Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Gamont
    • Gamont

    • Englischer Begriff: gamont

    • Fach: Protozoologie

    (Mero-)Gameten bildende Zelle (= Gametozyt), v.a. bei Sporozoen (z.B. Plasmodium); s.a. Schizont.

  • Gamozyt
    • Gamo|zyt

    Gamet; s.a. Gametozyt.

  • Gamstorp-Syndrom
    • Gamstorp-Syndrom

    • Englischer Begriff: Gamstorp episodic adynamia

    • Biogr.: Ingrid G., schwed. Kinderärztin

    Adynamia episodica hereditaria: periodische schlaffe Lähmungen (Dauer ca. 1 Std.) der Extremitäten u. des Rumpfes infolge autosomal-dominant erblicher Störung des Kaliumstoffwechsels; als hyper- u. hypokaliämischer Typ.

  • Ganciclovir
    • Englischer Begriff: ganciclovir

    Virostatikum; hemmt v.a. die virale DNS-Polymerase. Anw. bei Zytomegalie-Infektionen (v.a. bei AIDS).

  • Gandy-Knötchen
    • Gandy-Knötchen

    s.u. Gamna.

  • Gang
    • Gang 1)
      Gang
      • 1)

      • Englischer Begriff: duct

      • Fach: Anatomie

      Ductus, Ductulus, Canalis, Canaliculus.

    • Gang 2)
      Gang
      • 2)

      • Englischer Begriff: gait

      Abbildung

      die Art des Gehens; krankhafte Abweichungen z.B. als Brachybasie, Hinken, Stepper-, Scheren-, Watschelgang (s.a. Abb.).

    • Gang, ataktischer
      Gang  >  Gang 2)
      • G., ataktischer

      • Englischer Begriff: ataxic g.

      unsicherer, breitbeiniger G. mit ausfahrenden Beinbewegungen u. übertriebenem Anheben u. hackendem Aufsetzen der Füße, v.a. bei Störung der Tiefensensibilität.

    • Gang, paraparetischer
      Gang  >  Gang 2)
      • G., para|paretischer

      Gangstörung bei beidseitiger spastischer Lähmung (Paraparese); mit nur langsamer Fortbewegung der kaum vom Boden gelösten Füße.

    • Gang, paretischer
      Gang  >  Gang 2)
      • G., paretischer

      variable, vom jeweiligen Funktionsausfall (Lähmung) abhängige Gangstörungen bei Schädigungen des 2. motorischen Neurons (der Pyramidenbahn); mit schwach ausgeprägter schlaffer Lähmung der zugehörigen Beinmuskulatur.

    • Gang, spastischer
      Gang  >  Gang 2)
      • G., spastischer

      • Englischer Begriff: spastic g.

      variable Gangstörungen bei Schädigung des 1. (zentralen) motorischen Neurons (der Pyramidenbahn); mit mehr oder minder ausgeprägter Verkrampfung (Spastizität) der betroffenen Beinmuskulatur. Als spastisch-ataktischer G. (d.h. mit zusätzlicher Ataxie) v.a. bei multipler Sklerose.

    • Gang, zerebellarer
      Gang  >  Gang 2)
      • G., zerebellarer

      • Englischer Begriff: cerebellar g.

      taumelnder, unsicherer G. („G. des Betrunkenen“) bei gestörter Kleinhirnfunktion (bei einseitiger Schädigung Abweichen zur kranken Seite).

    • Gangabweichung
      • Gang|abweichung

      • Englischer Begriff: gait deviation

      • Fach: Neurologie

      das unwillkürliche Abweichen von der eingeschlagenen Gehrichtung, v.a. bei Funktionsstörung des Kleinhirns oder Vestibularapparates.

