Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Herzblastem
    • Herz|blastem

    das im viszeralen Mesoderm gelegene angiogenetische Material der embryonalen Herzanlage; s.a. Herzentwicklung.

  • Herzblock
    • Herz|block

    • Englischer Begriff: heart block

    s.u. Block.

  • Herzbögen
    • Herz|bögen

    • Englischer Begriff: cardiac segments (or outlines)

    auf Röntgenaufnahmen des Herzens die bogenförmig ausladenden Randpartien der Herzfigur (dort Abb.); rechts (von oben nach unten): Vena cava superior u. Aorta ascendens, re. Vorhof; links: Aortenbogen (Aortenknopf), Pulmonalisbogen, li. Herzohr, li. Ventrikel.

  • Herzbräune
    • Herz|bräune

    • 1)
      Angina pectoris... (mehr)
    • 2)
      Myocarditis diphtherica... (mehr)
  • Herzbräune 1)
  • Herzbräune 2)
    Herzbräune
    • 2)

    Myocarditis diphtherica.

  • Herzbuckel
    • Herz|buckel

    Vorwölbung („Voussure“) der vorderen Brustkorbwand durch einen infolge Herzhypertrophie wandverdickten Herzabschnitt, z.B. bei Pulmonalstenose, Fallot-Tetralogie, Septumdefekt.

  • Herzchirurgie
    • Herz|chirurgie

    • Synonyme: Kardiochirurgie

    medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erkennung, operativer u. postoperativer Behandlung von chirurgischen Erkrankungen, Verletzungen u. Fehlbildungen des Herzens, der herznahen Gefäße, des Mediastinums u. der Lunge (im Zusammenhang mit herzchirur. Eingriffen) mit den entsprechenden Untersuchungsverfahren sowie der Nachsorge befasst. Zur H. gehören z.B. die operative Korrektur von Herzfehlern u. Gefäßanomalien, die Implantation von Herzschrittmachern, Eingriffe an den Herzkranzgefäßen, Herztransplantationen. Die Weiterbildungszeit bis zum Facharzt für H. (Herzchirurg; engl. = cardiac surgeon) beträgt 6 Jahre. Teilgebiet der H. ist die Thoraxchirurgie.

  • Herzdämpfung
    • Herz|dämpfung

    • Englischer Begriff: cardiac dullness

    Zone gedämpften Klopfschalls an der vorderen Brustwand über dem Herzen; als absolute H. deren kleiner, zentral-basaler Bereich über den direkt anliegenden Herzabschnitten (u. auch bei leiser Perkussion nachweisbar), als relative H. die angrenzenden – von Lungengewebe überlagerten – Bereiche (u. der wirklichen Herzfigur entsprechend).

  • Herzdekompensation
    • Herz|de|kompensation

    dekompensierte Herzinsuffizienz; s.u. Dekompensation.

  • Herzdekompensation, hydropische
    Herzdekompensation
    • H., hy|dropische

    • Englischer Begriff: congestive heart failure

    H. mit Wasserretention/Ödemen.

  • Herzdilatation
    • Herz|dilatation

    • Englischer Begriff: cardiac dilatation

    krankhafte Ausweitung des Herzens bzw. seiner Innenräume.

    • H., adaptive
      H. in Anpassung an eine langzeitige (Volumen-)Überlastung bei Herzklappeninsuffizienz... (mehr)
    • H., akute
      H. als Folge einer plötzlichen Druck- oder Volumenüberlastung, z.B... (mehr)
    • H., atonische
      H. mit Restblutvermehrung infolge Tonusverlustes der Herzwand, z.B... (mehr)
    • H., myogene
      durch chronische Mehrbelastung bedingte H. bei Restblutvermehrung (meist... (mehr)
    • H., regulative
      H. infolge physiologischer Anpassung an eine verstärkte körperliche Dauerbelastung... (mehr)
    • H., tonogene
      passive H. durch erhöhten Füllungsdruck am insuffizienten Herzen... (mehr)
  • Herzdilatation, adaptive
    Herzdilatation
    • H., adaptive

    • Englischer Begriff: adaptive c. d.

    H. in Anpassung an eine langzeitige (Volumen-)Überlastung bei Herzklappeninsuffizienz, Shunt-Vitium, Hyperzirkulation etc.

  • Herzdilatation, akute
    Herzdilatation
    • H., akute

    • Englischer Begriff: acute c. d.

