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  • Funktionsanalyse, radiokardiographische
    • Funktions|analyse, radio|kardio|graphische

    Abklärung der Herz-Kreislauf-Funktion durch unblutige Bestimmung des Blut-, Plasma-, Erythrozyten- u. Herzminutenvolumens durch Einsatz (Injektion) eines radioaktiven Isotops. Erfolgt mittels Impulsmessungen über den Herzhöhlen.

  • Funktionsaufnahme
    • Funktions|aufnahme

    • Fach: Röntgenologie

    Aufnahme eines Skelettabschnitts in einer – möglichst extremen – Funktionsstellung (in Ergänzung der typ. „Ruheaufnahmen“).

  • Funktionsbewertung, geriatrische
    • Funktions|bewertung, geriatrische

    • Englischer Begriff: geriatric assessment

    diagnostischer Prozess, der verschiedene Dimensionen u. Disziplinen umfasst u. medizinische, psychosoziale u. funktionale Probleme erkennen soll, um einen Behandlungs- u. Betreuungsplan zu erarbeiten. Die Durchführung erfolgt neben der rein medizinischen Untersuchung mittels verschiedener standardisierter Tests, welche u.a. die Selbsthilfefähigkeit sowie kognitive u. affektive Probleme beurteilen (z.B. Barthel-Index, Mini-Mental-Status, Beck-Depression Inventory).

  • Funktionseisen
    • Funktions|eisen

    die Gesamtheit des im Organismus aktiven Eisens (Hämoglobin-, Myoglobin-, Zell- u. Transporteisen).

  • Funktionserhaltungszeit
    • Funktions|erhaltungszeit

    die Zeit vom Beginn der Sauerstoffnot (Ischämie) eines Gewebes oder Organs bis zum Aufhören seiner Funktion. Beträgt z.B. für das Herz nach Abklemmen der Kranzgefäße 6–10 Min. S.a. Überlebenszeit.

  • Funktionskreis
    • Funktions|kreis

    • Englischer Begriff: feedback circuit

    die im Zentralnervensystem erfolgende wechselseitig geschlossene Verknüpfung der Funktionen des Zentrums u. der Peripherie nach Art des Regelkreises; z.B. der Kreis mit den Elementen adäquater Reiz, Rezeptor, afferenter Nerv, Synapse, efferenter Nerv, motorische Endplatte u. Muskel, aber auch – innerhalb des ZNS – komplexe, in sich selbst zurücklaufende Erregungs- u. Hemmungskreise.

  • Funktionspflege
    • Funktions|pflege

    stationäres Pflegesystem, in dem alle direkten u. indirekten Pflegearbeiten so zusammengefasst u. verteilt werden, dass jeweils ein/e Mitarbeiter/in des Pflegepersonals gleiche oder sich ähnelnde Aufgaben bei allen in Frage kommenden Patienten durchführt; s.a. Bereichspflege.

  • Funktionsprobe
    • Funktions|probe

    • Englischer Begriff: function(al) test

    klinische Prüfung der Funktion eines Organs oder Organsystems durch Leistungsmessung unter spezifischer, auf bestimmte natürliche Leistungen abzielender Belastung; z.B. als Leberfunktionsdiagnostik, Nierenfunktionsprüfung, Lungenfunktionsprüfung, Vestibularisprüfung, Audiometrie, hämodynamische Funktionsprüfung.

  • Funktionsprüfung, hämodynamische
    • Funktions|prüfung, hämodynamische

    • Englischer Begriff: hemodynamic functional testing

    klinische Untersuchung der Herz-Kreislauf-Funktion in Bezug auf die Leistungskapazität durch Bestimmung sich ergänzender Parameter unter gezielter organspezifischer Belastung. Erfolgt z.B. mittels Analyse der Blut- u. Atemgase, Bestimmung der Herzfrequenz, des Blut-, Herzminuten- u. des endsystolischen u. enddiastolischen Volumens, des venösen, arteriellen u. intrakardialen Blutdrucks, EKG, PKG. Typische Tests sind z.B. Ergometrie, Thermodilution, Stufen-, Kletter-, Schellong-, Flack-, Master- u. Harvard-Test, der Valsalva-Bürger-Versuch.

