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  • Gefäßschwamm
    • Gefäß|schwamm

    • Fach: Pathologie

    Hämangiom; s.a. Angiom.

  • Gefäßschwirren
    • Gefäß|schwirren

    bei der Palpation fühlbares Vibrieren der Arterie, typisch für Aneurysmen u. a.v. Fisteln.

  • Gefäßsklerose
    • Gefäß|sklerose

    • Englischer Begriff: vascular sclerosis

    Angiosklerose.

  • Gefäßsklerose, zerebrale
  • Gefäßsonde
    • Gefäß|sonde

    • Englischer Begriff: vascular probe; v. catheter

    stumpfe oder gekröpfte Sonde zur Austastung von Gefäßlichtungen, zur Lagekorrektur von Gefäßprothesen, Desobliteration (z.B. Ringstripper) etc.; ferner Sonden bzw. Katheter zur (Fern-)Embolektomie, z.B. Fogarty-Katheter.

  • Gefäßspinne
    • Gefäß|spinne

    • Fach: Dermatologie

    Naevus araneus.

  • Gefäßstamm
    • Gefäß|stamm

    Truncus.

  • Gefäßstenose
    • Gefäß|stenose

    • Englischer Begriff: angiostenosis

    Abbildung

    Gefäßverengung bis Verschluss. Ursachen z.B. arterielle Verschlusskrankheit, Thrombosen, Tumoren; selten operationsbedingt. S.a. Abb.

  • Gefäßsyndrom, zerebrales
    • Gefäß|syndrom, zerebrales

    • 1)
      Syndrom der zerebralen Gefäßschwäche: konstitutionelle sowie z.B... (mehr)
    • 2)
      Krankheitsbilder infolge Durchblutungsstörungen (Ischämie) im Bereich... (mehr)
  • Gefäßsyndrom, zerebrales 1)
    Gefäßsyndrom, zerebrales
    • 1)

    • Englischer Begriff: cerebrovascular insufficiency

    Syndrom der zerebralen Gefäßschwäche: konstitutionelle sowie z.B. bei Arteriosklerose, im Klimakterium, nach Hirnverletzung vorkommende Funktionsschwäche der Hirngefäße; zeigt sich u.a. in Neigung zu Errötung (z.B. beim Bückversuch n. Kretschmer) u. in allgemeiner Leistungsminderung; veralteter Begriff.

  • Gefäßsyndrom, zerebrales 2)
    Gefäßsyndrom, zerebrales
    • 2)

    Krankheitsbilder infolge Durchblutungsstörungen (Ischämie) im Bereich der Hirnarterien (Näheres s.u. dem Arteriennamen, Arteria...).

  • Gefäßsystem
    • Gefäß|system

    • Englischer Begriff: vascular system

    • Fach: Anatomie

    die Gesamtheit der arteriellen u. venösen Blutgefäße einschließlich der Gefäße der Endstrombahn (i.w.S. auch der Lymphgefäße), die zusammen mit dem Herzen eine funktionelle Einheit bilden (s.a. Kreislauf; Blutkreislauf), die sich – je nach arteriellem bzw. venösem Systemteil („Schenkel“) bzw. Kapillarenbereich – durch anatomische u. funktionelle Besonderheiten auszeichnet. Die Bildung erfolgt zuerst aus Mesenchym des Mesoderms (in der Dottersackwand u. im Haftstiel) u. dann auch anderer Bereiche, wahrscheinlich unter Entwicklung eines allgemeinen Haargefäßnetzes (primärer Kapillarplexus), das unter Einfluss hämodynamischer u. erblicher Einflüsse zur endgültigen Form heranreift. S.a. Vaskularisation.

  • Gefäßton
    • Gefäß|ton

    • Englischer Begriff: vascular sound

    bei Aorteninsuffizienz über großen Arterien bei Auskultation feststellbarer scharfer systolischer Ton, insbes. an Gefäßknickstellen (z.B. über der A. femoralis am Leistenband); ferner als Traube-Doppelton, Pistolenschussphänomen (Duroziez-Doppelgeräusch).

  • Gefäßtransplantation
    • Gefäß|transplantation

    • Englischer Begriff: vascular transplantation

    die Transplantation von Arterien (auch Aorta), Venen bzw. Lymphgefäßen als Methode des Gefäßersatzes; s.a. Bypass.

  • Gefäßumhüllung
    • Gefäß|umhüllung

    • Fach: Chirurgie

    Bändelung(soperation), wrapping.