    H. als Folge einer plötzlichen Druck- oder Volumenüberlastung, z.B. bei Lungenembolie, Septumperforation.

  • Herzdilatation, atonische
    Herzdilatation
    • H., atonische

    • Englischer Begriff: atonic c. d.

    H. mit Restblutvermehrung infolge Tonusverlustes der Herzwand, z.B. bei diphtherischer Myokarditis.

  • Herzdilatation, myogene
    Herzdilatation
    • H., myo|gene

    • Englischer Begriff: myogenic c. d.

    durch chronische Mehrbelastung bedingte H. bei Restblutvermehrung (meist kombiniert mit Füllungsdruckerhöhung) infolge Herzinsuffizienz; erfolgt als plastische Gefügedilatation oder als Folge einer ischämischen, entzündlichen, stoffwechselbedingten etc. Herzmuskelschädigung.

  • Herzdilatation, regulative
    Herzdilatation
    • H., regulative

    • Englischer Begriff: regulative c. d.

    H. infolge physiologischer Anpassung an eine verstärkte körperliche Dauerbelastung, z.B. als Arbeits- bzw. Sportherz; geprägt durch harmonisches Wachstum aller Muskelfasern, Zunahme der Restblutmenge in Ruhe, Zunahme des Schlagvolumens u. Abnahme der Restblutmenge (Herzverkleinerung) unter Belastung, Steigerung der funktionellen Herzreserven.

  • Herzdilatation, tonogene
    Herzdilatation
    • H., tonogene

    • Englischer Begriff: tonogenic c. d.

    passive H. durch erhöhten Füllungsdruck am insuffizienten Herzen. S.a. Herzgewicht.

  • Herzdissoziation
    • Herz|dis|soziation

    • Englischer Begriff: cardiac dissociation

    atrioventrikuläre Dissoziation, Interferenzdissoziation.

  • Herzdynamik
    • Herz|dynamik

    • Englischer Begriff: cardiodynamics

    die gemäß physiologischen Herzgesetzen erfolgende Anpassung der Herztätigkeit an die die mechanischen Arbeitsbedingungen (z.B. die Füllung, den Auswurfdruck) u. die die Herzmuskelkontraktilität ändernden Verhältnisse.

  • Herzentwicklung
    • Herz|entwicklung

    • Englischer Begriff: cardiogenesis; cardiac development

    • Fach: Embryologie

    beginnt im Halsbereich-Mesenchym mit zwei Splanchnopleura-verstärkten Endothelsäckchen, die zum Herzschlauch verschmelzen; danach Peri-, Epi- u. Myokardbildung durch Zölomwand-Anlagerung, Rückbildung der Haftverbindung (= Mesokard), Schlauchdifferenzierung (zu Sinus venosus, Vorhof, AV-Kanal, Kammer, Bulbus). Bildung einer – sich drehenden – S-förmigen Schleife u. der Herzohren (des noch gemeinsamen Vorhofs), Herzklappenbildung aus Endokardkissen, Abstieg (Descensus) – in definitiver Form – in den Brustkorb u. Ausbildung von Septum primum u. Septum secundum sowie Foramen ovale mit Entwicklung der 4 Hohlräume.

  • Herzentzündung
    • Herz|entzündung

    • Englischer Begriff: carditis

    Myo-, Epi-, Endo-, Peri-, Pankarditis.

  • Herzerkrankung, koronare
    • Herz|erkrankung, koronare

    • Englischer Begriff: coronary heart disease

    s.u. koronar.

  • Herzerregung
  • Herzersatz
    • Herz|ersatz

    s.u. Herztransplantation; s.a. Herz, künstliches.

