Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hörstummheit
    • Hör|stummheit

    Stummheit bei intaktem Gehör als Manifestation einer – bezüglich ihres Wesens ungeklärten – Erkrankung des Zentralnervensystems (= motorische H. = Audimutitas) oder als psychogene Störung (= sensorische H. = Seelentaubheit). S.a. Taubstummheit.

  • Hörsturz
    • Hör|sturz

    • Englischer Begriff: acute hearing loss

    plötzlich auftretende Innenohrschwerhörigkeit (bis Ertaubung); i.e.S. der kryptogene = idiopathische H. infolge von Durchblutungsstörungen (Gefäßspasmen, Mikroembolien etc.).

  • Hortaea werneckii
    • Synonyme: Cladosporium werneckii; Exophiala werneckii

    Erreger von Tinea nigra (Cladosporiosis epidermica) in warmen Regionen (Zentral- u. Südamerika, Afrika, Asien); produziert Hortein, einen Stoff mit einem Acenaphthalin-Ringsystem.

  • Hortega-Zelle
    • Hortega-Zelle

    • Englischer Begriff: Hortega cell

    • Biogr.: Pio Del Rio H., 1882–1945, Histologe, Buenos Aires

    Mikrogliazelle mit kurzen Fortsätzen; besitzt die Fähigkeit, zu wandern u. zu phagozytieren („Abräumzelle“).

  • Hörtheorien
    • Hör|theorien

    • Englischer Begriff: theories of hearing

    • Fach: Physiologie

    s.u. Békésy-Theorie, Dispersionstheorie, Einortstheorie, Resonanzhypothese (Helmholtz). S.a. Wippwelle.

  • Horton-Syndrom
    • Horton-Syndrom

    • Biogr.: Bayard T. H., 1895–1980, Internist, Rochester

    • 1)
      Schmerzattacken im Augen-Stirn-Schläfen-Bereich, die meist periodisch... (mehr)
    • 2)
      Arteriitis temporalis... (mehr)
  • Horton-Syndrom 1): Horton-Neuralgie
    Horton-Syndrom
    • 1)

    • Synonyme: H.-Neuralgie; Cluster-Kopfschmerz; Histaminkopfschmerz; Erythroprosopalgie

    • Englischer Begriff: cluster headache

    • Biogr.: Bayard T. H.

    Schmerzattacken im Augen-Stirn-Schläfen-Bereich, die meist periodisch zu bestimmten Tageszeiten (v.a. nachts), evtl. gehäuft, auftreten, streng halbseitig sind u. mit Tränenfluss, Rötung des Auges, evtl. auch des Gesichts, Schwellung der Nasenschleimhaut u. vermehrtem Pulsieren der Schläfenschlagader einhergehen. Sie sind durch Histamin (nicht immer) provozierbar u. durch Adrenalin kupierbar (= H.-Test). Ther.: im Anfall mit Sauerstoffinsufflation, Sumatriptan u. Ergotamin.

  • Horton-Syndrom 2): Horton-Magath-Brown-Syndrom
    Horton-Syndrom
    • 2)

    • Synonyme: H.-Magath-Brown-Syndrom

    • Englischer Begriff: Horton's arteritis

    Arteriitis temporalis.

  • Hörverarbeitung
  • Hörverarbeitungsstörung
  • hörverbessernde Operationen
    • hör|verbessernde Operationen

    • Englischer Begriff: surgery for hearing improvement

    (z.T. mikrochirurgische) plastische Eingriffe am schallleitenden Apparat, z.B. Tympanoplastik, Stapesmobilisation, Bogengangsfensterung.

  • Hörweitenprüfung
    • Hör|weiten|prüfung

    Sprachabstandsprüfung.

  • Hörzellen
    • Hör|zellen

    • Englischer Begriff: Corti's cells; cochlear hair cells

    die Corti-Haarzellen; mit Hörhaaren versehene sekundäre Sinneszellen zwischen den Stützzellen des Corti-Organs des Innenohres; sie enden synaptisch an den Dendriten der bipolaren Ganglienzellen des Ganglion spirale.

  • Hörzentren
    • Hör|zentren

    • Englischer Begriff: auditory cortex areas

    • Fach: Anatomie

    die als akustischer Kortex bezeichneten Hirnrindenbereiche für das Hören; unterschieden als primäres u. als sekundäres Hörzentrum (Hörbahn). – Die Bezeichnung primäres Hörzentrum für das Corpus geniculatum ist inkorrekt.

  • Hösch-Probe
    • Hösch-Probe

    umgekehrte Aldehydprobe (2); als Porphobilinogennachweis.

  • Hospitalbrand
    • Hospital|brand

    Gasödem, Streptokokkensepsis.

  • Hospitalisierung
    • Englischer Begriff: hospitalization

    Aufnahme in ein Krankenhaus (im dt. Sprachraum in eines für chronisch Kranke, z.B. auch ein Pflegehaus), i.e.S. die Zwangseinweisung (z.B. gem. Infektionsschutzgesetz, § 42 StGB) in eine psychiatrische Einrichtung. S.a. Hospitalismus.

