Medizin-Lexikon: Einträge mit "H"

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  • häm...
    • Synonyme: haem...

    Wortteil „Blut“. S.a. häma...

  • Hämadsorption
    • Häm|adsorption

    • Synonyme: HAD (Abk.)

    • Englischer Begriff: hemadsorption

    das Festhaften der roten Blutkörperchen (Ery) an anderen Zellen oder Strukturen durch an ihr Zellgerüst gebundene Stoffe (z.B. Blutgruppensubstanz); i.e.S. die Ery-Bindung an virusinfizierte Zellen durch das bei Virusvermehrung ausgetretene Virus-Hämagglutinin (wird in der Virusdiagnostik genutzt als Hämadsorptionstest u. Hämadsorptionshemmungstest mit homologen Immunsera).

  • Hämagglutination
    • Häm|agglutination

    • Englischer Begriff: hemagglutination

    Verklebung (Agglutination) von Erythrozyten durch Hämagglutinine.

  • Hämagglutination, direkte
    Hämagglutination
    • H., direkte

    H. durch direkt gegen (antigene) Oberflächenstrukturen der Erythrozyten gerichtete Hämagglutinine.

  • Hämagglutination, indirekte
    Hämagglutination
    • H., indirekte

    • Synonyme: passive H.

    • Englischer Begriff: passive h.

    H., bei der die vorbehandelten (z.B. formalinisierten oder tannisierten) Erythrozyten nur als Träger der für die Reaktion verantwortlichen löslichen Antigene dienen, die künstlich auf die Oberfläche aufgebracht werden.

  • Hämagglutinationshemmungsreaktion
    • Häm|agglutinations|hemmungsreaktion

    • Synonyme: -hemmtest; HAH (Abk.)

    • Englischer Begriff: hemagglutination inhibition reaction or test

    Test anhand der Hemmung („Inhibition“) der in einem Agglutinationssystem zu erwartenden Hämagglutination durch die zu bestimmenden spezifischen, das Antigen des Systems neutralisierenden, gegen ein bestimmtes Virus gerichteten Antikörper (z.B. im Hirst-Test) bzw. durch ein entsprechendes Hapten oder Polysaccharid. Als Merskey-Test (mit Tannin-behandelten Erythrozyten) zum Nachweis von Fibrinogen u. Fibrin(ogen)spaltprodukten.

  • Hämagglutinine
    • Häm|agglutinine

    • Englischer Begriff: hemagglutinins

    Stoffe (Lectine bzw. Phytagglutinine oder Virus-induzierte Substanzen [s.a. Hämadsorption]), die durch Reaktion mit bestimmten Strukturen („Oberflächenantigene“, „Membranrezeptoren“) auf Erythrozyten zu Hämagglutination führen.

  • Hämagglutinine, inkomplette
    Hämagglutinine
    • H., inkomplette

    blockierende Antikörper.

  • Hämalaun
    • Häm|alaun

    • Englischer Begriff: hemalum; alum hematoxylin

    • Fach: Histologie

    Farblack aus Hämatoxylin u. Alaun (bzw. Chrom-, Eisenalaun) in stark saurer Lösung; findet Anw. zur Chromatin-, Zellkernfärbung, z.B. als Trichromfärbung n. Masson (mit Mayer-Hämalaun u. mit Nachfärben mit Erythrosin; nach Differenzieren in Alkohol u. Gegenfärbung mit Safran-Lsg. Kerne dunkelblau, Zytoplasma rötlich, Muskeln, Nerven, elast. Fasern rot, kollagene Fasern u. Knorpel goldgelb).

  • Hämalopsie
    • Hämal|op(s)ie

  • Hämalopsie 1)
  • Hämalopsie 2)
  • Hamamelis virginiana
    • Hamamelis virginiana

    • Synonyme: Virginischer Zauberstrauch; Virgin. Zaubernuss

    • Englischer Begriff: hamamelis; witch hazel

    Abbildung   Abbildung

    Heilpflanze mit nachweislicher Wirkung bei Venenerkrankungen (z.B. Varizen, Hämorrhoiden), oberflächlichen Wunden u. lokalen Entzündungen (Windeldermatitis, Analfissuren, Ekzeme); wirkt u.a. adstringierend, antiseptisch, entzündungshemmend.

  • Hämangio...
    • Häm|angi(o)...

    Wortteil „Blutgefäß“; s.a. Angi(o)...

  • Hämangioblastom
    • Häm|angio|blastom

    Angioblastom.

  • Hämangiofibrom
    • Häm|angio|fibrom

    • Englischer Begriff: hemangiofibroma

    bindegewebsreiches Kapillarhämangiom.

