Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Grenzstrangresektion
    • Grenzstrang|resektion

    • Englischer Begriff: sympathectomy

    Sympathektomie, Stellektomie; s.a. Denervierung.

  • Grenzwellenlänge
    • Grenz|wellen|länge

    • Englischer Begriff: minimum wavelength

    in einem Röntgenstrahlenspektrum die kürzeste erreichbare Wellenlänge; s.a. Bremsstrahlung, Härte.

  • Grenzwert
    • Grenz|wert

    • Englischer Begriff: threshold value

    in der Umweltmedizin die für den Organismus gerade noch tolerable Konzentration eines Schadstoffes, z.B. in Lebensmitteln u. in der Luft.

  • Grenzwinkel
    • Grenz|winkel

    • Synonyme: Minimum separabile

    • Englischer Begriff: critical angle

    • Fach: Ophthalmologie

    der kleinste Winkel, unter dem das Auge 2 punktförmige Lichtquellen noch getrennt wahrnimmt (normal 1 Bogenminute) als Maß für die Sehschärfe.

  • Grenzzone, bradytrophe
    • Grenz|zone, brady|trophe

    • Englischer Begriff: grenz zone (limiting diffusion)

    • Fach: Angiologie

    die aus der Subintima (interstitielles Stratum subendotheliale + Membrana elastica interna) u. der Innenschicht der Tunica media bestehende Arterienwandschicht, die hinsichtlich Diffusion (u. damit Ernährung) als „kritische“ Schicht der Arterienwand gilt; s.a. Border-Zone.

  • Grenzzonenamputation
    • Grenz|zonen|amputation

    Amputation des gangränösen Teils im Akren- oder Vorfußbereich bei klarer Demarkation zum gesunden proximalen Teil, z.B. bei diabetischer Gangrän.

  • Grenzzoneninfarkt
    • Grenzzonen|infarkt

    Grenzlinieninfarkt.

  • Grey-out
    • Grey-out

    • Etymol.: engl.

    das „Grauwerden“ des Gesichtsfeldes als Effekt hoher Beschleunigung. S.a. Blackout.

  • Grey-Syndrom
    • Synonyme: Grau-Syndrom

    • Etymol.: engl.

    Krankheitsbild beim Früh- u. Neugeborenen nach Behandlung mit Chloramphenicol. Ätiol.: entsteht durch physiolog. Unreife der Entgiftung (durch Glucoronidierung) infolge der frühkindlichen Enzymschwäche. Es resultiert eine verzögerte renale Elimination, und daher eine Kumulation von Chloramphenicol in Organen. Klinik: aschgraues Hautkolorit, Temperatursturz, Erbrechen, Atemnot, Nahrungsverweigerung. Evtl. tödlicher Verlauf. Die Schwere der Erkrankung ist vermeidbar durch rasches Absetzen des Medikaments, das in den ersten 4 Wo. nur bei strengster Indikation anzuwenden ist.

  • GRG
  • GRH
    • Englischer Begriff: growth hormone releasing hormone

    hypothalamisches Peptid mit 1–44 Aminosäuren, das die Freisetzung von Wachstumshormonen stimuliert. S.a. Somatotropin.

  • Griebe
    • Synonyme: Griefe

    • Englischer Begriff: cold sores; fever blisters

    volkstümliche Bezeichnung für Herpes simplex der Lippen; i.w.S. auch für Mundwinkelrhagaden.

  • Griesinger
    • Griesinger

    • Biogr.: Wilhelm G., 1817–1868, dtsch. Neurologe

  • Griesinger-Krankheit
    Griesinger
    • G.-Krankheit

    • Synonyme: spinale progressive Muskelatrophie

    • Englischer Begriff: Griesinger's disease

    s.u. Muskelatrophie, neurogene.

  • Griesinger-Zeichen
    Griesinger
    • G.-Zeichen

    • Englischer Begriff: G.'s sign

    retromastoidales druckempfindliches Ödem mit Venenerweiterung bei Sinus-transversus-Thrombose.

