Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hämorrhoidalprolaps
    • Hämor|rhoidal|prolaps

    • Englischer Begriff: prolapse of hemorrhoid

    vorübergehendes oder dauerhaftes spontanes Vortreten innerer Hämorrhoiden durch den Bereich des Afterschließmuskels. Bei Einklemmung (u. längerer Dauer) besteht Gefahr der Gangrän u. Spontanamputation.

  • Hämorrhoidektomie
    • Hämor|rhoid|ektomie

    • Englischer Begriff: hemorrhoidectomy

    die operative Entfernung von Hämorrhoiden, Hämorrhoidalknoten.

  • Hämorrhoiden
    • Hämor|rhoiden

    • Englischer Begriff: piles; hemorrhoids

    knotenförmige Erweiterung bzw. Hyperplasie des in der Zona haemorrhoidalis des Afterkanals gelegenen Mastdarmschwellkörpers, früher als innere H. bezeichnet. Ätiol.: Als Hauptursache gilt eine allgemeine konstitutionelle Bindegewebsschwäche; als begünstigende bzw. auslösende Faktoren gelten Obstipation, Pfortaderhochdruck, Erkrankungen des Kontinenzorgans, Schwangerschaft, langzeitiges Sitzen u. Stehen, Beckentumoren, bei Älteren auch Stuhlinkontinenz. Klinik: Stuhldrang (Tenesmus), Blutungen, Ekzeme, Juckreiz (Pruritus ani) sowie – als Komplikationen – Hämorrhoidalprolaps, akute Hämorrhoidalthrombose, periproktitischer Abszess, Geschwüre, Gangrän, septische Thrombophlebitis der Pfortader. Die Beurteilung des Schweregrads erfolgt anhand nachstehender Einteilung: Grad I = leichte Vorwölbungen, äußerlich nicht sichtbar, Grad II = H. prolabieren beim Pressen, spontane Reposition, Grad III = Prolaps kann digital reponiert werden, Grad IV = nicht reponible, permanente Hämorrhoidalknoten. Ther.: Behandlung erfolgt konservativ (anästhesierend u. antiphlogistisch; diätetisch), durch Sklerosierung, Infrarotkoagulation, Kryohämorrhoidektomie oder operativ (v.a. durch Hämorrhoidektomie bzw. durch Schließmuskeleinkerbung oder durch submuköses Ausschneiden).

    • H., äußere
      H. in der Zona anocutanea des Afters, als Gebilde oberflächlicher Äste... (mehr)
    • H., intermediäre
      H. an der Haut-Schleimhaut-Grenze, neigen zu Spontanprolaps (u. spontaner... (mehr)
  • Hämorrhoiden, äußere
    Hämorrhoiden
    • H., äußere

    • Englischer Begriff: external h.

    H. in der Zona anocutanea des Afters, als Gebilde oberflächlicher Äste der Vena rectalis inferior; meist aber nur perianale Hämatome.

  • Hämorrhoiden, intermediäre
    Hämorrhoiden
    • H., intermediäre

    • Englischer Begriff: mixed h.; mucocutaneous h.

    H. an der Haut-Schleimhaut-Grenze, neigen zu Spontanprolaps (u. spontaner Reposition).

  • Hämosiderin
    • Hämo|siderin

    • Englischer Begriff: hemosiderin

    ein dem Ferritin funktionell nahe stehender eisenhaltiger Eiweißkörper; als Speicherform des Eisens ein gelbbraunes, wasserunlösliches Pigment uneinheitlicher Zusammensetzung, bestehend aus Eisen(III)-hydroxid, dem Eiweiß Aposiderin, Kohlenhydraten, Lipiden, Kupfer u. Calcium; wird im retikulohistiozytären System (RES), aber – v.a. bei Hämosiderose – auch in Organparenchymen abgelagert.

  • Hämosiderinring
    • Hämo|siderin|ring

    Kayser-Fleischer-Ring.

  • Hämosiderinurie
    • Hämo|siderin|urie

    • Englischer Begriff: hemosiderinuria

    die bei Hämosiderose nach Erschöpfung der Rückresorptionskapazität der Nierenkanälchen (Tubuli) erfolgende Ausscheidung von Hämosiderin mit dem Harn.

