Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gelenkschlaffheit, angeborene multiple
  • Gelenkschmiere
    • Gelenk|schmiere

    • Englischer Begriff: synovial fluid

    Synovia.

  • Gelenkschnappen
    • Gelenk|schnappen

    • Englischer Begriff: snapping joint

    vom Inneren oder der Umgebung des Gelenks ausgehendes („intra- oder extraartikuläres“), oft krankheitstypisches (pathognomonisches) Schnappgeräusch, z.B. bei Meniskusschäden, rezidivierender Subluxation, Coxa saltans („schnappende Hüfte“).

  • Gelenkschwamm
    • Gelenk|schwamm

    Gelenkfungus.

  • Gelenkschwellung

      Auftreibung eines Gelenks oder dessen Umgebung. Ätiol.: Die Schwellung des Gelenks selbst („weiche“ G.) besitzt eine teigige, pastöse Konsistenz, gibt auf Fingerdruck nach, und der Gelenkinhalt lässt sich in den entgegengesetzten Teil der Gelenkhöhle drücken. Sie ist bedingt durch einen Erguss u./oder eine Synovialitis v.a. im Rahmen von entzdl. Gelenkerkrankungen (rheumatoide Arthritis, Gelenkinfektionen), aber auch bei Tumoren, orthopäd. Erkrankungen (z.B. Meniskusläsion, Osteochondrosis dissecans), einer Vaskulitis oder Kollagenose sowie reaktiv z.B. bei Chondrokalzinose, Lyme-Krankheit, Spondylarthritis. Der Gelenkumfang kann knöchern vermehrt sein („harte“ G.) bei Arthrose; betroffen sind dabei insbesondere Fingerend- u. -mittelgelenke. Des Weiteren können extraartikuläre Fettpolster bei Adipositas (v.a. Kniegelenke), periartikuläre Schwellungen durch ein Ganglion, eine Bursitis oder einen Tumor sowie diffuse Ödeme z.B. bei Kollagenosen oder Schulter-Hand-Syndrom auftreten. Diagn.: als Screening BSG, CRP, BB; bei Verdachtsdiagnose ggf. Rheumafaktoren, ANA, HLA-B27, Harnsäure; Röntgen; erregerspezifische Diagnostik.

    • Gelenkspalt
      • Gelenk|spalt

      • Englischer Begriff: joint space

      die Gelenkhöhle bzw. röntg der auf der Skelett-Leeraufnahme u. dem Arthrogramm von den knöchernen, größtenteils knorpelbedeckten Gelenkflächen begrenzte Zwischenraum.

    • Gelenksperre
      • Gelenk|sperre

      • 1)
        akute (z.B... (mehr)
      • 2)
        Begrenzungs-, Fixierungsvorrichtung an Extremitätenprothesen... (mehr)
    • Gelenksperre 1)
      Gelenksperre
      • 1)

      • Englischer Begriff: locked joint

      akute (z.B. bei Gelenkmaus, Luxation) oder chronische (Gelenksteife) Aufhebung der Gelenkbeweglichkeit; i.w.S. die operativ bewirkte Beweglichkeitsbegrenzung eines Gelenks (Arthrorise, Arthrodese).

    • Gelenksperre 2)
      Gelenksperre
      • 2)

      Begrenzungs-, Fixierungsvorrichtung an Extremitätenprothesen.

    • Gelenksteife
      • Gelenk|steife

      • Englischer Begriff: ankylosis

      weitgehende, krankhafte Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit (Ankylose); angeboren, z.B. bei Arthrogryposis multiplex, oder erworben, z.B. unfallbedingt, bei Systemerkrankung (u.a. als diabetische G.) oder als Inaktivitätsfolge (System- bzw. Inaktivitätssteife); s.a. Lötsteife, Teilregenerat, Sperrsteife.

    • Gelenksteife, artifizielle
      Gelenksteife
      • G., artifizielle

      • Englischer Begriff: artificial a.

      Arthrodese.

    • Gelenktuberkulose
      • Gelenk|tuberkulose

      • Synonyme: Arthritis tuberculosa

      • Englischer Begriff: tuberculous arthritis; tuberculosis of joints and bones

      Gelenkmanifestation der Tuberkulose, v.a. am Hüftgelenk oder am Kniegelenk; als hämato- oder lymphogene Infektion der Synovialis (primäre oder synoviale Form; mit den typischen spezifischen Gewebsveränderungen) oder als Folge des Einbruchs eines gelenknahen Knochenherdes (sekundäre oder ossale Form; mit Knorpel- u. Knochenzerstörung [Karies]). Führt zu serösem oder serofibrinösem Gelenkerguss, evtl. zu käsigem Zerfall, Bildung von Fisteln, kalten Abszessen oder aber zu fibrös-schrumpfenden oder wuchernd-überschießenden, knotigen Granulationen (Gelenkfungus).

