Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • Huxley-Theorie
    Huxley
    • H.-Theorie

    • Biogr.: Andrew Fielding H.

    Ionentheorie der Erregung.

  • Huxley-Wurzelscheide
    Huxley
    • H.-Wurzelscheide

    • Biogr.: Thomas Henry H.

    Epithelscheide (des Zahnes).

  • HVJ
    • Synonyme: Abk. für hemagglutinating virus of Japan

    • Etymol.: engl.

    Serotyp 1 des Parainfluenzavirus.

  • HVL
  • HW

      Abk. für Halswirbel.

    • HWD
      • HWD 1)
        HWD
        • 1)

        Abk. für Halbwertsdosis.

      • HWD 2)
        HWD
        • 2)

        Abk. für Halbwertschichtdicke.

      • HWK

          Abk. für Halswirbelkörper.

        • HWS
          • HWS 1)
            HWS
            • 1)

            Abk. für Halswirbelsäule.

          • HWS 2)
            HWS
            • 2)

            Abk. für Halbwertschicht. S.a. Halbwertschichtdicke.

          • HWS-Distorsion
            • Synonyme: Schleudertrauma

            • Englischer Begriff: whiplash injury

            Halswirbelsäulen-, evtl. sogar Schädel-Hirn-Verletzung (Mediansyndrom) durch einen „Peitschenhiebmechanismus“, d.h. durch schnelles Zurück- u. passives Vorschleudern von Rumpf u. Kopf beim Auffahrunfall (v.a. bei Insassen des angefahrenen Wagens). Die extreme Streckung u. nachfolgende Beugung der Wirbelsäule führen zu Wirbelverstauchungen u. -brüchen, Bänderrissen. Möglich sind auch Quetschungen von Spinalwurzeln (v.a. C2 u. C3) sowie der Vertebralarterie u. des Halsmarkes. Die klinischen Symptome treten häufig erst einige Stunden nach dem Unfall auf. Einteilung: Grad I: Beschwerden wie beim Muskelkater, keine objektiv nachweisbaren Symptome; Grad II: Weichteilverletzung (Bänder, Muskeln, Sehnen); Nervenverletzung mit neurologischen Ausfallserscheinungen.

          • HWS-Syndrom

              von der Halswirbelsäule ausgehende oder den Halswirbelsäulenbereich betreffende Beschwerden aufgrund degenerativer Wirbelsäulenveränderungen oder statisch-muskulär bedingter Störungen.

            • HWZ
              • Fach: Physik

              Abk. für Halbwertszeit.

            • Hyalin
              • Hya|lin

              • Englischer Begriff: hyaline

              biologische Substanzen verschiedenartiger chemischer Zusammensetzung (im Wesentlichen Kollagen u. eine nichtkollagene Eiweißkomponente, v.a. Globuline; reich an Kohlenhydraten u. Prolin), die sämtlich ähnliche histologische Eigenschaften besitzen: sind glasig-transparent („hyalin“), stark lichtbrechend, anscheinend strukturlos u. von großer Affinität zu sauren Teerfarbstoffen wie Eosin, Fuchsin (z.B. als van-Gieson-Färbung). Sie kommen in Drüsenzellen (Kügelchen als Ausdruck sekretorischer Leistung) u. Haaren (als Trichohyalin) vor sowie – unter krankhaften Bedingungen – in Epithelien der Nierentubuli, im strömenden Blut, in Blutergüssen („Kautschukhyalin“) an kollagenen Fibrillen u. an Basalmembranen (Quellungs- u. Adsorptionshyalin; s.a. Hyalinisation). Nach ihrer Bildung in Bindegewebe u. Blut unterschieden als konjunktivales H. (an Bindegewebe gebunden) u. als hämatogenes H. (beide mit besonderer Neigung, Fette, Lipoide u. Kalksalze zu absorbieren); ferner ein epitheliales H. (= Kolloid).

            • hyalin
              • hyalin

              glasig durchscheinend, mit Hyalinisation einhergehend.

            • Hyalinisation
              • Hya|li|ni|sa|tion

              • Synonyme: Hyalinisierung

              • Englischer Begriff: hyalinization

              krankhafte Bildung von Hyalin. V.a. bei hyaliner Degeneration im Bindegewebe (am Grundhäutchen, an retikulären u. kollagenen Fasern), u. zwar unter Verdickung, Aufquellung u. Strukturverlust der Fasern. I.w.S. auch die entsprechende Umwandlung eines Blutgerinnsels in einen hyalinen Thrombus bzw. eines Ergusses unter Bildung weißlicher Auflagerungen (s.a. Zuckerguss...). Ferner Einlagerung hyaliner Massen infolge örtlicher (z.B. bei Koagulationsnekrose) oder allgemeiner Stoffwechselstörung; s.a. Hyalinosis.

            • Hyalinmembrankrankheit der Lungen
              • Hyalin(membran)krankheit der Lungen

              • Englischer Begriff: hyaline membrane disease

              Membransyndrom der Früh- u. Neugeborenen.

