Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hanger-Flockungstest
    • Hanger-Flockungstest

    • Synonyme: Kephalin-Cholesterin-Test

    • Englischer Begriff: Hanger's test

    • Biogr.: Franklin McCue H., 1894–1971, Chirurg, New York

    eine empfindliche Serumlabilitätsprobe anhand der Fällung der Gammaglobuline (in mit Kochsalzlösung verdünntem Serum) durch Kephalin in Gegenwart von Cholesterin.

  • Hanhart-Syndrom
    • Hanhart-Syndrom

    • Synonyme: oroakraler Fehlbildungskomplex

    • Englischer Begriff: Hanhart's syndrome

    • Biogr.: Ernst H., 1891–1973, Internist, Ascona

    seltene Schädelfehlbildung (kraniomandibulofaziale Dysmorphie) mit Kieferfehlbildung (Mikrogenie), Gliedmaßenfehlbildung (Peromelie) u. Kleinwuchs; Intelligenz normal.

  • Hanken-Büngner-Bänder
    • Hanken-Büngner-Bänder

    • Fach: Histologie

    Büngner-Bänder.

  • Hansen-Bazillus
    • Hansen-Bazillus

    • Englischer Begriff: Hansen's bacillus

    • Biogr.: Erhard Henrik Armauer H., 1841–1912, Arzt, Bergen

    Mycobacterium leprae.

  • Hansenula
    • Hansenula

    eine Gattung perfekter Hefen.

  • Hanta-Viren
    • Englischer Begriff: hantaviruses

    zur Familie Bunyaviridae gehörende RNS-Viren mit zahlreichen Serotypen, die ein hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS, mit Fieber, Lumbalgien, Blutungen u. Niereninsuffizienz) unterschiedlicher Schweregrade hervorrufen. Übertragung durch Tröpfchen oder Staub (trocknungsresistent). Als Hantavirus-Lungensyndrom wurde eine Extremvariante des Krankheitsbildes mit ernster Lungenbeteiligung beschrieben.

  • Hapalonychie
    • Hapal|onychie

    • Englischer Begriff: hapalonychia; eggshell nails

    Weichheit der Finger- u. Zehennägel, z.B. bei Eisenmangel, Magen-Darm-Erkrankungen, nach fortgesetzter örtlicher Alkalieinwirkung.

  • Haph...

      Wortteil „Berührung“; s.a. Hapto...

    • Haphalgesie
      • Haph|algesie

      • Englischer Begriff: haphalgesia

      Überempfindlichkeit, gesteigerte Schmerzempfindlichkeit (Hyperästhesie, -algesie) bei Berührung mit indifferenten Stoffen (v.a. Metallen); bei Hysterie, Psychopathie.

    • Haplo...
      • Ha|plo...

      Wortteil (numerisch oder qualitativ) „einfach“.

    • haploid
      • haploid

      • Englischer Begriff: haploid; monoploid

      mit einfachem Chromosomensatz.

    • Haploidie
      • Haploidie

      • 1)
        das Vorhandensein eines nur einfachen (= haploiden) kompletten Chromosomensatzes... (mehr)
      • 2)
        der Chromosomenbestand der reifen Geschlechtszellen (Gamet), entsprechend... (mehr)
    • Haploidie 1)
      Haploidie
      • 1)

      das Vorhandensein eines nur einfachen (= haploiden) kompletten Chromosomensatzes (Symbol: n) bei üblicherweise zu erwartender Diploidie.

    • Haploidie 2)
      Haploidie
      • 2)

      • Englischer Begriff: haploidy

      der Chromosomenbestand der reifen Geschlechtszellen (Gamet), entsprechend dem halben Chromosomensatz der normalerweise einen doppelten Chromosomensatz aufweisenden somatischen oder Körperzellen.

    • Haplom
      • Ha|plom

      haploides Genom.

    • Haplopie
      • Hapl|opie

      • Englischer Begriff: haplopy

      das Einfachsehen als normale Form des beidäugigen Sehens (Binokularsehen). S.a. Diplopie.

    • Haploskop
      • Haplo|skop

      • Englischer Begriff: haploscope

      Gerät zur Bestimmung der relativen Breite der Konvergenz u. Fusion bei beidäugigem Sehen; als Hering-H. auch zur Schielbehandlung.

    • Haplosomie
      • Haplo|somie

      • Englischer Begriff: monosomia

      das Auftreten eines oder mehrerer Chromosomen (u. zwar der Autosomen) in der Einzahl im sonst mindestens diploiden Zellkern; s.a. Aneuploidie.

    • Haplotyp
      • Haplo|typ

      • Englischer Begriff: haplotype

      Gruppe spezifischer Allele, die gemeinsam vererbt werden.

    • Happle-Syndrom
      • Happle-Syndrom

      X-chromosomal-dominante Ichthyosis, nur ♀ betroffen. Klinik: kongenitale ichthyosiforme Erythrodermie mit Atrophodermie, Alopezie, Kalzifikationen der Epiphysen, Skoliose, Katarakt u. Gesichtsasymmetrie.