    • Ganganalyse
      • Gang|analyse

      Untersuchung u. Beurteilung des Bewegungsablaufes beim Gehen. Der normale Gang setzt sich aus Stand- u. Schwungphase zusammen. Die G. ist geeignet zur Dokumentation des Gangbildes (z.B. prä- und postoperativ), Bewegungsanalyse des gesamten Körpers oder einzelner Gelenke (Dysbalancen, Beurteilung der intermuskulären Koordination), Anpassung u. Funktionsprüfung von Prothesen/Orthesen, bei Verwendung von Kraftmessplatten auch zur Messung von Teilbelastungen u. Beurteilung des Einsatzes von Gehhilfen. Eine G. lässt sich durch visuelle Beobachtung (große Erfahrung erforderlich!) erstellen oder mit Unterstützung technischer Hilfsmittel wie Videoaufzeichnung, High-Speed-Photographie, Pedobarographie oder als computergestützte Ganganalyse. Kriterien: Beurteilt werden Fußstellung u. -belastung; Abrollbewegung; Schrittlänge, Schrittrhythmus u. Spurbreite; Knie, Hüfte, Becken; Schultern, Ellenbogen; reaktiver Armschwung. Normwerte (Mittelwerte): Kadenz (Anzahl der Schritte pro Min.): Männer 111 Schritte, Frauen 117 Schritte; Geschwindigkeit: 82 m pro Min.; Schrittlänge: Männer 1,46 m, Frauen 1,28 m; Schrittbreite: ca. 10 cm.

    • Gangformen
      • Gang|formen

      bei Funktionsstörungen u. Erkrankungen der unteren Extremität eingesetzte Gehtechniken, wobei der Patient durch Gehhilfen wie z.B. Unterarmgehstützen oder durch den Therapeuten unterstützt wird. G. ohne oder nur mit Teilbelastung: Schwunggang: betroffenes Bein wird im Gehrhythmus in der Luft nach vorn bewegt; G. ohne Belastung. Wegen des Bewegungsablaufes, der sich deutlich vom normalen Gangbild abhebt, heute kaum noch gebräuchlich. Unbelasteter 3-Punkte-Gang: betroffenes Bein wird mit Bodenkontakt zwischen die Stützen gesetzt, dabei entweder nur Sohlenkontakt oder Belastung mit dem Eigengewicht des Beines (ca. 15 kg). Teilbelasteter 3-Punkte-Gang: entspricht dem unbelasteten 3-Punkte-Gang, wobei anfänglich die vom Arzt erlaubte Belastung mit Hilfe von zwei Personenwaagen eingeübt wird. Der Pat. steht dabei mit jedem Bein auf einer Waage u. verlagert sein Körpergewicht so weit auf die betroffene Seite, bis die zulässige Belastung erreicht ist. G. mit Vollbelastung oder mind. halbem Körpergewicht: 4-Punkte-Gang: Es werden nacheinander rechte Stütze, linkes Bein, linke Stütze u. rechtes Bein vorgesetzt. Dieser Gang wird eingesetzt, wenn schmerzbedingt viel Entlastung erforderlich ist oder Zerebralparesen u. Paraplegien bestehen. 2-Punkte-Gang: Es werden gleichzeitig rechte Stütze u. linkes Bein, dann linke Stütze u. rechtes Bein vorgesetzt. Diese G. weist ein flüssigeres Gangbild auf u. ist – wenn mgl. – dem 4-Punkte-Gang vorzuziehen. Kreuzgang mit einer Stütze: Die Gehstütze wird immer auf der gesunden Seite gleichzeitig mit dem betroffenen Bein aufgesetzt. Sonderformen: Darüber hinaus gibt es z.B. bei Paraplegikern Sonderformen wie den Zugschwunggang oder den Durchschwunggang, wobei beide Beine gleichzeitig bis zu den Stützen bzw. vor die Stützen geschwungen werden. Weitere, Unterstützung durch einen Therapeuten erfordernde, Gangformen bei neurologisch erkrankten Patienten sind Rotations-, Zügel-, Oberschenkel-, Klatsch-, Sturmgang.

    • Ganglia
      • Gan|glia

      Plur. von Ganglion.

    • Ganglia aorticorenalia
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • Ggll. aortico|renalia

      autonome G. um die Nierenarterien.

