Medizin-Lexikon: Einträge mit "G"

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  • Gänsegurgelureter
    • Gänse|gurgel|ureter

    • Englischer Begriff: goose neck ureter

    der bei Urotuberkulose durch schwielige Periureteritis u. infiltrative Wandentzündung in ein weitgehend starres Rohr verwandelte Harnleiter.

  • Gänsehaut
    • Gänse|haut

    • Englischer Begriff: goose flesh

    Cutis anserina.

  • Ganser-Syndrom
    • Ganser-Syndrom

    • Synonyme: Pseudodemenz; sog. Scheinblödsinn; Zweckpsychose

    • Englischer Begriff: Ganser's syndrome

    • Biogr.: Sigbert G., 1853–1931, Psychiater, Dresden

    als „hysterischer Dämmerzustand“ beschriebene Wunsch- u. Zweckreaktion in Form des Vorbeiredens, Vorbeihandelns u. Nicht-wissen-Wollens; wird interpretiert als Ausdruck der Simulation einer Geisteskrankheit, in seelisch belastenden Situationen, z.B. bei Häftlingen als Ausdruck einer Gefängnispsychose. – Analoge Symptome auch in Dämmerzuständen nach Apoplexie u. Hirnverletzung, bei Hirntumor und progressiver Paralyse beobachtet.

  • Gänsslen-Erbsyndrom
    • Gänsslen-Erbsyndrom

    • Englischer Begriff: Minkowski-Chauffard syndrome

    • Biogr.: Max G., 1895–1969, Internist, Tübingen

    Kugelzellenanämie.

  • Ganter-Sonde
    • Ganter-Sonde

    • Englischer Begriff: Ganter's tube

    Duodenalsonde (Weichgummi; 15–18 Charr) mit zentraler Öffnung u. 8 spiralig angeordneten spitzennahen Augen.

  • Ganz...
  • Ganzheitsmedizin
    • Ganz|heits|medizin

    • Englischer Begriff: holistic medicine

    eine Richtung der Medizin, die bestrebt ist, Krankheiten nicht nur als Einzelerscheinung – bezogen auf das entsprechende Organ oder Organsystem – zu begreifen, sondern bei Diagnostik u. Therapie den körperlich-geistigen Gesamtzustand des Patienten zu erfassen, d.h. von einem Krankheitsbegriff ausgeht, der Krankheiten als Störung dieses Gesamtzustandes betrachtet; s.a. Psychosomatik. In der Naturheilkunde u. Regulationsmedizin werden darunter eine Diagn. u. Ther. verstanden, die neben der Berücksichtigung aller Aspekte der Krankheitsentstehung auch verschiedene Gesichtspunkte in der Behandlung (multimodales Therapiekonzept) berücksichtigen und unterschiedliche Methoden mit dem Ziel synergistischer Therapieeffekte kombinieren.

  • Ganzkörper-MR-Angiographie
  • Ganzkörperaufnahme
    • Ganz|körper|aufnahme

    • Fach: Röntgenologie

    Fernaufnahme des gesamten Skeletts; s.a. Wirbelsäulen(ganz)aufnahme.

  • Ganzkörperbestrahlung
    • Ganz|körper|bestrahlung

    • Englischer Begriff: whole body irradiation

    etwa gleichmäßige Exposition des gesamten Körpers gegenüber einer ionisierenden Strahlung. Als Strahlenunfall (Schäden s.u. Strahlensyndrom) oder als Strahlentherapie v.a. vor Knochenmarktransplantation, ferner bei generalisierten Hautkrankheiten (z.B. Mycosis fungoides) u. bei Blutkrankheiten. Zur Erzielung einer homogenen Dosis werden Ausgleichskörper nach Ganzkörpertomographie und Rechneroptimierung gefertigt.

  • Ganzkörperhyperthermie, extrakorporale
    • Ganz|körper|hyper|thermie, extrakorporale

    s.u. Hyperthermie, künstliche.