    • Hapten
      • Hap|ten

      • Synonyme: Halbantigen

      • Englischer Begriff: hapten; incomplete antigen

      • Fach: Serologie

      einfache, niedermolekulare chemische Verbindung, die für die Spezifität eines Antigens (AG) verantwortlich bzw. durch ihre Struktur (Determinante) zur spezifischen Bindung des Antikörpers befähigt ist, im Gegensatz zum Voll-AG aber keine Allergie erzeugt. Wird nach Bindung an einen als Carrier bezeichneten Eiweißkörper zum Vollantigen (Antigen).

    • Hapten-Dextran
      • Englischer Begriff: hapten dextrane

      Dextran mit MG 1000. Wirkung: blockiert gegen höhermolekulare Dextranlösungen gerichtete Antikörper vom IgM-Typ u. kann daher anaphylaktische Reaktionen weitgehend verhindern. Anw. als Prophyl. vor Dextraninfusionen.

    • Haptik
      • Haptik

      • 1)
        Lehre vom Tastsinn... (mehr)
      • 2)
        der das Haften gewährleistende periphere Teil einer Sklerokornealschale... (mehr)
    • Haptik 1)
      Haptik
      • 1)

      • Englischer Begriff: haptics

      • Fach: Physiologie

      Lehre vom Tastsinn.

    • Haptik 2)
      Haptik
      • 2)

      • Englischer Begriff: haptic

      • Fach: Ophthalmologie

      der das Haften gewährleistende periphere Teil einer Sklerokornealschale (als Haftglas).

    • haptisch
      • Englischer Begriff: haptic; tactile

      den Tastsinn betreffend, mit Berührungsempfindungen einhergehend.

    • Haptogenmembran
      • Haptogen|membran

      in Emulsionen das dünne, stabilisierende Häutchen an der Grenzfläche zwischen den Tröpfchen u. der homogenen Phase; bei Milch z.B. ein Lipoproteinhäutchen.

    • Haptoglobine
      • Hapto|globin(e)

      • Synonyme: Hapto|globulin(e); Hp (Abk.)

      • Englischer Begriff: haptoglobin

      eine den α2-Globulinen zugehörige uneinheitliche Eiweißkomponente (Glykoprotein) des Blutplasmas (ferner in Speichel, Liquor, Galle, Synovialflüssigkeit u. Harn). Bildet mit freiem Hämoglobin (Hb) stabile Hb-Hp-Komplexe. Der Normwert im Serum beträgt 0,65–1,8 g/l; erhöhte Werte bei Entzündungen, bösartigen Tumoren, erniedrigte bei Leberparenchymschaden u. Hämolyse; beim Neugeborenen noch fehlend (s.a. Ahaptoglobinämie). Hp bestehen aus 2α- u. 2β-Ketten. Durch Elektrophorese sind 3 – u.a. für Vaterschaftsgutachten bedeutsame – Gen-determinierte Typen unterscheidbar: Hp1–1 enthält 2 monomere α-Ketten, Hp2–1 eine monomere u. eine dimere α-Kette u. Hp 2–2 2 dimere α-Ketten; ursprünglich bezeichnet als Gruppe I, IIA, IIB; ferner einige seltene Varianten.

    • haptophore Gruppe
      • hapto|phore Gruppe

      • Englischer Begriff: haptophore

      gemäß der Ehrlich-Seitenkettentheorie die streng spezifisch bindungsfähige Molekülgruppe („Haftgruppe“) des Antigens u. Antikörpers; s.a. Epitop.

    • HAR
    • Harada-Syndrom
      • Harada-Syndrom

      • Englischer Begriff: Harada syndrome

      Vogt-Koyanagi(-Harada)-Syndrom.

    • Harden-Young-Ester
      • Harden-Young-Ester

      • Biogr.: Sir Arthur H., 1865–1940, Biochemiker, London, 1929 Nobelpreis für Chemie; William Gould Y.

      Fructose-1,6-diphosphat.

    • Hare-Hickey-Test
      • Hare-Hickey-Test

      • Englischer Begriff: Hickey-Hare test

      Carter-Robbins-Test.

    • Harikozele
      • Hariko|zele

      • Englischer Begriff: haricocele

      fibrös-atrophischer Hoden nach Orchitis bei angeborener Syphilis.

    • Häring-Prothese
      • Häring-Prothese

      • Synonyme: H.-Tubus

      • Englischer Begriff: Häring's tube; H.'s esophageal endoprosthesis

      • Biogr.: Rudolf H., 1928–1998, Chirurg, Berlin

      • Fach: Chirurgie

      eine durch Drahtspirale verstärkte Ösophagusendoprothese verschiedener Standardlänge, die am mundseitigen Ende in einen fest sitzenden Trichter ausläuft u. am magenseitigen Ende eine trichterförmige, verschiebliche Fixierungsmuffe trägt, die vom eröffneten Magen, von einem Gastrostoma aus, über den nicht drahtverstärkten unteren Prothesenteil an das untere Ende des nicht mehr operativ zu beseitigenden Speiseröhrentumors, d.h. an den Mageneingang hochgeschoben wird, wonach das zu weit vorragende Prothesenende gekappt wird.