            • Hyalinosis
              • Hyalinosis

              • Fach: Pathologie

              • 1)
                Hyalinisation... (mehr)
              • 2)
                Erkrankung mit Hyalineinlagerung in Bindegewebe, Gefäßwände etc... (mehr)
              • H. cutis et mucosae
                (Urbach-Wiethe 1929) autosomal-rezessiv erbliche, in der Kindheit auftretende... (mehr)
            • Hyalinosis 1)
            • Hyalinosis 2)
              Hyalinosis
              • 2)

              • Englischer Begriff: hyalinosis

              Erkrankung mit Hyalineinlagerung in Bindegewebe, Gefäßwände etc.

            • Hyalinosis cutis et mucosae
              Hyalinosis  >  Hyalinosis 2)
              • H. cutis et mucosae

              (Urbach-Wiethe 1929) autosomal-rezessiv erbliche, in der Kindheit auftretende Stoffwechselstörung mit Speicherung eines Lipoproteins (mit positiver PAS-Reaktion) u. mit Hyalinisierung des Bindegewebes in Haut u. Schleimhäuten unter Bildung weißlich-gelblicher, oft knötchen- oder plattenförmiger derber Einlagerungen v.a. im Gesicht, in Tonsillen u. Kehlkopf; ferner mit Fortbestehen des Milchgebisses, Unterentwicklung der seitlichen oberen Schneidezähne, Störungen der Blutzusammensetzung (Dysprotein-, Hyperglobulin- u. Dyslipoidämie); häufig auch epileptiforme Krämpfe, psychischer Infantilismus.

            • Hyalitis
              • Hyalitis

              • Synonyme: Hyaloiditis

              • Englischer Begriff: hyalitis

              entzündliche, zellige Infiltration des Glaskörpers, z.B. im Rahmen einer Uveitis posterior oder nach schwerem Bulbustrauma und bei Endophthalmitis.

            • hyaloideus
              • hyalo|ideus

              • Englischer Begriff: hyaloid

              glasartig, den Glaskörper (Corpus vitreum) betreffend.

            • Hyalomer
              • Hya|lo|mer

              • Englischer Begriff: hyalomere

              der homogen-glasige, korpuskelfreie periphere Teil des Blutplättchens.

            • Hyalomma
              • Hyalomma

              • Fach: Entomologie

              eine Schildzecken-Gattung [Ixodidae]; Überträger u.a. von (ARBO-)Viren.

            • Hyaloplasma
              • Hyalo|plasma

              • Englischer Begriff: hyaloplasm(a)

              das Grundzytoplasma, das fast glasklare Grundplasma der Zelle.

            • Hyaluronat-Lyase
              • Englischer Begriff: hyaluronate lyase

              ein Enzym, das den Abbau der Hyaluronsäure katalysiert.

            • Hyaluronidase
              • Hyaluronidase

              • Englischer Begriff: hyaluronidase

              Enzym (v.a. in Hoden, Mikroorganismen, Schlangen-, Insektengiften), das Hyaluronsäure, Chondroitin- u. Mukoitinsulfate spaltet = depolymerisiert. Wirkung: bewirkt – als Diffusionsfaktor = spreading factor – Strukturauflockerung von Binde- u. Stützgeweben u. erleichtert den Flüssigkeitsaustausch zwischen Geweben u. dem Gefäßsystem, die Ausbreitung von Fremdsubstanzen, das Eindringen der Samenzellen (Spermatozoen) in die Eizelle; wirkt antigen. pharm Anw. als resorptionsfördernder Zusatz zu Infusions- u. Injektionspräparaten. Die Wirkung wird gehemmt z.B. durch Rutin, Adrenalin sowie – kompetitiv – durch Heparin, Heparinoide.

            • Hyaluronsäure
              • Hyaluronsäure

              • Synonyme: β-Glucuronido-N-acetylglucosamin; Hyalobiuronsäure

              • Englischer Begriff: hyaluronic acid

              Abbildung

              saures, hochvisköses, stark Wasser bindendes Glykosaminoglykan aus 1,4-verknüpften Hyalobiuronsäure-Einheiten (s. Formel). Vorkommen: im Organismus in der Grundsubstanz des Bindegewebes, in der Gelenkschmiere, Nabelschnur, Haut u. im Glaskörper; ferner in hämolytischen Streptokokken. Ihr Abbau erfolgt durch Hyaluronidase, β-Glucuronidase, N-Acetylglucosaminidase. Wirkung: Sie reguliert die Zellpermeabilität, ist Gleitsubstanz, verhindert das Eindringen infektiöser Keime. Anw. als Arthrosetherapeutikum u. zur Viskochirurgie.

            • Hybometer
              • Hybo|meter

              Winkelmesser zur Bestg. von Wirbelsäulenverkrümmungen.

            • Hybride
              • Englischer Begriff: hybrid

              jeder aus der Kreuzung von 2 genetisch verschiedenen Individuen hervorgegangene Nachkomme (s.a. Hybridisation).

