Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hämatoporphyrin
    • Hämato|porphyrin

    • Englischer Begriff: hematoporphyrin

    ein künstliches Abbauprodukt des Hämoglobins, Hämins oder Hämatins; ein eisenfreies Häm mit –CHOH–CH3-Gruppen anstelle von –CH=CH2.

    • H.-Derivate
      Abkömmlinge des H., die versuchsweise zur Krebstherapie eingesetzt werden... (mehr)
  • Hämatoporphyrin-Derivate
    Hämatoporphyrin
    • H.-Derivate

    • Synonyme: HPD (Abk.)

    • Englischer Begriff: hematoporphyrin derivatives [photoradiation therapy]

    Abkömmlinge des H., die versuchsweise zur Krebstherapie eingesetzt werden; i.v. zugeführt, reichern sie sich in Tumorzellen an; in diesen entwickelt sich unter Laserlichtbestrahlung Sauerstoff, der die Tumorzellen abtöten soll.

  • Hämatorrhachis
    • Hämator|rhachis

    • 1)
      die Subarachnoidalblutung im Bereich des Rückenmarks; führt zu ausstrahlenden... (mehr)
    • 2)
      Blutung in den Rückenmarkskanal; s.a... (mehr)
  • Hämatorrhachis 1)
    Hämatorrhachis
    • 1)

    die Subarachnoidalblutung im Bereich des Rückenmarks; führt zu ausstrahlenden radikulären Schmerzen, bisweilen auch zu Lähmungen, Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit, Hauthyperästhesie u. -algesie.

  • Hämatorrhachis 2)
    Hämatorrhachis
    • 2)

    • Englischer Begriff: hem(at)orrhachis

    Blutung in den Rückenmarkskanal; s.a. Hämatomyelie.

  • Hämatorrhö
    • Hämator|rhö

    • Englischer Begriff: hemorrhea

    massive Blutung aus einem Organ („Blutsturz“), i.e.S. die Hämoptoe.

  • Hämatosalpinx
    • Hämato|salpinx

    • Englischer Begriff: hem(at)osalpinx

    • Fach: Gynäkologie

    Blutansammlung im – dadurch verdickten – Eileiter, z.B. nach Tubarabort bzw. nach „konsensueller Blutung“ bei Tubargravidität der Gegenseite, bei örtlicher Endometriose, bei Hämatometra. Führt zu wehenartigen Schmerzen, evtl. auch zu peritonealem Schock.

  • Hämatoscheozele
    • Hämat|os|cheo|zele

    • Englischer Begriff: hematoscheocele

    Haematocele (Hämatom) des Hodensackes.

  • Hämatosepsis
    • Hämato|sepsis

    Septikämie.

  • Hämatospermatozele
    • Hämato|spermato|zele

    • Englischer Begriff: hematospermatocele

    Blutansammlung im Samenbläschen.

  • Hämatostatica
    • Hämatosta|tica

    • Synonyme: -tika; Hämostyptika

    • Englischer Begriff: hemostatics

    Mittel zur Blutstillung.

  • Hämatotherapie
    • Hämato|therapie

    • Englischer Begriff: hemotherapy

    Anw. von (Eigen-)Blut oder Blutkonserven zu Heilzwecken.

  • Hämatothorax
    • Hämato|thorax

    Ansammlung aus den Gefäßen ausgetretenen Blutes im Brustraum (Hämatomediastinum, -perikard), i.e.S. aber im Pleuraspalt (Hämatopleura), meist als Hämatopneumothorax.

  • hämatotoxisch
    • hämato|toxisch

    • Englischer Begriff: hematotoxic

    das Blut vergiftend.

  • Hämatotympanon
    • Hämato|tympanon

    • Englischer Begriff: hem(at)otympanum

    Bluterguss in der Paukenhöhle des Mittelohrs; führt zu bläulicher Trommelfellverfärbung, Schallleitungsschwerhörigkeit, Ohrensausen, evtl. – bei Abfluss über die Ohrtrompete – zu Nasenbluten.

  • Hämatoxylin
    • Häma|to|xylin

    • Fach: Histologie

    Abbildung

    aus Blauholz (Haematoxylon campechianum) gewonnene Leukoverbindung des Hämateins (Formel). Wird verwendet für die Papanicolaou-Färbung u. für Kernfärbungen, z.B. als Hämatoxylin-Eosin-Färbung. Als Farblacke (aus H. u. Metallsalzen) z.B. das Hämalaun n. Böhmer, das Eisen-H. n. Weigert. S.a. Heidenhain-Färbung.

