Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gestationstoxikose
    • Gestations|toxikose

    • Englischer Begriff: gestational toxicosis

    Gestose.

  • Gestoden
    • Englischer Begriff: gestoden

    ein synthetisches Gestagen (Nortestosteron-Derivat).

  • Gestonoroncaproat
    • Gestonoron|caproat

    • Englischer Begriff: gestonorone caproate

    ein synthetisches Gestagen; Anw. in der Tumorther. bei Prostataadenom, progressivem Mamma- u. Endometriumkarzinom.

  • Gestose
    • Gestose

    • Synonyme: Schwangerschaftstoxikose

    • Englischer Begriff: gestosis

    Oberbegriff für die schwangerschaftsspezifischen Krankheiten als Ausdruck einer Stoffwechselentgleisung unter der Belastung durch die Gravidität. Nach dem zeitlichen Bezug zur Schwangerschaftsdauer unterschieden als Frühgestose (im 1. Schwangerschaftsdrittel, z.B. Hyperemesis gravidarum, Ptyalismus) u. als Spätgestose (im letzten Drittel; u. zwar als EPH-Gestose oder eklamptischer Symptomenkomplex; s.u. Eklampsie). Das 2. Drittel der Schwangerschaft bleibt im Allgemeinen frei (sog. Toleranzstadium).

  • Gestose, monosymptomatische
    Gestose
    • G., mono|symptomatische

    Gestose mit nur einem der für die EPH-Gestose typischen Hauptmerkmale, z.B. einer Hypertonie.

  • Gesundheit
    • Englischer Begriff: health

    nach WHO „Zustand vollständigen körperlichen, geistigen u. sozialen Wohlbefindens“. Die alleinige Umschreibung des Begriffs i.S. von Abwesenheit von Krankheit u. Gebrechen ist demnach unvollständig. G. ist nach der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der UN ein Grundrecht. Die Bewahrung u. Verbesserung der G. sind Zweck des staatlich regulierten Gesundheitssystems. Die Qualität eines Gesundheitssystems misst sich demnach an der Realisierung dieses Rechts für die Bürger eines Staates.

  • Gesundheitsamt

      staatliche oder kommunale Einrichtung des öffentlichen Gesundheitswesens mit vielfältiger gesetzlich geregelter Aufgabenstellung: Umwelthygiene, gesundheitliche Vorsorge u. Gesundheitsförderung, Schulgesundheitspflege (auch Jugendzahnpflege), hygienische Überwachung von Einrichtungen, Gesundheitsberichterstattung, ärztliche Untersuchungen (auch gerichtsärztlicher Dienst), Heilpraktikerüberprüfung. Die ärztlichen Aufgaben u. die Leitung obliegen den im G. tätigen Amtsärzten.

    • Gesundheitsförderung

        nach WHO (Ottawa-Charta) alle Maßnahmen, die sowohl auf die Veränderung u. Förderung des individuellen Verhaltens als auch der Lebensverhältnisse im positiven Sinne abzielen. Ziel der G. ist es, bestehende Ungleichheiten bezüglich des Gesundheitszustandes u. der Lebenserwartung unterschiedlicher sozialer Gruppen zu reduzieren. Die G. erstreckt sich auf fünf wesentliche Handlungsbereiche: 1) Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik, 2) Schaffung gesundheitsfördernder Lebenswelten, 3) Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen, 4) Neuorientierung der Gesundheitsdienste u. anderer gesundheitsrelevanter Einrichtungen, 5) Förderung der Entwicklung persönlicher Kompetenzen.

      • Gesundheitsindikatoren

          Parameter, die in definierter Weise und in Zahlen belegbar den gegebenen Gesundheitszustand einer Bevölkerung anzeigen, z.B. Kindersterblichkeitsrate, Inzidenz meldepflichtiger Erkrankungen, Arbeitsunfähigkeit.

        • Gesundheitsmodell, holistisches

            an Umwelt, Lebensweise, Struktur, Inanspruchnahme, Arbeitsweise u. Wirksamkeit des Gesundheitswesens orientiertes Gesundheitskonzept; im Mittelpunkt stehen nicht bereits manifeste (chronische) Erkrankungen, sondern deren Entstehung u. Modifizierbarkeit.