  • Ganzkörperplethysmographie
    • Ganz|körper|plethysmo|graphie

    • Englischer Begriff: whole body plethysmography

    Abbildung

    Plethysmographie zur Messung des Atemwegswiderstands (bronchialer Strömungswiderstand, „air-way resistance“) u. des funktionellen Residualvolumens mittels eines als luftdichte Kabine (Inhalt 400–800 l) gebauten Plethysmographen, in dem der Proband sitzt u. durch einen Pneumotachographen mit Verschlussventil unter thermostabilen Bedingungen atmet; Abb.

  • Ganzkörperszintigraphie
    • Ganz|körper|szinti|graphie

    s.u. Skelettszintigraphie.

  • Ganzkörpertomographie
    • Ganz|körper|tomo|graphie

    • Englischer Begriff: whole body tomography

    Computer-Tomographie des Kopfes u. Rumpfes (Arme u. Beine, Thorax-, Bauch- u. Beckenorgane umfassend); v.a. zur Bestrahlungsplanung.

  • Ganzkörperzähler
    • Ganz|körper|zähler

    • Englischer Begriff: whole body counter

    Messgerät, das mit gammaspektroskopischen Methoden die insgesamt inkorporierten gamma- oder betastrahlenden Stoffe erfasst (Letztere über die Bremsstrahlung).

  • GAP
    • GAP(DH)

    • Fach: Biochemie

    Abk. für Glycerinaldehydphosphat(-dehydrogenase).

  • gap junction
    • Synonyme: Nexus

    • Etymol.: engl. gap = Lücke

    als sog. offene Verbindung der elektronenmikroskopisch erkennbare schmale Spalt zwischen zwei Zellen, über den der Austausch kleinerer Moleküle (u. damit Informationsaustausch) möglich ist.

  • GAR
  • Garceau-Katheter
    • Garceau-Katheter

    • Englischer Begriff: Garceau catheter

    graduierter konischer Harnleiterkatheter mit Flötenspitze.

  • Garcin-Guillain-Syndrom
    • Garcin(-Guillain)-Syndrom

    • Englischer Begriff: Garcin syndrome

    • Fach: Neurologie

    Halbbasis-Syndrom.

  • Gard-Platte
    • Gard-Platte

    • Englischer Begriff: Gard plate

    • Fach: Bakteriologie

    Schwärmplatte.

  • Gardner
    • Gardner

    • Biogr.: 1) Eldon J. G.; geb. 1909, Humangenetiker, Utah, Logan; 2) Frank H. G.; Pädiater, Boston; 3) Lyatt I. G.; amerik. Pädiater u. Humangenetiker, Syracuse; 4) W. James G., 1898–1987, amerikan. Neurochirurg

  • Gardner-Diamond-Syndrom
    Gardner
    • G.-Diamond-Syndrom

    • Englischer Begriff: Gardner-Diamond syndrome

    • Biogr.: Frank H. G.

    eine v.a. bei vegetativ labilen jungen Frauen vorkommende „autoerythrozytäre Sensibilisierung“ mit schmerzhaften Unterhautblutungen (v.a. Extremitäten); durch Eigenblutinjektion reproduzierbar (Reaktion auf Erythrozyten-Stroma).

  • Gardner-Operation
    Gardner
    • G.-Operation

    • Biogr.: W. James G.

    (1946) Resektion des Nervus petrosus major nach osteoklastischer Schädeltrepanation; bei therapieresistenter Migräne u. zur Denervierung der Tränendrüse bei schwerer Keratitis bullosa.

  • Gardner-Silengo-Wachtel-Syndrom
    Gardner
    • G.-Silengo-Wachtel-Syndrom

    • Englischer Begriff: Gardner-Silengo-Wachtel syndrome

    • Biogr.: Lyatt I. G.

    Dysmorphie-Syndrom mit männl. Pseudohermaphroditismus, multiplen Maldeformitäten (Mikrognathie, Herzfehler, Gaumenspalte) und schlechter Überlebensprognose. Entspricht dem Smith-Lemli-Opitz-Syndrom Typ III.