    • Gelenktumoren
      • Gelenk|tumoren

      eher seltene, von der Synovialmembran, der Gelenkkapsel oder vom periartikulären Bindegewebe ausgehende Neoplasmen; gutartige G.: Hamartome, Gangliome, Chondromatome, Lipome, Fibrome, Hämangiome, benignes Synovialom; bösartige G.: malignes Synovialom.

    • Gelfiltration
      • Gel|filtration

      • Englischer Begriff: gel (filtration) chromatography

      zur Reinigung u. Trennung von Eiweißkörpern (z.B. Enzyme, Plasmaproteine) besonders geeignete Methode der Chromatographie, bei der die stationäre Phase aus gequollenen Gelkörnern besteht u. die Trennung nach der Teilchengröße erfolgt: Große Teilchen wandern mit der Flüssigkeit zwischen den Gelkörnern hindurch, kleine werden in den Poren zurückgehalten u. erscheinen zuletzt im Eluat.

    • Gelierungsdosis
      • Gelierungs|dosis

      Strahlendosis, die eine Styrol-Polyester-Lsg. in einer Gelatinekapsel schlagartig in ein viskoses Gel übergehen lässt.

    • Gellé-Versuch
      • Gellé-Versuch

      • Englischer Begriff: Gellé test

      • Biogr.: Marie E. G., 1834–1923, Ohrenarzt, Paris

      die Schallleitung betreffende Gehörprüfung durch Luftkompression (mit Siegle-Trichter, Politzer-Ballon) im Gehörgang u. Aufsetzen einer angeschlagenen a1-Stimmgabel auf den Scheitel, die normalerweise bei der herbeigeführten Druckerhöhung abgeschwächt, bei Otosklerose jedoch unverändert gehört wird (= „Gellé positiv “ bzw. „Gellé negativ “).

    • Gelöbnis, ärztliches
      • Gelöbnis, Ärztliches

      Genfer Gelöbnis.

    • Geloplegie
      • Gelo|plegie

      • Englischer Begriff: geloplegia

      Lachschlag.

    • Gelotripsie
      • Gelo|trip|sie

      • Englischer Begriff: gelotripsy

      lokale knetende Massage von Myogelosen.

    • Gelpräzipitation
      • Gel|präzipitation

      • Englischer Begriff: gel precipitation

      • Fach: Labormedizin

      s.u. Präzipitationsreaktionen, Immunodiffusion, Ouchterlony-Technik.

    • Gemcitabin
      • Englischer Begriff: gemcitabine

      zu den Antimetaboliten zählendes Zytostatikum (Pyrimidin-Analogon); Anw. bei fortgeschrittenem Pankreaskarzinom u. Bronchialkarzinom; NW: u.a. Myelosuppression, Erbrechen, Diarrhö.

    • Gemeinschaftsbewegung
      • Gemeinschafts|bewegung

      • Englischer Begriff: complex movement

      • Fach: Physiologie

      Komplexbewegung.

    • Gemelli
      • Gemelli

      • Etymol.: latein. gemellus = doppelt

      • Englischer Begriff: twins

      Zwillinge; s.a. Gemini.

    • Gemeprost

        Prostaglandin-E1-Derivat (s.u. Prostaglandine); Anw. als Vaginalzäpfchen zur Zervixerweiterung.

      • Gemfibrozil
        • Englischer Begriff: gemfibrozil

        Clofibrat-Analogon; Lipidsenker. Anw. bei schweren Hypertriglyceridämien, Hypercholesterinämien u. kombinierten Fettstoffwechselstörungen.

      • Gemini
        • Gemini

        • Etymol.: latein. geminus = paarweise

        Zwillinge.

      • Gemini conjuncti
      • Geminologie
        • Gemino|logie

        • Englischer Begriff: gemellology

        Zwillingsforschung.

      • gemischtgeschlechtlich
        • gemischt|geschlechtlich

        bisexuell.

      • Gemma
        • Gemma

      • Gemma 1)
        Gemma
        • 1)

        • Fach: Pharmazie

        (latein.) Knospe.

      • Gemma 2)
        Gemma
        • 2)

        • Synonyme: Gemme

        • Fach: Mykologie

        Chlamydospore.

      • Gemma 3)
        Gemma
        • 3)

        • Englischer Begriff: gemma

        • Fach: Embryologie

        Organknospe.

      • Gemme
        • Gemme

        • Fach: Mykologie

        Chlamydospore.

      • Gemüt
        • Englischer Begriff: affect; emotionality

        das gefühlsgetragene u. emotionale Verhalten i.S. der anteilnehmenden Liebes- u. Bindungsfähigkeit (im Ggs. zum intellektuellen Verstandesleben).

      • Gemütsarmut
        • Gemüts|armut

        • Englischer Begriff: hypoaffectivity

        Mangel an affektiv-emotionaler Ansprechbarkeit (d.h. an Mitgefühl, Warmherzigkeit, Mitleid etc.). In extremer Ausprägung (= Gemütlosigkeit, „moral insanity“) eine Variante des psychopathischen Verhaltens.

