Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • haematodes
    • haematodes

    • Etymol.: latein.

    blutig, blutreich.

  • Haematoma arteriale
    Hämatom
    • H. arteriale

    • Englischer Begriff: arterial h.

    Bluterguss aus einer u. um eine Schlagader; mit pulssynchronen Pulsationen (= H. pulsans).

  • Haematoma pulsans
    Hämatom
    • H. pulsans

    • Englischer Begriff: pulsating h.

    pulsierendes, arterielles Hämatom.

  • Haematoma subarachnoidale
    Hämatom
    • H. sub|arachnoidale

    • Englischer Begriff: subarachnoid hemorrhage

    Bez. für Subarachnoidalblutung; s.a. Hämatorrhachis.

  • Haematoma subchoriale
    Hämatom
    • H. sub|choriale

    Bluterguss zwischen Chorion u. Amnion. – Als H. subch. tuberosum die Breus-Mole.

  • Haematoma subdurale
    Hämatom
    • H. sub|durale

    • Synonyme: Subduralhämatom

    • Englischer Begriff: subdural h.

    Abbildung

    traumatische Blutung zwischen Dura mater u. Arachnoidea (im Subduralraum) gelegen. Ätiol.: Blutungsquellen sind Arterien u. Venen im Bereich kortikaler Hirngewebszerstörungen, abgerissene Brückenvenen, verletzte Sinus u. isoliert lädierte Arterien an der Hirnoberfläche. Klassifik.: Unterteilung in akute Verlaufsformen, die innerhalb von 24 Std. nach dem Trauma operiert werden oder zum Tode führen, subakute Formen, sofern sich die hämatomverdächtige Symptome innerhalb von 2 bis zu 10 Tagen entwickelt haben, und chronische Verlaufsformen, wenn das Trauma 14 Tage u. länger zurückliegt. Klinik: Beim akuten Subduralhämatom fehlt eine spezifische Symptomatik, Hinweiszeichen sind primär anhaltende Bewusstlosigkeit, Störungen der Pupillomotorik u. herdneurologische Ausfälle. Selten freies Intervall. Oft Kopfschwartenhämatome, die sowohl homo- als auch kontralateral zum H., sogar bds. vorhanden sein können. Die klin. Diagnose des chron. Subduralhämatoms ist wegen der uncharakteristischen neurologischen u. psychischen Ausfallerscheinungen schwierig. Am häufigsten findet sich ein psychoorganisches Syndrom mit erschwerter Auffassung u. allg. Verlangsamung bis zur Bewusstseinstrübung. Oft als intrakranieller raumfordernder Prozess (Hirntumor) verkannt, oft auch Halbseitensymptomatik. Diagn.: Computertomographie, Kernspintomographie (s. Abb.). Ther.: operative Hämatomausräumung bei raumforderndem Charakter.

  • Haematoma vaginae
    Hämatom
    • H. vaginae

    • Englischer Begriff: vaginal h.

    Bluterguss unter der Schleimhaut der weibl. Scheide; als Geburtskomplikation (z.B. bei Zangengeburt), bei Pfählungs-, Kohabitationsverletzung.

  • Haematosiphoniasis
    • Haemato|siphoniasis

    Papeln, Krusten, Juckreiz u. allgemeine Unpässlichkeit nach Stichen der mexikanischen Geflügelwanze Haematosiphon inodora.

  • Haematosteon
    • Haemat|osteon

    • Englischer Begriff: hematosteon

    Blutung in das Knochenmark.

