Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

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  • Infarkt, blasser
    Infarkt
    • I., blasser

    anämischer I.

  • Infarkt, hämorrhagischer
    Infarkt
    • I., hämor|rhagischer

    • Englischer Begriff: hemorrhagic i.

    I., dessen Nekrosegebiet durch Austritt roter Blutkörperchen dunkelrot bis blauschwarz verfärbt ist; tritt ein bei gleichzeitiger kardialer u./oder portaler chron. Stauungshyperämie oder bei gleichzeitiger Blockade des venösen Abflusses (z.B. durch Thrombose); häufigste Lokalisation: Lunge (s.u. Lungeninfarkt), Darm, Leber (seltener Niere, Milz); s.a. hämorrhagische Infarzierung.

  • Infarkt, ischämischer
    Infarkt
    • I., ischämischer

    anämischer I.

  • Infarkt, roter
    Infarkt
    • I., roter

    • Englischer Begriff: red i.

    I., hämorrhagischer.

  • Infarkt, septischer
    Infarkt
    • I., septischer

    • Englischer Begriff: septic i.

    durch infizierten Embolus entstandener I. (oft multipel), v.a. in Milz, Niere, Lunge, Myokard. Klinik: mit evtl. rasch fortschreitender diffuser Erweichung (s.a. Kolliquationsnekrose) u. Leukozyteninfiltration der Zentralnekrose, massiver Hyperämie u. schneller eitrig-nekrotischer Einschmelzung der Randzone; es kommt entweder zu Demarkierung u. Abstoßung der – in toto – ausgelösten Nekrose als Sequester oder aber zu Abszess- oder Furunkel-ähnlicher Herdbildung. Kompl.: Sepsis, Pleuritis, Peritonitis, Pericarditis purulenta; bei chron. Verlauf Infarktaneurysma. – I.w.S. auch die sekundäre Infektion eines sterilen Infarktes.

  • Infarkt, steriler
    Infarkt
    • I., steriler

    • Englischer Begriff: bland i.

    weder primär noch sekundär infizierter I.

  • Infarkt, transmuraler
    Infarkt
    • I., trans|muraler

    • Englischer Begriff: transmural myocardial i.

    s.u. Myokardinfarkt.

  • Infarkt, weißer
    Infarkt
    • I., weißer

    • Englischer Begriff: white i.

    s.u. I., anämischer.

  • Infarktaneurysma
    • Infarkt|an|eurysma

    • Englischer Begriff: myocardial infarction aneurysma

    Dehnungs- bzw. Narbenaneurysma im Infarktbereich der Herz- oder Gefäßwand mit paradoxer systolischer Bewegung in diesem Herzwandbereich; s.a. Aneurysma (dort Abb.).

  • Infarktikterus
    • Infarkt|ikterus

    • Englischer Begriff: icterus secondary to infarction

    Gelbsucht infolge Hyperbilirubinämie nach ausgedehntem – hämorrhag. – Lungeninfarkt mit Hämolyse der in die Alveolen eingeströmten Erythrozyten.

  • Infarktkaverne
    • Infarkt|kaverne

    v.a. bei großem Lungeninfarkt oder bei Infarktpneumonie auftretende Kaverne durch Aushusten des – erweichten – Nekrosekerns.

  • Infarktophobie
    • Infarkto|phobie

    die Furcht, an einem Herzinfarkt zu sterben; kann zu Symptomen führen, die denen eines Myokardinfarktes ähneln.

  • Infarktpleuritis
    • Infarkt|pleuritis

    Begleitpleuritis über der pleuranahen Basis eines Lungeninfarktes.

  • Infarktpneumonie
    • Infarkt|pneumonie

    Pneumonie durch – meist bronchiogenes – Eindringen von Eitererregern in einen blanden Lungeninfarkt.

  • Infarktschock
    • Infarkt|schock

    kardialer Schock bei Infarkt.

  • Infarktschrumpfniere
    • Infarkt|schrumpfniere

    infolge Schrumpfung multipler älterer Infarktkerne bzw. -narben massenreduzierte Niere.

  • Infarzierung
    • Englischer Begriff: infarction

    • Fach: Pathologie

    Bildung eines Infarktes bzw. einer Infarkt-ähnlichen Gewebsveränderung (z.B. hämorrhag. Infarzierung). – Auch Bez. für den infarzierten Bezirk.

  • Infarzierung, hämorrhagische
    Infarzierung
    • I., hämorrhagische

    • Englischer Begriff: hemorrhagic i.

    (sub)akute, massive, dunkelrot blutige Infiltration eines Gewebes oder Organs (segmentär oder komplett) infolge absoluter venöser Abflussblockade (durch Thrombose, Strangulation, Inkarzeration, infiltrierenden Tumor) bei erhaltener oder nur gedrosselter arterieller Blutzufuhr; stärkster Grad der Stauungshyperämie; führt bei Fortbestehen zu irreversibler Hämostase, Nekrose u./oder Gangrän (u. dann Ähnlichkeit mit hämorrhag. Infarkt). Vork. v.a. an Darm (bei Mesenterialvenen-, Pfortaderthrombose, Invagination, Brucheinklemmung), Eichel (bei Paraphimose), Adnexen bzw. Hoden (bei Stieldrehung).