            • Hybridisation
              • Hybrid(is)ation

              • 1)   Abbildung
                jede Kreuzung von Individuen bezüglich zahlreicher Gene verschiedener... (mehr)
              • 2)
                H. von Nucleinsäuremolekülen als molekularbiologische Technik zum Vergleich... (mehr)
            • Hybridisation 1)
              Hybrid(is)ation
              • 1)

              • Fach: Genetik

              Abbildung

              jede Kreuzung von Individuen bezüglich zahlreicher Gene verschiedener Populationen, die zu heterozygoter Filialgeneration (F1) u. genetisch unterschiedlicher Nachkommenschaft führt. S.a. Zellhybridisierung, Hybridom.

            • Hybridisation 2)
              Hybrid(is)ation
              • 2)

              • Englischer Begriff: hybridization

              • Fach: Biochemie

              H. von Nucleinsäuremolekülen als molekularbiologische Technik zum Vergleich von Nucleotidsequenzen u. für die Definition des genetischen Informationsgehaltes; s.a. Abb.

            • Hybridom
              • Hybridom

              • Englischer Begriff: hybridoma

              ein in geeigneten Tieren züchtbarer Tumor, der bei der Fusion von Antikörper-produzierenden Zellen (B-Lymphozyten) vorher immunisierter Tiere mit Tumorzelllinien (z.B. Myelomzelllinien) entsteht. Dieses H. besitzt dann sowohl die Eigenschaft, Antikörper zu produzieren, als auch in Kulturen weiterzuleben u. sich zu vermehren; s.a. Antikörper, monoklonale (dort Abb.).

            • hybridomdefinierte Tumorantigene

                Gruppe tumorassoziierter Antigene (Tumormarker); dazu gehören die Cancer-Antigene (z.B. CA 125, CA 15-3), das Mucin-like-Antigen (MCA).

              • Hydantoin
                • Hydantoin

                • Synonyme: Glykolylharnstoff

                • Englischer Begriff: hydantoin; glycolylurea

                Abbildung

                obsoletes Antiepileptikum mit heterozyklischem Fünferringsystem (Formel). Als einziger seiner Abkömmlinge (Hydantoine) wird heute noch Phenytoin eingesetzt. Es findet Anw. als Antiepileptikum u. in der Ther. von Gesichtsneuralgien (z.B. Trigeminusneuralgie), wirkt außerdem als Antiarrhythmikum. NW: Blutbildungsstörung, psychische Beeinträchtigung, LE-ähnliche Exantheme, Gingivahyperplasie = H.-Gingivitis.

              • Hydantoin-Syndrom, embryopathisches
                • Hydantoin-Syndrom, embryopathisches

                angeborene Fehlbildungen (an Gesicht, Schädel; Gliedmaßendefekte; Pterygien), Minderwuchs, geistige Retardierung u. z.T. Herzfehler bei Kindern, deren Mütter in der Frühgravidität langzeitig hydantoinhaltige Mittel eingenommen haben.

              • Hydarthros
              • Hydatide
                • Hydatide

                • 1)
                  Echinokokkenblase, Hülsenwurm: Finne des Echinococcus granulosus u. multilocularis... (mehr)
                • 2)
                  a) Appendix testis (Morgagni-H... (mehr)
              • Hydatide 1)
                Hydatide
                • 1)

                Echinokokkenblase, Hülsenwurm: Finne des Echinococcus granulosus u. multilocularis (E. cysticus bzw. alveolaris). Erreger der Echinokokkose. – Zellfreie Flüssigkeit dient zum Echinokokkose-Nachweis (z.B. Casoni-Botteri-Kutanprobe, Ghedini-Weinberg-Test).

              • Hydatide 2)
                Hydatide
                • 2)

                • Englischer Begriff: hydatid

                a) Appendix testis (Morgagni-H.). – b) Appendix epididymidis. – c) kleine, oft gestielte Zyste(n) an der Eileiteroberfläche bei geschlechtsreifen Frauen (Serosazysten, Keimepithelzysten).

              • Hydatidenblase
                • Hydatiden|blase

                • 1)
                  Hydatide... (mehr)
                • 2)
                  die Einzelblase der Blasenmole... (mehr)
              • Hydatidenblase 1)
                Hydatidenblase
                • 1)

                • Englischer Begriff: hydatid cyst

                Hydatide.

              • Hydatidenblase 2)
                Hydatidenblase
                • 2)

                • Englischer Begriff: hydatid mole

                • Fach: Gynäkologie

                die Einzelblase der Blasenmole.

              • Hydatidentorsion
                • Hydatiden|torsion

                Stieldrehung einer Appendix testis beim Kind; führt zu hämorrhagischer Infarzierung, Nekrose des Anhangs.

              • Hydatidose
                • Hydatidose

                • Englischer Begriff: hydatidosis

                Echinokokkose.

              • Hydatidozele
                • Hydatido|zele

                • Englischer Begriff: hydatidocele

                Hodensackauftreibung durch eine vergrößerte Appendix epididymidis (evtl. mit den Samenwegen kommunizierend; Spermatozele) oder – seltener – Appendix testis.

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