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  • Hypostase
    • Hypo|stase

    • 1)
      passive krankhafte Blutfülle (Hyperämie) infolge schwerebedingten Absinkens... (mehr)
    • 2)
      Hypostasie: Verhinderung einer Gen-Manifestation („Überdeckung“) durch... (mehr)
  • Hypostase 1)
    Hypostase
    • 1)

    • Fach: Pathologie

    passive krankhafte Blutfülle (Hyperämie) infolge schwerebedingten Absinkens des Blutes in tiefer liegende Körperabschnitte infolge – meist herzbedingten – Kreislaufversagens; z.B. beim Bettlägerigen in die unteren Rumpfpartien (s.a. Anasarka) u. in die hinteren Lungenabschnitte (Lungenhypostase; hypostat. Pneumonie); beim Toten als Livores.

  • Hypostase 2)
    Hypostase
    • 2)

    • Englischer Begriff: hypostasis

    • Fach: Genetik

    Hypostasie: Verhinderung einer Gen-Manifestation („Überdeckung“) durch ein nichtalleles („epistatisches“) Gen.

  • hyposthenisch
    • hypo|sthenisch

    • 1)
      mit geringgradiger Körperbau- bzw... (mehr)
    • 2)
      von schmalförmiger Konstitution... (mehr)
  • hyposthenisch 1)
    hyposthenisch
    • 1)

    mit geringgradiger Körperbau- bzw. Muskelschwäche.

  • hyposthenisch 2)
    hyposthenisch
    • 2)

    • Englischer Begriff: hyposthenic

    von schmalförmiger Konstitution.

  • Hyposthenurie
    • Hypo|sthen|urie

    • Englischer Begriff: hyposthenuria

    Einschränkung der Konzentrationsleistung der Nieren; manifestiert sich in einer Annäherung der erreichbaren Konzentrationsmaxima u. -minima im Volhard-Versuch, im Spätstadium in Angleichung des osmotischen Drucks des Harns etwa an den des enteiweißten Blutplasmas (Isosthenurie; spezifisches Gewicht um 1010).

  • Hypostose
    • Hyp|osto|se

    • Englischer Begriff: hypostosis

    mangelhafte Knochenentwicklung (abnorme Kürze, Schlankheit bzw. – bei Einsetzen nach Wachstumsabschluss – als Dünnwandigkeit [s.a. Osteogenesis imperfecta]).

  • Hypöstrinismus
    • Hyp|östrinismus

    • Synonyme: -östrogenismus

    • Englischer Begriff: hypoestrinism

    verminderte Produktion von Östrogenen (einschließlich der Folgen).

  • Hypotaxis
    • Hypo|ta|xis

    • 1)
      (mehr)
    • a)
      die affektive Resonanz zwischen Hypnotiseur u. Hypnotisiertem... (mehr)
    • b)
      das mäßig tiefe 2... (mehr)
    • 2)
      schwach ausgeprägte Ataxie... (mehr)
  • Hypotaxis 1)
    Hypotaxis
    • 1)

    • Englischer Begriff: hypotaxia

    • Fach: Psychologie

    • a)
      die affektive Resonanz zwischen Hypnotiseur u. Hypnotisiertem... (mehr)
    • b)
      das mäßig tiefe 2... (mehr)
  • Hypotaxis 2)
    Hypotaxis
    • 2)

    • Englischer Begriff: mild ataxia

    • Fach: Neurologie

    schwach ausgeprägte Ataxie.

  • Hypotaxis a): Affektsuggestion
    Hypotaxis  >  Hypotaxis 1)
    • a)

    • Synonyme: Affektsuggestion

    die affektive Resonanz zwischen Hypnotiseur u. Hypnotisiertem.

  • Hypotaxis b): Charme
    Hypotaxis  >  Hypotaxis 1)
    • b)

    • Synonyme: Charme

    das mäßig tiefe 2. Stadium der Forel-Hypnoseeinteilung; mit Suggestionsbefolgung, aber ohne posthypnotische Amnesie (dem Hypnotisierten gelingt es z.B. nicht mehr, die Augen gegen den Willen des Hypnotiseurs zu öffnen).

  • Hypotension
    • Hypo|ten|sion

    • Englischer Begriff: hypotension

    Hypotonie.