  • Haematuria
    • Haemat|uria

    • Synonyme: Hämaturie

    • Englischer Begriff: hematuresis; hematuria

    Tabelle

    Ausscheidung roter Blutkörperchen im Harn, die über das physiologische Maß (130 000/24 Std.) hinausgeht. Unterschieden werden Mikro- u. Makrohämaturie. Die Skala der Intensität reicht von einer einmaligen, kurz dauernden, schmerzlosen Blutung über rezidivierend auftretende H. (mit u. ohne Schmerzen) bis zur Massenblutung mit Blutgerinnselverstopfung der gesamten Blase, der sog. Blasentamponade, u. Schocksymptomatik. Ätiol.: Hinter 50% aller Fälle von erstmals auftretender H. verbirgt sich ein Tumor der ableitenden Harnwege, oft schon im fortgeschrittenen Stadium (Niere, Nierenbecken, Harnleiter, Blase, Prostata, Harnröhre). Weitere Ursachen s. Tab. DD: Von einer Makrohämaturie mit eindeutigem klinischem Bild sind jene Fälle abzugrenzen, bei denen es durch Arzneimittel wie Azoangin, phenolphthaleinhaltige Abführmittel, Rifampicin oder nach dem Genuss von roten Rüben zu einer Rotfärbung des Harns kommt. Fehldiagnosen werden durch die mikroskopische Harnuntersuchung vermieden. Das gilt auch für die Krankheitsgruppe Hämoglobinopathien. Über eine ausgeprägte hämolytische Anämie treten im Harn vermehrt Vorstufen des Hämoglobins auf und färben ihn rot. Ursächlich kommen Gravidität, Malaria, Typhus, Bluttransfusionsschäden, Vergiftungen mit Karbolsäure, Anilinabkömmlingen, Pilzen u. Arsenwasserstoff in Frage. Der Harn ist rot bis dunkel, dabei aber klar. Diagn.: Die echte H. ist ein Symptom, das diagnostisch unbedingt geklärt werden muss. An erster Stelle steht dabei die sofortige Urethrozystoskopie.

  • Haematuria ex vacuo
    Haematuria
    • H. ex vacuo

    Blutharnen bei überschneller Entleerung der überfüllten Harnblase durch Katheterismus.

  • Haemoccult#(r)-Test
    • Haemoccult®-Test

    Test zum Nachweis makroskopisch nicht sichtbaren (okkulten) Blutes im Stuhl, wobei die Stuhlprobe auf ein mit Guajakharz imprägniertes Filterpapier ausgestrichen u. anschließend H2O2-Lösung aufgetropft wird. Bei Anwesenheit von Blut kommt es zur Blaufärbung. Screening-Verfahren der Früherkennungsuntersuchung auf Darmkrebs; s.a. Darmblutung, Blut (okkultes).

  • Haemophilus
    • Haemo|philus

    eine Gattung der Haemophilus-Gruppe. Gramnegative fakultativ anaerobe, sporenlose, unbewegl., pleomorphe Stäbchen, die zum Wachstum Eisen (z.B. aus Hämoglobin, Blut) bzw. die Wuchsfaktoren X (= Hämin) u. V (= NAD) benötigen. Die wichtigsten humanpathogenen Arten sind H. influenzae, aegyptius u. ducreyi. Andere Arten sind beim Menschen Schleimhautbewohner u. Teil der normalen Mundflora und bedingt pathogen bei verminderter Resistenz, z.B. H. parainfluenzae, H. haemolyticus.

    • H. aegypti(c)us
      fakultativ anaerober, bipolar färbbarer Erreger einer akuten, beidseitigen... (mehr)
    • H. aphrophilus
      vermutlich ein normaler Mund- u. Atemwegekeim; gelegentlich bei Endokarditis... (mehr)
    • H. ducreyi
      hantel- u. rautenförmiger H. mit Schleimhülle; in „Fischzug-“ oder... (mehr)
    • H. influenzae   Abbildung
      kurze, kokkoide, in Jugendphasen kapseltragende Stäbchen (Abb... (mehr)
    • H. parainfluenzae
      dem H. influenzae ähnlicher, aber größerer H., Erreger akuter Pharyngitis... (mehr)
    • H. vaginalis
      Gardnerella vaginalis... (mehr)
  • Haemophilus aegypticus
    Haemophilus
    • H. aegypti(c)us

    • Synonyme: H. conjunctivitidis; (Koch-)Weeks-Bazillus

    • Englischer Begriff: Week's bacillus

    fakultativ anaerober, bipolar färbbarer Erreger einer akuten, beidseitigen, eitrigen, prognostisch günstigen Bindehautentzündung (Koch-Weeks-Konjunktivitis) in Gebieten mit warmem Klima.