      • Gemütskrankheit
        • Gemüts|krankheit

        • Englischer Begriff: affective illness

        obsolete Umschreibung für affektive Psychosen. – Früher als Bez. für Seelenkrankheit – im Ggs. zur Geisteskrankheit – gebraucht.

      • Gemütslosigkeit
        • Gemüts|losigkeit

        s.u. Gemütsarmut.

      • Gemütsverödung
        • Gemüts|verödung

        • Englischer Begriff: loss of affect; emotional flattening

        Nachlassen der Fähigkeit zu Anteilnahme u. mitmenschlichen Bindungen infolge krankhafter Vorgänge. Tritt v.a. auf bei Alterskrankheiten des Gehirns (z.B. bei seniler u. präseniler Demenz), auch bei Depression, Psychosen.

      • Gen
        • Synonyme: Erbeinheit; Erbfaktor; Erbanlage

        • Englischer Begriff: gene

        die in der Zelle identisch reproduzierte u. auf die Tochterzellen verteilte Informationseinheit für die Ausprägung eines Erbmerkmals (s.a. Erbgang); bestehend aus einer Folge (Gensequenz; s.a. Code, genetischer) von Nucleotiden der Desoxyribonucleinsäure (Ausnahme: RNS-Viren), die für die Eiweißbiosynthese eines Polypeptids bzw. – als Cistron – einer Polypeptidkette zuständig ist; s.a. Transkription, Translation. Die die Eiweißstruktur eines Genprodukts bestimmenden Teile (Exons) eines Gens können durch Introns oder Inserts unterbrochen sein, deren Bedeutung noch nicht eindeutig geklärt ist. Molekularbiologisch sind innerhalb eines Gens kleinere Mutations- u. Rekombinationseinheiten (Muton, Recon) unterscheidbar. Gene sind in Chromosomen hintereinander aufgereiht; gleichartige, jedoch durch Mutation individuell verschiedene Gene befinden sich als Allel an entsprechender Stelle des homologen Chromosoms. Bei Mikroorganismen scheint die Regulation der Genaktivität durch Operator- u. Regulatorgene zu erfolgen (Jacob-Monod-Modell; s.a. Genaktivierung, Derepression, Operator-Gen), während man beim Menschen nur weiß, dass Hormone (v.a. Steroidhormone) die Genaktivität beeinflussen können; s.a. Gen...

      • Gen, bewegliches
        Gen
        • G., bewegliches

        (McClintock) Transposon.

      • Gen, extrachromosomales
        Gen
        • G., extrachromosomales

        • Synonyme: extranukleäres G.

        • Englischer Begriff: extrachromosomal g.; extranuclear g.

        Erbfaktor außerhalb der Chromosomen in einem anderen Organell oder im organellfreien Zytoplasma. Modifiziert oder ergänzt im Allgemeinen die Wirkung chromosomaler Gene, z.B. die Plasmide.

      • gen, gekoppelte
        Gen
        • Gene, gekoppelte

        s.u. Koppelung. S.a. Gene, kombinante.

      • Gen, gonosomales
        Gen
        • G., gonosomales

        in einem Geschlechtschromosom (Genosom) liegendes Gen.

      • Gen, holandrisches
        Gen
        • G., hol|andrisches

        • Englischer Begriff: holandric g.

        im Differentialsegment des Y-Chromosoms liegendes, nur vom Vater auf den Sohn, nie jedoch auf weibliche Nachkommen übertragbares Gen.

      • Gena
        • Gena

        • Englischer Begriff: cheek

        Wange, Bucca.

      • Genaktivierung
        • Gen|aktivierung

        • Englischer Begriff: gene activation

        das Ingangsetzen der Synthese des Primärproduktes eines Gens (= Synthese von mRNS) durch Bereitstellung des Reaktionssubstrats u./oder durch den Promotor (1) u./oder durch Aufhebung einer Repression (d.h. durch Derepression), eingeleitet z.B. durch bestimmte Hormone oder biochemische u. biophysikalische Milieubedingungen (z.B. Temperatur, Licht, Lage im Zellverband, Nährmedium).

      • Genamplifikation
        • Gen|amplifikation

        • Englischer Begriff: gene amplification

        selektive Vervielfachung eines bestimmten Gens; z.B. eines Onkogens; künstlich durch die Polymerase-Kettenreaktion.

      • Genanalyse
        • Gen|analyse

        • Synonyme: Gentest

        • Englischer Begriff: genetic analysis; gene analysis

        weit gefasster Begriff, der v.a. als Synonym für Genomanalyse gebraucht wird, aber auch für Teilmethoden wie genetischer Fingerabdruck, DNS-Profil u. DNS-(Sequenz-)Analyse sowie für Methoden, die bei der Diagnostik genetisch bedingter Krankheitsbilder, bei der pränatalen Diagnostik u. zur Identitätsfeststellung angewendet werden; i.w.S. auch für die Methoden zum Vaterschaftsausschluss.

      • Genaustausch
        • Gen|austausch

        Crossover, Rekombination.

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