Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hodenkolik
    • Hoden|kolik

    • Englischer Begriff: testicular colic

    zum Oberschenkel u. in die Lendengegend ausstrahlender akuter Hodenschmerz (evtl. mit Peritonealreizung), z.B. bei eingeklemmter Skrotalhernie, Hodentorsion.

  • Hodenkrebs

      bösartiger Tumor des Hodens; s.u. Hodentumoren.

    • Hodenluxation
      • Hoden|luxation

      • Englischer Begriff: testicular luxation

      unfallbedingte Hoden- u. Nebenhoden-Verlagerung.

    • Hodenprothese

        Kunststoffimplantat als Ersatz des Hodens; meist nach Entfernung des Hodens wegen eines Tumors.

      • Hodenreflex
        • Hoden|reflex

        Kremasterreflex.

      • Hodenretention
        • Hoden|retention

        • Englischer Begriff: retained testis

        unvollständiger Hodenabstieg vom embryonalen Bildungsort (Maldescensus); unterschieden als Bauchhoden (Kryptorchismus) und Leistenhoden. S.a. Hodenektopie.

      • Hodensack
        • Hoden|sack

        Skrotum.

      • Hodenschutz
        • Hoden|schutz

        • Fach: Radiologie

        Strahlenschutz der Hoden durch abdeckende Blei-Gummi-Platte, Bleikapsel.

      • Hodensekret
        • Hoden|sekret

        • Englischer Begriff: testicular secretion

        als äußeres H. die Samenzellen, als inneres H. Testosteron u. Androstendion (Hormon der Leydig-Zellen).

      • Hodentorsion
        • Hoden|torsion

        • Englischer Begriff: testicular torsion

        plötzliche Drehung (Torsion) des Hodens u. Samenstrangs um mehr als 180° um die Längsachse, wodurch die Blutzufuhr gedrosselt wird; betroffen meist Kinder. Formen: supravaginale H. durch Drehung des Samenstrangs außerhalb, intravaginale H. durch Drehung innerhalb der Tunica vaginalis. Klinik: heftige Schmerzen, Anschwellung des Hodens, Verfärbung dunkelblau bis schwarz. Nekrose, wenn nicht innerhalb von ca. 4 Std. operiert und der Hoden zurückgedreht u. befestigt wird (Orchidopexie). DD: gegenüber akuter Epididymitis u. Orchitis positives Prehn-Zeichen. Ther.: möglichst früh manuelle Detorsion (nach außen), anschließende Fixierung (auch des kontralateralen Hodens). S.a. Hydatidentorsion, Hodeninversion, akutes Skrotalödem.

      • Hodentuberkulose
        • Hoden|tuberkulose

        • Englischer Begriff: testicular tuberculosis

        Orchitis tuberculosa.

      • Hodentumoren
        • Hoden|tumoren

        • Synonyme: Hodengeschwulst

        • Englischer Begriff: testicular tumor

        Tabelle

        Oberbegriff für vielfältige gut- u. bösartige Tumoren des Hodens; weiter unterteilt in Keimzelltumoren (H., germinale) und andere (H., nichtgerminale). S.a. Tab.

        • H., germinale   Tabelle
          überwiegende Mehrzahl aller H. Häufigste bösartige, aber weitgehend heilbare... (mehr)
        • H., nichtgerminale
          Oberbegriff für alle Tumoren des Hodens, die nicht zu den Keimzelltumoren... (mehr)
      • Hodentumoren, germinale
        Hodentumoren
        • H., germinale