    • H., kontrollierte
      künstliche Blutdrucksenkung; durch hohe Spinalanästhesie, künstliche Unterkühlung... (mehr)
  • Hypotension, kontrollierte
    Hypotension
    • H., kontrollierte

    • Englischer Begriff: controlled h.

    • Fach: Anästhesiologie

    künstliche Blutdrucksenkung; durch hohe Spinalanästhesie, künstliche Unterkühlung (Hibernation) oder – i.e.S. – durch Pharmaka (vasoaktive Substanzen, Calciumblocker u.a.) herbeigeführte Blutdrucksenkung in Form der Hypotensionsanästhesie (Allgemeinnarkose mit Blutdrucksenkung zur Schaffung eines blutarmen Operationsgebietes; evtl. mit entsprechender Neigungslagerung zur örtlichen Selbstentblutung).

  • hypothalamisch
    • hypo|tha|lamisch

    • Englischer Begriff: hypothalamic

    • Fach: Anatomie

    unterhalb des Thalamus gelegen, den Hypothalamus betreffend.

  • hypothalamisch-neurohypophysäres System
    hypothalamisch
    • h.-neuro|hypophysäres System

    • Englischer Begriff: h.-neurohypophyseal system

    Zwischenhirn-Hypophysen-System.

  • Hypothalamus
    • Hypo|thalamus

    • Englischer Begriff: hypothalamus

    Abbildung   Abbildung

    der unterhalb des Thalamus bzw. des Sulcus hypothalamicus gelegene Teil des Zwischenhirns, bestehend aus der Seitenwand des 3. Hirnventrikels u. dessen Boden (Area praeoptica, beidseitiges Corpus mamillare, Tuber cinereum, Infundibulum u. Lobus nervosus der Neurohypophyse, Lamina terminalis, Chiasma opticum u. Tractus opticus). Physiol.: erhält Informationen (Afferenzen) aus dem Hippocampus, dem Mandelkörper (Corpus amygdaloideum), dem medialen Lemniscus, dem Thalamus u. dem Striatum, der Hirnrinde des limbischen Systems, dem Mittel- u. Rautenhirn u. dem Rückenmark u. besitzt Efferenzen zur Formatio reticularis des Mittelhirns, dem Thalamus u. innerhalb des H. zur Neurohypophyse u. – für den HVL – zur Eminentia mediana. Seine „großzelligen, markarmen hypophysären Kerne“ (Nucleus supraopticus u. Nucleus paraventricularis) bilden Neurosekrete, die das Adiuretin (Vasopressin) bzw. Oxytocin enthalten u. über den Tractus supraopticohypophysialis in den Hypophysenhinterlappen gelangen; im „kleinzelligen hypophysären Kern“ (Nucleus infundibularis im Tuber cinereum; wahrscheinlich auch Nucleus ventromedialis des medialen H.) werden die Releasing- u. Inhibiting-Hormone („Release-inhibiting-Hormone“) gebildet, die – als Substanzen des „H.-Infundibulum-Systems“ – über den tuberohypophysären Traktus bzw. das Pfortadersystem der Hypophyse in den Hypophysenvorderlappen gelangen u. dessen Hormonproduktion steuern. Die „nichthypophysären Kerne“ sind ohne direkte Einwirkung auf das hormonale System, haben vorwiegend vegetative (Regulations-)Funktionen u. wirken als viszeral-afferente Projektionszentren u. als somatoviszerales u. affektives Koordinationszentrum. Funktion: ist durch seine Kerne wirksam als zentrales Regulationsorgan der vegetativen Funktionen, so der Nahrungsaufnahme (Hungerzentrum), der Wasseraufnahme (Durstzentrum; im seitlichen Bereich), der Körpertemperatur (s.a. Wärmeregulation), des Kreislaufs (im Zusammenspiel mit dem Kreislaufzentrum des verlängerten Marks), der Sexualität (im Tuber cinereum u. paraventrikulär) u. des Schlafes (Zusammenspiel mit Hirnstamm u. limbischem System). S.a. Zwischenhirn-Hypophysen-System (dort Abb.).

  • Hypothalamus-Hinterlappen-System
    • Hypo|thalamus-Hinterlappen-System

    Teil des Hypophysen-Zwischenhirn-Systems für Zusammenwirken von Hypothalamuskernen u. HHL.