          • Gesundheitspass

              zur Einreise in bestimmte Länder erforderliches Dokument, das z.B. Auskünfte über den Gesundheitszustand, Impfungen oder die Blutgruppe enthält.

            • Gesundheitsquote

                der Quotient aus den Gesamtausgaben für Gesundheit u. dem Bruttosozialprodukt; Begriff aus der Public-Health-Forschung.

              • Gesundheitsreformgesetz
                • Synonyme: GRG (Abk.)

                Reformgesetz vom 1.1.1989 mit dem wesentlichen Ziel einer partiellen Einschränkung der Kassenleistungen; s.a. Selbstbeteiligung.

              • Gesundheitsrisiko

                  statistische Häufigkeit, mit der – bezogen auf eine Population – unter Einwirkung eines schädigenden Umwelteinflusses ein bestimmtes Krankheitsbild auftritt.

                • Gesundheitssoziologie

                    Lehre von den Beziehungen zwischen Gesellschaft, Gesundheit u. Krankheit.

                  • Gesundheitsstrukturgesetz

                      Reformgesetz vom 1.1.1993, das wie das Gesundheitsreformgesetz eine vermehrte Eigenleistung der Versicherten u. eine Angebotsbeschränkung vorsieht. Die Ausgaben der Krankenkassen sollen sich an der Entwicklung der Grundlohnsummen orientieren in dem Sinne, dass z.B. die Budgets der Krankenhäuser analog zur Grundlohnentwicklung angepasst werden. Die Budgets werden gedeckelt (Budgetdeckelung).

                    • Gesundheitssystemforschung
                      • Englischer Begriff: public health sciences

                      Forschung, die sich mit dem Bedarf, der Inanspruchnahme, Ressourcen, Prozessen, Ergebnissen u. zuschreibbaren Resultaten von systematisch organisierten Ansätzen der Krankheitsverhütung, -bekämpfung oder -bewältigung befasst. Die G. untersucht ganze Gesundheitssysteme, Subsysteme u. größere Institutionen bzw. Programme u. verknüpft diese Elemente analytisch-bewertend.

                    • Gesundheitsverhalten

                        das je nach Persönlichkeitsstruktur unterschiedliche Verhalten eines Individuums zu gesundheitsrelevanten Fragen, z.B. Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, Rauchen, Ernährung usw.

                      • Gesundheitswesen
                        • Englischer Begriff: health service

                        Gesamtheit aller Einrichtungen des Staates, die der Förderung u. Erhaltung der Gesundheit sowie der Vorbeugung u. Bekämpfung von Krankheiten dienen. Teilt sich auf in das öffentliche G., das Krankenhauswesen u. den Bereich der ambulanten Versorgung (z.B. durch niedergelassene Ärzte). Das öffentliche G. umfasst die Gesundheitsbehörden aller Verwaltungsebenen (Bund, Länder, Kreise, Kommunen). Auf Bundesebene erstrecken sich ihre Aufgaben auf die Gesetzesgebung (z.B. Bundesseuchengesetz, Lebensmittelgesetz, Bundesärzteordnung). Die Länder sind verantwortlich für die Organisation des öffentl. Gesundheitsdienstes – zuständig ist das Gesundheitsamt unter Aufsicht der Medizinalaufsichtsbehörde beim Regierungspräsidenten sowie des Gesundheitsministers des Landes. Aufgaben sind die Gesundheitspflege mit Maßnahmen zur Erhaltung u. Förderung der Gesundheit, gesundheitsrelevante Maßnahmen wie Aufklärung u. Beratung, die Überwachung von Gesundheitseinrichtungen u. der im Gesundheitsbereich Tätigen, Beobachtung u. Dokumentation der gesundheitl. Gesamtsituation sowie die Seuchenbekämpfung. Zu den Einrichtungen im G. gehören neben den Gesundheitsdiensten auch die Einrichtungen der ambulanten u. stationären Krankenbehandlung sowie der Schwangerenberatung u. Säuglingspflege, das Betriebsarztwesen, alle Lehreinrichtungen zur Ausbildung der im Gesundheitswesen tätigen Personen (Universitätskliniken mit den angeschlossenen Lehrinstituten, Krankenpflegeschulen), ferner alle im medizinischen Bereich tätigen konfessionellen u. karitativen Organisationen, außerdem Rettungsdienste u. Rehabilitationseinrichtungen aller Art. Gesetzliche Richtlinien für das G. sind aufgeteilt zwischen Bund u. Ländern. Ärzte können sich zum Facharzt für öffentliches G. weiterbilden.

