Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Geipel-Aschoff-Knötchen
    • Geipel-Aschoff-Knötchen

    rheumatisches Granulom (s.u. Rheumatismus nodosus).

  • Geißel
    • Englischer Begriff: flagellum

    peitschenförmiges Fortbewegungs- bzw. Strudelorganell von Bakterien (Ø ca. 0,02 μm) u. Proto- u. Parazoen (analog auch der Schwanz der Spermien); die Feinstruktur entspricht der Zilie (s.a. Flagellum), jedoch ist die G. relativ lang u. kommt meist in geringerer Zahl vor. Bewegungsweise helikoid drehend oder in Sinuswellen schwingend.

  • Geißelantigen
    • Geißel|antigen

    • Synonyme: H-Antigen

    • Englischer Begriff: flagellar antigen

    • Fach: Bakteriologie

    Antigen der Geißeln von Mikroorganismen; durch Anw. spezifischer Antiseren gegen derartige Antigene wird die serologische Typisierung der Keime ermöglicht; s.a. Salmonella, O-Antigen.

  • Geißelfärbung
    • Geißel|färbung

    • Englischer Begriff: flagella stain

    färberische Darstellung fixierter u. gründlich gebeizter Bakteriengeißeln.

  • Geißelkern
    • Geißel|kern

    • Fach: Protozoologie

    Kinetoplast.

  • Geißelphase
    • Geißel|phase

    als gruppen- u. typenspezifische Phase die 2 verschiedenen Formen des Vorkommens der immunologisch nachweisbaren Bestandteile der Geißelantigene von Salmonellen.

  • Geißeltierchen
    • Geißel|tierchen

    Flagellata.

  • Geisteskrankheit
    • Geistes|krankheit

    • Englischer Begriff: mental illness

    unterschiedlich definierter (daher in der neueren med. Literatur kaum noch verwendeter) Begriff für psychiatrische Krankheiten; früher im Gegensatz zur Gemütskrankheit v.a. für schizophrene Psychosen gebräuchlich. Im Privatrecht umfasst G. geistige Störungen erheblichen Ausmaßes.

  • geistige Behinderung
    • Englischer Begriff: mental handicap

    mangelnde Fähigkeit (nach psychiatrischer Terminologie angeboren oder früh erworben) zur Erfüllung der intellektuellen Normen (z.B. normale Schulbildung). Die Einteilung in vier Schweregrade richtet sich nach dem Ausmaß der Intelligenzminderung. Auch Bez. für die damit verbundene Beeinträchtigung der selbstständigen Lebensführung, die durch entsprechende Frühförderung und Eingliederungshilfen gemindert werden kann.

  • geknöpft
    • Fach: Chirurgie

    mit knopfartig verdicktem Ende (z.B. geknöpfte Sonde).

  • Gekröse
    • Englischer Begriff: mesentery

    Mesenterium (i.w.S. auch das Mesocolon, Mesogastrium etc.).

  • Gekrösedarm
    • Gekröse|darm

    • Synonyme: Intestinum tenue

    Dünndarm.

  • Gel
    • Englischer Begriff: gel

    • Fach: Chemie

    formbeständig-elastisches disperses System, dessen Bestandteile (Dispersum) infolge hoher Viskosität nicht mehr frei beweglich, sondern im Dispergens netzartig angeordnet sind. Unterschieden als – flüssigkeitshaltige – Lyogele (Gallerte; z.B. der Glaskörper, Corpus vitreum) u. als – festere – Xerogele (z.B. Agar-Agar, Gelatine, Kautschuk, Silikagel), die aber durch Flüssigkeitsaufnahme (meist mit Quellung) in Lyogele übergehen können.

  • Gel-Permeationschromatographie
    • Gel-Permeations|chromatographie

    • Englischer Begriff: gel permeation chromatography

    die Gelfiltration.

  • Gelasma
    • Gelasma

    • Etymol.: griech.

    • Englischer Begriff: gelasmus; forced laughter

    • Fach: Psychologie

    verkrampftes bzw. zwanghaftes Lachen.