  • Hämangiom
    • Häm|angiom

    • Synonyme: Haem|angioma

    • Englischer Begriff: hemangioma

    Tabelle

    gutartiger kapillärer bis kavernöser Tumor durch Wucherung von Blutgefäßen, v.a. in der Haut, Unterhaut u. in Schleimhäuten, aber auch in inneren Organen oder am Auge. Meist angeboren (als Hamartie) u. mit anfangs wechselnder Wachstumstendenz; häufig auch spontane Rückbildung. S.a. Hämangiomatose.

  • Hämangiom-Thrombopathie-Syndrom
    • Englischer Begriff: hemangioma-thrombocytopenia syndrome

    Kasabach-Merritt-Syndrom.

  • Hämangiom, sklerosierendes
    Hämangiom
    • H., sklerosierendes

    • Englischer Begriff: sclerosing h.

    ein verhärtendes Kapillarhämangiom mit Endothelproliferation u. regressiver Fibrose.

  • Hämangiomatose
    • Häm|angiomatose

    • Synonyme: Haem|angiomatosis

    • Englischer Begriff: hemangiomatosis

    Auftreten zahlreicher Hämangiome. S.a. Angiomatosis.

  • Hämangiomatose, hereditäre
    Hämangiomatose
    • H., hereditäre

    • Englischer Begriff: hereditary h.

    erbliche H., insbesondere als H. des Zentralnervensystems bei Hippel-Lindau-, Sturge-Weber-Syndrom.

  • Hämangiomatose, multtiple
    Hämangiomatose
    • H., multiple, im Säuglingsalter

    eine H. vom kapillären Typ an Haut u. inneren Organen; Rush-artig aufschießend; mit Nekrosen, auch – evtl. tödlichen – Blutungen.

  • Hämangiomwirbel
    • Häm|angiom|wirbel

    Abbildung

    häufigster gutartiger Wirbelsäulentumor. Lokalisation v.a. im Wirbelkörper, seltener auch im Wirbelbogen. Im Röntgenbild verstärkte longitudinale u. verminderte horizontale Trabekelzeichnung; häufig Zufallsbefund.

  • Hämangioosteom
    • Häm|angio|osteom

    • Englischer Begriff: hemangioosteoma

    Hämangiom des Knochens, v.a. der Wirbelsäule (meist kavernös u. evtl. zu Spontanbrüchen führend) und des Schädels.

  • Hämangioperizytom
    • Häm|angio|perizytom

    • Englischer Begriff: hemangiopericytoma

    von Zellen der Adventitia („Perizyten“) der Blutgefäße ausgehender, gutartiger oder semimaligner Tumor; s.a. Meningiom.

  • Hämangiosarkom
    • Häm|angio|sarkom

    • Englischer Begriff: hemangiosarcoma

    ein aus wuchernden, entdifferenzierten Endothelien der Blutgefäße bestehendes sarkomatöses Hämangioendotheliom, z.B. der Schilddrüse oder des Knochens (s.a. Knochentumoren).

  • Hämangiosarkom der Kopf- u. Gesichtshaut
    Hämangiosarkom
    • H. der Kopf- u. Gesichtshaut

    maligner Blutgefäßtumor im Kopfbereich.

  • Hämarthrose
    • Häm|arthrose

    • Englischer Begriff: hemarthrosis

    das Blutergelenk in der Folge von Gelenkblutungen (Hämarthros); chronische Arthritis mit Ausgang in Versteifung.

  • Hamartie
    • Ha|mar|tie

    • Englischer Begriff: hamartia

    Fehlbildung eines Organs (Organsystems) aufgrund fehlerhafter Gewebszusammensetzung infolge atypischer Entwicklung (Differenzierung) des ortsständigen Keimmaterials v.a. zusammengesetzter Organanlagen. Oft als Hamartom.

  • Hamartoblastom
    • Hamarto|blastom

    malignes Hamartom.

  • Hamartom, angiomatöses
    Hamartome
    • H., angiomatöses

    H. des Blutgefäßsystems, z.B. bei Hippel-Lindau-Syndrom.

  • Hamartom, ektoneurodermales
  • Hamartom, malignes
    Hamartome
    • H., mali|gnes

    • Synonyme: Hamartoblastom

    • Englischer Begriff: hamartoma

    echter bösartiger Tumor auf der Grundlage einer Hamartie.

  • Hamartomatosis, erbliche
    • Hamarto(mato)sis, erbliche

    Lentigopolyposis Peutz-Jeghers.