  • Hämosiderose
    • Hämo|siderose

    • Synonyme: Haemosiderosis

    • Englischer Begriff: hemosiderosis

    vermehrte Eisenablagerung in Form von Hämosiderin. Als allgemeine H. bei Störungen des Eisenstoffwechsels (z.B. chronische hämolytische Anämie) u. bei krankhaft gesteigerter Eisenresorption im Darm (idiopathische Hämochromatose). Als örtliche H. vor allem bei chronisch venöser Insuffizienz im Knöchel- u. Unterschenkelbereich, nach wiederholten Kapillarblutungen mit nachfolgender unspezifischer Granulombildung mit Hämosiderinspeicherung u. Ausbildung winziger, zunächst gruppiert zusammenstehender u. allmählich flächenhaft konfluierender rotbrauner bis kupferfarbener Fleckchen (Dermatite ocre et purpurique Gougerot). Ähnliche Hämosiderinablagerungen aber auch bei chronischer, schwerer Rechtsherzinsuffizienz sowie nach Granulomen, Verletzungen, Blutergüssen, Ulzera jeder Genese u. postphlebitisch entlang der vormals entzündeten, oberflächlichen Vene.

    • H. cutis
      umschriebene oder großflächige Hämosiderinablagerungen in der Haut... (mehr)
    • H. iridis
      Farb- u. degenerative Veränderungen der Iris als erworbene Heterochromie... (mehr)
  • Hämositen
    • Hämo|siten

    • Englischer Begriff: hemosites

    Blutparasiten.

  • Hämospermatismus
    • Hämo|spermatismus

    • Synonyme: -spermie

    • Englischer Begriff: hemospermia

    makro- oder mikroskopische Blutbeimengung im Sperma, bei örtlicher Entzündung, Tumor, Verletzung.

  • Hämostase
    • Hämo|stase

    • 1)
      die spontane oder künstlich (operativ oder medikamentös) herbeigeführte... (mehr)
    • 2)
      Blutstockung (Stase)... (mehr)
  • Hämostase 1)
    Hämostase
    • 1)

    die spontane oder künstlich (operativ oder medikamentös) herbeigeführte Blutstillung, i.e.S. das den Blutungsstillstand herbeiführende Zusammenspiel zahlreicher Faktoren (u. Reaktionen): Nervensystem (bewirkt reflektorische Engstellung der Gefäße = Vasokonstriktion mit Blutströmungsverlangsamung), Hämodynamik (Änderung des Blutdrucks, der treibenden Kraft = „vis a tergo“), Gewebe (Kollagen der Gefäßwand u. -umgebung; bewirkt das Haftenbleiben der Blutplättchen mit deren nachfolgender „visköser Metamorphose“), Blutbestandteile (Thrombo-, Erythrozyten, Gerinnungsfaktoren des Plasmas [s.u. Blutgerinnung], Fibrinolysesystem), RES (Beseitigung von Fibrin-, Fibrinogenabbauprodukten, aktivierten bzw. überalterten Gerinnungsfaktoren).

  • Hämostase 2)
    Hämostase
    • 2)

    • Englischer Begriff: hemostasis

    Blutstockung (Stase).

  • Hämostaseogramm
    • Hämo|staseo|gramm

    Gerinnungsstatus (Koagulogramm) des Blutes, ergänzt durch Blutungszeit, Thrombozytenzahl u. -funktion; erfasst (sub)global die Blutgerinnung sowie Einzelfaktoren der Gerinnung u. der Fibrinolyse.

  • Hämostaseopathien
    • Hämo|staseo|pathien

    • Englischer Begriff: hemostasiopathy

    die Plus- u. Minusstörungen der spontanen Blutstillung (Hämostase); s.a. Koagulopathien (dort Tab.).

  • Hämostatica
    • Hämosta|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: hemostatics

    Mittel zur Blutstillung.

  • hämostatisches Gleichgewicht
    • Englischer Begriff: hemostatic balance; h. equilibrium

    das natürliche dynamische Gleichgewicht zwischen der allgemein nicht in Erscheinung tretenden („latenten“) Blutgerinnung u. der Fibrinolyse im Bereich des Endstromgebiets des Kreislaufs.

  • Hämostilett
    • Hämo|stilett

    sterile Lanzette (als Einweginstrument) zum Einstich in die Haut zwecks Blutentnahme.

  • Hämostyptica
    • Hämostyp|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: hemostyptics; hemostatics

    Mittel für die Blutstillung; Antihämorrhagica.