  • Hypothalamus-Infundibulum-System
    • Hypo|thalamus-Infundibulum-System

    s.u. Hypothalamus.

  • Hypothalamushormone
    • Hypothalamushormone

    • Englischer Begriff: hypothalamic hormones

    in den „hypophysären Kernen“ des Hypothalamus gebildete u. im Hypophysenhinterlappen gespeicherte Hormone (Oxytocin u. Vasopressin) sowie die Releasing- u. Inhibiting-Hormone (bzw. -Faktoren), von denen Thyreotropin-, Gonadotropin-, ACTH- u. Wachstumshormon-releasing-Hormone aufgeklärt sind. Der Hemmfaktor für das Wachstumshormon ist Somatostatin, der Hemmfaktor für Prolactin (Prolactin-inhibiting-Factor) ist Dopamin.

  • Hypothenar
    • Hypo|thenar

    • Englischer Begriff: hypothenar

    der von Kleinfingermuskeln gebildete Kleinfingerballen als verstellbares Greifpolster u. als Schutzpolster für die örtlichen Blutgefäße u. den Nervus ulnaris.

  • Hypothenar-Hammer-Syndrom
    • Hypo|thenar-Hammer-Syndrom

    akrale Durchblutungsstörung im distalen Versorgungsgebiet der A. ulnaris durch (meist repetitive) Traumatisierung der Arterie über dem Os hamatum bei missbräuchlicher Verwendung des Kleinfingerballens als Hammer (Zimmerer, Schreiner, Automechaniker). Durch thrombotischen Verschluss der A. ulnaris an dieser Stelle u./oder durch von hier ausgehende Embolien in den ulnaren, oberflächlichen Hohlhandbogen u. in die Fingerarterien (meist III–V) kommt es an den betroffenen Fingern zur akuten Ischämie.

  • Hypothermie
    • Hypo|thermie

    • Synonyme: Unterkühlung

    • Englischer Begriff: hypothermia; hypothermy

    Abbildung

    akute oder anhaltende Senkung der Kerntemperatur unter den Sollwert infolge verminderter Wärmebildung (z.B. im natürlichen Winterschlaf) oder als passive H. durch allgemeine Abkühlung (Wärmeverlust) bzw. durch künstlichen Wärmeentzug (kontrollierte H.). Dreiphasischer Ablauf: Phase I (bei Rektaltemperatur von 37–34 °C): erhöhte Kälteabwehr durch Hautgefäßkontraktion, Steigerung des Sauerstoffverbrauchs, der Herzfrequenz, des Blutdrucks u. der Wärmeproduktion (Kältezittern); Phase II (34–27 °C): fortschreitende Schmerzunempfindlichkeit, Puls- u. Atemverlangsamung, Muskelstarre, Reflexabschwächung, Absinken des Energiestoffwechsels; ab ca. 32 °C Bewusstlosigkeit, Zusammenbruch der Wärmeregulation; Phase III (27–22 °C): allmähliches Erlöschen aller autonomen Körperfunktionen bis zum Kältetod (bis 18 °C evtl. abwendbar).

    • H., kontrollierte
      H. durch gezielte äußerliche Kälteeinwirkung nach Ausschaltung der Wärmeregulation... (mehr)
    • H., paroxysmale
      anfallsartiges, fast nur bei Neurosen vorkommendes Absinken der Kerntemperatur... (mehr)
  • Hypothermie, kontrollierte
    Hypothermie
    • H., kontrollierte

    • Synonyme: künstliche H.

    • Englischer Begriff: controlled h.; artificial h.

    H. durch gezielte äußerliche Kälteeinwirkung nach Ausschaltung der Wärmeregulation durch Arzneistoffe, sog. neuroplegische oder pharmakologische H. (s.a. Hibernation), bzw. durch Allgemeinnarkose (zwecks Vermeidung kreislaufbelastender muskulärer Kälteabwehrreaktionen kombiniert mit Muskelrelaxanzien); bezweckt Senkung des Sauerstoffverbrauchs der Gewebe u. erlaubt daher eine mehrere Minuten dauernde Unterbrechung der Blutzufuhr zu lebenswichtigen Organen bei Operationen an Herz, Gehirn, Leber, Niere ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Der Wärmeentzug erfolgt durch Kontaktkühlung der Körperoberfläche (mittels Eisbeutel, -packung, feuchtkalter Tücher, Kaltluftkammer, Eiswasserbad, Kühlmatte), durch extrakorporale Blutkühlung (Perfusions-H.), hypotherme Spülung der Pleura- oder Peritonealhöhle u. des Magens (ab 33 °C Rektaltemperatur „Drift“ [Abb.] ohne weitere Kälteanwendung).