  • Gardner-Syndrom
    Gardner
    • G.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Gardner's syndrome

    • Biogr.: Eldon J. G.

    • 1)
      (1951) autosomal-dominant erbliche Kolonpolyposis, die durch Vorhandensein... (mehr)
    • 2)
      Turner-G... (mehr)
  • Gardner-Syndrom 1)
    Gardner  >  Gardner-Syndrom
    • 1)

    • Synonyme: hereditäre Adenomatosis

    (1951) autosomal-dominant erbliche Kolonpolyposis, die durch Vorhandensein extraintestinaler Manifestationen (z.B. Osteome, Weichteiltumoren) von der familiären adenomatösen Polyposis (Adenomatosis coli) differenziert wird.

  • Gardner-Syndrom 2)
  • Gardner-Wels-Extension
    Gardner
    • G.-Wels-Extension

    Extension der Halswirbelsäule, wobei die temporale Schädelkalotte beidseits als Einwirkungspunkt der Extension dient.

  • Gardnerella vaginalis
    • Gardnerella vaginalis

    • Synonyme: Corynebacterium vaginale; Haemophilus vaginalis

    kapnophile, gramlabile, unbewegliche Stäbchenbakterien von umstrittener Pathogenität (Vaginitis, Urethritis).

  • Gargalästhesie
    • Gargal|ä(sthe)sie

    • Englischer Begriff: gargalesthesia

    Kitzelgefühl bei stärkerer Berührungsreizung.

  • Gargoylismus
    • Gargoylismus

    • Englischer Begriff: gargoylism

    sog. Wasserspeiergesicht; Pfaundler-Hurler-Syndrom; s.a. Mucopolysaccharidosen.

  • Garland-Dreieck
    • Garland-Dreieck

    • Englischer Begriff: Garland's triangle; G.'s line

    • Biogr.: George M. G., 1848–1926, amerikan. Arzt

    die neben der Wirbelsäule (= paravertebral) medial-kranial über der Dämpfung eines Pleuraergusses nachweisbare Zone absoluter oder relativer Schallaufhellung (als rechtwinkliges Dreieck; mit Damoiseau-Ellis-Linie [dort Abb.] = G.-Linie als Hypotenuse).

  • Garré-Osteomyelitis
    • Garré-Osteomyelitis

    • Englischer Begriff: Garré's disease

    • Biogr.: Karl G., 1857–1928, Chirurg, Breslau, Bonn

    Osteomyelitis sicca G.

  • Gärröhrchen
    • Gär|röhrchen

    • Englischer Begriff: fermentation tube

    • Fach: Bakteriologie

    als Durham-Röhrchen ein einseitig geschlossenes Glasröhrchen, das umgekehrt in ein kohlenhydrathaltiges flüssiges Nährmedium gestellt wird. In diesem steigt das bei Abkühlung erstarrende Medium hoch; bei bakterieller Gärung werden darin Gasbläschen sichtbar.

  • Garrulitas vulvae
    • Garrulitas vulvae

    • Synonyme: Incontinentia vulvae s. vaginalis

    • Fach: Gynäkologie

    hörbares Entweichen von Luft aus der Scheide bei Descensus vaginae; i.w.S. auch bei der Scheiden-Mastdarm- = Rektovaginalfistel durch die Scheide abgehende Darmgase (Flatus vaginales).

  • Gartenbohne
  • Gärtner
    • Gärtner

    • Biogr.: August G., 1848–1934, dt. Arzt

  • Gärtner-Bazillus
    Gärtner
    • G.-Bazillus

    • Englischer Begriff: Gärtner's bacillus

    Salmonella enteritidis.

  • Gartner-Gang
    • Gartner-Gang

    • Englischer Begriff: Gartner's duct

    • Biogr.: Hermann Treschow G., 1785–1827, Anatom, Kopenhagen

    funktionsloser Gang des Epoophorons im Ligamentum latum uteri; ein Urnierenrest.