  • Gelatine
    • Gelatine

    • Englischer Begriff: gelatin

    für die Ernährung minderwertiges Eiweiß mit hohem Glykokoll-, Prolin- u. Hydroxyprolingehalt (aber ohne Tryptophan u. mit nur wenig Cystein, Tyrosin). Herstellung: gewonnen durch Verkochen von teilweise hydrolysiertem Kollagen von Bindegewebe, Haut u. Knochen. Eigenschaften: quillt in kaltem Wasser, löst sich in heißem zu viskoser Flüssigkeit u. erstarrt (ab 1%ig. Lsg.) beim Erkalten (Gallerte); Verflüssigung bei > 35 °C oder durch proteolyt. Enzyme. Anw. als lokales Hämostyptikum u. als Plasmaexpander (G.-Derivate); insbes. aber auch zur Herstellung von Arzneikapseln.

  • Gelatinenährboden
    • Gelatine|nähr|boden

    • Englischer Begriff: gelatin culture medium

    Nährmedium mit Gelatinezusatz (für die Stich- u. Plattenkultur); zur Anaerobierzüchtung u. zum Nachweis proteolytischer Bakterienenzyme („Gelatineverflüssigung“ durch Clostridiopeptidase u.a.).

  • Gelatinepolysuccinat
    • Englischer Begriff: gelatine polysuccinate

    kolloidales Volumenersatzmittel mit einem mittleren Molekulargewicht von 30 000; Anw. zur Volumensubstitution u. zur Hämodilution.

  • gelatinosus
    • gelatinosus

    • Etymol.: latein.

    gelatinös, gallertig.

  • Gelatio
    • Gelatio

    • Etymol.: latein.

    Congelatio.

  • Gelb-Blau-Blindheit
    • Gelb(-Blau)-Blindheit

    • Englischer Begriff: tritanopia; tritanomaly

    Tritanomalie (s.u. Trichromasie).

  • gelbe Zellen
    • Englischer Begriff: basal granular cells

    die gelblich „basalgekörnten“ Zellen des enterochromaffinen Systems („Gelbe-Zellen-System“). S.a. APUD...

  • gelbe Zyanose
    • Englischer Begriff: icterus with cyanosis

    die für Mitralstenose mit Rechtsherzinsuffizienz u. Stauungsleber charakteristische Wangenröte u. Lippenzyanose mit gleichzeitiger ikterischer Grundtönung der Haut (u. leichter Gelbsucht [Ikterus] der Skleren).

  • Gelbe-Fingernägel-Syndrom
  • Gelbe-Zellen-Tumor

      Dünndarmkarzinoid (s.u. Karzinoidsyndrom).

    • gelber Fleck
      • Englischer Begriff: yellow spot

      • Fach: Anatomie

      Macula lutea.

    • gelbes Band
      • Englischer Begriff: yellow ligament

      Ligamentum flavum.

    • gelbes Ferment
      • Englischer Begriff: yellow enzyme

      Flavinenzyme; s.a. Atmungsenzyme.

    • Gelbfieber
      • Gelb|fieber

      • Synonyme: Ochropyra

      in tropischen Gebieten Afrikas u. Südamerikas endemische, akute Infektionskrankheit. Ätiol. u. Epidem.: Erreger ist das Gelbfiebervirus (Flavivirus). Natürliches Virusreservoir sind verschiedene Affenarten, Verbreitung des Erregers durch Stechmücken (Aedes aegypti in Afrika, Haemagogus-Arten in Südamerika). Der Mensch ist bei diesem Busch- oder Dschungelgelbfieber nur zufällig im Infektionszyklus. Weitere Krankheitsausbreitung in menschlichen Siedlungen durch anthrophile Mückenarten. Stadtgelbfieber (klassisches G.): Inkubationszeit 6 Tage. Klinik: akuter Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Kopf-, Glieder- u. Rückenschmerzen. Nach vorübergehender Besserung erfolgt Stadium der Organmanifestation mit verschiedenen Verlaufsformen wie hepatischer Form mit Ikterus u. Leberinsuffizienz, hepatorenales Syndrom mit Niereninsuffizienz (Councilman-Körper). Je nach Verlauf sind Herzmuskelschädigung, hämorrhagische Diathese oder bei Hirnödem oder Enzephalomeningitis psychoneurologische Erscheinungen möglich. In schweren Fällen Kombinationen der Symptome, fulminante Verlaufsform endet in wenigen Tagen in über 50% letal. Bei Ausheilung lebenslange Immunität. Diagn.: klinische Symptome, virologisch, serologisch. Meldepflichtige Infektionskrankheit. Ther.: symptomatisch. Prophyl.: wichtigste Maßnahme Gelbfieberschutzimpfung, Mückenbekämpfung.