  • Hämotachogramm
    • Hämo|tacho|gramm

    • Englischer Begriff: hemotachogram

    Abbildung

    graphische Aufzeichnung der Messergebnisse der Blutströmungsgeschwindigkeitsmessung mittels direktionaler Ultraschall-Doppler-Geräte (s.u. Ultraschall-Diagnostik). S.a. Abb.

  • Hämotherapie
    • Hämo|therapie

    • Englischer Begriff: hemotherapy

    Behandlung durch Verabfolgung von Blut, Blutderivaten u. -ersatzstoffen (als „H. nach Maß“ nur solcher Blutderivate, die der Patient speziell benötigt, d.h. kein Vollblut); s.a. Eigenblutbehandlung.

  • Hämothorax
    • Hämo|thorax

    • Englischer Begriff: hemothorax

    Hämatothorax.

  • hämotrop
    • hämo|trop

    • Englischer Begriff: hemotropic

    mit Bevorzugung von Blut(körperchen).

  • Hämoxymeter
    • Häm|oxy|meter

    • Englischer Begriff: hemoxometer

    Gerät zur Sauerstoffbestimmung im Blut; s.a. Hämoreflektor.

  • Hämoxytensiometer
    • Häm|oxy|tensiometer

    Polarograph mit Quecksilber-Tropfelektrode zur Bestimmung des Sauerstoff-Partialdruckes im Vollblut.

  • Hämozyt
    • Hämo|zyt

    • Englischer Begriff: hemocyte

    histor. Bez. für Blutzellen.

  • Hämozytoblast
    • Hämo|zyto|blast

    • Englischer Begriff: hemocytoblast

    pluripotente Stammzelle des Knochenmarks als gemeinsame Vorstufe der Blutbildung.

  • Hämozytometer
    • Hämo|zyto|meter

    • Englischer Begriff: hem(at)ocytometer

    Zählkammer für Blutkörperchen.

  • Hämozytopherogramm
    • Hämo|zyto|pherogramm

    • Englischer Begriff: hemocytopherogram

    graphische Darstellung der Wanderungsgeschwindigkeiten bei der Zellelektrophorese.

  • Hämozyturie
    • Hämo|zyt|urie

    • Englischer Begriff: hematocyturia

    Hämaturie, i.e.S. als Mikrohämaturie.

  • Hampelmann-Phänomen
      • 1)
        bei Moeller-Barlow-Krankheit das Zusammenzucken auf leiseste Berührung... (mehr)
      • 2)
        bei Lähmungen (z.B... (mehr)
      • 3)
        bei postoperativem „Überhang“ nicht depolarisierender Muskelrelaxanzien... (mehr)
    • Hampelmann-Phänomen 1)
      Hampelmann-Phänomen
      • 1)

      bei Moeller-Barlow-Krankheit das Zusammenzucken auf leiseste Berührung (der schmerzhaften subperiostalen Hämatome).

    • Hampelmann-Phänomen 2)
      Hampelmann-Phänomen
      • 2)

      bei Lähmungen (z.B. zerebraler Kinderlähmung) das lockere Baumeln der Gliedmaßen („Hampelmannglieder“) u. das haltlose Zurückfallen des Kopfes am Hochgehobenen; s.a. Taschenmesserphänomen.

    • Hampelmann-Phänomen 3)
      Hampelmann-Phänomen
      • 3)

      bei postoperativem „Überhang“ nicht depolarisierender Muskelrelaxanzien schüttelartige Gliedmaßenbewegungen.

    • Hampton-Linie
      • Hampton-Linie

      • Englischer Begriff: Hampton line

      • Fach: Röntgenologie

      Aufhellungslinie, die bei exakt im Profil dargestellter Ulkusnische des Magengeschwürs den Nischenhals in bis 2 mm Breite quert; gilt als Zeichen der Gutartigkeit (kommt aber evtl. auch bei Frühkarzinom vor). – Zu unterscheiden vom breiteren, unscharfen Aufhellungsband des Randwalls („Ulkuskragen“) infolge Unterminierung der Schleimhaut.

    • Hamsteroozyten-Penetrationstest
      • Hamster|oozyten-Penetrationstest

      • Synonyme: HOP-Test (Abk.)

      Fertilitätstest beim Mann, bei dem die Spermien auf ihre Fähigkeit geprüft werden, in Zona-pellucida-freie Hamstereier einzudringen. Der Test liefert keine sicheren Aussagen darüber, ob die Spermien auch menschliche Eier fertilisieren können.