  • Gärtner-Zeichen
    Gärtner
    • G.-Zeichen

    • Englischer Begriff: Gärtner's vein phenomenon

    • Fach: Kardiologie

    Gefülltbleiben der Handrückenvenen auch bei Heben der Arme über Herzhöhe; bei venöser Rückstauung.

  • Gärtod
    • Gärtod

    Silotod.

  • Gärung
    • Englischer Begriff: fermentation

    anaerober – i.w.S. auch aerober – enzymatischer Kohlenhydratabbau durch Mikroorganismen zu organischen, nicht vollständig oxidierten Endstufen; z.B. die alkoholische G. (Abbau durch Hefen zu Äthanol u. CO2), Milchsäuregärung (Milchzuckerabbau durch Milchsäurebakterien zu Milchsäure; ohne Nebenprodukte); ferner als gemischte G. (nach verschiedenen Stoffwechselschemata u. mit verschiedenen Endprodukten), Butanol- u. Glycerin-, Essig-, Ameisen-, Propion-, Butter- u. Zitronensäuregärung; im weitesten Sinne auch der Abbau anderer Naturstoffe, z.B. Eiweiß (anaerob durch Fäulnisbakterien; mit Bildung von Methan oder Schwefelwasserstoff). S.a. Fermentation, Fäulnis, Verwesung.

  • Gärungsbakterien
    • Gärungs|bakterien

    • Englischer Begriff: fermentation bacteria

    Säurebakterien.

  • Gärungsdyspepsie
    • Gärungs|dys|pepsie

    • Synonyme: -entero|kolitis

    • Englischer Begriff: fermentative dyspepsia

    die aus mangelhafter Verdauung der Kohlenhydrate (KH), so bei Enzymmangel u./oder übermäßigem KH-Angebot bzw. bei schlechter KH-Resorption (z.B. bei Mono- u. Disaccharid-Malabsorption), resultierende Verdauungsstörung mit Zunahme der Gärung im Dünn- u. v.a. Dickdarm, häufig gefördert durch veränderte Darmflora, evtl. auch durch fehlende peptische Verdauung oder entzündliche Darmprozesse. Führt zu vermehrter Peristaltik, Meteorismus, Blähungen (Flatulenz), Durchfällen (Gärungsstühle: breiig oder flüssig, hellgelb, säuerlich riechend, mit Gasbläschen durchsetzt).

  • Gärungsprobe
    • Gär(ungs)probe

    • Englischer Begriff: fermentation probe

    der Nachweis von Kohlenhydraten durch Vergären der entsprechenden Probe mit Hefe u. Messen des gebildeten Kohlendioxids im Gärröhrchen oder -saccharimeter.

  • Gärungsreihe
    • Gärungs|reihe

    • Englischer Begriff: fermentation line

    Verfahren zur Prüfung der Gärfähigkeit von Mikroorganismen (z.B. Hefen) unter Verwendung von Kohlenhydraten (Glucose, Galaktose, Saccharose, Maltose, Lactose, Raffinose, Melibiose, Xylose).

  • Gärungsstuhl
    • Gärungs|stuhl

    s.u. Gärungsdyspepsie.

  • GAS
    • Synonyme: Abk. für general adaptation syndrome

    • Etymol.: engl.

    Adaptationssyndrom.

  • Gas
    • Englischer Begriff: gas

    • Fach: Physik

    Aggregatzustand der Materie, bei dem – im Gegensatz zur Flüssigkeit – der Abstand zwischen den frei beweglichen Molekülen beliebig veränderlich ist. Thermodynamisch unterschieden als „ideales G.“ (G., dessen punktförmige Moleküle sich wie elastische Kugeln frei im zur Verfügung stehenden Raum bewegen, keine Anziehungskräfte aufeinander ausüben u. deren Eigenvolumen gegenüber dem Gesamtvolumen vernachlässigbar klein ist) u. als „reales G.“ (Eigenvolumen der Moleküle u. Wechselwirkung untereinander nicht mehr vernachlässigbar). S.a. Dampf; patho Physo..., Pneum(o)..., Aero...

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