    • Harlekinfarbwechsel
      • Harlekin|farbwechsel

      • Englischer Begriff: harlequin sign

      seltenes, harmloses, vorübergehendes Hautphänomen bei unreifen Neugeborenen. Scharf begrenzte, dunkelrote Verfärbung der Haut der aufliegenden Körperhälfte in Seitenlage. Ursache unklar.

    • Harlekinfetus

        schwerste kongenitale Verhornungsstörung, häufig intrauteriner Fruchttod; Ichthyosis congenita gravis.

      • Harley-Dressler-Krankheit
        • Harley(-Dressler)-Krankheit

        paroxysmale Kältehämoglobinurie.

      • Harmonia
        • Harmonia

        • Englischer Begriff: flat suture

        • Fach: Anatomie

        nahtlose, starre Verbindung zweier Schädelknochen als „falsche Naht“ (z.B. zwischen Schläfen- u. Keilbein).

      • Harmonikaphänomen
        • Harmonika|phänomen

        • Englischer Begriff: accordion (or concertina) effect

        • Fach: Kardiologie

        Concertina-Effekt.

      • Harn
        • Synonyme: Urina

        • Englischer Begriff: urine

        Tabelle

        die von den Nieren abgesonderte, organische u. anorgan. Bestandteile enthaltende Körperflüssigkeit (Tab.), mit deren Hilfe die Ausscheidung harnpflichtiger Stoffe erfolgt u. deren Bildung einen wesentlichen Faktor der Regulation des Wasser-Elektrolyt-Haushaltes u. des Säure-Basen-Gleichgewichts darstellt. Disperses System, das durch Harnkolloide stabilisiert ist. S.a. Proteinurie, Bakteri-, Pyurie, Chyl-, Lipoid-, Phosphat-, Porphyrin-, Methämoglobin-, Hämoglobinurie, Poly-, Isosthen-, Bili- u. Urobilin-, Glucos-, Pneumaturie, Hypovolämie, Urin..., Uro..., Harn...

      • Harnabflussstörung
        • Harn|abfluss|störung

        • Englischer Begriff: urinary obstruction

        Harnstauung, -sperre; s.a. Uroflowmetrie.

      • Harnabgang
        • Harn|abgang

        • Englischer Begriff: micturition; urination; voiding

        die Entleerung von Harn aus der Harnblase als willkürlicher Vorgang (Miktion) oder – i.e.S. – unwillkürlich, z.B. bei Harninkontinenz, Blasenautonomie bzw. -automatie, Harnträufeln.

      • Harnableitung
        • Harn|ableitung

        der natürliche Harnabfluss durch die Harnwege.

        • H., künstliche
          die Ausleitung des Harns unter Umgehung natürlicher Harnwegsabschnitte... (mehr)
      • Harnableitung, künstliche
        Harnableitung
        • H., künstliche

        • Englischer Begriff: urinary diversion

        die Ausleitung des Harns unter Umgehung natürlicher Harnwegsabschnitte; vorübergehend – als Noteingriff oder bei Nieren-, Harnwegeplastik – durch Anlegen einer Harnfistel (z.B. als suprapubische Blasenfistel, als Nephro-, Uretero-, Zysto-, Urethrostomie), definitiv meist durch Anlegen einer Harnleiter-Darm-Anastomose mit natürlichem Anschluss an die Harnröhre oder mit abnormem Auslass an die Körperoberfläche (Conduit, Ileo-, Kolostomie). S.a. Dick-, Dünndarmblase.

      • Harnantiseptica
        • Harnantisep|tica

        • Synonyme: -tika

        • Englischer Begriff: urine disinfectants

        Wirkstoffe, die – nach örtlicher oder systemischer Verabfolgung – in den Harnwegen desinfizierend (antibakteriell) wirken, u. zwar primär oder nach Metabolisierung. Werden oft kombiniert mit Chemotherapeutika u. Antibiotika.

      • Harnapparat
        • Harn|apparat

        • Englischer Begriff: urinary tract

        Organa urinaria, Harnwege.

      • Harnausscheidung
        • Harn|aus|scheidung

        Harnbereitung; s.a. Miktion.

      • Harnbereitung
        • Harn|bereitung

        • Englischer Begriff: uropoiesis

        die Bildung des nahezu eiweißfreien provisorischen oder Primärharns (ca. 180 l/Tag.; Glomerulusfiltrat) einschließlich der nachfolgend in den Tubuli u. Sammelrohren der Niere (Tubulus-Funktionen) erfolgenden quantitativen („Einengung“) u. qualitativen Umwandlung (Ludwig-, Bowman-Theorie) zum Endharn (Sekundärharn; ca. 1,5 l) unter Einsatz des Gegenstromprinzips u. unter Kontrolle durch hormonale Systeme (Renin-Angiotensin-System bzw. ADH, Aldosteron, Parathormon etc.); s.a. Clearance, Diurese.

      • Harnblase
        • Harn|blase

        • Englischer Begriff: (urinary) bladder

        Vesica urinaria; s.a. Blase, Blasen..., Zyst(o)...

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