  • Haemophilus aphrophilus
    Haemophilus
    • H. aphrophilus

    vermutlich ein normaler Mund- u. Atemwegekeim; gelegentlich bei Endokarditis, Pneumonie nachgewiesen.

  • Haemophilus ducreyi
    Haemophilus
    • H. ducreyi

    hantel- u. rautenförmiger H. mit Schleimhülle; in „Fischzug-“ oder „Prozessionsanordnung“; Erreger des Chankroids (Ulcus molle).

  • Haemophilus influenzae
    Haemophilus
    • H. influenzae

    • Synonyme: Pfeiffer-Bazillus

    Abbildung

    kurze, kokkoide, in Jugendphasen kapseltragende Stäbchen (Abb.). Besiedelt den oberen Respirationstrakt; löst bei Kindern (meist unter 5 Jahren) Meningitis, Epiglottitis u. andere Entzündungsprozesse aus (Laryngitis, Konjunktivitis, Endokarditis, Kolpitis, atypische Pneumonie mit eitriger Bronchitis); kompliziert nicht selten Virus-Grippe.

  • Haemophilus parainfluenzae
    Haemophilus
    • H. para|influenzae

    dem H. influenzae ähnlicher, aber größerer H., Erreger akuter Pharyngitis, u.U. auch subakuter Endokarditis.

  • Haemophilus vaginalis
  • Haemophilus-Gruppe
    • Haemo|philus-Gruppe

    Gruppe kleiner gramnegativer, aerober, unbeweglicher Bakterienstäbchen ohne Sporenbildung. Gattungen: Haemophilus, Bordetella, Eikenella.

  • Haemorheologica
    • Haemo|rheologica

    • Synonyme: Hämorheologika

    • Englischer Begriff: hemorheologics

    Substanzen, die die Fließeigenschaften des Blutes verbessern; Wirkst.: z.B. Hydroxyethylstärke, Dextran, polymere Polypeptide (z.B. Gelatinepolysuccinat); s.a. Hämodilution.

  • Haemorrhagia bronchialis
    Hämorrhagie
    • H. bron|chialis

    bronchiale Hämoptoe.

  • Haemorrhagia cerebralis
  • Haemorrhagia gastrica
  • Haemorrhagia intermenstrualis
    Hämorrhagie
    • H. intermenstrualis

    Metrorrhagie.

  • Haemorrhagia intraocularis
    Hämorrhagie
    • H. intraocularis

    Haemophthalmus internus.

  • Haemorrhagia per diabrosin
  • Haemorrhagia per diapedesin
  • Haemorrhagia per dihairesin
    Hämorrhagie
    • H. per dihairesin

    Blutung nach Gefäßdurchtrennung.

  • Haemorrhagia per rhexin
  • Haemorrhinia
    • Haemor|rhinia

    Epistaxis.

  • haemorrhoidal
    • haemor|rhoidal(is)

    • Englischer Begriff: hemorrhoidal

    zum unteren Teil des Mastdarms (einschließlich des Afters) gehörend, die Hämorrhoidalgefäße betreffend (Arteria u. Venae rectales, Plexus haemorrhoidalis = Hämorrhoidalring).

  • Haemosiderosis cutis
    Hämosiderose
    • H. cutis

    umschriebene oder großflächige Hämosiderinablagerungen in der Haut.

  • Haemosiderosis iridis
    Hämosiderose
    • H. iridis

    Farb- u. degenerative Veränderungen der Iris als erworbene Heterochromie, z.B. nach Blutung in die Vorderkammer (Hyphaema).