  • Funktionsstellung
    • Funktions|stellung

    • Englischer Begriff: position of function

    diejenige Stellung einer Gliedmaße oder eines ihrer Abschnitte im Ruhezustand (Muskelentspannung), die eine optimale Ausgangslage für Willkürbewegungen oder die Haltetätigkeit, d.h. für die phasische oder tonische Funktion darstellt.

  • Funktionsstörung
    • Funktions|störung

    • Synonyme: Dysfunktion

    • Englischer Begriff: functional lesion; f. disorder

    jede durch äußere oder innere (exo- oder endogene) Faktoren bedingte Störung der normalen Funktion von Zellen, Geweben oder Organ(system)en. Sie kann Störungen der Regulation (Verminderung von Leistung u. Anpassungsfähigkeit) sowie morphologische (pathologisch-anatomische) Veränderungen zur Folge haben u. so ein Krankheitsgeschehen auslösen oder aber als Zeichen einer Krankheit in Erscheinung treten. S.a. Functio laesa.

  • FUO
    • Synonyme: f.u.o.; Abk. für fever of unknown origin

    • Etymol.: engl.

    Fieber unbekannter Ursache.

  • Furan
    • Furan

    • Synonyme: Furfuran

    • Englischer Begriff: furan; furane

    Abbildung

    C4H4O (Formel); eine leicht entflammbare, in Dampfform narkotische Flüssigkeit, die leicht durch die Haut resorbiert wird. Ihr Grundgerüst ist die Basis zahlreicher Arzneimittel, darunter Furosemid, Nitrofurane, Furanochrome (z.B. Khellin) u. Furanocumarine. – toxik Polychlorierte Dibenzofurane (s.u. Dioxine) gelten als Umweltgifte.

  • Furanocumarine
    • Furano|cumarine

    • Englischer Begriff: furocoumarins

    heterozyklische Verbindungen (Cumaringerüst mit kondensiertem Furanring), die in zahlreichen Pflanzen (z.B. Ruta graveolens, Achillea millefolium) vorkommen; z.T. bewirken sie durch Photosensibilisierung Hauterkrankungen (z.B. die Wiesengräserdermatitis). Sie finden z.T. ther. Anw., z.B. bei Vitiligo.

  • Furanose
    • Furanose

    • Englischer Begriff: furanose

    die fünfgliedrige Ringform (mit einemSauerstoffatom) der Monosaccharide als Resultat der unter Halbacetalbildung erfolgenden innermolekularen Verknüpfung zwischen den C-Atomen 1 u. 4 (d.h. zwischen der Carbonylgruppe u. der C4-Hydroxylgruppe) der Monosaccharidkette. S.a. Ribose.

  • Furazolidon
    • Englischer Begriff: furazolidone

    ein Chemotherapeutikum; Anw. bei Vaginalinfektionen, u.a. durch Trichomonaden.

  • Fürbringer-Methode
    • Fürbringer-Methode

    • Englischer Begriff: Fürbringer's method (of disinfection)

    • Biogr.: Paul F., 1849–1930, Internist, Jena, Berlin

    • Fach: Chirurgie

    heute aus hygienischen Gründen nicht mehr übliche Methode der Desinfektion der Hände u. Unterarme vor operativen Eingriffen: 10 Min. Bürsten mit Seife unter heißem Fließwasser, Nägelreinigen, 3–5 Min. Abreiben mit 70%igem Alkohol unter Verwendung sterilen Mulls; evtl. 3 Min. Abspülen in 1‰-Sublimat-Lsg. oder anderem Desinfektionsmittel.

  • Furche
    • Englischer Begriff: furrow

    • Fach: Anatomie

    Sulcus.

  • Furchung
    • Synonyme: Furchungsteilung

    • Englischer Begriff: cleavage

    Tabelle

    gesetzmäßig aufeinander folgende mitotische Teilungen (Mitose) der Zygote im Anschluss an das aus der Befruchtung resultierende 2-Zell-Stadium. Führt zu Bildung von Furchungszellen (Blastomeren) unter Längs- u. Querfurchenbildung entsprechend den Teilungsebenen; führt über die Morula zur Bildung einer Blastozyste (s.a. Blastula); Abb.