  • Hämatoxylin-Eosin-Färbung
    • Englischer Begriff: hematoxylin-eosin staining

    Kernfärbung mit Hämatoxylin u. Nachfärben mit Eosin (Zellkerne werden blau, Zellplasma rot); u.a. zur Blaurot-Färbung der histiozytenähnlichen Hämatoxylinkörperchen (Zelleinschlüsse als Kerndegenerationsprodukte?) bei akutem Lupus erythematodes.

  • Hämatozele
    • Hämato|zele

    Haematocele.

  • Hämatozytolyse
    • Hämato|zyto|lyse

    Hämolyse.

  • Hamatum
    • Hamatum

    das Hakenbein, Os hamatum.

  • Hämaturie, chirurgisch-urologische
    Haematuria
    • H., chirurgisch-urologische

    Blutharnen bei Steinleiden (Urolithiasis), Nieren- u. Harnwegsverletzung, Nierentumor, -fehlbildung, -parasiten, bei örtlicher Varikose.

  • Hämaturie, falsche
    Haematuria
    • H., falsche

    • Englischer Begriff: false h.

    Rotfärbung des Harns durch Medikamente oder Nahrungsmittel (Erythrurie) u. bei Hämoglobin- u. Porphyrinurie.

  • Hämaturie, internistische
    Haematuria
    • H., internistische

    H. bei Nierenentzündungen u. manchen Infektionskrankheiten, bei Blutungskrankheiten, Vergiftung (z.B. durch Quecksilber, Phosphor), Allergosen sowie – sekundär – bei Leber-, Herzerkrankungen, Niereninfarkt.

  • Hämaturie, makroskopische
    Haematuria
    • H., makroskopische

    • Synonyme: Makrohämaturie

    • Englischer Begriff: macroscopic h.

    die bereits mit bloßem Auge erkennbare H.

  • Hämaturie, mikroskopische
    Haematuria
    • H., mikroskopische

    • Englischer Begriff: microscopic h.

    Mikrohämaturie.

  • Hämaturie, schmerzlose
    Haematuria
    • H., schmerzlose

    schubweises Blutharnen ohne – hinweisende – Schmerzen seitens der Harnorgane, z.B. bei Nierenbecken-, Blasenpapillom, Blasen- oder Urothelkarzinom (Leitsymptom!), Nierentuberkulose, -venenthrombose, Nephritis.

  • Hamburg-Wechsler-Intelligenztest
    • Hamburg-Wechsler-Intelligenztest

    • Englischer Begriff: Hamburg-Wechsler test

    • Biogr.: D. Wechsler, geb. 1896, Psychologe, New York

    von Wechsler angegebener, von Bondy (Hamburg) modifizierter Intelligenztest für Erwachsene („HAWIE“) u. Kinder („HAWIK“); eine Kombination sprachlicher (= verbaler) u. sprachfreier Handlungsteste, die Wissen, Denken, Wortreichtum u. -verständnis, Kombinationsvermögen, Merkfähigkeit etc. (aber auch seelische Komponenten) erfassen. Das Ergebnis wird als EQ oder IQ ausgedrückt.

  • Hamburger-Gesetz
    • Hamburger-Gesetz

    • Englischer Begriff: Hamburger's law

    • Biogr.: Hartog J. H., 1859–1924, Physiologe, Groningen

    Mit zunehmender Blutsäuerung (Azidose) treten Albumine u. Phosphate aus den roten Blutkörperchen in das Plasma über (dabei NaHCO3-Anstieg), während Chloride in entgegengesetzter Richtung wandern; bei pH-Anstieg umgekehrter Vorgang.

  • Hämhidrose
    • Häm|hidrose

    • Synonyme: Häm(h)idrosis; Blutschweiß

    • Englischer Begriff: hemi(hi)drosis

    Rotfärbung des Schweißes durch äußerliche Blutbeimengung, umstritten auch durch Diapedeseblutung der Schweißdrüsenkapillaren.