  • Gefäßverschluss
    • Gefäß|verschluss

    • Englischer Begriff: vascular obliteration

    Verlegung (Obliteration) einer Gefäßlichtung durch einen Thrombus, Embolus oder Wandprozess (z.B. bei Atherosklerose, Syphilis, Endangiitis obliterans); i.w.S. auch das – begrenzte – Fehlen der Gefäßlichtung (Gefäßatresie) sowie die ärztlich ausgeführten Verschlüsse durch Naht, Unterbindung (Ligatur), Quetschung (= Angiotripsie) u. Verödung (z.B. als Krampfader- oder Varizenverödung). Als krankhafter G. gefolgt von Ischämie (u. evtl. Folgen), Claudicatio.

  • Gefäßwanddegeneration, zystische
    • Gefäß|wand|degeneration, zystische

    • Englischer Begriff: cystic degeneration of arterial wall

    isolierte Degeneration der äußeren Gefäßwandschicht (Adventitia) einer Extremitätenarterie (v.a. der A. poplitea) unter Zystenbildung in der Gefäßwand u. mit sekundärem Lichtungsverschluss, klinisch mit den Zeichen der Claudicatio (mit raschem Symptomenwechsel).

  • Gefäßwiderstand
    • Gefäß|widerstand

    • Englischer Begriff: vascular resistance

    s.u. Strömungswiderstand, Widerstand; s.a. Kreislaufwiderstand.

  • Geflecht
    • Fach: Anatomie

    Plexus.

  • Geflechtknochen
    • Geflecht|knochen

    • Synonyme: Bälkchenknochen

    • Englischer Begriff: woven (or reticulated) bone

    • Fach: Anatomie

    Oberbegriff für die Bindegewebsknochen u. die ihnen in der Embryonalperiode bezüglich der Struktur ähnlichen Ersatzknochen. Als perichondraler G. mit dichtem, als enchondraler mit weitmaschigem Aufbau u. charakteristischen Einschlüssen restlicher Knorpelgrundsubstanz. Ab Ende des 2. Lj. erfolgt Umbau in Lamellenknochen.

  • Geflügelpest, atypische
    • Geflügel|pest, atypische

    • Englischer Begriff: atypical avian plague

    die „Pneumoenzephalitis der Hühnervögel“ (Newcastle disease [ND]) durch das ND-Virus (NDV), ein Paramyxovirus. Als Kontaktinfektion des Menschen die „Newcastle-Konjunktivitis“ u. „Hühnerinfluenza“. – Zu unterscheiden von der „klassischen G.“ (durch Orthomyxoviren).

  • Geflügeltuberkulose
    • Geflügel|tuberkulose

    • Englischer Begriff: avian tuberculosis

    s.u. Mycobacterium avium.

  • Geflügeltyphus
    • Geflügel|typhus

    • Englischer Begriff: avian typhus

    häufigste Salmonellose des Geflügels, hervorgerufen durch Salmonella gallinarum; als „weiße Kükenruhr“ oder als stumme chronische Krankheit alter Tiere u. mit Dauerausscheidung der Erreger in Kot u. Eiern (durch Letztere auf Menschen übertragbar; Salmonellose).

  • Gefrierätzung
    • Gefrier|ätzung

    • Englischer Begriff: freeze-etching

    Fixierungsartefakte vermeidende Präparation lebensfähiger, schnell auf –100 °C eingefrorener Zellen etc. von Schnittoberflächen für die Untersuchung im Elektronenmikroskop. Das entstandene Eis wird im Hochvakuum absublimiert („Ätzung“), wonach vom entstandenen Relief durch Schrägaufdampfen von Platin ein Abdruck hergestellt wird, der im Durchstrahlmikroskop ein negatives Oberflächenbild ergibt.

  • Gefriermikrotom
    • Gefrier|mikrotom

    • Englischer Begriff: freeze microtome

    • Fach: Histologie

    Mikrotom, in dem das frische oder fixierte Material vor dem Schneiden eingefroren = gehärtet wird (mit CO2-Schnee oder durch Tiefkühlung von Präparathalter u. Messer).

  • Gefrierpunkt
    • Gefrier|punkt

    • Englischer Begriff: freezing point

    Erstarrungspunkt.

  • Gefrierpunktserniedrigung
    • Gefrier|punkts|erniedrigung

    • Englischer Begriff: freezing point depression

    die Herabsetzung des Gefrierpunkts eines reinen Lösungsmittels durch einen in ihm gelösten Stoff (falls Elektrolyt, dann bezüglich Intensität abhängig vom Dissoziationsgrad; s.a. Osmolarität).