  • Herzfehler
    • Herz|fehler

    • Synonyme: Vitium cordis

    • Englischer Begriff: (organic) heart defect

    Tabelle

    Oberbegriff für angeborene Fehlbildungen u. erworbene pathol. Veränderungen des Herzens, der herznahen großen Gefäße u. der Herzklappen (Herzklappenfehler). Die angeborenen Formen (kongenitale H.) kommen bei ca. 1% aller Lebendgeborenen vor. Sie werden z.T. durch exogene Noxen verursacht (Infektionen, Genussmittel, Medikamente), z.T. auch durch einzelne Chromosomendefekte (Punktmutationen, Translokationen). Nahezu immer treten H. bei Chromosomenanomalien auf. H. werden entweder durch der jeweiligen Mehrbelastung entsprechende Herzmuskelveränderungen (v.a. Herzhypertrophie, adaptive Herzdilatation) ausgeglichen (kompensiert) oder sind unausgeglichen (dekompensiert; Herzinsuffizienz). Einteilung: Unter Berücksichtigung der kardialen Druckverhältnisse und der Fließrichtung des Blutes in Lungen- u. Körperkreislauf werden drei Gruppen angeborener Herzfehler unterschieden (s.a. Tab.): 1) H. ohne Verbindung zwischen Körper- u. Lungenkreislauf, bei denen die vorgeschalteten Herzabschnitte einer erhöhten Druckbelastung ausgesetzt sind. Dazu gehören Pulmonalstenose, Aortenklappenstenose, Aortenisthmusstenose. 2) H. mit Blutfluss aus dem Körper- in den Lungenkreislauf (Links-rechts-Shunt), die zu Druckerhöhung im Lungenkreislauf und im Verlauf zur Shuntumkehr (Eisenmenger-Reaktion) führen können. Die häufigste Fehlbildung dieser Gruppe (u. häufigster kongenitaler H. überhaupt) ist der Ventrikelseptumdefekt (VSD); weitere sind der Vorhofseptumdefekt (ASD) und der fehlende Verschluss des Ductus Botalli. 3) H. mit Blutfluss aus dem Lungen- in den Körperkreislauf (Rechts-links-Shunt) führen zu verminderter Lungendurchblutung u. peripherer Zyanose. Die beiden häufigsten zyanotischen H. sind die Fallot-Tetralogie u. die Transposition der großen Arterien (TGA). S.a. Shuntvitium.

  • Herzfehlerzellen
    • Herz|fehler|zellen

    • Englischer Begriff: heart failure cells

    bei Herzfehlern mit Stauung im Lungenkreislauf (v.a. bei Mitralvitien) sich abschilfernde Alveolardeckzellen, die phagozytiertes Hämosiderin aus zerfallenen roten Blutkörperchen enthalten; sind im Auswurf nachweisbar.

  • Herzfigur
    • Herz|figur

    • Englischer Begriff: heart shadow; h. outline; h. configuration; cardiac silhouette

    Abbildung

    der „Schatten“ des Herzens u. der großen Gefäße im Röntgenbild des Brustkorbs (Abb.). – S.a. Herzbögen, Herzfehler (dort Tab.).

  • Herzflattern
    • Herz|flattern

    • Synonyme: -flimmern

    • Englischer Begriff: cardiac flutter; c. fibrillation

    s.u. Kammer-, Vorhof-.

  • Herzfrequenz
    • Herz|frequenz

    • Englischer Begriff: heart rate

    die Zahl der Herzaktionen (Herzzyklus) pro Zeiteinheit (meist pro Minute), die normalerweise (frustrane Herzkontraktion ausgenommen) mit der Pulszahl übereinstimmt. Die von Konstitution, Lebensalter u. Geschlecht abhängigen Normwerte s.u. Herz. Sie ändert sich in Abhängigkeit von der körperlichen Belastung, der Körpertemperatur u. dem Gefäßdruck; gesteuert wird sie über Herznerven. Mit zunehmender H. steigt – je nach Herzreserve – das Herzminutenvolumen an, nimmt aber – bei kritischer H. ab ca. 200/Min. – infolge verkürzter Diastole u. unzureichender Entleerung der Vorhöfe (Rückstauung in die Bauchorgane) ab. S.a. Kardiotokographie.

  • Herzfunktionsprüfung
    • Herz|funktions|prüfung

    • Englischer Begriff: cardiac functional testing

    hämodynamische Funktionsprüfung.

  • Herzgeräusch
    • Herz|geräusch

    • Englischer Begriff: cardiac murmur; heart murmur

    bei Herzauskultation jedes nicht als Herzton anzusprechende Schallphänomen in Form eines – meist weitgehend konstanten – systolischen u./oder diastolischen Geräusches; s.a. Phonokardiographie. Sein Klangcharakter (z.B. blasend, pfeifend, gießend), seine Frequenz, Intensität (konstant, an-, abschwellend, d.h. im Phonokardiogramm band- bzw. spindelförmig), Dauer (kontinuierlich oder mit Unterbrechungen = diskontinuierlich) u. Lokalisation (Punctum maximum) u. evtl. Fortleitung sind abhängig von der Hämodynamik; z.B. bedingt durch Wirbelbildung an abrupten Kalibererweiterungen u. Unebenheiten des Strombettes. Sie sind organisch (durch Herzklappenfehler, Fehlbildung etc. verursacht) oder nur funktionell bedingt (akzidentell).