  • Hämiglobin
    • Hämi|globin

    • Synonyme: Ferrihämoglobin

    • Englischer Begriff: methemoglobin

    die Eisen-III-haltige, oxidierte Form des Hämoglobins (Hb) mit koordinativer Bindung von Wasser (= saures Methämoglobin) oder –OH (alkalisches Methämoglobin = Hämiglobinhydroxid); Formel „Häm“. Entsteht bei Einwirkung von Oxidationsmitteln (z.B. Nitrit, Methylenblau, Wasserstoffperoxid [Hydrogenium peroxydatum]) auf Hb u. ist nicht mehr zum Sauerstofftransport fähig. Normgehalt des Blutes 0,1–0,5 g/100 ml (= ca. 0,17% des gesamten Hb); vermehrt bei Vergiftungen u. angeborenen Hb-Anomalien (bei Werten > 20% klinische Symptome, s.a. Methämoglobinämie; bei > 70% Tod). Ist durch Methämoglobinreductase z.T. zu Hb reduzierbar.

  • Hämiglobincyanid
    • Hämi|globin|cyanid

    • Synonyme: Cyanmethämoglobin

    • Englischer Begriff: cyanmethemoglobin

    ein stabiles Derivat des Hämoglobins (Hb) mit charakteristischem Absorptionsmaximum bei 540 oder 546 nm; entsteht durch Umsetzung von Hämiglobin mit neutraler – oder von Hb bzw. Hb-Derivaten (außer Sulfhämoglobin) mit alkalischer – Cyanid-Lsg. (z.B. als Drabkin-Lösung zur WHO-empfohlenen Standardmethode der Hämoglobinbestimmung).

  • Hamilton-Methode
    • Hamilton-Methode

    • Biogr.: Alexander H., 1739–1802, Geburtshelfer, Edinburgh

    beidhändiges Zusammenpressen der Gebärmutter zur Stillung einer Blutung nach Entbindung. Die in die Scheide eingeführte Hand im Faustschluss (Punchingball-Methode).

  • Hämine
    • Hämine

    • Englischer Begriff: hemines

    Komplexverbindungen von Porphyrinen mit 3-wertigem Eisen; als Hämin i.e.S. das Chlorhämatin (aus Protoporphyrin IX, Eisen-III u. Chlor), gebildet durch Oxidation von Häm (z.B. bei Hämoglobinumsetzung mit kochsalzgesättigtem Eisessig als Hämin- oder Teichmann-Kristalle). – Hämine werden in Alkalien zu Hämatin, mit organischen Basen zu Hämi- bzw. Hämochromen.

  • Hamman
    • Hamman

    • Biogr.: Louis V. H., 1877–1946, Internist, Baltimore

    • H.-Rich-Syndrom
      eine akute, häufig rasch zum Tode führende idiopathische Lungenfibrose... (mehr)
    • H.-Syndrom
      ein spontanes interstitielles Lungenemphysem oder Mediastinalemphysem... (mehr)
    • H.-Zeichen
      bei Auskultation des Thorax herzschlagsynchrones, lautes, plätscherndes... (mehr)
  • Hamman-Rich-Syndrom
    Hamman
    • H.-Rich-Syndrom

    • Englischer Begriff: Hamman-Rich syndrome

    • Biogr.: Arnold R. R., 1893–1968, Pathologe, USA

    eine akute, häufig rasch zum Tode führende idiopathische Lungenfibrose unbekannter Ursache.

  • Hamman-Syndrom
    Hamman

    ein spontanes interstitielles Lungenemphysem oder Mediastinalemphysem.

  • Hamman-Zeichen
    Hamman
    • H.-Zeichen

    • Englischer Begriff: H.'s sign

    bei Auskultation des Thorax herzschlagsynchrones, lautes, plätscherndes oder knisterndes Geräusch. Als Zeichen der Luftansammlung im mediastinalen Gewebe vor dem Herzen, tritt beim Pneumothorax auf.

  • Hammer
    • Englischer Begriff: hammer

    Malleus (als Gehörknöchelchen).

  • Hammerfinger
    • Hammer|finger

    • Englischer Begriff: mallet finger

    nach Strecksehnenausriss im Endgelenk dauergebeugter Finger mit Basisverdickung des Endgliedes (z.B. „Baseballfinger“).