                      • Getreideeiweiß
                        • Getreide|eiweiß

                        • Englischer Begriff: grain protein

                        die Eiweißkörper im Getreidekorn bzw. im daraus gewonnenen Mehl; z.B. die biologisch höherwertigen Gluteline u. die minderwertigen (lysinfreien) Prolamine (z.B. Gliadine im Roggen u. Weizen; Avenin, Hordein, Zein).

                      • Getreidestaublunge
                        • Getreide|staub|lunge

                        Farmerlunge.

                      • GeV

                          Abk. für Gigaelektronenvolt.

                        • Gewächs
                          • Synonyme: Geschwulst

                          Neoplasma.

                        • Gewebe
                          • Synonyme: Textus

                          • Englischer Begriff: tissue

                          • Fach: Histologie

                          ein durch spezifische Leistungen gekennzeichneter Verband gleichartig entwickelter = „differenzierter“ Zellen (samt deren Interzellularsubstanz); z.B. Epithel, Binde-, Stütz-, Muskel-, Nervengewebe, Blut. S.a. Gewebs..., Histo...

                        • Gewebe-Plasminogenaktivator

                            physiologischer, in vielen Geweben nachweisbarer Aktivator der Fibrinolyse (tissue-type plasminogen activator = t-PA). Glykoprotein mit einem Molekulargewicht von etwa 68 000 D; in nativer Form 1-kettig (single-chain tissue-type plasminogen activator = sct-PA), nach Plasminspaltung der Peptidbindung Arg 275-Ile 276 2-kettig (two-chain tissue-type plasminogen activator = tct-PA). Für Fibrinolysetherapie gentechnologische Herstellung als rt-PA (recombinant tissue-type plasminogen activator).

                          • Gewebeaktivator
                          • Gewebebank
                            • Gewebe|bank

                            • Englischer Begriff: tissue bank

                            Einrichtung (an Kliniken, pathologischen oder anatomischen Instituten) zur Herstellung, Lagerung (einschl. Sterilitätskontrolle) u. Abgabe konservierter Gewebe (s.a. Transplantatkonservierung); z.B. Blut-, Haut-, Knochenbank.

                          • Gewebeentnahme
                            • Gewebe|entnahme

                            Entnahme von Körpergewebe v.a. für diagnostische Maßnahmen (Histologie, Zytologie); ist trotz zunehmender Bedeutung moderner bildgebender Verfahren immer noch unverzichtbare Grundlage jeder Tumordiagnostik; u.a. als Biopsie (auch endoskopische Biopsiemöglichkeiten, z.B. perkutane, endoskopisch gesteuerte Feinnadelpunktion), Probeexzision, Punktion, Abstrich (z.B. bei gynäkologischen Tumoren, s.u. Papanicolaou-Abstrich).

                          • Gewebefluoreszenz
                            • Gewebe|fluoreszenz

                            • Synonyme: Histofluoreszenz

                            • Englischer Begriff: tissue fluorescence

                            s.u. Fluorochromierung.

                          • Gewebehalbwerttiefe
                            • Gewebe|halbwert|tiefe

                            • Synonyme: GHWT (Abk.)

                            • Englischer Begriff: tissue half-value layer

                            Tiefe derjenigen Schicht im durchstrahlten Gewebe, die unter den gewählten Bedingungen (Strahlenqualität, Fokus-Haut-Abstand, Feldgröße) aufgrund des Dosisabfalls nur noch die Hälfte der Oberflächendosis erhält.