  • Hospitalismus
    • Englischer Begriff: nosocomial disease; hospitalism

    alle durch die Besonderheiten eines Krankenhaus-, Anstalts- oder Heimaufenthaltes bedingten Schädigungen.

    • H., infektiöser
      die meist sekundären infektiösen Erkrankungen durch die in stationären... (mehr)
    • H., psychischer
      die negativen Folgen einer Langzeitunterbringung in Kranken-, Pflegeanstalten... (mehr)
  • Hospitalismus, infektiöser
    Hospitalismus
    • H., infektiöser

    • Synonyme: Nosokomialschaden

    die meist sekundären infektiösen Erkrankungen durch die in stationären Einrichtungen allgemein verbreiteten („ubiquitären“), therapieresistenten, insbesondere aber – seit Antibiotika-Anw. – gegen Antibiotika resistenten bzw. resistent gewordenen Krankheitserreger = Hospitalkeime; v.a. Staphylokokken, gramnegative Enterobakterien, Pseudomonas, die durch klinisch gesundes Krankenhauspersonal übertragen werden, insbesondere bei – u.a. auch bautechnisch bedingter – ungenügender Hygiene; ferner aber auch als endogene Infektion bei Virulenzsteigerung der körpereigenen Bakterienflora.

  • Hospitalismus, psychischer
    Hospitalismus
    • H., psychischer

    die negativen Folgen einer Langzeitunterbringung in Kranken-, Pflegeanstalten; bei Kindern v.a. als Kontaktarmut, fehlendes Geborgenheitsgefühl, Entwicklungsstörungen (motorische Stereotypien, Passivität, Rückstand in Sprache u. Sozialverhalten, psychomotorische Retardierung, Bindungsunfähigkeit, Depressionen) sowie somatische Störungen; bei Erwachsenen als mangelndes Genesungs- u. übermäßiges Abhängigkeitsgefühl; s.a. Deprivationssyndrom.

  • Hospiz-Initiativen

      Initiativen zur umfassenden physischen, psychischen, sozialen u. ggf. religiösen Betreuung unheilbar Kranker u. deren Angehörigen in der Sterbephase. Wenn möglich, gemeinsam mit Hausärzten u. sozialen Diensten etc. im Rahmen der häuslichen Versorgung u. Pflege, aber auch in teilstationären u. stationären Einrichtungen. Vorbild der Bewegung ist das 1967 von Cecily Saunders gegründete St. Christopher's Hospice in London.

    • Hösslin-Prüfung
      • (v.-)Hösslin-Prüfung

      Untersuchung des Magensaftes auf freie Salzsäure mit Kongorot (H.-Reagens).

    • host versus graft reaction
      • Etymol.: engl.

      • Fach: Immunologie

      s.u. Transplantatabstoßung. S.a. graft versus host...

    • HOT
      • HOT 1)
        HOT
        • 1)

        Abk. für hämatogene Oxidationstherapie nach Wehrli.

      • HOT 2)
        HOT
        • 2)

        • Synonyme: Abk. für hyperbaric oxygen therapy

        • Etymol.: engl.

        hyperbare Oxygenation.

      • hot box
        • Etymol.: engl.

        Lichtkasten zur Rumpferwärmung.

      • hot ulcer
        • Etymol.: engl. = heißes Geschwür

        venöses Stauungsulkus (Ulcus cruris) bei a.v. Fisteln im Gliedmaßenbereich, meist an der Unterschenkelinnenseite.

      • Hot-Can-System
        • Etymol.: engl.

        • Fach: Kardiologie

        Active-Can-System.

      • Hotchkiss-MacManus-Reaktion
        • Hotchkiss-MacManus-Reaktion

        • Fach: Histologie

        PAS-Reaktion.

      • Hounsfield-Einheit
        • Hounsfield-Einheit

        • Synonyme: HE (Abk.)

        • Englischer Begriff: Hounsfield unit

        • Biogr.: Sir Godfrey N. H., geb. 1919, brit. Elektroingenieur, 1979 Nobelpreis für Physiologie u. Medizin

        Wert, der bei der Computer-Tomographie angibt, wie stark der auf den Körper des Patienten gerichtete Fächerstrahl durch dessen Körperschichten geschwächt wird. Der Schwächungswert wird auf Wasser bezogen (= 0 HE) und hängt ab von den vorhandenen Strukturen; seine Verteilung wird durch das im Rechner aus den verschiedenen Projektionen erzeugte Bild dargestellt.

      • House-Carrey-Syndrom
        • House-Carrey-Syndrom

        • Englischer Begriff: House-Carrey syndrome

        Herzfrequenzabnahme (Bradykardie) u. Kurzatmigkeit als Folge des Missbrauchs von Ephedrin- u. Naphthazolin-Präparaten.