  • Herzgeräusch, akzidentelles
    Herzgeräusch
    • H., akzidentelles

    • Synonyme: anorganisches H.

    • Englischer Begriff: accidental c. m.

    H. am klinisch gesunden Herzen, v.a. bei Kindern, Jugendlichen, infolge vermehrten Durchflusses, erhöhter Strömungsgeschwindigkeit, Änderung der Blutviskosität (z.B. bei Anämie). Sind meist „musikalisch“, von geringer Fortleitungstendenz u. von haltungsabhängiger Intensität (meist am lautesten im 2. u. 3. Zwischenrippenraum [ICR] links neben dem Brustbein oder, vom 2. Herzton getrennt, im 3. u. 4. ICR links parasternal).

  • Herzgeräusch, bandförmiges
    Herzgeräusch
    • H., bandförmiges

    • Englischer Begriff: band-shaped c. m.

    Bandform eines holosystolischen Geräusches im PKG.

  • Herzgeräusch, diastolisches
    Herzgeräusch
    • H., dia|stolisches

    • Synonyme: Diastolikum

    • Englischer Begriff: diastolic c. m.

    H. in der Diastole; meist diskontinuierlich als Decrescendo- oder Crescendogeräusch; hochfrequent, hauchend als Refluxgeräusch bei Schlussunfähigkeit der Semilunarklappen (Sofortgeräusch nach dem 2. Herzton = Frühdiastolikum, li. parasternal); tief, rau, lang, früh- oder protodiastolisch, vom 2. Herzton abgesetzt als Einströmgeräusch an Atrioventrikularklappen; spätdiastolisch bzw. präsystolisch als Intervallgeräusch (mit Maximum über der Mitralis bzw. Trikuspidalis), nur bei Sinusrhythmus, v.a. bei der Mitralstenose.

  • Herzgeräusch, musikalisches
    Herzgeräusch
    • H., musikalisches

    • Englischer Begriff: musical c. m.

    regelmäßig hochfrequentes piepsendes oder niederfrequentes brummendes H. durch atypisch verlaufende, verdickte Sehnenfäden der Segel u. bei Klappenperforation, -insuffizienz oder als extrakardialer Resonanzeffekt von Magenblase, herznaher Kaverne etc.

  • Herzgeräusch, organisches
    Herzgeräusch
    • H., organisches

    • Englischer Begriff: organic c. m.

    s.u. Herzgeräusch.

  • Herzgeräusch, spindelförmiges
    Herzgeräusch
    • H., spindelförmiges

    • Englischer Begriff: spindle-shaped c. m.

    systolisches H. mit Spindelform im PKG; als Crescendo-Decrescendo-Geräusch; bei Aorten-, Pulmonalstenose, Durchflussbeschleunigung, -steigerung.

  • Herzgeräusch, systolisch-diastolisches
    Herzgeräusch
    • H., systolisch-diastolisches

    kontinuierliches H., das – vom 1. Herzton abgesetzt – systolisch beginnt, in die Diastole übergeht u. als Decrescendo abklingt, z.B. bei offenem Ductus arteriosus u. bei perforiertem Sinus-Valsalvae-Aneurysma.

  • Herzgeräusch, systolisches
    Herzgeräusch
    • H., systolisches

    • Synonyme: Systolikum

    • Englischer Begriff: systolic c. m.

      Hörbeispiel

    zu Beginn oder während der ganzen Systole (protosystolisch bzw. holosystolisch) hörbares H.; bandförmig hochfrequent, hell u. weich, z.T. auch scharf als Refluxgeräusch bei Insuffizienz der Atrioventrikularklappen (maximal über der Mitralis bzw. Trikuspidalis) bzw. bei Ventrikelseptumdefekt; abgesetzt, früh-, meso- oder spätsystolisch, spindelförmig, mittel- bis tieffrequent, allgemein als raues Austreibungsgeräusch bei Stenose der Taschenklappen, Vorhofseptumdefekt, erweitertem Abgang der Aorta bzw. des Truncus pulmonalis; als organisches H. stets intensiv.