  • infaustus
    • infaust(us)

    • Etymol.: latein.

    ungünstig, unglücklich.

  • Infectio
    • Infectio

    • Etymol.: latein.

    Infektion.

  • infectiosus
    • infectiosus

    • Etymol.: latein.

    infektiös.

  • Infekt
      • 1)
        Infektion... (mehr)
      • 2)
        Infektionskrankheit (z.B... (mehr)
      • I., banaler
        harmlose, meist ohne medikamentöse Maßnahmen binnen weniger Tage abklingende... (mehr)
    • Infekt 1)
    • Infekt 2)
      Infekt
      • 2)

      • Englischer Begriff: infection

      Infektionskrankheit (z.B. grippaler I.).

      • I., banaler
        harmlose, meist ohne medikamentöse Maßnahmen binnen weniger Tage abklingende... (mehr)
    • Infekt, banaler
      Infekt  >  Infekt 2)
      • I., banaler

      harmlose, meist ohne medikamentöse Maßnahmen binnen weniger Tage abklingende Infektionskrankheit (des Darmes, der Atemwege).

    • Infektallergie
      • Infekt|all|ergie

      • Englischer Begriff: allergy of infection

      Allergie bei Überempfindlichkeit gegen mikrobielle Substanzen.

    • Infektanämie
      • Infekt|an|ämie

      • Englischer Begriff: anemia of infection

      im Verlauf chron. Infektionskrankheiten auftretende normo- oder hypochrome, evtl. mikrozytäre Anämie meist mit Störung des Eisenstoffwechsels; entspricht im klin. Bild der Anämie bei chron. Krankheiten (z.B. bei rheumatoider Arthritis, Autoimmunkrankheiten) u. der Tumoranämie.

    • Infektcroup
      • Infekt|croup

      • Synonyme: -krupp

      s.u. Pseudokrupp.

    • Infektion
      • Synonyme: Ansteckung

      • Englischer Begriff: infection

      Eindringen von Mikroorganismen (z.B. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) in einen Makroorganismus (z.B. Mensch), wo sie haften bleiben u. sich vermehren; i.w.S. auch die Infektionskrankheit. In Abhängigkeit von der Virulenz u. Menge der Erreger, der Reaktionsbereitschaft des Makroorganismus (s.a. Infektionsabwehr) sowie vom Ansiedlungsort entsteht entweder eine Infektionskrankheit, eine stumme I. oder ein unschädliches Zusammenleben (Symbiose, z.B. mit der physiolog. Darmflora); s.a. Inhalations-, Inokulations-, Kontakt-, Schmier-, Tröpfchen-, Wundinfektion.

    • Infektion, alimentäre
      Infektion
      • I., alimentäre

      • Englischer Begriff: alimentary i.

      I. durch Nahrungsmittel (s.a. Lebensmittelvergiftung).

    • Infektion, aszendierende
      Infektion
      • I., aszendierende

      • Englischer Begriff: retrograde i.

      I., die sich in einem Ausführungsgang oder Organ entgegen der Flussrichtung der Sekrete oder Ausscheidungen ausbreitet, z.B. im Urogenitaltrakt.

    • Infektion, diaplazentare
      Infektion
      • I., dia|plazentare

      • Englischer Begriff: transplacental i.

      s.u. diaplazentar.

    • Infektion, endogene
      Infektion
      • I., endogene

      • Englischer Begriff: endogenous i.

      I. durch sonst unschädliche, im Körper vorhandene Keime (z.B. Darmflora), die bei Minderung der Infektionsabwehr u./oder Verschleppung an einen ungewöhnlichen Ort zu Krankheitserscheinungen führen.

    • Infektion, fokale
      Infektion
      • I., fokale

      • Englischer Begriff: focal i.

      Herdinfektion.

    • Infektion, intrauterine
      Infektion
      • I., intra|uterine

      s.u. diaplazentar.

    • Infektion, opportunistische
      Infektion
      • I., opportunistische

      I. auf dem Boden einer gestörten immunologischen Abwehrreaktion, z.B. bei AIDS; meist durch Parasiten, Viren u. Pilze.

    • Infektion, stumme
      Infektion
      • I., stumme

      • Englischer Begriff: silent or subclinical i.

      I. ohne Krankheitserscheinungen, die zur Immunität führt (stille Feiung).

    • Infektionsabwehr
      • Infekt(ions)abwehr

      • Englischer Begriff: infection defense

      Tabelle

      die Abwehrkräfte des Organismus gegen Infektionen. Wird repräsentiert v.a. durch die intakte Haut (mit physiolog. Säuremantel u. normaler Keimflora) u. Schleimhaut sowie durch zelluläre u. humorale Abwehrmechanismen (Tab.). S.a. Immunität.