      • Houssay-Syndrom
        • Houssay-Syndrom

        • Englischer Begriff: Houssay syndrome

        • Biogr.: Bernardo A. H., 1887–1971, Physiologe, Buenos Aires; 1947 Nobelpreis für Medizin

        klin. Korrelat zu dem von Houssay u. Biasotti beschriebenen Phänomen, dass die Hypophysektomie beim pankreatektomierten Versuchstier eine Steigerung der Insulinempfindlichkeit verursacht.

      • Howard-Dolman-Test
        • Howard-Dolman-Test

        • Fach: Ophthalmologie

        Prüfung der Tiefensehschärfe durch Verschiebenlassen eines schwarzen Stabes vor weißem Hintergrund bis zur vermeintlichen Übereinstimmung mit der Entfernung eines feststehenden Vergleichsstabes.

      • Howard-Test
        • Howard-Test

        • Englischer Begriff: Howard test

        • 1)
          bei Hypertonie vergleichende Untersuchung des durch Ureterkatheterismus... (mehr)
        • 2)
          Nachweis des latenten Hypoparathyreoidismus durch Infusion einer calciumhaltigen... (mehr)
      • Howard-Test 1)
        Howard-Test
        • 1)

        bei Hypertonie vergleichende Untersuchung des durch Ureterkatheterismus gewonnenen Harns beider Nieren zur Diagnostik einer einseitigen Nierenarterienstenose (anhand der einseitigen Verminderung des Harnzeitvolumens u. der Natriumkonzentration).

      • Howard-Test 2)
        Howard-Test
        • 2)

        Nachweis des latenten Hypoparathyreoidismus durch Infusion einer calciumhaltigen physiologischen Kochsalzlösung u. 5-malige Harnkontrolle (über 3 Tg.); bei Nebenschilddrüsen-Unterfunktion tritt eine Hyper- statt der physiologischen Hypophosphaturie auf. Verkürzte Methode nach H.-Hopkins-Connor.

      • Howell
        • Howell

        • Biogr.: William H. H., 1860–1945, Physiologe, Baltimore

      • Howell-Körperchen
        Howell
        • H.-Körperchen

        • Englischer Begriff: H.-Jolly bodies

        • Fach: Hämatologie

        Jolly-Körper.

      • Howell-Test
        Howell
        • H.-Test

        • Englischer Begriff: Howell's test

        Bestg. der Plasmarekalzifizierungszeit (H.-Zeit) nach der „Häkchenmethode“ (mit Platinhäkchen); ein Subglobaltest der Blutgerinnungsfaktoren, abhängig u.a. von Prothrombingehalt u. -umwandelbarkeit, Präsenz der Faktoren V, VII u. X, Fibrinogengehalt u. -qualität. Von Quick durch Zusatz genormter Thrombokinase zum Test zur Bestg. der „Prothrombinzeit“ modifiziert.

      • Howship
        • Howship

        • Biogr.: John H., 1781–1841, Chirurg, London

        • H.-Lakunen
          bei der lakunären Knochenresorption durch Osteoklasten hervorgerufene... (mehr)
        • H.-Romberg-Zeichen
          von der Innenseite des Oberschenkels zum Knie ausstrahlende Schmerzen... (mehr)
      • Howship-Lakunen
        Howship
        • H.-Lakunen

        • Englischer Begriff: Howship's lacunae

        bei der lakunären Knochenresorption durch Osteoklasten hervorgerufene Vertiefungen in der Knochensubstanz.

      • Howship-Romberg-Zeichen
        Howship
        • H.-Romberg-Zeichen

        • Englischer Begriff: Howship-Romberg sign

        • Biogr.: Moritz Heinr. v. R.

        von der Innenseite des Oberschenkels zum Knie ausstrahlende Schmerzen bei Obturatoriusneuralgie.

      • Hoyer
        • Hoyer

        • Biogr.: Heinr. Fr. H., 1834–1907, Histologe, Warschau

      • Hoyer-Anastomosen
      • Hoyer-Grosser-Organ
        Hoyer
        • H.(-Grosser)-Organ

        • Englischer Begriff: Hoyer-Grosser organ; glomus body

        Glomusorgan.

      • Hp

          Abk. für Haptoglobin.

        • Hp-System

            Plasmaproteinpolymorphismus des Haptoglobins.

          • HPL
            • Synonyme: Abk. für human placental lactogen; human chorionic somatotropin

            • Etymol.: engl.

            das der Erhaltung des Schwangerschaftsgelbkörpers dienende Hormon des Plazentasynzytiums mit Prolactin-Somatotropin-ähnlicher Wirkung. Die Werte im mütterlichen Blut u. Harn steigen bis Schwangerschaftsende kontinuierlich an. Gilt als Parameter der Plazentafunktion: Anstieg von einigen Nanogramm bis auf 5,4 μg; Absinken z.B. bei drohendem Abort.

          • HPLC
            • Synonyme: Abk. für high performance liquid chromatography; Abk. für high pressure liquid chromatography

            • Etymol.: engl.

            leistungsfähige Trennmethode, die z.B. zur quantitativen Bestimmung von Catecholamin-Abbauprodukten angewendet wird.

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