  • Furfur tritici
  • furfuraceus
    • fur|fu|ra|ceus

    • Etymol.: latein.

    kleieförmig schuppend.

  • Furfuran
    • Englischer Begriff: furfuran

    Furan.

  • Furocumarine
    • Furo|cumarine

    s.u. Furano...

  • Furor
    • Furor

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: rage; furor

    Wut, Raserei, Tobsucht.

  • Furosemid
    • Furosemid

    • Englischer Begriff: furosemide

    ein stark wirksames Diuretikum aus der Gruppe der Schleifendiuretika; Anw. z.B. zur forcierten Diurese bei Vergiftungen u. – i.v. – bei akutem Lungen- u. Hirnödem.

  • Fürsorge, nachgehende
    • Englischer Begriff: after-cure

    die Betreuung eines körperlich oder geistig Kranken als Rehabilitationshilfe nach Entlassung aus der unmittelbaren Heilbehandlung.

  • Furunculosis
    • Fu|run|cu|losis

    • Synonyme: Furunkulose

    das – evtl. sich wiederholende – Auftreten von Furunkeln (Furunculus); oft als Komplikation einer Stoffwechselkrankheit.

  • Furunculus vulgaris
    • Fu|run|culus (vulgaris)

    • Synonyme: Furunkel

    • Englischer Begriff: furuncle; boil

    Abbildung

    schmerzhafte, tiefgehende, knotige Entzündung des Haarbalgs durch Staphylokokken (oder Mischflora) mit zentraler Einschmelzung (Nekrose; „Pfropf“), die die Haut durchbricht u. abgestoßen wird (gefolgt von narbiger Heilung). Tritt auf bei Hauterkrankungen (Impetigo, Sycosis) oder durch Streuung bei eitrigen Erkrankungen, u. zwar einzeln oder gehäuft, evtl. schubweise (Furunculosis). S.a. Karbunkel, Hordeolum.

  • Furunculus vulgaris atonicus Alibert
    Furunculus (vulgaris)
    • F. atonicus Alibert

    Periporitis mit schlaffer dünner Decke der einzelnen Eiterpustel.

  • Furunculus vulgaris gangraenescens
    Furunculus (vulgaris)
    • F. gan|graenes|cens

    • Synonyme: F. malignus

    der Milzbrandkarbunkel mit ausgedehnter zentraler Nekrose.

  • Furunculus vulgaris vespajus
    Furunculus (vulgaris)
    • F. vespajus

    schmerzarmer, durch seine zahlreichen Öffnungen Wespennest-ähnlicher „Siebfurunkel“.

  • FUS
  • Fusafungin
    • Englischer Begriff: fusafungine

    ein Antibiotikum aus Kulturen von Fusarium lateritium Wr.; lokale Anw. bei Infektionen der oberen Atemwege.

  • Fusarium
    • Fu|sa|rium

    • Fach: Mykologie

    eine Formgattung der Fungi imperfecti; bildet sichelförmige Makrokonidien; ihre sexuelle Hauptfruchtform gehört zur Klasse Ascomycetes. Bildet z.T. Antibiotika, z.T. Mykotoxine.

  • Fuscin
    • Fus|cin

    • 1)
      beim Abbau des Blutfarbstoffs (Hämoglobin) entstehende braune Pigmente... (mehr)
    • 2)
      der gelbbraune Melaninfarbstoff der Aderhaut des Auges... (mehr)
  • Fuscin 1)
    Fuscin
    • 1)

    beim Abbau des Blutfarbstoffs (Hämoglobin) entstehende braune Pigmente; zwei- oder mehrkernige (polymere) Pyrrol-Derivate, z.B. Bilileukan (= Probilifuscin), Bilifuscin u. andere Gallenfarbstoffe.

  • Fuscin 2)
    Fuscin
    • 2)

    • Englischer Begriff: fuscin

    der gelbbraune Melaninfarbstoff der Aderhaut des Auges.

  • fuscus
    • fuscus

    • Etymol.: latein.

    dunkel, schwärzlich, schwarzbraun.

  • Fuselöl
    • Fusel|öl

    • Englischer Begriff: fusel oil

    Gemisch höherer Homologe des Äthylalkohols, u. zwar v.a. Amyl- u. Isoamylalkohol; entsteht bei der alkohol. Gärung aus Aminosäuren des Rohmaterials. Prägt Geschmack u. Bouquet von Wein u. Branntwein; ist in höherer Konzentration giftig.