  • Haemosporidia
    • Haemo|sporidia

    • Fach: Protozoologie

    eine Unterordnung der Coccidia; umfasst die Familien Plasmodiidae (Plasmodium), Haemoproteidae u. Leukocytozoidae; in Erythrozyten parasitierend („Blutparasiten“); werden von Insekten übertragen.

  • Haemotoxis
    • Haemo|toxis

    Sepsis.

  • HAES
  • Haferkamp-Syndrom
    • Haferkamp-Syndrom

    (1961) ein generalisierter, rasch fortschreitender Tumor (Hämangiosarkom) der Markräume langer Röhrenknochen.

  • Haferzellkarzinom
    • Hafer|zell|karzinom

    • Synonyme: Oatcell-Karzinom; Carcinoma avenocellulare

    • Englischer Begriff: oat-cell carcinoma

    ein kleinzelliges anaplastisches Bronchialkarzinom mit zytoplasmaarmen Zellen mit rundem bis spindligem, chromatinreichem Kern („Haferkornzellen“). Bei Metastasierung tritt evtl. Flush auf.

  • Haffkrankheit
    • Haff|krankheit

    • Englischer Begriff: Haff disease

    im Ostseebereich (erstmals 1924 am Frischen Haff) beobachtete akute Krankheit mit Myoglobin- u. Methämoglobinurie u. Störungen der Muskelfunktion. Wahrscheinlich infolge Nahrungsmittelvergiftung durch Fische (bzw. daraus gewonnenem Lebertran), die durch Harze u. Arsenverbindungen aus Abwasser (evtl. Kampfstoffverbindungen?) vergiftet sind.

  • Häfner-Hand
    • Häfner-Hand

    eine pneumatische Kunsthand mit durch Stumpfmuskelaktion mit Kohlendioxid füllbarem Balg; der Daumen ist beweglich (opponierbar), die Finger II–V unbeweglich in Beugestellung.

  • Hafnia
    • Hafnia

    Gattung nicht Sporenbildender, gramnegativer, bei 37 °C unbeweglicher Bakterienstäbchen der Coli-Gruppe (Enterobacteriaceae), z.B. H. alvei (Enterobacter hafniae), ein Darmbewohner (gelegentlich Erreger von Gastroenteritis).

  • Hafnium
    • Hafnium

    • Synonyme: Hf (Abk.)

    • Englischer Begriff: hafnium

    ein 2- bis 4-wertiges Element; OZ 72, Atomgew. 178,49; Isotope: 168Hf–183Hf, davon 14 radioaktiv (z.B. Hafnium-181; β- u. γ-Strahler).

  • Haften
    • Haften 1)
      Haften
      • 1)

      • Fach: Pathologie

      Adhäsion.

    • Haften 2)
      Haften
      • 2)

      • Fach: Psychologie

      formale Denkstörung i.S. des zähen Festhaltens an einem Gedanken infolge Assoziationsmangels. Es bestehen Unfähigkeit, Wichtiges von Nebensächlichem zu trennen, u. umständliches Denken. S.a. Tenazität.

    • Haftglas
      • Haft|glas

      • Synonyme: -linse

      • Fach: Ophthalmologie

      Kontaktlinse.

    • Haftplatte
      • Haft|platte

      • Fach: Zytologie

      Desmosom.

    • Haftprothese
      • Haft|prothese

      • Synonyme: Vakuumprothese

      gurtlose Arm- bzw. Beinprothese mit luftdicht schließendem Köcher, in dem – ventilgesteuert – Niederdruck herrscht.

    • Haftreaktion
      • Haft|reaktion

      unter Haftbedingungen auftretende seelische Veränderungen als Reaktion auf das Haft-, Straferlebnis; z.B. als Haftpsychose (Ganser-Syndrom, Depression, Dämmerzustand, paranoides Zustandsbild etc.).

    1480