Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Hunt-Syndrom 3)
    Hunt  >  Hunt-Syndrom
    • 3)

    Beschäftigungsneuritis infolge Druckschadens des tiefen palmaren Astes des Nervus ulnaris zwischen Beuger u. Adduktor des 5. Fingers bei langjähriger, unter Handgelenkbeugung mit gleichzeitigem Druck gegen den Kleinfingerballen ausgeübter Arbeit: Greifschwäche, Parästhesien der Fingerspitzen, Streckschwäche des 4. u. 5. Fingers, schließlich Lähmung u. Atrophie der Ulnaris-versorgten Muskeln.

  • Hunt-Zone
    Hunt
    • H.-Zone

    von sensiblen Nervus-intermedius-Fasern des Ganglion geniculi, z.T. auch von den Hirnnerven IX u. X u. von den oberen Zervikalganglien versorgter dreieckiger Hautbezirk des Ohres (mit Trommelfell als Spitze, Gehörgangswänden als Schenkeln u. Ohrmuschel als Basis), in dem sich der Zoster oticus manifestiert.

  • Hunter
    • Hunter

    • Biogr.: 1) Charles H. H., 1837–1955, Internist, Manitoba; 2) John H., 1728–1793, Chirurg, London

  • Hunter-Band
    Hunter
    • H.-Band

    • Biogr.: John H.

    • Fach: Anatomie

    Gubernaculum testis.

  • Hunter-Glossitis
    Hunter
    • H.-Glossitis

    • Englischer Begriff: Hunter's glossitis

    • Biogr.: John H.

    s.u. Moeller-H.

  • Hunter-Kanal
    Hunter
    • H.-Kanal

    • Biogr.: John H.

    Canalis adductorius, in dessen Höhe die H.-Perforansvene die Vena femoralis superficialis mit der V. saphena magna oder mit deren Seitenast verbindet.

  • Hunter-Syndrom
    Hunter
    • H.-Syndrom

    • Englischer Begriff: Hunter's syndrome

    • Biogr.: Charles H. H.

    (1917) der Typ II der Mucopolysaccharidosen bei Iduronat-sulfat-sulfatase-Defekt; X-chromosomal(-rezessiv) vererbt. Klinik: Kleinwuchs mit dysostotischen Skelettveränderungen, Mucopolysaccharidurie; Hornhauttrübung u. kardiovaskuläre Symptome seltener als beim Pfaundler-Hurler-Syndrom.

  • Huntington-Chorea
    • Huntington-Chorea

    • Englischer Begriff: Huntington's chorea

    • Biogr.: George Sumner H., 1851–1916, Neurologe, New York

    s.u. Chorea.

  • Hurler
    • Hurler

    • Biogr.: Gertrud H., 1889–1965, Kinderärztin, München

  • Hurler-Scheie-Variante
    Hurler
    • H.-Scheie-Variante

    Mischtyp der beiden Haupttypen der Mucopolysaccharidose Typ I (H.-Syndrom u. Ullrich-Scheie-Krankheit). Mit leichter Einschränkung der Intelligenz, sonst Symptome beider Haupttypen.

  • Hurler-Syndrom
    Hurler
    • H.-Syndrom

    • Synonyme: Mucopolysaccharidose Typ I H

    (v.-)Pfaundler-Hurler-Syndrom.

  • Hurst-Sonden
    • Hurst-Sonden

    • Englischer Begriff: Hurst bougies

    halbweiche, durch Quecksilberfüllung beschwerte Schlucksonden zur Bougierung einer Ösophagusstriktur (4 Größen).

  • Hürthle
    • Hürthle

    • Biogr.: Karl Wilhelm H., 1860–1945, Histologe, Breslau

  • Hürthle-Zell-Adenom
    Hürthle
    • H.-Zell-Adenom

    • Englischer Begriff: Hürthle cell adenoma

    onkozytäres, mitochondrienreiches Schilddrüsenadenom, das wahrscheinlich (H.-Struma) identisch ist mit dem „großzelligen Adenom“ (Langhans).

  • Hürthle-Zell-Karzinom
    Hürthle
    • H.-Zell-Karzinom

    • Englischer Begriff: H. cell carcinoma

    onkozytäre, großzellige, mitochondrienreiche Variante des papillären Schilddrüsenkarzinoms. Enthält fast nur in soliden Strängen liegende onkozytäre Zellen mit Gefäß- u. Kapselinfiltration. Metastasen treten v.a. in Lymphknoten u. Lungen auf.