  • Herzgesetz
    • Herz|gesetz

    • Englischer Begriff: law of the heart

    • Fach: Physiologie

    als klassisches H. das Frank-Starling-Gesetz. Als neues H. (Reindell u. Mitarb.) die umstrittene Hypothese der Steuerung der Herzdynamik nicht durch die Ausgangsfüllung, sondern durch eine variable, aktive Herzmuskelspannung (Herztonus).

  • Herzgespannkraut
  • Herzgewicht
    • Herz|gewicht

    • Englischer Begriff: cardiac weight; w. of heart

    beträgt als grobes H. (einschließlich des Fettgewebes) beim Erwachsenen ca. 300 g. Als kritisches H. das Gewicht von 500 g (bzw. 200 g als Kammergewicht), bei dessen Überschreiten allgemein die physiologische Herzhypertrophie zunehmend von Hyperplasie (mit Gefahr der Herzdilatation) abgelöst wird.

  • Herzgifte
    • Herz|gifte

    • Englischer Begriff: cardiotoxins

    spezifisch die Herzmuskelzellen angreifende, in niedriger Dosis z.T. therapeutisch genutzte, in höherer zu Herzschädigung, evtl. Herzstillstand führende Substanzen, i.e.S. die Herzglykoside.

  • Herzglykoside
    • Englischer Begriff: cardiac glycosides

    • Fach: Pharmazie

    Bufadienolid- u. Cardenolid-Glykoside mit Wirkung am Herzmuskel (s.a. Digitalistherapie): Steigerung der Kontraktionskraft („positiv inotrop“) ohne Erhöhung des Sauerstoffbedarfs, Verlangsamung der Frequenz („negativ chronotrop“) u. Erregungsleitung („negativ dromotrop“); vermehrt heterotope Erregungsbildung durch Senkung der Reizschwelle („positiv bathmotrop“). Anw. bei Herzinsuffizienz sowie als Antiarrhythmica. chem Es handelt sich um Aglucone mit Steroidstruktur (Derivate des Cyclopentano-perhydro-Phenanthrens), die glykosidisch mit Zuckern verknüpft sind. Herzgifte; s.a. Digitalisglykoside (dort Formel).

  • Herzgröße, absolute
    • Herz|größe, absolute

    • Englischer Begriff: absolute heart size

    die dreidimensionale H. = Herzvolumen; abhängig von Muskelmasse, Füllung u. Körperstellung (in Horizontallage zunehmend). S.a. Herzgewicht, Herzdämpfung.

  • Herzhyperplasie
    • Herz|hyper|plasie

    • Englischer Begriff: cardiac hyperplasia

    Vermehrung der Herzmuskelzellen (u. der Kapillaren; bei gleich bleibendem 1:1-Verhältnis) durch Längsspaltung. Erfolgt nach Überschreiten des kritischen Herzgewichts. Führt zu Zunahme der inneren Oberfläche mit Gefahr der myogenen Herzdilatation.

  • Herzhypertrophie
    • Herz|hyper|trophie

    • Englischer Begriff: cardiac hypertrophy

    • Fach: Pathologie

    die infolge chronischer Mehrbelastung des Herzens einsetzende Zunahme der Herzmuskelmasse u. des Herzgewichts allein durch Vergrößerung der Herzmuskelzellen, d.h. durch harmonisches Faserwachstum bei unveränderter Faserzahl. Als exzentrische H. Vermehrung der Muskelmasse mit gleichzeitiger Herzdilatation als Folge einer Volumenbelastung (Volumenhypertrophie); als konzentrische H. die Hindernishypertrophie (z.B. bei valvulärer Aorten- oder Pulmonalstenose). S.a. Fibroelastosis endocardica.

  • Herzhypertrophie, familiäre idiopathische
    Herzhypertrophie
    • H., familiäre idiopathische

    dominant erbliche Erkrankung mit auffallender Hypertrophie der Herzmuskulatur mit resultierender Kardiomegalie ohne Zeichen der Obstruktion.

  • Herzindex
    • Herz|index

    • Synonyme: HI (Abk.)

    • Englischer Begriff: cardiac index; CI (Abk.)

    Index aus Herzminutenvolumen pro m2 Körperoberfläche als Parameter der Herzleistung; normal 3,5 (± 0,5) l/min/m2.

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