    • Hamulus
      • Hamulus

      • Fach: Anatomie

      kleiner hakenförmiger Fortsatz.

    • Hamulus ossis ethmoidalis
      Hamulus
      • H. ossis ethmoidalis

      Processus uncinatus.

    • Hamulus ossis hamati
      Hamulus
      • H. ossis hamati

      • Englischer Begriff: hamulus

      der hohlhandseitige Haken des Hakenbeines („Hakenfortsatz“) ulnarseitig von den Sehnen der langen Fingerbeuger; bildet zusammen mit dem Erbsenbein einen Vorsprung der Hohlhand (die Eminentia carpi ulnaris).

    • Hand
      • Englischer Begriff: hand

      Manus. – Auch Kennsilbe für krankhafte Handbildungen, -funktionszustände (z.B. bei Handlähmung).

    • Hand-Arm-Typ
      • Englischer Begriff: hand-arm type (of spinal muscular atrophy)

      • Fach: Neurologie

      der Typ Duchenne-Aran der progressiven spinalen Muskelatrophie.

    • Hand-Fuß-Genital-Syndrom
      • Englischer Begriff: hand-foot-genital syndrome

      autosomal-dominant vererbte Fehlbildungen an den äußeren Genitalien (♂), Vagina u. Uterus (♀) sowie am Hand- u. Fußskelett.

    • Hand-Fuß-Mund-Exanthem
      • Synonyme: -krankheit

      • Englischer Begriff: hand-foot-mouth disease

      gutartige, fieberhafte, meist epidemische Erkrankung durch Coxsackie-Virus Typ A 5, 9, 10 u. bes. 16, B2, 5, ferner Echo-6- u. Entero-Virus 71 (in Stuhl u. Bläschen nachweisbar). Klinik: mit flüchtigen Allgemeinerscheinungen einhergehender symmetrischer, aphthenartiger bis großblasiger Hautausschlag an Händen u. Füßen sowie der Mundschleimhaut (evtl. auch an den Bindehäuten u. andernorts, jedoch nie an den Lippen u. Tonsillen). Inkubation einige Tage, Dauer 8–12 Tage. Abheilung der Bläschen ohne Krustenbildung.

    • Hand-Fuß-Syndrom
      • Englischer Begriff: hand-foot syndrome

      schmerz-, evtl. fieberhafte, seitensymmetrische Schwellung der Hände u. Füße bei Sichelzellanämie des Kleinkindes; gefolgt von subperiostaler Knochenneubildung mit Knochengewebsdefekten (Osteolysen).

    • hand-mirror form
      • Etymol.: engl.

      Form der akuten lymphatischen Leukämie mit handspiegelförmigen Zellen.

    • Hand-Schüller-Christian-Krankheit
      • Hand-Schüller-Christian-Krankheit

      • Englischer Begriff: Hand-Schüller-Christian disease

      • Biogr.: Alfred H., 1868–1949, Kinderarzt, Philadelphia; Artur Sch.; Henry Chr.

      eine fortschreitende entzündliche Retikuloendotheliose (Langerhans-Zell-Histiozytose) des Kindesalters mit krankhafter Speicherung von Cholesterin im RES unter dessen – mit Histiozytenproliferation einhergehender – granulomatöser Veränderung (Lipoidgranulomatose). Histologisch stellen sich die Histiozyten als Waben-, Schaumzellen dar. Klinik: in ausgeprägten Fällen mit der Trias Skelettveränderungen (durch expansive Granulome der Knochen, v.a. des Schädels = „Landkartenschädel“), doppelseitiger Exophthalmus u. Diabetes insipidus (evtl. mit weiteren Hypothalamus-Symptomen). Häufig auch Milz- u. Lebervergrößerung u. Hautveränderungen; ferner Hypercholesterinämie. Spontanheilung möglich, aber auch Übergänge in akute Form der Histiocytosis X (= Letterer-Siwe-Syndrom).

    • Hand, künstliche
      Hand
      • H., künstliche

      • Englischer Begriff: hand prosthesis

      Handprothese.

    • Handanästhesie
      • Hand|an|ästhesie

      Leitungsanästhesie der Hand, z.B. als Handgelenkblock, Ulnarisblockade in der Ellenbeuge, Kuhlenkampff-Plexusanästhesie.

    • Handballen
      • Hand|ballen

      Thenar, Hypothenar.

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