        • Synonyme: Keimzelltumoren des Hodens

        Tabelle

        überwiegende Mehrzahl aller H. Häufigste bösartige, aber weitgehend heilbare Erkrankung des jungen Mannes. Risikofaktoren: u.a. nicht deszendierter Hoden (Maldescensus testis), Gegenhoden bei bestehendem H., testikuläre Dysgenesien, Hermaphroditismus; obligate Präkanzerose: testikuläre intraepitheliale Neoplasie (TIN). Klinik: schmerzlose Vergrößerung des Hodens, dumpfer Schmerz oder Schweregefühl im entsprechenden Skrotum; seltener akute Schmerzen, Dysurie, evtl. neu aufgetretene Gynäkomastie. Diagn.: Palpationsbefund (harter Tumor), Diaphanie, Ultraschall, direkter Nachweis (op. Freilegung des Hodens, i.d.R. Orchiektomie). Für die Therapieplanung sind die weitere histologische Unterscheidung in Seminom bzw. Nichtseminom u. die klinische Einteilung in sog. Früh- u. Spätstadien von Bedeutung (Bestimmung von AFP, β-HCG, Röntgenthorax, i.v. Urographie, Lymphographie, CT, Sonographie des Peritoneums). Die Tumoreinteilung erfolgt z.B. nach der Lugano-Klassifikation bzw. nach der Stadieneinteilung von Weissbach et al. (Tab.). Ther.: Seminome: inguinale Orchiektomie; Strahlentherapie; im Spätstadium Polychemotherapie. Nichtseminome: Stadium I: inguinale Orchiektomie, engmaschige Kontrollen; Stadium II: Orchiektomie u. retroperitoneale Lymphadenektomie, Chemotherapie; Spätstadien; primäre Polychemotherapie.

      • Hodentumoren, nichtgerminale
        Hodentumoren
        • H., nichtgerminale

        Oberbegriff für alle Tumoren des Hodens, die nicht zu den Keimzelltumoren gezählt werden. Die Einteilung erfolgt nach der WHO-Klassifikation von Mostofi u. Sobin mit histologiebezogenem unterschiedlichem Procedere (Tumoren des Gonadenstromas, Keimzellen-Stroma-Mischtumoren [Gonadoblastom], maligne Lymphome, andere u. paratestikuläre Tumoren).

      • Hodenzwischenzellen
        • Hoden|zwischenzellen

        • Englischer Begriff: interstitial cells

        die großen epitheloiden, rundlichen bis polygonalen, im bindegewebigen Zwischengewebe des Hodens gelegenen Leydig-Zellen, die die männlichen Keimdrüsenhormone Testosteron, Androstendion bilden.

      • Hodge
        • Hodge

        • Biogr.: Hugh L. H.,1796–1873, Frauenarzt, Philadelphia

      • Hodge-Ebenen
        Hodge
        • H.-Ebenen

        s.u. Beckenebenen.

      • Hodge-Pessar
        Hodge
        • H.-Pessar

        • Englischer Begriff: Hodge's pessary

        ein in 2 Dimensionen gebogenes Hartgummi-Ringpessar; Anw. zur Behandlung der Retroversioflexio uteri.

      • Hodgkin
        • Hodgkin

        • Biogr.: Thomas H., 1798–1866, Pathologe, London

      • Hodgkin-Huxley-Theorie
        • Hodgkin-Huxley-Theorie

        • Biogr.: Alan Lloyd Ho., Andrew Fielding Hu., engl. Physiologen; beide erhielten 1963 – zus. mit Eccles – den Nobelpreis

        Ionentheorie der Erregung.

      • Hodgkin-Krankheit
        Hodgkin
        • H.-Krankheit

        • Synonyme: H.-Lymphom; H.-Syndrom; Morbus Hodgkin; Paltauf-Sternberg-Krankheit

        • Englischer Begriff: Hodgkin's disease; HD

        • Biogr.: Thomas H.