  • Grieß
    • Englischer Begriff: gravel

    • Fach: Pathologie

    kleinste Gallen-, Nierensteinchen („Gallen-“, „Harngrieß“).

  • Griess-Ilosvay-Azoreaktion
    • Griess(-Ilosvay)-Azoreaktion

    • Englischer Begriff: Griess test

    • Fach: Urologie

    Nitrit- u. damit indirekt Coli-Bakterien-Nachweis im Harn durch Zusatz von Nitritreagens (Sulfanilsäure in Essigsäure + Naphthylamin mit Essigsäure) zur Harnprobe. Im positiven Fall Rotfärbung.

  • Griff
      • 1)
        Handgriff... (mehr)
      • 2)
        Greifstellung der Hand; z.B... (mehr)
    • Griff 1)
      Griff
      • 1)

      • Englischer Begriff: maneuver

      Handgriff.

    • Griff 2)
      Griff
      • 2)

      • Englischer Begriff: grip

      Greifstellung der Hand; z.B. als Fein-, Spitz-, Grobgriff.

    • Griffelfortsatz
      • Griffel|fortsatz

      • Englischer Begriff: styloid process

      • Fach: Anatomie

      Processus styloideus.

    • Griffelschachtelplastik
      • Griffel|schachtelplastik

      (Witt, Lange) Defektüberbrückung bei veraltetem Riss einer breiten Sehne mittels rechteckigen Verschiebelappens aus dem proximalen Sehnenstumpf u. schubfachartige Verlagerung desselben in den peripheren Stumpf; v.a. bei Achillessehnendefekten.

    • Grimassieren
      • Englischer Begriff: grimacing

      • Fach: Psychologie

      Verziehen der Gesichtsmuskulatur ohne entsprechenden seelischen Vorgang („leere“ Mimik). Vorkommen besonders bei Hebephrenie.

    • Grimmdarm
      • Grimm|darm

      • Fach: Anatomie

      Colon.

    • Grind
      • Englischer Begriff: scab

      schuppende, nässende u. verkrustende Hautausschläge (v.a. Impetigo = feuchter G.).

    • Grindeliae herba
      • Synonyme: Grindeliakraut

      Abbildung

      Heilpflanze mit nachgewiesener Wirkung bei Katarrhen der oberen Luftwege (antibakteriell, expektorierend, leicht spasmolytisch).

    • Grindellakraut
    • Grindflechte
      • Grind|flechte

      Tinea capitis, Favus.

    • Grindgeschwür
      • Grind|geschwür

      Ekthyma.

    • grippaler Infekt
      • Englischer Begriff: common cold

      Sammelbezeichnung für eine meist durch Viren verursachte fieberhafte Erkrankung mit Katarrh der oberen Luftwege, deren Symptome denen eines leichten Verlaufs der echten Grippe ähnlich sind; bei fehlenden Komplikationen unterbleiben meist die genauere Definition des Krankheitsbildes u. die virologische u. serologische Diagnostik der vielen in Frage kommenden Virusarten.