  • Fusidinsäure
    • Englischer Begriff: fusidic acid

    ein Antibiotikum mit Steroidstruktur; wirkt durch Hemmung der Proteinsynthese in den Bakterien. Anw. überwiegend lokal, v.a. bei schweren Staphylokokkeninfektionen als Reservemittel.

  • fusiform
    • fusi|form(is)

    • Etymol.: latein.

    • Englischer Begriff: fusiform

    spindelförmig, aus Spindelzellen bestehend.

  • Fusiformis
    • Fusi|formis

    (Prévot) Fusobacterium.

  • Fusimotoneuronen
    • Fusi|moto|neurone(n)

    • Englischer Begriff: gamma motoneurons; fusimotor cells

    γ-Motoneurone(n) im Vorderhorn des Rückenmarks, welche die in Muskelspindeln (= intrafusal) gelegenen Muskelfasern innervieren. Ihre Gesamtheit wird als fusimotorisches System bezeichnet.

  • Fusion
    • Englischer Begriff: fusion

    Verschmelzung; z.B. physik die Kernverschmelzung, patho, embryol Organverschmelzung (z.B. bei Verschmelzungsniere = Fusionsniere), die genet Chromosomenfusion; kard Kombinationssystole. Ferner physiol beim „binauralen Hören“ die harmonische Verschmelzung der auf der getrennten beidohrigen Reizaufnahme beruhenden Hörempfindungen bzw. bei binokularem Einfachsehen die Verschmelzung der auf korrespondierenden Netzhautstellen der beiden Augen entstehenden Bilder zu einem einzigen Bild (s.a. Fusionsbewegungen) als Hirnrindenleistung.

  • Fusionsbewegungen
    • Fusions|bewegungen

    die unwillkürlichen, koordinierten Augenbewegungen mit dem Ziel des beidäugigen („binokularen“) Einfachsehens; allgemein als Konvergenz- u. Divergenzbewegungen (= positive bzw. negative Fusion), die bei Abbildung eines Objekts auf nicht übereinstimmenden („disparaten“) Netzhautstellen durch einen Reflex erzwungen werden („Fusionszwang“).

  • Fusionshemmer
    • Synonyme: Fusionsinhibitoren

    • Englischer Begriff: fusion inhibitors

    Wirkstoffe, die eine Infektion humaner Zellen durch HIV verhindern u. damit die Viruslast senken; Wirkung: Durch Bindung an eine Intermediärstruktur des HIV-Proteins gp41, die beim Eintritt von HIV in die Zielzelle (= Fusion) entsteht, wird das Andocken des HI-Virus an der T-Zelle verhindert. Wirkst.: z.B. Enfurvitide; NW: v.a. Reaktionen an der Einstichstelle.

  • Fusionsniere
    • Fusions|niere

    • Englischer Begriff: fused kidney

    Verschmelzungsniere.

  • Fusionstest
    • Fusions|test

    • Fach: Ophthalmologie

    Prüfung der Fusionsfähigkeit (s.a. Fusionsbewegungen), z.B. mittels Synoptophor, Nachbildmethode.

  • Fusionszwang
    • Fusions|zwang

    • Englischer Begriff: ocular fusion reflex

    s.u. Fusionsbewegungen.

  • Fusobacterium
    • Fuso|bacterium

    Abbildung

    Gattung anaerober, gerader oder gebogener, unbeweglicher oder durch peritriche Begeißelung beweglicher gramnegativer Stäbchen der Familie Bacteroidaceae. Einige Arten sind humanpathogen.

    • F. fusiforme
      bewegliche, paarweise oder in Ketten liegende Stäbchen mit metachromatischen... (mehr)
    • F. necrophorum
      der Bazillus der Kälberdiphtherie; Erreger von Nekrobazillose bei Tieren... (mehr)
    • F. nucleatum
      anaerobes, einzeln oder paarweise liegendes Stäbchen; wird z.T... (mehr)
    • F. polymorphum
      nach neuester Erkenntnis identisch mit F. nucleatum... (mehr)
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