Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gliadintoleranztest
    • Gliadin|toleranz|test

    • Englischer Begriff: gliadin tolerance test

    Zufuhr von Gliadin (350 mg/kg/Tag) mit der Nahrung nach 4-wöchiger Gliadinkarenz; führt bei Zöliakie zum Anstieg des Stuhlfetts, Auftreten chromatographisch schnell wandernder Peptide u. zu klinischer Verschlechterung.

  • Gliafilz
    • Glia|filz

    gewucherte Zytoplasmafortsätze (Fasern) der Astrozyten (Glia) als Knötchen im Rückenmark bei multipler Sklerose.

  • Gliagrenzmembran
    • Glia|grenz|membran

    • Englischer Begriff: membrana limitans

    Grenzhaut aus Astrozytenfortsätzen an der Oberfläche des zentralen Nervensystems (ZNS), die mit der angrenzenden Intima der Pia verklebt ist u. sich an den eintretenden Gefäßen fortsetzt. Verhindert Berührung von Nervenzellen mit dem ZNS-Bindegewebe u. fungiert als Stoffwechselschranke.

  • Gliaknötchen
    • Glia|knötchen

    • Englischer Begriff: glial nodes

    perivaskuläre Ansammlung von Gliazellen in der grauen Substanz des Zentralnervensystems bei bestimmten Enzephalitisformen (einschließlich der multiplen Sklerose). – Ähnl. Knötchen auch bei tuberöser Hirnsklerose.

  • Glianarbe
    • Glia|narbe

    • Englischer Begriff: glial scar

    Wucherung faserbildender Astrozyten im Bereich herdförmiger Parenchymdefekte des Zentralnervensystems (bei Hirnmalazie, -nekrose, Entmarkungsherden, Degeneration etc.); s.a. Gliose.

  • Gliaproteinfilamente
    • Glia|protein|filamente

    intermediäre Filamente der Glia.

  • Gliascheide
    • Glia|scheide

    von Gliazellen gebildete Scheide um Nervenfasern; im ZNS bestehend aus Oligodendrozyten, im peripheren Nervensystem aus Schwann-Zellen.

  • Gliasklerose
    • Glia|sklerose

    • Englischer Begriff: glial sclerosis

    wallartige Vermehrung faserbildender Glia beim Untergang von Markscheiden („graue Degeneration“, z.B. bei multipler Sklerose u. anderen degenerativen Hirnprozessen).

  • Gliastift, spinaler
    • Glia|stift, spinaler

    • Englischer Begriff: spinal gliotic rod

    dorsal des Rückenmarkkanals über mehrere Segmente verlaufende Gliose in Stiftform („Stiftgliose“), evtl. mit kleineren zystischen Veränderungen. Pathogenese u. klinisches Bild wie bei Syringomyelie.

  • Gliazelle
    • Glia|zelle

    • Synonyme: Gliocytus

    • Englischer Begriff: glia cell

    s.u. Glia.

  • Glibenclamid
    • Glibenclamid; Glibornurid; Gliclazid

    • Englischer Begriff: glibenclamide; glibornuride; gliclazide

    orale Antidiabetica (Sulfonylharnstoff-Derivate).

  • Glied
    • Englischer Begriff: extremity; limb

    Gliedmaße.

  • Glied, männliches
    Glied
    • G., männliches

    • Englischer Begriff: penis

    Penis.

  • Gliederfüßer
    • Glieder|füßer

    • Fach: Zoologie

    Arthropoda.

  • Gliedergürteldystrophie
    • Glieder|gürtel|dys|trophie

    • Englischer Begriff: limb-girdle dystrophy

    Bezeichnung für die autosomal-rezessiv, seltener -dominant erblichen Formen der Dystrophia musculorum progressiva mit Beginn im Beckengürtel-Oberschenkel-Bereich (selten Schultergürtelbereich).

  • Gliedersatz
    • Glied|ersatz

    • Fach: Orthopädie

    s.u. Kunstglied, Prothese.

  • Gliederspore
    • Glieder|spore

    • Fach: Mykologie

    Arthrospore.

  • Gliederstarre
    • Glieder|starre

    • Englischer Begriff: rigidity of limbs

    gehemmte Gliedmaßenbeweglichkeit, z.B. als Ankylose, Arthrogryposis (angeborene G.), Gelenksteife, Rigor sowie beim Little-Syndrom (= spastische G.).