    • Ganglia cervicalae
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • Ggll. cervicales

      G. c. inferius, das untere Halsganglion des Grenzstrangs (Truncus sympathicus). Analog: G. c. medium das mittlere, G. c. superius das obere Halsganglion. S.a. G. vertebrale.

    • Ganglia intramuralia
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • Ggll. intra|muralia

      die in den Nervengeflechten der Wandung der Hohlorgane vorkommenden Ganglien, z.B. in der Darmwand (s.a. Plexus myentericus). Bestehen aus parasympathischen Zellen (s.a. Ganglienblocker), postganglionären sympathischen Fasern u. – durchlaufenden, zentralwärts gerichteten – sensiblen Fasern.

    • Ganglia lumbalia
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • Ggll. lumbalia

      Grenzstrang-Ggll. der Lendenwirbelsäule.

    • Ganglia renalia
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • Ggll. renalia

      kleine Ganglienzellgruppen im Plexus renalis. Versorgen die Niere; mit Verbindung zu Nervenästen der Nebenniere u. des Plexus coeliacus.

    • Gangliektomie
      • Gan|gli|ektomie

      Ganglionektomie.

    • Ganglien
      • Gan|glien

      Plur. von Ganglion.

    • Ganglienblockade
      • Gan|glien|blockade

      • Englischer Begriff: ganglionic block(ade)

      Erschwerung bis Aufhebung der Impulsübertragung in den Synapsen der Ganglien des vegetativen Nervensystems v.a. durch Ganglienblocker, die mit den Rezeptoren des Überträgerstoffes Acetylcholin reagieren u. so eine Depolarisierung verhindern (Blockierung aber auch durch Nicotin, das zu anhaltender Depolarisierung der postsynaptischen Membran führt).

    • Ganglienblocker
      • Ganglienblocker

      • Englischer Begriff: ganglionic blockers

      Stoffe, die zu Ganglienblockade führen, z.B. Hexamethoniumbromid. Bewirken Blutdrucksenkung u. Dämpfung vasomotorischer Reflexe (Ausschaltung sympathischer Ganglien u. damit der vasomotorischen Impulse); wegen starker NW (durch unvermeidbare Parasympathikusblockade) heute nicht mehr verwendet.

    • Ganglienleiste
      • Gan|glien|leiste

      Neuralleiste.

    • Ganglienzelle
      • Gan|glien|zelle

      • Synonyme: Gangliozyt

      • Englischer Begriff: ganglion cell

      eine Nervenzelle (s.a. Ganglion).

    • Ganglienzellschicht
      • Gan|glien|zellschicht

      • Englischer Begriff: ganglion cell layer

      • Fach: Histologie

      Stratum ganglionare (der Netzhaut); s.a. Stratum granulosum cerebelli.

    • Gangliitis
      • Gan|gli|itis

      • Englischer Begriff: gangliitis

      Ganglionitis.

    • Ganglioblast
      • Gan|glio|blast

      • Englischer Begriff: ganglioblast

      • Fach: Embryologie

      Neuroblast.

    • Gangliolyse
      • Gan|glio|lyse

      • Englischer Begriff: gangliolysis

      Untergang von Ganglienzellen; führt u.a. zu Chromatolyse.

    • Ganglioma
      • Gan|gliom(a)

      • Englischer Begriff: ganglioma

      aus Ganglienzellen aufgebauter Tumor; i.e.S. das Ganglioneurom; s.a. Sympathoblastom.

    • Ganglion
      • Gan|glion

    • Ganglion 1)
      Ganglion
      • 1)

      • Synonyme: Überbein

      • Englischer Begriff: myxoid cyst; ganglion

      Hygrom.

    • Ganglion 2)
      Ganglion
      • 2)

      • Synonyme: G. nervosum; Ggl. (Abk.); Ganglia, Ggll. (Plur.)