  • Gefrierschnitt
    • Gefrier|schnitt

    • Englischer Begriff: frozen section

    • Fach: Histologie

    mit Gefriermikrotom angefertigter Gewebeschnitt.

  • Gefriersonde
    • Gefrier|sonde

    • Englischer Begriff: cryoprobe

    • Fach: Chirurgie

    Kältesonde; s.a. Kryochirurgie.

  • Gefriertrocknung
    • Gefrier|trocknung

    • Synonyme: Lyophilisation

    • Englischer Begriff: freeze-drying; lyophilization

    schonende (Struktur u. Eigenschaften erhaltende) Konservierung von Gewebe durch Einfrieren u. Entfernen des Wassers (Eises) durch Sublimation im Vakuum; Aufbewahrung erfolgt unter Feuchtigkeitsausschluss bei Raumtemperatur (alle Vorgänge unter sterilen Kautelen).

  • Gefügedilatation
    • Gefüge|dilatation

    Umordnung im Gefüge der Herzmuskulatur (der Kammerwand) mit gleichzeitiger Abnahme der Schichtzahl der Muskelfasern; z.B. – krankhaft – bei Herzmuskelentzündung, Stoffwechselstörung oder Koronarinsuffizienz (hat eine Überdehnung zur Folge, klinisch eine chronische Herzinsuffizienz mit vermehrter Restblutmenge).

  • Gefügestörung
    • Gefüge|störung

    • Fach: Orthopädie

    Störung (meist Lockerung) des anatomisch-funktionellen Gefüges im Bewegungssegment (dort Abb.) im Zusammenhang mit Degeneration (Verschleißschäden); führt durch Fehlbelastungen zu Sekundärschäden (Spondylose).

  • Gefühlslähmung, akute
    • Gefühls|lähmung, akute

    • Englischer Begriff: emotional emptiness

    einer starken Gemütserschütterung (z.B. bei Katastrophe) folgende Gleichgültigkeit; s.a. Affekt.

  • Gegen...
  • Gegenextension
    • Gegen|extension

    • Englischer Begriff: counterextension

    die der Zugrichtung einer Extension, v.a. Dauerextension, entgegenwirkende Zugmaßnahme am selben Körperabschnitt, i.w.S. durch entsprechenden Einsatz des Körpergewichts (z.B. bei Lagerung auf schiefer Ebene).

  • Gegenfarbentheorie
    • Gegen|farben|theorie

    • Englischer Begriff: theory of contrasting colors

    Theorie des Farbensehens, der zufolge die Farbempfindung durch den Zapfenapparat (Zapfensehen) auf den Erregungsverhältnissen der Gegenfarbenpaare Rot/Grün und Gelb/Blau sowie von Schwarz/Weiß beruht; z.B. tritt Rotempfindung bei Überwiegen der Rot- über die Grünerregung auf, während Erregungsgleichheit im Paar „unbunt“ bedeutet. Die Theorie stützt sich auf das Phänomen des farbigen Sukzessiv- u. Simultankontrastes (Umschlagen der Empfindung i.S. der Gegenfarbe nach langzeitiger bzw. bei gleichzeitiger intensiver Betrachtung einer Testfarbe).

  • Gegenfärbung
    • Gegen|färbung

    • Englischer Begriff: counterstain

    Kontrastfärbung.

  • Gegenfeldbestrahlung
    • Gegen|feld|bestrahlung

    • Englischer Begriff: opposing-field irradiation

    Mehrfeldertechnik, bei der die Bestrahlung von zwei gegenseitigen Feldern aus erfolgt. Vorteil: Möglichkeit der Anw. einer höheren Herddosis bei weitgehend homogener Dosisverteilung im durchstrahlten Körpervolumen.

  • Gegengift
    • Gegen|gift

    • Synonyme: -mittel

    • Englischer Begriff: antitoxin; antidote

    • Fach: Toxikologie

    Antitoxin, Antidot. Telefonische Auskunft über Gegenmittel (u. weitere Maßnahmen) erfolgt in Notfällen durch das regionale toxikologische Informationszentrum. S.a. Vergiftung.

  • Gegenhalten
    • Gegen|halten

    • Englischer Begriff: positive support reaction; „gegenhalten“

    • Fach: Neurologie

    s.u. Stützreaktion, positive.