                          • Gewebekleber
                            • Gewebe|kleber

                            • Englischer Begriff: tissue glue

                            • Fach: Chirurgie

                            Kunststoffkleber (Acrylsäuregruppen) oder natürliches Fibrin (s.a. Fibrintherapie) für den Verschluss bluttrockener – operativ gesetzter – Hautwunden (einschl. Hauttransplantat), für „Abdichtung“ einer Naht (z.B. am Duodenalstumpf) bzw. Einscheidung (z.B. einer Nervenanastomose) oder zur Bedeckung eines Patch (z.B. bei Gefäß-, Duradefekt); für flächenhafte Blutungen auch in Sprayform. S.a. Knochenzement.

                          • Gewebekonservierung
                            • Gewebe|konservierung

                            • Englischer Begriff: tissue preservation

                            • Fach: Chirurgie

                            Transplantatkonservierung.

                          • Gewebekultur
                            • Gewebe|kultur

                            • Synonyme: GK (Abk.)

                            • 1)
                              In-vitro-Züchtung explantierter, zur Differenzierung u. Aussprossung fähiger... (mehr)
                            • 2)
                              Viruszüchtung in einer GK... (mehr)
                          • Gewebekultur 1)
                            Gewebekultur
                            • 1)

                            • Englischer Begriff: tissue culture

                            In-vitro-Züchtung explantierter, zur Differenzierung u. Aussprossung fähiger Gewebsfragmente in einer geeigneten Nährlösung; s.a. Deckglaskultur, Gey-Methode; Zellkultur.

                          • Gewebekultur 2)
                          • Gewebelehre
                            • Gewebe|lehre

                            Histologie.

                          • Gewebespiegel
                            • Gewebe|spiegel

                            • Englischer Begriff: tissue level

                            die Konzentration einer Substanz im Gewebe bzw. in der Gewebsflüssigkeit.

                          • Gewebetypisierung
                            • Gewebe|typisierung

                            • Englischer Begriff: tissue typing

                            • Fach: Immunologie

                            Untersuchung von Lymphozyten auf Histokompatibilitätsantigene (HLA-System), die denen anderer Gewebe entsprechen; s.a. Transplantationsimmunität.

                          • Gewebeverträglichkeit
                            • Gewebe|verträglichkeit

                            Histokompatibilität.

                          • Gewebezüchtung
                            • Gewebe|züchtung

                            • Englischer Begriff: tissue cultivation

                            s.u. Gewebekultur.

                          • Gewebs...
                          • Gewebsantigen
                            • Gewebs|antigen

                            • Englischer Begriff: tissue-specific antigen

                            an der Oberfläche einer Gewebezelle lokalisiertes Antigen; s.a. Histokompatibilitätsantigene, HLA-System.

                          • Gewebsatmung
                            • Gewebs|atmung

                            • Englischer Begriff: tissue respiration

                            innere Atmung.

                          • Gewebsatypie
                            • Gewebs|atypie

                            • Fach: Pathologie

                            s.u. Atypie.

                          • Gewebsbasophilom
                            • Gewebs|basophilom

                            • Fach: Pathologie

                            Mastozytom.

                          • Gewebsclearance
                            • Gewebs|clearance

                            • Englischer Begriff: tissue clearance

                            • Fach: Radiologie

                            die – v.a. zur Beurteilung der örtlichen Durchblutung gemessene – Elimination (bzw. aus einem örtlichen Depot erfolgte Resorption) eines radioaktiven körperfremden Stoffes aus einem Gewebe, z.B. von intra- oder subkutan bzw. intramuskulär injiziertem 24NaCl, 133Xe.

                          • Gewebsdruck
                            • Gewebs|druck

                            • Englischer Begriff: tissue pressure

                            Turgor; s.a. Tonus.

                          • Gewebsfehlbildung
                            • Gewebs|fehlbildung

                            • Englischer Begriff: tissue maldevelopment

                            Choristie, Hamartie.

                          • Gewebsform
                            • Gewebs|form

                            • Englischer Begriff: tissue form

                            • 1)
                              die Magnaform der Entamoeba histolytica (nach Eindringen in das Gewebe)... (mehr)
                            • 2)
                              exoerythrozytäre Formen der Malariaplasmodien... (mehr)
                          • Gewebsform 1)
                            Gewebsform
                            • 1)

                            die Magnaform der Entamoeba histolytica (nach Eindringen in das Gewebe).

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