        Abbildung   Tabelle

        bösartig verlaufende Krankheit des lymphat. Systems, wahrscheinlich unifokalen Ursprungs (meist im Bereich peripherer oder viszeraler Lymphknoten oder MALT). Sie zeichnet sich histologisch durch verschiedene Varianten eines unterschiedlichen pathognomonischen Granulationsgewebes aus und wird den malignen Lymphomen zugeordnet. Hodgkin beschrieb erstmalig 1832 die Krankheit neben anderen mit Lymphknotenschwellung und Milzvergrößerung einhergehenden Erkrankungen; Paltauf (1897) u. Sternberg (1898) sowie Reed (1902) beschrieben ausführlich histologische u. zytologische Besonderheiten. Die typischen Riesenzellen werden als Sternberg-Reed-Zellen bezeichnet (s. Abb.). Potter (1935) erkannte die Bedeutung großer einkerniger Zellen für die Diagnose und bezeichnete diese als H.-Zellen. Ätiol.: Die H.-Krankheit ist eine Erkrankung des lymphatischen Zellsystems mit stark erhöhtem Zellumsatz u. meist verminderten absoluten Werten der T-Lymphozyten im Blut (Lymphozytopenie). Zellvermittelte Immunreaktionen sind stark eingeschränkt. Bis heute ist unklar, ob die H.-Krankheit zu den malignen Tumoren im eigentlichen Sinne zu rechnen ist oder ob es sich um eine Immunopathie handelt. Bei dem größten Teil der Erkrankungen kann man von einer primär lokalen Entstehung u. lymphogenen Ausbreitung ausgehen. Das hat wichtige Konsequenzen für Frühdiagnose, Therapie u. Heilungschancen. Klassifik. u. Progn.: Nach der neueren WHO-Lymphom-Klassifikation (s.u. Non-Hodgkin-Lymphome) werden zwei Haupttypen unterschieden: I) das noduläre lymphozytenprädominante H.-Lymphom u. II) die klassische H.-Krankheit mit vier Subtypen: 1) nodulär sklerosierender Typ; 2) lymphozytenreicher Typ (diffus oder knotig, mit wenig pathologischen Retikulumzellen); 3) Mischtyp (bindegewebig abgegrenzte Knoten; nur geringe Faserentwicklung); 4) lymphozytenarmer Typ (mit zahlreichen atypischen Retikulumzellen; als retikuläre Form das frühere H.-Sarkom). Die Prognose hängt vom Ausbreitungsgrad (Stadien I–IV, s. Tab.) u. vom histologischen Typ ab. Klinik: Leitsymptom ist die Lymphknotenschwellung, die zunächst isoliert sein kann. Allgemeinsymptome wie Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust können zunächst fehlen. Bei anderen Patienten weist das typisch undulierende Fieber (Pel-Ebstein-Typ) mit remittierendem oder septischem Charakter, das schubweise auftritt mit wochenlangen fieberfreien Intervallen, direkt auf die H.-Krankheit hin. Ferner Pruritus, Alkoholschmerz (eher selten), Haut- u. Schleimhautveränderungen, Erscheinungen an inneren Organen, Kachexie, Anämie, in 20–40% neurologische Symptomatik. Ther.: Unbehandelt führt die H.-Krankheit zum Tod. Lokalisierte Krankheitsstadien sind heilbar, auch bei fortgeschrittener Erkrankung lassen sich mit modernen Therapieformen langfristige Remissionen u. Heilungen erzielen. Die Behandlung erfolgt (je nach Stadium) durch Strahlentherapie, Zytostatika, ggf. kombinierte Chemo- u. Strahlentherapie.

      • Hodgkin-Prurigo
      • Hodgkin-Zelle
        Hodgkin
        • H.-Zelle, maligne

        • Englischer Begriff: Hodgkin cell; Reed-Sternberg cell

        bei der Lymphogranulomatose die von undifferenzierten Retikulumzellen abgeleitete Zelle mit schwach bis mäßig basophilem Zytoplasma u. großem dunkelblauem Nucleolus im sehr hellen, fast ungefärbten Kern (= einkernige Vorstufe der mehrkernigen Sternberg-Riesenzelle).

      • Hodo...
        • Hodo...

        Wortteil „Weg“, „Reise“, z.B. Hodogenese: Wegbahnung bei der Nervenzellregeneration; wird bewirkt außer durch chemische Reize (Neurotropismus) auch durch Kontaktführung durch Schwann-Zellen u. Fibrinfasern; s.a. Büngner-Bänder.

      • Hoeftmann-Prothese
        • Hoeftmann-Prothese

        • Biogr.: Heinrich H., 1851–1917, Orthopäde, Königsberg

        eine standsichere Oberschenkelprothese mit rückverlagertem Kniegelenk (sog. Angstbein).

      • Hoeve
        • (van der) Hoeve

        • Biogr.: Jan van der H., 1878–1952, Augenarzt, Groningen, Leiden

      • Hoeve-Halbertsma-Waardenburg-Gualdi-Syndrom
        Hoeve
        • H.-Halbertsma-Waardenburg-Gualdi-Syndrom

        Klein-Waardenburg-Syndrom.