  • Gliedertaxe
    • Glieder|taxe

    • Englischer Begriff: compensation for loss of limbs

    erfahrungsbegründete, vertraglich fixierte Entschädigungswerte der privaten Unfallversicherung für die Funktionsminderung von Gliedmaßen u. Organen als Schadensfolge, ausgedrückt in Bruchteilen der Gebrauchsfähigkeit; s.a. Erwerbsfähigkeit.

  • Gliederzittern
    • Glieder|zittern

    • Englischer Begriff: trembling of limbs

    • Fach: Neurologie

    Tremor.

  • Gliedmaßen
  • Glimepirid
    • Englischer Begriff: glimepiride

    orales Antidiabeticum (Sulfonylharnstoff).

  • Glinide
    • Englischer Begriff: glinides

    orale Antidiabetica, die – wie die Sulfonylharnstoffe – die Insulin-Freisetzung fördern. Wirkst.: z.B. Repaglinid, Nateglinid; Anw. bei Diabetes mellitus Typ 2, Einnahme vor den Hauptmahlzeiten; NW: u.a. Hypoglykämie, Erhöhung der Leberwerte, unter Repaglinid auch Sehstörungen.

  • Glioblast
    • Glio|blast

    • Synonyme: Spongioblast

    • Englischer Begriff: glioblast

    embryonale Zelle des Neuralrohrs bzw. der Neuralleiste, aus der die Gliazellen hervorgehen.

  • Glioblastom
    • Glio|blastom

    • Synonyme: Glioblastoma multiforme; Astrozytom Grad III–IV; buntes Gliom

    • Englischer Begriff: glioblastoma

    Abbildung

    Hirntumor mit Lokalisation zumeist im Großhirn. V.a. in höherem Alter auftretendes, undifferenziertes, malignes Gliom (histol. Klassifikation der WHO Grad 4; s.a. Hirntumoren) mit ausgeprägter Zellpolymorphie (z.T. mehrkernige Riesenzellen, zahlreiche Mitosen), ausgedehnten regressiven Umwandlungen, Gefäßknäuelbildung, Kapillarsprossung u. Endothelhyperplasie u. sehr schnellem infiltrierendem Wachstum, häufig über den Balken in die andere Hirnhemisphäre („Schmetterlingsgliom“). Klinik: (bei meist kurzer Anamnese) u.a. Kopfschmerzen, Anfälle, Wesensveränderungen, plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen oder Sprachstörungen (Fehldiagnose: Schlaganfall). Diagn.: Computer-, Kernspintomographie, Hirnszintigraphie, stereotaktische Biopsie. Ther.: Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. S.a. Abb.

  • Gliom, diffuses
    Gliom(a)
    • G., diffuses

    Gliomatose.

  • Gliom, malignes
    Gliom(a)
    • G., mali|gnes

    Glioblastom.

  • Gliom, mikrozelluläres
    Gliom(a)
    • G., mikrozelluläres

    Oligodendrogliom.

  • Gliom, peripheres
    Gliom(a)
    • G., peripheres

    Neurinom.

  • Gliom, polymorphes
    Gliom(a)
    • G., polymorphes

    Glioblastom.

  • Glioma
    • Gliom(a)

    • Englischer Begriff: glioma

    Sammelbez. für echte, von der Glia ausgehende, unterschiedlich differenzierte Tumoren im Gehirn (seltener im Rückenmark oder in den Hirnnerven, s.a. Retinoblastom); gehören zu den häufigsten intrakraniellen Tumoren; werden unterteilt in die Untergruppen Astrozytome, Oligodendrogliome u. Glioblastome; s.a. Ependymom, Medulloblastom, Hirntumoren.

  • Glioma durum
    Gliom(a)
    • G. durum

    fibrilläres Astrozytom.

  • Glioma ganglionare
    Gliom(a)
    • G. ganglionare

    • Englischer Begriff: ganglionic g.

    Ganglioneurom.

  • Gliomatose
    • Gliomatose

    • Englischer Begriff: gliomatosis

    diffuses Wachstum von Gliomen innerhalb eines bestimmten Hirnabschnitts (Rindenareal, Sehhügel, Pons, Tractus opticus u. olfactorius etc.).

  • Gliomatose, hereditäre
    Gliomatose
    • G., hereditäre

    Turcot-Syndrom.

  • Gliomyxom
    • Glio|myxom

    • Englischer Begriff: gliomyxoma

    Spongioblastom.