  • Hammerzehe
    • Hammer|zehe

    • Synonyme: Digitus malleus

    • Englischer Begriff: hammertoe

    Abbildung

    dauerhafte („fixierte“), durch Beugekontraktur bedingte Zehenverbildung i.S. einer Hammerform; an der Großzehe (Hallux malleus) oder den dreigliedrigen Zehen. Das Zehengrundglied ist meist überstreckt, entweder das Endglied oder das Mittelglied (bei Streckung des Endglieds) ist sohlenwärts gebeugt (s. Abb.). Angeboren (v.a. an 2. u. 5. Zehe) oder – meist – als Folge von Fußfehlformungen wie Hohl-, Plattfuß (als Klauenhohlfuß bzw. Krallenzehenplattfuß), nach Lähmung (z.B. Poliomyelitis), bei erzwungener Dauerfehlhaltung (z.B. durch ungeeignetes Schuhwerk).

  • Hammond
    • Hammond

    • Biogr.: William Alexander H., 1828–1900, Neurologe, New York

  • Hammond-Krankheit
    Hammond
    • H.-Krankheit

    • Englischer Begriff: Hammond's disease

    Athetosis duplex.

  • Hammond-Trias
    Hammond
    • H.-Trias

    Störung der Bewegungen, der Haltung u. des Muskeltonus als Syndrom der Athetose.

  • Hämo...
  • Hämoautoantikörper
    • Hämo|auto|anti|körper

    • Englischer Begriff: hemoautoantibody

    Tabelle

    gegen Blutbestandteile gerichtete Autoantikörper. Werden durch Agglutination von Testerythrozyten nachgewiesen.

  • Hämoblasten
    • Hämo|blasten

    • Englischer Begriff: hemoblasts

    Vorstufen der Blutzellen; Hämozytoblast.

  • Hämoblastosen
    • Hämo|blastosen

    • Englischer Begriff: hemoblastoses

    tumorartige Erkrankungen des Blut bildenden Systems, z.B. Erythroleukämien, Leukämien, i.w.S. auch maligne Lymphome, Lymphosarkom, Plasmozytom, Lymphogranulomatose.

  • Hämochromatose
    • Hämo|chromatose

    • Synonyme: Siderophilie

    • Englischer Begriff: hemochromatosis

    Eisenspeicherkrankheit mit ausgeprägter Eisenüberladung des Organismus, insbesondere der parenchymatösen Organen beruhend auf der Unfähigkeit des retikulohistiozytären Systems, das vermehrte Eisenangebot zu bewältigen. Formen: a) idiopathische H.: genetisch bedingte Erhöhung der Eisenresorption (Lokalisation auf Chromosom 6 = HFE-Gen). Eine der häufigsten Erbkrankheiten, autosomal-rezessiv vererbt. Seltene Sonderfomen, die keine Assoziationen mit dem HFE-Gen aufweisen, sind die juvenile H., die sich bereits mit 15–20 Jahren manifestiert, u. die neonatale Form mit bereits angeborener Manifestation. b) erworbene H.: Eisenüberladung z.B. infolge gehäufter Transfusionen, bei Porphyrie, Atransferrinämie oder Thalassämie (erythropoetische H.). Diagn.: Transferrinsättigung; AST, ALT u. Serumferritin; Leberbiopsie (prognostisch); Molekulargenetik (Familienabklärung). Klinik: Müdigkeit; Arthropathie; Hepatomegalie, später Leberzirrhose (Pigmentzirrhose); bronzeartige Hautverfärbung; Ausfallserscheinungen endo- u. exokriner Drüsen (Hypogonadismus; insulinabhängiger Diabetes mellitus = „Bronzediabetes“); Libidoverlust, Sterilität u. Amenorrhö; Herzinsuffizienz; Haarverlust. Ther.: regelmäßige Aderlässe zur Entfernung des Eisens; evtl. Deferoxamin. Progn.: mit frühzeitiger u. konsequenter Therapie gut; erhöhtes Risiko für hepatozelluläres Karzinom.

  • Hämochrome; Hämochromogene
    • Hämo|chrome; Hämo|chromo|gene

    • Englischer Begriff: hemochromes; hemochromogens

    Komplexverbindungen der Häme mit organischen, stickstoffhaltigen Basen (z.B. Pyridin).

  • Hämochromometer
    • Hämo|chromo|meter

    Hämoglobinometer.

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