      • Englischer Begriff: ganglion (Plur. ganglia)

      der von einer Kapsel umschlossene „Ganglienzellknoten“ (Nervenzellen u. -fasern mit umhüllenden gliösen Mantelzellen) als Verdickung im Verlauf der Hirnnerven u. der Rückenmark- = Spinalnerven (G. spinale) u. als cholinerge Schaltstelle im vegetativen Nervensystem (s.a. Nervensystem).

    • Ganglion 3)
      Ganglion
      • 3)

      Bez. für Hirnkerne (Basalganglien).

    • Ganglion cardiacum magnum
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. cardiacum magnum

      Wrisberg-Ganglion.

    • Ganglion cervicale uteri
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. cervicale uteri

      • Synonyme: Frankenhäuser-G.

      plattenförmiges G. des Plexus uterovaginalis im Bereich der großen Gebärmuttergefäße (Vasa uterina) nahe der Cervix uteri u. dem hinteren Scheidengewölbe.

    • Ganglion cervicothoracicum
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. cervico|thoracicum

      • Synonyme: G. stellatum

      das vor dem Querfortsatz des 7. Halswirbels gelegene sternförmige G. des Grenzstrangs als Verschmelzungsgebilde des G. cervicale inferius mit dem 1. Ganglion des Brustteils des Grenzstrangs.

    • Ganglion ciliare
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. ciliare

      • Synonyme: Schacher-G.

      parasympathisches G., 2 cm hinter dem Augapfel seitlich des N. opticus (zwischen N. Opticus u. M. rectus lat.). Mit Radix oculomotoria (Radix brevis; Fasern des in diesem G. beginnenden 2. Neurons des N. oculomotorius), Radix sympathica (Radix longa; vom Plexus caroticus internus) u. Radix nasociliaris (vom N. nasociliaris; als sensible Nervi ciliares breves das G. ohne Umschaltung – wie auch die sympathischen Fasern – verlassend). Die postganglionären parasympathischen Fasern innervieren innere Augenmuskeln (M. ciliaris u. M. sphincter pupillae). S.a. Charlin-Syndrom.

    • Ganglion cochleare
    • Ganglion coeliacum
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. coeliacum

      paariges Bauchganglion, das beidseits des Truncus coeliacus vor der Wirbelsäule am Abgang der großen Äste der Bauchaorta liegt und oft ringförmig geschlossen oder mehrteilig ist (s.a. Plexus coeliacus). Eingeschaltet in das vegetative Bauchaortengeflecht (Plexus aorticus).

    • Ganglion Gasseri
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. Gasseri

      • Englischer Begriff: gasserian g.

      Ganglion trigeminale.

    • Ganglion geniculi
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. geniculi

      G. am Knie (Geniculum) des N. facialis. Besteht aus pseudounipolaren Zellen, deren zentrale Fortsätze (= sensorischer Anteil des Nervus intermedius) im Tractus solitarius der Oblongata enden, während die peripheren im N. facialis u. der Chorda tympani zur Zunge verlaufen (für Geschmackszellen der Papillae fungiformes). S.a. Melkersson-Rosenthal-Syndrom.

    • Ganglion impar
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. impar

      median, vor dem Steißbein liegendes, unpaares u. unterstes G. des Truncus sympathicus.

    • Ganglion inferius nervi glossopharyngei
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. inferius nervi glossopharyngei

      • Synonyme: G. caudale

      unteres G. des N. glossopharyngeus in der Fossula petrosa unterhalb des Formen jugulare. Größer als das G. superius nn. glossopharyngei.

    • Ganglion inferius nervi vagi
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. inferius nervi vagi

      • Synonyme: G. caudale

      unteres G. des N. vagus nach Austritt aus dem Foramen jugulare. Größer als das G. superius nn. vagi.

    • Ganglion mesentericum inferius
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. mesentericum inferius

      im Plexus mesentericus inferior gelegenes, prävertebrales sympathisches G.

    • Ganglion mesentericum superius
      Ganglion  >  Ganglion 2)
      • G. mesentericum superius

      sympathisches G. entlang der Aorta in Höhe der A. mesenterica superior.

    1657