    • Grippe
      • Synonyme: Virusgrippe; Influenza

      • Englischer Begriff: influenza

      meist epidemisch, in größeren Zeitabständen (25–30 J.) auch pandemisch auftretende Infektionskrankheit durch Orthomyxoviren (Influenzavirus; v.a. Typ A mit Subtypen u. epidemieeigenen Stämmen sowie Typen B u. C); tritt in den gemäßigten Zonen, bevorzugt in den Wintermonaten, auf. Es besteht starke Neigung zu einer – das Epidemiebild bestimmenden – bakteriellen Superinfektion (1889 v.a. durch Haemophilus influenzae, 1918/19 durch Pneumo-, Strepto-, Staphylokokken, Klebsiella pneumoniae, seit 1930 v.a. Staphylococcus aureus). Seit dem 16. Jh. ca. 30 Pandemien, so in neuerer Zeit die „Spanische G.“ (1918–20 vier Wellen; mit zahlreichen Komplikationen u. ca. 22 Millionen Toten), die „Asiatische G.“ (1957, von der chines. Provinz Yünnan ausgegangen; Typ A2 Asia/Singapore 57; relativ gutartig) u. die sog. Hongkong-Grippe. Klinik: Nach erfolgter Tröpfcheninfektion u. einer Inkubationszeit von wenigen Std. bis Tagen treten Frösteln oder Schüttelfrost, Fieber (bis 40 °C), schweres Krankheitsgefühl, Augen-, Kopf-, Gliedmaßen- u. Brustschmerzen – v.a. hinter dem Brustbein – auf (evtl. auch Konjunktivitis, Herpes labialis u. scharlachartiges = skarlatiniformes Exanthem oder bläschenförmiges Enanthem) sowie Entzündung der Atemwege, v.a. Pharyngitis u. Laryngotracheobronchitis (mit hartnäckigem trockenem Husten), begleitet von Pulsverlangsamung (relative Bradykardie) u. – später – Blutdruckminderung; ab 2. Tag auch Leukopenie u. eventuelle Komplikationen. Ther.: orale Neuraminidase-Hemmer; Prophylaxe mittels Grippeschutzimpfung. Diagn.: stützt sich auf Erregernachweis (in Rachenspülflüssigkeit der ersten Krankheitstage), Hirst-Test, KBR. Progn.: Bei komplikationslosem Verlauf (Dauer etwa 7 Tage) ist die Prognose gut; Rekonvaleszenz kann aber bis zu 4 Wo. dauern.

    • Grippedreieck
      • Grippe|dreieck

      • Fach: Röntgenologie

      das bei Grippepneumonie häufig verschattete mediale Lungenuntergeschoss (bis zur Linie Hilus/Zwerchfellrippenwinkel).

    • Grippeenzephalitis
      • Grippe|enzephalitis

      • Englischer Begriff: influenzal encephalitis

      Encephalitis als seltene, wahrscheinlich durch direkten Virusbefall des zentralen Nervensystems verursachte Grippekomplikation. Klinik: erneuter Fieberanstieg in der 2. Woche, Erbrechen, Krampfanfälle, Augenmuskellähmungen, psychische Störungen (Delirien, „motorische Unruhe“, Depressionen, Halluzinationen). – Verlauf evtl. tödlich; Heilung evtl. nur als Defektheilung.

    • Grippeimpfstoff
      • Grippe|impfstoff

      • Englischer Begriff: influenza vaccine

      s.u. Grippeschutzimpfung.

    • Grippekrupp
      • Grippe|krupp

      • Synonyme: -croup

      s.u. Pseudokrupp.

    • Grippekrupposa
      • Grippe|krupposa

      s.u. Grippepneumonie.

    • Grippemyokarditis
      • Grippe|myokarditis

      • Englischer Begriff: influenzal myocarditis

      unmittelbar oder nach ein- bis mehrwöchigem Intervall als Grippekomplikation auftretende Herzmuskelentzündung (Myokarditis) mit oft irreparabler Herzschädigung.

    • Grippepneumonie
      • Grippe|pneumonie

      • Englischer Begriff: influenzal pneumonia

      ca. 4–6 Tage nach Grippebeginn auftretende Lungenentzündung (meist als Bronchopneumonie) mit Neigung zu Konfluenz der Lungenherde u. zu Komplikationen (Pleuraerguss, Lungenabszess, hämorrhagisches Ödem, Aktivierung einer evtl. Lungentuberkulose). Ätiol.: primär virusbedingt, meist sodann verursacht durch bakterielle Superinfektion (durch Pneumo-, Strepto-, Staphylokokken, Haemophilus). Klinik: erneuter Temperaturanstieg, Husten, eitrig-blutiger Auswurf, schwere Kreislaufschädigung (mit Gesichtszyanose), Apathie; über den betroffenen Lungenpartien (evtl. – bei rasanter Ausbreitung – über dem ganzen Lungenflügel) sind örtliches Knistern, Dämpfung, Bronchialatmen, fein- bis mittelblasige Rasselgeräusche hörbar. Der Röntgenbefund ist oft atypisch (z.B. als zentrale Pneumonie oder miliar). – Selten lobäre Pneumonie („Grippekrupposa“).