  • Glioneuroblastom
    • Glio|neuro|blastom

    • Synonyme: Glioneurom

    • Englischer Begriff: glioneuroblastoma

    • Fach: Pathologie

    Ganglioneurom.

  • Gliopathie, metabolische
    • Gliopathie, metabolische

    • Englischer Begriff: metabolic glial dysfunction

    Gliaschwellung infolge Stoffwechselerkrankung, z.B. bei Lebererkrankungen oder Wilson-Syndrom.

  • Gliosarkom

      bösartiger Tumor des Gehirns; meist als Glioblastom mit sarkomatöser Komponente; tritt vorwiegend im Schläfenlappen auf.

    • Gliose
      • Gliose

      • Synonyme: Gliosis

      • Englischer Begriff: gliosis

      • Fach: Pathologie

      Vermehrung faserbildender Glia bzw. Neubildung von Gliafasern, meist als Narbengewebe des zentralen Nervensystems (reparatorische G.). Im Gehirn z.B. als lobäre G. (lappenbegrenzte), als hemisphärische G. (eine Hemisphäre erfassende, d.h. unilaterale) oder als basiläre G. (in Hirnstamm, Thalamus, Striatum). Im Rückenmark (spinale G.) u.a. bei Dysrhaphie, Syringomyelie.

    • Gliozyt
      • Glio|zyt

      • Englischer Begriff: gliocyte

      Gliazelle; s.a. Glia. Als Gliocytus centralis der Ependymo-, Astro-, Oligodendrocytus u. Mikroglia, als Gliocytus periphericus der G. ganglii u. terminalis sowie der Neurolemmocytus (G. der Ganglien, der Nervenendkörperchen, des Neurolemms).

    • Gliozytom
      • Glio|zytom

      • Englischer Begriff: gliocytoma

      • Fach: Pathologie

      Glioblastom.

    • Glipizid
      • Glipizid; Gliquidon; Glisoxepid

      • Englischer Begriff: glipizide; gliquidone; glisoxepide

      orale Antidiabetica (Sulfonylharnstoff-Derivate).

    • Glisson
      • Glisson

      • Biogr.: Francis G., 1597–1677, Arzt, London

    • Glisson-Dreieck
      Glisson
      • G.-Dreieck

      • Synonyme: G.-Feld; Canalis portalis

      • Englischer Begriff: portal canal

      das 3- oder mehreckige „(Peri-)Portalfeld“, der Bindegewebszwickel der Capsula fibrosa perivascularis (G.-Kapsel) an der Grenze mehrerer Leberläppchen (dort Abb.). Enthält je einen Ast der Vena u. Arteria interlobularis (aus der V. portae bzw. A. hepatica) u. einen Gallengang („G.-Trias“) sowie kleinste Lymphgefäße. Wichtig für histol. Beurteilung von Lebererkrankungen.

    • Glisson-Krankheit
      Glisson
      • G.-Krankheit

      • Englischer Begriff: Glisson's disease

      Rachitis.

    • Glisson-Schlinge
      Glisson
      • G.-Schlinge

      • Synonyme: artificialis corporis suspensio

      • Englischer Begriff: G.'s sling

      halfterartiger, gepolsterter Leder- oder Gummiring (mit seitl. Schlaufen) als Mittel für eine am Kopf (Unterkiefer u. Hinterhauptshöcker) angreifende Zug- oder Extensionsbehandlung. Meist als schräge/vertikale Suspension mit Schrägbett oder am Suspensionsgalgen (G.-Schwebe), z.B. bei Halswirbelsäulenverletzungen, zervikalem Bandscheibensyndrom, Spondylitis.

    • Glissonitis
      • Glissonitis

      • Englischer Begriff: glissonitis

      Entzündung der Glisson-Kapsel.

    • Glitazone
      • Synonyme: Thiazolidindione

      • Englischer Begriff: glitazones; thiazolidinediones

      orale Antidiabetica (Thiazolidin-Derivate); sog. Insulin-Sensitizer. Wirkung: Besserung der Insulinresistenz, Steigerung der Glukoseaufnahme in die periphere Muskelzelle, Hemmung der Lipolyse u. der hepatischen Glukoneogenese. Wirkst.: z.B. Rosiglitazon, Pioglitazon, Troglitazon; Anw. bei Diabetes mellitus Typ 2; NW: u.a. Hypo- u. Hyperglykämie, Gewichtszunahme, Ödeme.

    • Glitzerzelle
      • Englischer Begriff: glitter cell

      • Fach: Urologie

      Sternheimer-Zelle.

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