      • Hoeve-Syndrom
        Hoeve
        • H.-Syndrom

        Osteogenesis imperfecta mit der H.-de-Kleyn-Trias Knochenbrüchigkeit, blaue Skleren u. Schwerhörigkeit.

      • Hof
        • Fach: Medizin, Physik

        Halo.

      • Hoff-Regel
        • (van't-)Hoff-Regel

        RGT-Regel.

      • Hoffa
        • Hoffa

        • Biogr.: Albert H., 1859–1907, Orthopäde, Würzburg, Berlin

        • H.-Krankheit
          zu Fibrose führende Entzündung des zwischen Schienbeinkopf u. Kniescheibenband... (mehr)
        • H.-Zeichen
          (mehr)
        • 1)
          Überstreckung im Handgelenk u. Krallenhandstellung nach Reizung des Nervus... (mehr)
        • 2)
          Ortolani-Phänomen... (mehr)
      • Hoffa-Krankheit
        Hoffa
        • H.-Krankheit

        • Englischer Begriff: Hoffa's disease

        zu Fibrose führende Entzündung des zwischen Schienbeinkopf u. Kniescheibenband gelegenen H.-Fettkörpers (= Corpus adiposum infrapatellare); v.a. als Folge wiederholter Verletzungen, aber auch idiopathisch u. mit zu Verwachsungen neigender Synovialitis (= H.-Kastert-Syndrom).

      • Hoffa-Zeichen
        Hoffa
        • H.-Zeichen

        • Englischer Begriff: Hoffa sign

        • 1)
          Überstreckung im Handgelenk u. Krallenhandstellung nach Reizung des Nervus... (mehr)
        • 2)
          Ortolani-Phänomen... (mehr)
      • Hoffa-Zeichen 1)
        Hoffa  >  Hoffa-Zeichen
        • 1)

        • Synonyme: Radialisphänomen

        • Englischer Begriff: Hoffa variant of carpopedal spasm

        Überstreckung im Handgelenk u. Krallenhandstellung nach Reizung des Nervus radialis am Oberarm als Zeichen der Spasmophilie u. Tetanie.

      • Hoffa-Zeichen 2)
      • Hoffmann
        • Hoffmann

        • Biogr.: 1) Erich H., 1868–1959, Hautarzt, Bonn; 2) Johann H., 1857–1919, Neurologe, Heidelberg; 3) Paul H., 1884–1962, Physiologe, Freiburg; 4) Victor H., geb. 1893, Chirurg, Köln

      • Hoffmann-Daimler-Schiene
        Hoffmann
        • H.-Daimler-Schiene

        Schiene zur Behandlung der ein- u. beidseitigen angeborenen Hüftgelenkluxation, wobei das Kind in Lorenz-Stellung immobilisiert wird, später dann in Lange-Stellung. Die Schiene ist mittels eines Schultergurtes fixiert.

      • Hoffmann-Operation
        Hoffmann
        • H.-Operation

        • Biogr.: Victor H.

        Jejunogastroplastik („Pantaloon“-Anastomose) zur Ersatzmagen-Bildung.

      • Hoffmann-Syndrom
        Hoffmann
        • H.-Syndrom

        • Biogr.: Johann H.

        • 1)
          Charcot-Marie-Tooth-Hoffmann-Krankheit... (mehr)
        • 2)
          Werdnig-Hoffmann-Syndrom... (mehr)
      • Hoffmann-Syndrom 1)
      • Hoffmann-Syndrom 2)
      • Hoffmann-Tinel-Klopf-Zeichen
        Hoffmann
        • H.-Tinel-(Klopf-)Zeichen

        • Englischer Begriff: Tinel's sign

        • Biogr.: Paul H.; Jules T., 1879–1952, Neurochirurg, Paris

        durch Beklopfen der Weichteile über dem peripheren Stumpf (bzw. den frisch ausgesprossenen, marklosen Axonen) eines durchtrennten Nervs ausgelöstes „Elektrisieren“ im Versorgungsgebiet des Nervs als Hinweis auf Regenerationsvorgänge.