  • Hypothermie, paroxysmale
    Hypothermie
    • H., paroxysmale

    • Synonyme: Hypo|thermie|syndrom

    • Englischer Begriff: paroxysmal h.

    anfallsartiges, fast nur bei Neurosen vorkommendes Absinken der Kerntemperatur um 0,7–1,3 °C; führt zu Wärmeerlebnis mit Todesangst, Schweißausbruch, Pulsbeschleunigung, Atemstörung, Schwindel, Übelkeit, Schwächegefühl; nach Min. bis Std. mit Kältegefühl, evtl. Schüttelfrost, Müdigkeit, Erschöpfung abklingend.

  • Hypothyreose
    • Hypo|thyreose

    • Synonyme: -thyr(e)oidismus

    • Englischer Begriff: hypothyroidism

    Abbildung   Tabelle

    Unterfunktion bis Funktionsausfall der Schilddrüse mit Verminderung des Thyroxingehaltes des Blutes. Einteilung: Die primäre oder thyreogene H. tritt z.B. auf bei Schilddrüsenhypoplasie, -entzündung (Thyreoiditis, Immunthyreoiditis), Enzymopathie (Hormonsynthesedefekt; s.a. Struma, Kretinismus), nach Verabfolgung von Thyreostatika; nach übermäßiger operativer Schilddrüsenverkleinerung (Strumaresektion) bzw. nach Radioresektion als postoperative oder strumiprive H. (s.a. Myxödemkoma). Sie geht einher mit erhöhtem Blutspiegel des TSH. Die hypophysäre H. bei Ausfall des Hypophysenvorderlappens weist ein erniedrigtes TSH im Blut auf; meist besteht gleichzeitig eine Nebenniereninsuffizienz. Die hypothalamische H. geht mit einer Verminderung von TRH u. TSH einher. Klinik: rasche Erschöpfbarkeit, Kälteempfindlichkeit, Antriebsschwäche (bis Lethargie), heisere raue Stimme, kloßige Sprache, Anämie, hochgradige Verstopfung, Stoffwechselträgheit (mit Hypothermie), generalisiertes Myxödem, struppiges Haar, abgeschwächte Libido u. Potenz, Menstruationsstörungen (Meno- u. Metrorrhagie), Muskelschwäche (Myopathie) u. Reflexabschwächung, Niedervolt-EKG, Hypercholesterinämie. Bei älteren Patienten häufig nur Teilsymptomatik vorhanden. Bei Auftreten im Kindesalter Verzögerung/Hemmung der geistigen Entwicklung u. der Skelettbildung (Störung der Ossifikation, Knochenkernbildung u. des Epiphysenschlusses; Minderwuchs); zur Vermeidung von zerebralen Schäden erfolgt ein TSH-Screening am 4. Lebenstag. Bei sofort einsetzender Substitutionstherapie können Wachstums- u. Entwicklungsstörungen weitgehend vermieden werden. Eine unerkannte H. kann in ein lebensbedrohliches hypothyreotes Koma einmünden, v.a. bei zusätzlichen Belastungen (Trauma, Infektion, Operation etc.). Ther.: Substitution der Schilddrüsenhormone. S.a. Schilddrüsenfunktionsprüfungen.

  • hypoton
    • hypo|ton

    • Englischer Begriff: hypotensive

    mit bzw. bei niedrigem Spannungszustand (= Tonus) bzw. Druck (z.B. Blutdruck; Hypotonie). S.a. hypotonisch.

  • Hypotonia
    • Hypo|tonia

    • Synonyme: -tonie; -tonus

    • Englischer Begriff: hypotonia; hypotonicity

    Erniedrigung einer Spannung oder eines Drucks unter die Norm. Vorkommen: z.B. als Abnahme des Muskeltonus; des Liquordrucks (zerebrale H.) mit Delir, bulbären Störungen (z.B. nach Hirnoperation, nach großer Liquorpunktion, bei Aliquorrhö); des Augeninnendrucks (H. bulbi) mit Druck unter Mindestwert von ca. 10 mmHg u. Weichheit des Augapfels (z.B. nach Augapfelverletzung, Degeneration des Ziliarkörpers, im diabetischen Koma) und – als H. i.e.S. – als arterielle Hypotonie.