    • Gelbfieber, klassisches 1)
      Gelbfieber
      • 1) G., klassisches

      • Synonyme: urbanes G.; Stadt-G.

      • Englischer Begriff: urban yellow fever

      s.u. Gelbfieber.

    • Gelbfieber, silvatisches 2)
      Gelbfieber
      • 2) G., silvatisches

      • Englischer Begriff: jungle yellow fever

      Buschgelbfieber.

    • Gelbfieberimpfstoff
      • Gelbfieber|impfstoff

      • Englischer Begriff: yellow fever vaccine

      s.u. Gelbfiebervirus.

    • Gelbfiebervirus
      • Gelbfieber|virus

      • Englischer Begriff: yellow fever virus

      ein ARBO-Virus B (Genus Flavivirus der Togaviridae; Ø 22–38 nm), der Erreger des Stadt- u. des Buschgelbfiebers. Inaktivierbar bei 60 °C in 10 Min.; ist lyophilisiert länger haltbar; Züchtung möglich im embryonierten Hühnerei u. in Gewebekulturen (Plaquebildung). Durch mehrere Passagen abgeschwächte Kulturviren (v.a. der Stamm 17D) werden zur Schutzimpfung verwendet; der Impfschutz besteht für etwa 10 Jahre.

    • Gelbildner

        Quellstoffe; ophth Anw. als Filmbildner.

      • Gelbknoten
        • Gelb|knoten

        • Englischer Begriff: yellow nodule

        Xanthom; i.w.S. auch das Nävoxanthoendotheliom, das lipoidspeichernde Histiozytom (Adenoma sebaceum).

      • Gelbkörper
        • Gelb|körper

        • Englischer Begriff: yellow body

        • Fach: Gynäkologie

        Corpus luteum; s.a. Luteinisation.

      • Gelbkörperhormon
        • Gelbkörperhormon

        • Englischer Begriff: luteohormone

        Progesteron.

      • Gelbkörperinsuffizienz
        • Gelbkörper|insuffizienz

        Lutealinsuffizienz.

      • Gelbkörperphase
        • Gelbkörper|phase

        • Fach: Gynäkologie

        Lutealphase.

      • Gelbkörperreifungshormon
        • Gelbkörper|reifungs|hormon

        • Englischer Begriff: luteinizing hormone

        luteinisierendes Hormon.

      • Gelbkörperzyste
        • Gelbkörper|zyste

        • Englischer Begriff: corpus luteum cyst

        Luteinzyste.

      • Gelbkreuz
        • Gelb|kreuz

        Bez. aus dem 1. Weltkrieg für haut- u. schleimhautschädigende chemische Kampfstoffe; z.B. Dichlordiäthylsulfid (Lost).

      • Gelbsehen
        • Gelb|sehen

        Xanthopsie.

      • Gelbsucht
        • Gelb|sucht

        • Englischer Begriff: jaundice

        Ikterus.

      • Gelbsucht, epidemische
        Gelbsucht
        • G., epidemische

        • Englischer Begriff: epidemic j.

        Virushepatitis A.

      • Gelbwurz,Javanischer
        • Gelb|wurz, Javanischer

        Curcumae xanthorrhizae rhizora.

      • Gelchromatographie
        • Gel|chromatographie

        • Englischer Begriff: gel (filtration) chromatography

        • Fach: Labormedizin

        Gelfiltration.

      • Geldiffusionstest
        • Gel|diffusionstest

        • Englischer Begriff: gel diffusion test

        • Fach: Labormedizin

        Agardiffusionstest; s.a. Immunodiffusion.

      • Geldrollenagglutination
        • Geld|rollen|agglutination

        • Synonyme: -bildung; Pseudoagglutination; Rouleau-Bildung

        • Englischer Begriff: rouleaux formation

        Erythrozytenaggregation (Agglomeration) in Form geldrollenartiger Gebilde (z.T. verzweigte Ketten) durch hochmolekulare Plasmaproteine. Nach Verdünnung mit Kochsalz-Lsg. auflösbar. Fehlerquelle bei der Blutgruppenbestimmung bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. bei Plasmozytom). S.a. Sludge-Phänomen.

      • Geldscheinhaut
        • Geld|schein|haut

        • Fach: Dermatologie

        Dollarhaut.

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