    • Grippeschutzimpfung
      • Grippe|schutzimpfung

      • Englischer Begriff: influenza virus vaccination

      aktive Immunisierung gegen Grippe, erfolgt mit mono-, bi- oder polyvalentem Adsorbatimpfstoff aus inaktivierten (abgetöteten oder abgeschwächten = attenuierten, auf Hühnerbruteiern gezüchteten) Grippeviren; oder mit „Subunit“-Impfstoff, der nur noch Hämagglutinin u. Neuraminidase des Virus enthält. – Wirkungsdauer höchstens 1 Jahr. Die G. ist v.a. angezeigt bei Vorliegen von chronischen Herz-Kreislauf- u. Lungenerkrankungen, bei Addison-Krankheit, Frühschwangerschaft, hohem Lebensalter (über 65 Jahre) u. Kindern aller Altersgruppen mit chronischen Erkrankungen des Respirationstrakts; Kontraindikation: Hühnereiweiß-Allergie.

    • Grippevirus
      • Grippe|virus

      Influenzavirus.

    • grippös
      • Synonyme: grippoid

      • Englischer Begriff: influenzal

      grippal (grippaler Infekt).

    • Grippotyphosa
      • Grippo|typhosa

      • Fach: Bakteriologie

      eine Serogruppe von Leptospira interrogans.

    • Grisel-Syndrom
      • Grisel-Syndrom

      • Synonyme: Torticollis atlantoepistrophealis

      • Englischer Begriff: Grisel's disease

      nach Entzündungen des Nasen-Rachen-Raums vorkommender schmerzhafter Schiefhals durch Verdrehung u. seitliche Luxation des Atlas im Atlantoaxialgelenk; s.a. Zervikobrachialsyndrom.

    • Griseofulvin
      • Griseofulvin

      • Englischer Begriff: griseofulvin

      orales Antimykotikum aus Penicillium griseofulvum. Wirkung: fungistatisch gegen Dermatophyten (Trichophyton, Microsporum, Epidermophyton) durch Hemmung der Hyphenbildung; unwirksam bei lokaler Anw. NW: vereinzelt treten Magen-Darm-Störungen, Kopfschmerzen, Symptome seitens des Nierensystems, leichte allerg. Reaktionen, Photosensibilisierung auf.

    • griseus
      • griseus

      • Etymol.: latein.

      • Englischer Begriff: gray

      grau, z.B. Substantia grisea.

    • Gritti-Amputation
      • Gritti-Amputation

      • Englischer Begriff: Gritti's operation

      osteoplastische Oberschenkelamputation mit Deckung der Markhöhle durch die in ihren Weichteilen verbleibende Kniescheibe.

    • Grob-Pinselung
      • Grob-Pinselung

      • Biogr.: Max G., 1901–1976, Kinderchirurg, Zürich

      Verschorfung einer zunächst nicht operativ versorgbaren Omphalozele (Nabelschnurbruch) durch wiederholtes Pinseln mit 2%iger wässriger Mercurochrom-Lösung, gefolgt von allmählicher stufenweiser Rückverlagerung des Eingeweidebruches durch zirkuläres Wickeln des Bauches. Nach Abstoßen des Schorfes folgt Epithelisierung vom Rand her; später op. Bruchpfortenverschluss.

    • Grobraster
      • Grob|raster

      • Englischer Begriff: coarse grid

      • Fach: Röntgenologie

      Blendenraster mit ca. zehn Lamellen pro Zentimeter.

    • grobschlägig
      • grob|schlägig

      • Englischer Begriff: coarse

      s.u. Tremor.

    • Grocco-Rauchfuß-Dreieck
      • Grocco-Rauchfuß-Dreieck

      • Englischer Begriff: Grocco's triangle

      über dem Brustkorb neben der Wirbelsäule feststellbare Dämpfung in Dreiecksform auf der Gegenseite eines großen Pleuraergusses, der zu Verdrängung des hinteren Mediastinums zur Gegenseite führt; am Dämpfungsbereich abgeschwächtes Atemgeräusch und aufgehobener Stimmfremitus; s.a. Damoiseau-Linie (Abb.).

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