)

      Lanugo.

    • Flavan
      • Flavan

      • Englischer Begriff: flavan

      • Fach: Biochemie

      Abbildung

      das Grundgerüst (s. Formel) der zu den Flavonoiden gehörenden Flavanone, Flavanole (Catechine), Flavanonole u. deren Polymere.

    • Flavedo
      • Flavedo

      • Englischer Begriff: flavedo

      • Fach: Dermatologie

      Xanthodermie.

    • Flavektomie
      • Flav|ektomie

      • Englischer Begriff: excision of ligamentum flavum

      • Fach: Chirurgie

      Abtragung (Fensterung) des Ligamentum flavum zwischen 2 Wirbelbögen bei Laminektomie.

    • Flavin
      • Flavin

      • Englischer Begriff: flavin

      • Fach: Biochemie

      Abbildung

      das (zum Alloxazin tautomere) Isoalloxazin C12H10N4O2, eine in Lösung fluoreszierende Verbindung. Es ist zu reversibler Aufnahme von 2 Wasserstoffatomen befähigt (Formel; Bildung einer farblosen Dihydro-Verbindung) u. ist der Grundkörper der Flavine (1) sowie von Flavin-adenin-dinucleotid u. Flavin-mononucleotid. – S.a. Flavinenzyme.

    • Flavin-adenin-dinucleotid
      • Synonyme: FAD (Abk.)

      • Englischer Begriff: flavin-adenine dinucleotide

      Abbildung

      Alloxazinadenindinucleotid, C27H33N9O15P2; eine aus Flavin, Ribit (ein Zuckeralkohol; eine Pentose), Phosphorsäure u. Adenosin aufgebaute Verbindung (jedoch kein echtes Dinucleotid). Es ist wegen der reversiblen Bindungsfähigkeit von Wasserstoff (Flavin) als prosthetische Gruppe zahlreicher Flavinenzyme wichtig für biologische Redoxreaktionen. Seine Biosynthese erfolgt aus Flavin-mononucleotid u. Adenosin-5-triphosphat.

    • Flavin-mononucleotid
      • Flavin-mono|nucleotid

      • Synonyme: Riboflavinnucleotid; Riboflavin-5'-Phosphat; FMN (Abk.)

      • Englischer Begriff: flavin mononucleotide

      das 6,7-Dimethyl-8-ribitylflavin, C17H21N4O9P. Ein Derivat des Alkohols Ribit (jedoch kein echtes Nucleotid). Es ist die prosthetische Gruppe einiger Flavinenzyme u. wirkt als reversibles Redoxsystem durch Bildung von reduziertem Flavin-mononucleotid (Symbol: FMNred; FMNH2), aus dem durch (Auto-)Oxidation wieder FMN entsteht. Die Biosynthese erfolgt aus Riboflavin u. ATP unter Mitwirkung von Riboflavin-kinase u. Magnesium (Mg2+).

    • Flavine
      • Flavine

      • 1)
        vom Flavin durch Substitution in der 9-Stellung abgeleitete Verbindungen... (mehr)
      • 2)
        Acridin-Farbstoffe... (mehr)
    • Flavine 1)
      Flavine
      • 1)

      • Synonyme: Lyochrome

      • Fach: Biochemie

      vom Flavin durch Substitution in der 9-Stellung abgeleitete Verbindungen (gelbe u. grünliche Farbstoffe), u.a. Riboflavin (= Vitamin B2) u. dessen Antagonisten (Lumiflavin u. -chrom, Isoribo-, Arabo- u. Galaktoflavin).

    • Flavine 2)
      Flavine
      • 2)

      • Englischer Begriff: flavins

      Acridin-Farbstoffe.

    • Flavinenzyme
      • Flavin|enzyme

      • Synonyme: Flavoproteine

      • Englischer Begriff: flavoenzymes; flavoproteins

      die sog. gelben Enzyme. Die Eiweißkörper enthalten die Flavinabkömmlinge wie Riboflavin (Vitamin B2), Flavin-mononucleotid oder – häufiger – Flavin-adenin-dinucleotid als prosthetische Gruppe, mittels derer sie bei biologischen Oxidationen Wasserstoff bzw. Elektronen von einem Substrat (z.B. NADPH, NADH, Amino-, Brenztraubensäure) auf ein nachfolgendes Enzymsystem, seltener – unter Bildung von Wasserstoffsuperoxid – auf Sauerstoff oder andere Akzeptoren übertragen. Zuerst isoliert (Warburg u. Christian 1932) wurde die NADPH-dehydrogenase, das sog. Warburg-Atmungsferment = „altes gelbes Ferment“. Bei den – zzt. metallhaltigen – z. Z. ca. 60 bekannten Enzymen handelt es sich um Oxidoreductasen (s.a. Atmungskette, dort Schema).

    • Flavivirus
      • Flavi|virus

      • Englischer Begriff: flavivirus

      eine Gattung der Togaviridae (früher ARBO-B-Viren); darunter die Erreger von Gelbfieber, Zentraleuropäischer u. Russischer Zeckenenzephalitis, Dengue-Fieber, Japanischer, St.-Louis-, Murray-Valley-Enzephalitis, ferner das GB-Virus-C.

    • Flavobacterium
      • Flavo|bacterium

      • Englischer Begriff: Flavobacterium

      Gattung gramnegativer, fakultativ anaerober Stäbchenbakterien mit rotem bis gelb-braunem Pigment.

    • Flavon
      • Flavon

      • Englischer Begriff: flavone

      • Fach: Pharmazie

      Abbildung

      2-Phenylbenzo-γ-pyron (= 2-Phenyl-chromon), Formel. Der einzige nicht hydroxylierte pflanzl. Farbstoff der von ihm ableitbaren Gruppe „Flavone“ der Flavonoide (deren Grundkörper).

    • Flavonoide
      • Flavo|noide

      • Englischer Begriff: flavonoids

      Naturstoffe, deren Grundgerüst das Phenylchroman ist (Molekularformel: C6–C3–C6, der Ring A + C2 bis C4 + Ring B der Formel Flavan). Unterschieden als Flavone u. Flavanole (= 3-Hydroxyflavone), Flavanone (= 2,3-Dihydroflavone), Flavanonole (= 3-Hydroxy-2,3-dihydroflavone) sowie die chemisch verwandten Anthocyanidine, Catechine, Chalkone u. Aurone. Gelbe oder rote bis blaue Pflanzenfarbstoffe, die mit der Nahrung in den tierischen u. menschlichen Körper gelangen, für den sie wichtig sind als Redoxsystem, Wasserstoff-Akzeptor und Schutzstoff gegen Autoxidation von Vitamin C u. Adrenalin. S.a. Bioflavonoide.

    • Flavoproteine
      • Flavo|proteine

      • Englischer Begriff: flavoproteins

      Flavinenzyme.

    • Flavoxat
      • Englischer Begriff: flavoxate

      ein muskulotropes Spasmolytikum; Anw. als miktionsbeeinflussendes Mittel z.B. bei Dranginkontinenz.

    • flavus
      • flavus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: yellow

      goldgelb, gelb; z.B. Ligamentum flavum.

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