  • Gegenirritationsverfahren
    • Gegen|irritations|verfahren

    ein schmerztherapeutisches Verfahren, bei dem über elektrische Nervenreizung mittels Elektroden im Schmerzgebiet, d.h. über ein zusätzliche „Irritation“, der Schmerz gemindert oder ausgeschaltet wird. Der schmerzlindernde Effekt kommt wahrscheinlich über eine Aktivierung des schmerzhemmenden Systems zustande. Eine mögliche Erklärung liefert die Gate-Theorie; i.w.S. zählen auch Reizverfahren wie das Schröpfen u. die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) zu den G.

  • Gegenpulsation
    • Gegen|pulsation

    • Englischer Begriff: counterpulsation

    • Fach: Kardiologie

    mechanische Kreislaufstützung durch Pulsationen („Ballonpulsationen“) entgegen der natürlichen Blutströmung; s.a. Blutkreislauf.

  • Gegenpunktzeiger
    • Gegen|punkt|zeiger

    • Fach: Radiologie

    Backpointer.

  • Gegenregulationsdiabetes
    • Gegen|regulations|diabetes

    • Englischer Begriff: rebound hyperglycemia

    Diabetes mellitus, bei dem die unter Insulin eintretende Blutzuckersenkung durch gegenregulatorische Einflüsse abgebremst wird u. auf die eine Hyperglykämie-„Spitze“ folgt.

  • Gegenstoß
    • Gegen|stoß

    • Englischer Begriff: contre-coup

    • Fach: Chirurgie

    Contrecoup.

  • Gegenstromelektrophorese
    • Gegen|strom|elektro|phorese

    • Englischer Begriff: counter-electrophoresis

    Elektrosynärese.

  • Gegenstromprinzip
    • Gegen|strom|prinzip

    • Synonyme: -system

    • Fach: Physiologie

    Abbildung

    Substratkonzentrierung durch wiederholte Nutzung von Konzentrationsgradienten quer zur semipermeablen Wand gegensinnig durchströmter Röhren. Hat Bedeutung z.B. für die Harnkonzentrierung im Nierenmark: Das System besteht aus parallelen, gegensinnig durchströmten, auf- u. absteigenden Teilen der Henle-Schleife, aus den distalen Tubulusanteilen (s.a. Tubulusfunktionen), den Sammelrohren u. den zugehörigen Nierengefäßen (Vasa recta). S.a. Abb.; Harnbereitung.

  • Gegenübertragung
    • Gegen|übertragung

    • Englischer Begriff: countertransference

    • Fach: Psychologie

    s.u. Übertragung.

  • Gehgipsverband
    • Geh|gips(verband)

    • Englischer Begriff: walking cast

    gepolsterter Bein- oder Unterschenkelgipsverband mit angegipster Fußrolle (oder Gehbügel, Gummiabsatz), so dass trotz Ruhigstellung eine Belastung des Beines möglich ist.

  • Gehhilfe

      individuell ausgewähltes u. angepasstes Hilfsmittel zur Unterstützung oder Entlastung. Gebräuchl. G. sind z.B. Gehbock: Gehgestell in starrer oder beweglicher Ausführung. Eignet sich v.a. für unsichere Patienten; er erfordert aber ausreichend Kraft in den Armen. Gehstützen (Gehstöcke): relativ gute Standsicherheit beim Vierpunkt-Gehstock, leichte Handhabung des einfachen Gehstocks, Unterarmgehstützen bei Teilmobilität flexibel nutzbar für alle Formen der Belastung; verschiedene Gangarten mgl. (Gangschule). Voraussetzungen sind das Vorhandensein der Gleichgewichts- u. Koordinationsfähigkeit sowie ausreichende Kraft in den Armen u. Rumpfstabilität. Gehwagen: Gestelle mit Rädern und gepolsterten Armstützen (z.B. Rollator, Eulenburg-Gehwagen) für alle Belastungsstufen, v.a. bei älteren, gangunsicheren Pat. Setzt Kraft zum Stützen, Stehen u. Gehen voraus. Ind.: Beispiele für den Einsatz verschiedener Gehhilfen: vollständige Entlastung eines Beines durch Gehwagen, Rollator oder zwei Unterarmgehstützen; unbelasteter Sohlenkontakt: Dreipunktgang (Gangformen) mit zwei Unterarmgehstützen oder Rollator; Teilbelastung: Dreipunktgang mit zwei Unterarmgehstützen oder Rollator; Vollbelastung (bei Schmerzsyndromen): Zwei- oder Vierpunktgang mit zwei Unterarmgehstützen oder einem Handstock.

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