  • Hamartome
    • Hamartome

    Tumoren, die von einer Gewebsfehlentwicklung ausgehen (s.a. Hamartie); z.B. Angiomyolipome der Niere; besitzen im Gegensatz zu echten Tumoren (Neoplasma) keine primäre Wachstumsautonomie.

  • Hämaskos
    • Häm|askos

    Hämatoperitoneum; i.e.S. der blutige Aszites.

  • hämat...

      Wortteil „Blut“; s.a. häm(a)..., hämo...

    • Hämatein
      • |matein

      • Englischer Begriff: hematein

      saurer, aus dem farblosen Hämatoxylin durch Oxidation (an der Luft) gebildeter Farbstoff; rotbraune, grün glänzende, schwer lösliche Kristalle; in saurer Lsg. rötlichgelb, nach Beizung (Komplexbildung mit Metallionen) dunkel.

    • Hämatemesis
      • Hämat|emesis

      • Englischer Begriff: hematemesis

      Erbrechen von rotem oder kaffeesatzartigem Blut (Hämatin). Blutungsquellen können im Nasen-Rachen-Raum, Ösophagus (z.B. Ösophagusvarizen), Magen (z.B. Ulzera, Erosionen, Karzinom) oder Duodenum (z.B. Ulzera, Erosionen) lokalisiert sein. Auch als Spätsymptom bei Mesenterialvenenverschluss; seltene Ursache: Hämobilie. S.a. Blutung, gastrointest. (dort Schema).

    • Hämatin
      • Hämatin

      • Englischer Begriff: hematin

      Komplexverbindung des dreiwertigen Eisens (Fe3+) mit Protoporphyrin IX u. „OH“ als Anion; die prosthetische Gruppe des Hämiglobins. Entsteht aus Hämin in alkalischer Lösung oder aus Hämoglobin durch Einwirkung von Säuren (z.B. als salzsaures H. = Teichmann-Kristalle), Alkalien u. Bakterien. Im Blutplasma (Albumin-gebunden) vorkommend bei Hämatinämie. Ist das Pigment in Malariaplasmodien.

    • Hämatin, reduziertes
      Hämatin
      • H., reduziertes

      • Englischer Begriff: reduced h.; heme

      Häm.

    • Hämatinämie
      • Hämatin|ämie

      • Englischer Begriff: hematinemia; hematinuria

      Vorkommen von Hämatin im Blutplasma (infolge Hämoglobinabbaustörung?), z.B. bei perniziöser Anämie, Malaria, hämolytischem Ikterus („Hämatinikterus“; mit Hämatinablagerung in Gewebe). Meist mit Hämatin|urie (Hämatinausscheidung durch die Niere) verbunden.

    • Hämatinometer
      • Hämatino|meter

      Hämoglobinometer (z.B. nach Sahli) zur indirekten Bestimmung des Hämoglobins nach dessen Umwandlung in salzsaures Hämatin.

    • hämatisch
      • Englischer Begriff: hematic

      Blut(bestandteile) betreffend, durch das Blut (bzw. dessen Schädigung) bedingt.

      • h. Dysplasie
        die Entwicklungs- u. Wachstumsstörungen des Skeletts bei Blutkrankheiten... (mehr)
    • hämatische Dysplasie
      hämatisch
      • h. Dysplasie

      • Fach: Pädiatrie

      die Entwicklungs- u. Wachstumsstörungen des Skeletts bei Blutkrankheiten mit Knochenmarkveränderungen, z.B. bei Erythroblastose, Thalassämie, Plasmozytom, Osteomyelosklerose.

    • Hämatobilie
      • Hämato|bilie

      • Synonyme: Hämobilie

      • Englischer Begriff: hematobilia

      Blutung in die Gallenwege, z.B. bei örtlichem Aneurysma, Hämangiom, nach Operation an Leber/Gallenwegen oder – i.e.S. – nach zentralem Leberriss mit Bildung einer mit Blut, Galle u. Gewebstrümmern gefüllten Höhle, die dann Anschluss findet an die Gallenwege u. – als evtl. bedrohliche – Darmblutung in Erscheinung tritt.

    • Hämatoblast
      • Hämato|blast

      • Englischer Begriff: hematoblast

      Hämozytoblast.

    • Hämatochylie
      • Hämato|chylie

      Auftreten von roten Blutkörperchen im Chylus, z.B. bei Leberzirrhose.

    • Hämatochylurie
      • Hämato|chyl|urie

      • Englischer Begriff: hematochyluria

      die Ausscheidung Blut u. Chylus enthaltenden Harns infolge Einrisses gestauter Lymphbahnen bei Filariose.

    • Hämatodouglas
      • Hämato|douglas

      Haematocele retrouterina.

    1980