  • Hürthle-Zellen
  • HUS
  • Husten
    • Synonyme: Tussis

    • Englischer Begriff: cough

    reflektorisch ausgelöster (Hustenreflex) oder willkürlich vorgenommener, kräftiger Exspirationsstoß. Dem eigentlichen Hustenstoß geht eine starke Anspannung der Exspirationsmuskeln mit Druckerhöhung im Thorax bei geschlossener Glottis voraus. Durch plötzliches spaltförmiges Öffnen der Glottis wird der Druckunterschied zwischen Thoraxraum u. umgebender Atmosphäre in eine hohe tracheale Luftströmung umgesetzt, die Sekret, Eiter, Fremdkörper u. anderes aus dem Tracheobronchialbereich ins Freie mitreißt. Erfolgt oft in Attacken u. mit Zyanose, evtl. auch mit Atemnot (s.a. Keuchhusten). Wichtiges Symptom bei vielen Erkrankungen der Atemwege, Lunge u. Pleura sowie des Kreislaufs, aber auch psychogen bedingt (nervöser H.); kann mit (produktiver H.) u. ohne (unproduktiver H.) Expektoration einhergehen.

  • Husten, aphonischer
    Husten
    • H., aphonischer

    klangloser = heiserer H.; v.a. bei Stimmbänderschwellung, z.B. bei Kehlkopfprozessen.

  • Husten, bitonaler
    Husten
    • H., bitonaler

    H. mit metallischen u. pfeifenden bis evtl. krächzenden Beitönen bei Kompression der großen Bronchien durch vergrößerte Lymphknoten, v.a. bei Hilustuberkulose.

  • Husten, produktiver
    Husten
    • H., produktiver

    • Englischer Begriff: productive c.

    s.u. Husten.

  • Husten, spastischer
    Husten
    • H., spastischer

    • Englischer Begriff: spastic c.

    H. bei Verkrampfung der Atemwege, z.B. bei Bronchialasthma (als trockener H. oder mit zäh-glasigem Auswurf; allgemein mit Atemnot [exspiratorische Dyspnoe]).

  • Husten, unproduktiver
    Husten
    • H., unproduktiver

    • Englischer Begriff: dry c.

    s.u. Husten.

  • Hustenfraktur
    • Husten|fraktur

    Rippenbruch als Ermüdungsfraktur bei Osteoporose etc.; evtl. bereits durch einen einzigen heftigen Hustenanfall verursacht.

  • Hustenfremitus
    • Husten|fremitus

    • Englischer Begriff: tussive fremitus

    s.u. Stimmfremitus.

  • Hustenmittel
    • Englischer Begriff: antitussives

    Mittel gegen Reizhusten (Antitussiva) oder produktiven Husten (Expektoranzien).

  • Hustenparoxysmus
    • Husten|paroxysmus

    • Englischer Begriff: paroxysmal cough

    Hustenanfall mit schnell aufeinander folgenden heftigen Hustenstößen („Stakkatohusten“), evtl. mit Atemstörung i.S. einer Apnoe, Gesichtszyanose u. -ödem, Lidschwellung u. Krämpfen; v.a. bei (meist nicht inspiratorischem) Stridor, spastischer Bronchitis, Bronchialasthma.

  • Hustenpistole
    • Husten|pistole

    pistolenförmiges Ventil zur Erzeugung künstlicher Hustenstöße beim Atemgelähmten mit Hilfe eines Vakuums (5 l) von 500–700 cm Wassersäule (Modell: Tussomat®).

  • Hustenplatte
    • Husten|platte

    • Fach: Bakteriologie

    Chievitz-Meyer-Methode.

  • Hustenreflex
    • Husten|reflex

    • Englischer Begriff: cough reflex

    ein Fremdreflex als Schutzreflex zur Sekret- u. Fremdkörperentfernung aus den Atemwegen. Wird ausgelöst durch Reizung tussigener Zonen (Hustenpunkte) in Nase (einschließlich Nebenhöhlen), Kehlkopfhinterwand, tieferen Atemwegen, Brust- und Zwerchfell, äußerem Gehörgang, auch durch Reizung z.B. der Meningen. Abnehmende Erregbarkeit im Alter begünstigt pulmonale Affektionen. Reflexbogen: sensible Vagusfasern – Atemzentrum – Hirnnerven V, VII, IX, X, XI u. XII.

  • Hustenschlag
    • Husten|schlag

    s.u. Hustensynkope.

  • Hustenstoßtest
    • Husten|stoß|test

    • Englischer Begriff: cough test (of venous valvular function)

    • Fach: Angiologie

    willkürlicher Husten zur Prüfung der Klappenfunktion in der Vena saphena magna bei Varikosis; bei Klappeninsuffizienz ist über der Vene (bis in die Kniekehle) ein Strömungsgeräusch hörbar.