    • Infektionsdosis
      • Infektions|dosis

      • Synonyme: ID (Abk.)

      • Englischer Begriff: infection dose

      s.u. Infektionstiter.

    • Infektionsepidemiologie
      • Infektions|epidemiologie

      • Englischer Begriff: epidemiology of infection

      Lehre von der Enstehung, Häufigkeit u. Verbreitung von Infektionskrankheiten sowie deren Folgen. Wird mit der Mikrobiologie zu einem medizinischen Fachgebiet zusammengefasst.

    • Infektionsherd
      • Infektions|herd

      • Englischer Begriff: focus of infection

      Ausgangsstelle einer Infektion(skrankheit) im Organismus (s.a. Herdinfektion) oder in einem Kollektiv (s.a. Infektionsquelle).

    • Infektionsindex
      • Infektions|index

      Kontagionsindex.

    • Infektionskrankheit
      • Infektions|krankheit

      • Englischer Begriff: infectious disease

      durch Krankheitserreger (Viren, Rickettsien, Bakterien, Protozoen, Prionen oder Pilze) verursachte Krankheit.

    • Infektionspforte
      • Infektions|pforte

      Eintrittsort von Infektionserregern.

    • Infektionsprophylaxe
      • Infektions|prophylaxe

      • Englischer Begriff: prophylaxis of infection

      vorbeugende Maßnahmen zur Verhütung einer Infektion; z.B. Desinfektion, Antibiotikagabe (z.B. bei Immundefekten oder als supportive Maßnahme während einer Chemotherapie mit Zytostatika bei malignen Erkrankungen), Impfung, passive Immunisierung etc.

    • Infektionspsychose
      • Infektions|psychose

      im Zusammenhang mit einer akuten, meist hochfieberhaften Infektionskrankheit (z.B. Pneumonie, Typhus, rheumat. Fieber) auftretende „Fieberpsychose“ (akuter exogener Reaktionstyp Bonhoeffer), meist mit Delirien, psychomotorischer Erregung, rasch wechselnder Bewusstseinslage, teilweiser Amnesie. Klingt mit oder bald nach Entfieberung ab.

    • Infektionsquelle
      • Infektions|quelle

      • Englischer Begriff: origin of infection; source of i.

      Ausgangspunkt einer infektiösen Erkrankung, z.B. ein Kranker, Keimträger (in der Inkubationsphase), Dauerausscheider oder unbelebte Erregerreservoire (Abwasser, Boden, Staub, Lebensmittel).

    • Infektionsschutzgesetz
      • Synonyme: IfSG (Abk.)

      Gesetz zur Vorbeugung übertragbarer Krankheiten beim Menschen, zur frühzeitigen Erkennung von Infektionen u. zur Verhinderung ihrer Weiterverbreitung. Es löste am 1. 1. 2001 das Bundesseuchengesetz ab u. regelt u.a. die Meldepflichten (§ 6 meldepflichtige Krankheiten und § 7 meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern). Die Meldung erfolgt meist an das zuständige Gesundheitsamt durch den feststellenden Arzt oder den Leiter der Untersuchungsstelle, aber nach § 8 können auch andere Personen zur Meldung verpflichtet sein, um eine lückenlose Erfassung zu gewährleisten. Im 2. Abschnitt (Koordinierung und Früherkennung), § 4 wird dem Robert-Koch-Institut (RKI) eine zentrale Rolle übertragen, die z.B. Forschung, Beratung und Koordination nationaler u. internationaler Behörden, Referenzzentren u. wissenschaftlicher Einrichtungen beinhaltet. Das RKI leitet auch nach § 12 das Auftreten bestimmter Krankheiten anonymisiert an die Weltgesundheitsorganisation u. das Europäische Netzwerk weiter und kann nach § 13 Sentinel-Erhebungen zur Beobachtung der Verbreitung übertragbarer Krankheiten initiieren. Weitere Abschnitte regeln die Verhütung (Impfungen, nosokomiale Infektionen) u. die Bekämpfung (Behandlung, Schutzmaßnahmen, Quarantäne) übertragbarer Krankheiten, die gesundheitlichen Anforderungen an das Personal beim Umgang mit Lebensmitteln sowie die Tätigkeiten mit Krankheitserregern. Zusätzliche Vorschriften gibt es für Schulen und sonstige Gemeinschaftseinrichtungen. Auch dem Wasser für menschlichen Gebrauch sowie Schwimm- und Badebeckenwasser ist ein Abschnitt gewidmet.

    • Infektionstiter
      • Infektions|titer

      • Englischer Begriff: infection titer

      die geringste zum Angehen einer Infektion erforderliche Erregermenge (= Infektionsdosis, ID). – In der Virologie diejenige Infektionsdosis, die gerade noch bei einem best. Prozentsatz (z.B. ID 50) der infizierten Nährböden eine nachweisbare Virusvermehrung bewirkt.

    • Infektionstüchtigkeit
      • Infektions|tüchtigkeit

      Virulenz.

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