      • Hoffmann-Zurhelle-Nävus
        Hoffmann
        • H.-Zurhelle-Nävus

        • Biogr.: Erich H.; Emil Z., 1889–1965, Hautarzt, Groningen, Aachen

        Naevus lipomatosus cutaneus superficialis.

      • Hofmeier-Handgriff
        • Hofmeier-Handgriff

        • Biogr.: Max H., 1854–1927, Frauenarzt, Würzburg

        in der Wehenpause oder zu Wehenbeginn erfolgendes Hineindrücken des beidhändig durch die Bauchdecken umfassten Kopfes des Kindes in den Beckeneingang, in Kombination mit Walcher-Hängelage; Anw. bei plattem Becken u. Armvorfall. Gefahr des Tentoriumrisses.

      • Hofmeister-Operation
        • Hofmeister-Operation

        • Englischer Begriff: Hofmeister's operation

        • Biogr.: Franz v. H., 1867–1926, Chirurg, Stuttgart

        eine modifizierte Billroth-Operation Typ II. Magenresektion mit retrokolischer Anastomose nach Magenquerschnitteinengung von der kleinen Kurvatur her (gesichert durch Mesokolonschlitzfixierung an der Gastroenterostomie).

      • Höhenanpassung
        • Höhen|anpassung

        • Englischer Begriff: acclima(tiza)tion to altitude

        • Fach: Physiologie

        die bei längerem Aufenthalt (Wochen bis Monate) in großer Höhe der akuten Höhenumstellung folgende Anpassung („Akklimatisation“) des Organismus an den geringeren Sauerstoffgehalt der Luft; führt zu vermehrter Bildung roter Blutkörperchen (Höhenerythrozytose oder -polyglobulie), Anstieg der Hämoglobinkonzentration u. Kompensation der akuten „Höhen-Alkalose“. Als Höchstgrenze für kurzzeitige (reduzierte) Leistungsfähigkeit gelten Höhen von 8000–8800 m. Die Höhenfestigkeit (Widerstandsfähigkeit gegen die Höhenwirkungen, v.a. gegenüber Sauerstoffmangel) ist bestimmbar u.a. im Unterdruckkammerversuch, mittels Lottig-Schreibtest, Kugeltest, EKG, EEG.

      • Höhenkollaps
        • Höhen|kollaps

        plötzliche Ohnmacht mit Schweißausbruch u. Blässe (mit lividem Ton) infolge Absinkens des Blutdrucks u. der Sauerstoffarmut des Gehirns bei Überschreiten der physiologischen Höhengrenze (7000–8000 m, mit alveolärem Sauerstoffpartialdruck von ca. 30 mmHg).

      • Höhenkoller
        • Höhen|koller

        • Englischer Begriff: high-altitude euphoria

        psychische Veränderungen, bedingt durch Aufenthalt in großen Höhen (v.a. nach schnellem Aufstieg); v.a. als Euphorie (Höhenrausch), Leichtsinn, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten, Fehlbeurteilung der Situation, Reizbarkeit, Angst.

      • Höhenkrankheit
        • Höhen|krankheit

        • Englischer Begriff: mountain (or altitude) sickness

        bei kurzem oder längerem, plötzlichem oder langsam einsetzendem Aufenthalt in Höhen ab ca. 2000 m eintretende, durch Hypoxie bedingte körperl. u. geistige Leistungsminderung; ab etwa 4000 m Atemnot; Müdigkeit, Kritik- u. Entschlusslosigkeit, evtl. auch Übelkeit, Erbrechen, Schleimhautblutungen, Höhenkoller, klonische Krämpfe, Bewusstseinsstörung (s.a. Höhenkollaps); s.a. Höhenumstellung, Höhenanpassung. – Die evtl. vorkommende akkommodationsbedingte Kurzsichtigkeit (ähnlich der Nachtmyopie) ist auf das Fehlen eines Fixationspunktes beim Blick in die Ferne zurückzuführen; ein Meteorismus beruht auf der luftdruckbedingten Ausdehnung der im Magen-Darm-Trakt vorhandenen Gase.

      • Höhenschielen
        • Höhen|schielen

        Strabismus verticalis; s.a. Hyper-, Hypophorie.

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