  • Hustensynkope
    • Husten|synkope

    • Synonyme: Laryngoplegie

    • Englischer Begriff: cough syncope; tussive syncope

    durch Husten ausgelöste, durch Durchblutungsnot des Gehirns (krisenhafte Ischämie) bedingte Bewusstseinseinschränkung (bzw. Bewusstseinsverlust) mit Muskelerschlaffung („Hustenschlag“), evtl. gefolgt von Myoklonien (konvulsive Synkope). Ursache: verminderte Auswurfleistung des Herzens (infolge Blutrückflussbehinderung in den Hohlvenen durch die Drucksteigerung im Brustkorb) u. Liquordrucksteigerung (infolge Stauung in den intrakraniellen u. -spinalen Venen). Vorkommen z.B. bei Lungenemphysem u. bei gestörter Regulation der Vasomotorik, aus ungeklärter Ursache ferner bei fettleibigen Männern.

  • Hustentechniken

      Methoden zur Erleichterung des Abhustens bei Pat. mit Sekretstau in den unteren Atemwegen. Die meisten H. dienen dem verbesserten Sekrettransport (z.B. die „forced expiration technique“ oder „huffing“ = Abräuspern), es gibt jedoch auch Hilfen zur Dämpfung eines (unproduktiven) Reizhustens.

    • Hustenzentrum
      • Husten|zentrum

      • Englischer Begriff: coughing center

      • Fach: Anatomie

      Funktionseinheit im Bereich von Atemzentrum u. Formatio reticularis als Koordinator der am Hustenreflex beteiligten Muskeln.

    • Hustermuskel Wenckebach
      • Huster|muskel (Wenckebach)

      • Fach: Pathologie

      der bei chronischem Husten zu Hypertrophie neigende seitliche Bereich des Musculus latissimus dorsi.

    • Hutch-Säckchen
      • Hutch-Säckchen

      • Englischer Begriff: Hutch diverticulum

      bei der Miktionsurethrographie dem Blasenschatten aufsitzender sackförmiger Kontrastmittelschatten als Hinweis auf Blasendivertikel.

    • Hutchinson
      • Hutchinson

      • Biogr.: Sir Jonathan H., 1828–1913, Chirurg, London

    • Hutchinson-Fraktur
      • Hutchinson-Fraktur

      • Fach: Chirurgie

      Bruch des Griffelfortsatzes der Speiche.

    • Hutchinson-Gesicht
      Hutchinson
      • H.-Gesicht

      • Englischer Begriff: Hutchinson face

      starre unbewegliche Augen, gesenkte Lider u. gehobene Brauen sowie gerunzelte Stirn u. schläfriger Ausdruck, evtl. auch Exophthalmus, bei nukleärer Ophthalmoplegie.

    • Hutchinson-Gilford-Syndrom
      Hutchinson
      • H.-Gilford-Syndrom

      Progeria infantum.

    • Hutchinson-Maske
      Hutchinson
      • H.-Maske

      • Englischer Begriff: H.'s mask

      Gefühlsstörung des Gesichtes i.S. des „wie Bedecktseins mit einer Maske“; bei Tabes dorsalis.

    • Hutchinson-Pupille
      Hutchinson
      • H.-Pupille

      • Englischer Begriff: H.'s pupil

      Weitstellung u. fehlende Lichtreaktion der Pupille auf der Seite einer mit Hirndruck einhergehenden Hirnschädigung.

    • Hutchinson-Trias
      Hutchinson
      • H.-Trias

      • Englischer Begriff: H.'s triad

      Tonnenform der bleibenden oberen-mittleren Schneidezähne mit halbmondförmiger Einbuchtung der Schneidekante (evtl. auch Unterentwicklung der Mahlzähne), Keratitis parenchymatosa u. Labyrinthschwerhörigkeit als Zeichen der angeborenen Syphilis.

    • Hutchinson-Weber-Peutz-Syndrom
      Hutchinson
      • H.-Weber-Peutz-Syndrom

      Lentigopolyposis.

    • Hutchinson-Zähne
      Hutchinson
      • H.-Zähne

      • Englischer Begriff: H.'s teeth

      s.u. Hutchinson-Trias.

    • Hutinel-Krankheit
      • Hutinel-Krankheit

      • Synonyme: H.-Zirrhose

      • Englischer Begriff: Hutinel's disease; H.'s cirrhosis

      • Biogr.: Victor Henri H., 1849–1933, Internist, Paris

      von Herzinsuffizienz, chronischer Stauungsleber u. sekundärer Stauungszirrhose gefolgte konstriktive tuberkulöse Pericarditis im Kindesalter; als nichttuberkulöse Form die Pick-Zirrhose.

    • Hutter-Zeichen
      • Hutter-Zeichen

      • Englischer Begriff: Hutter sign

      Psoasrandzeichen.

    • Huxley
      • Huxley

      • Biogr.: 1) Andrew Fielding H., engl. Physiologe; Nobelpreis 1963; 2) Thomas Henry H.,1825–1895, Zoologe, London

    • Huxley-Schicht
      Huxley
      • H.-Schicht

      • Englischer Begriff: Huxley's layer

      • Biogr.: Thomas Henry H.

      die innere Zellschicht der epithelialen Wurzelscheide des Haares (dort Abb.).

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