  • Hypotonie, arterielle
    Hypotonia
    • H., arterielle

    • Englischer Begriff: hypotension

    Absinken des arteriellen Blutdrucks auf Werte unter 105/60 mm Quecksilbersäule bzw. 14/8 kPa (beim Erwachsenen). Einteilung: grundsätzlich unterschieden als essentielle, orthostatische u. sekundäre H.; ferner die H. beim Gesunden, insbes. beim trainierten Sportler, als Vagotonie-Erscheinung. Grundsätzlicher Pathomechanismus: Verminderung des Herzminutenvolumens u./oder des peripheren Widerstands des Gefäßsystems. Klinik: führt in allen Formen zu Müdigkeit, Schwäche, Schwindel, Ohnmachtsneigung, Bewusstlosigkeit, Blässe und Kühle der Haut, wenig gefülltem Puls bei erhöhter Frequenz. S.a. Kava-Kompressionssyndrom.

  • Hypotonie, essentielle
    Hypotonia  >  Hypotonie, arterielle
    • H., essentielle

    • Synonyme: idiopathische H.; primäre H.

    • Englischer Begriff: idiopathic h.; primary h.

    hypotone Regulationsstörung des Kreislaufs auf konstitutioneller Basis; bei Leptosomen.

  • Hypotonie, orthostatische
    Hypotonia  >  Hypotonie, arterielle
    • H., orthostatische

    • Englischer Begriff: orthostatic h.; postural h.

    H. im Stehen, bedingt durch „Absacken“ des Blutes in abnorm erweiterte Gefäßgebiete infolge Versagens des Spannungszustandes der Venen u. ungenügender Blutförderung entgegen der Schwerkraft. Führt zu Abfall des systolischen u. Anstieg des diastolischen Blutdrucks sowie zu Pulsbeschleunigung u. Abfall des Schlagvolumens des Herzens (hyperdiastolische Regulationsstörung n. Delius) oder durch Ausbleiben der gegenregulierenden Spannungszunahme der Arteriolen zu systolischem u. diastolischem Druckabfall mit nur mäßigem Pulsfrequenzanstieg (hypodiastolische Regulationsstörung n. Delius). Führt bei älteren Patienten häufig zu synkopalen Anfällen. S.a. Orthostase-Syndrom, Schellong-Test.

  • Hypotonie, sekundäre
    Hypotonia  >  Hypotonie, arterielle
    • H., sekundäre

    • Synonyme: symptomatische H.

    • Englischer Begriff: secondary h.

    H. als Folge verschiedener Erkrankungen. Ätiol.: hormonale Störungen (endokrine H.) z.B. bei Addison-Syndrom, adrenogenitalem Syndrom, Insuffizienz des Hypophysenvorderlappens, beim Bartter-Syndrom; Herz-Kreislauf-Minderleistung (kardiovaskuläre H.) z.B. bei Herzinsuffizienz, Mitral-, Aortenstenose, Herzrhythmusstörung, Aortenbogensyndrom, Karotissinussyndrom; infolge Beeinträchtigung der nervalen Kreislaufregulation (neurogene H.) z.B. nach Sympathektomie, Verabfolgung blutdrucksenkender Mittel (s.a. Shy-Drager-Syndrom = maligne neurogene H.); Infektionskrankheiten; Vergiftungen; Blut- oder Plasmaverluste, im Schock (hypovolämische H.).

  • hypotonisch
    • hypo|tonisch

    Hypotonie betreffend, hypoton.

    • h. Lösung
      Lösung mit geringerem osmotischem Druck als eine Vergleichslsg... (mehr)
  • hypotonische Lösung
    hypotonisch
    • h. Lösung

    • Englischer Begriff: hypotonic solution

    Lösung mit geringerem osmotischem Druck als eine Vergleichslsg. (z.B. 0,7%ige Kochsalzlösung im Vgl. zum Blutserum).

  • Hypotonus
    • Hypo|tonus

    Hypotonie.

  • Hypotrichose
    • Hypotrichose

    • Synonyme: -trichia

    • Englischer Begriff: hypotrichosis

    Haarmangel infolge Haarausfalls bzw. spärlichen Haarwuchses (s.a. Oligotrichie), i.e.S. als Folge fehlerhafter Anlage der Haarbälge (mit u. ohne Schweiß- u. Talgdrüsen-, Nagel- u. Zahnanomalien).

  • Hypotrichose, totale familiäre
    Hypotrichose
    • H., totale familiäre

    • Synonyme: Hypo|trichosis congenita hereditaria (Marie Unna)

    autosomal-dominant erbliche H. mit weiteren Haaranomalien.

  • Hypotrophie
    • Hypo|trophie

    • Englischer Begriff: hypotrophy

    unterdurchschnittliche Größenentwicklung eines Gewebes oder Organs durch Zellverkleinerung als Folge funktioneller Minderbelastung oder unzureichender Trophik. – I.w.S. auch die unzureichende Nahrungszufuhr (= Hypotrepsie) einschließlich ihrer Folgezustände.

  • Hypotropie
    • Hypo|tropie

    • Englischer Begriff: hypotropia

    Schielen nach abwärts (= Strabismus deorsumvergens).

  • Hypotympanon
    • Hypo|tympanon

    • Englischer Begriff: hypotympanum

    • Fach: Anatomie

    der unterste Abschnitt der Paukenhöhle (Cavum tympani).

  • Hypourikämie
    • Hypo|urikämie

    • Englischer Begriff: hypouricemia

    verminderte Blutkonzentration u. Ausscheidung (Hypourikurie) von Harnsäure; als autosomal-rezessiv erbliche H. mit tubulärer Urat-Reabsorptionsstörung.

  • Hypoventilation
    • Hypo|ventilation

    • Englischer Begriff: hypoventilation

    abgeflachte u./oder verlangsamte Atmung, i.e.S. mit Verkleinerung des Atemminutenvolumens.

    • H., alveoläre
      Störung der äußeren Atmung (respiratorische Insuffizienz) durch für den... (mehr)
  • Hypoventilation, alveoläre
    Hypoventilation
    • H., alveoläre

    • Englischer Begriff: alveolar h.

    Störung der äußeren Atmung (respiratorische Insuffizienz) durch für den gegebenen Stoffwechsel unzureichende Belüftung der Lungenalveolen. Führt über einen Anstieg des CO2-Partialdrucks zu Hyperkapnie (CO2-Anreicherung im Blut) mit Anstieg des Standardbicarbonats, über Senkung des Sauerstoff-Partialdrucks in den Alveolen zu Hypoxämie sowie Hypertonie im Lungenkreislauf (bei Chronizität zu Cor pulmonale) sowie auf beiden Wegen zu Anstieg des Liquordrucks. Die Partialinsuffizienz z.B. bei einseitiger Zwerchfelllähmung, die Globalinsuffizienz bei Störung des Atemzentrums, Lähmung der Atemmuskulatur, obstruktiven u. restriktiven Lungenerkrankungen (z.B. Status asthmaticus bzw. Emphysem). S.a. Undine-Syndrom (idiopathische oder primäre H.).

  • Hypovitaminose
    • Hypo|vit|aminose

    • Englischer Begriff: hypovitaminosis

    Vitaminmangelkrankheit.

  • Hypovolämie
    • Hypo|vol|ämie

    • Englischer Begriff: hypovolemia

    Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (s.a. Volämie); u. zwar als normo- (= einfache H. = Oligämie; Erythrozyten-Plasma-Verhältnis ~ 45:55), oligo- (~ 35:65; z.B. bei Perniziosa) oder polyzythämische H. (~ 58:42; z.B. bei Dehydratation).

  • hypovolämischer Schock
    • hypo|volämischer Schock

    • Englischer Begriff: hypovolemic shock

    s.u. Schock.

  • Hypoxämie
    • Hyp|ox|ämie

    • Englischer Begriff: hypoxemia

    herabgesetzter Sauerstoffgehalt im Blut (normal ca. 200 ml/l; zu unterscheiden von der arteriellen Hypoxie).

  • Hypoxämie, anämische
    Hypoxämie
    • H., an|ämische

    • Englischer Begriff: anemic h.

    H. infolge herabgesetzter O2-Transportkapazität des Blutes (Hämoglobinmangel, z.B. bei Anämie, Kohlenmonoxid-Vergiftung).

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