Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

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  • Integument
    • In|tegument

    • Englischer Begriff: integument

    Bedeckung, Hülle.

  • Integumentknochen
    • Integument|knochen

    Bindegewebsknochen.

  • Integumentum commune
    • Integumentum commune

    • Englischer Begriff: common integument

    die aus Epidermis, Dermis (Corium) u. Tela subcutanea bestehende äußere Haut als Körperhülle.

  • Intellekt
    • Intellekt

    • Englischer Begriff: intellect

    Fähigkeit, aus Wahrnehmungselementen durch kritische Analyse u. Synthese Einsichten u. Erkenntnisse zu bilden.

  • Intelligenz
    • Intelligenz

    • Englischer Begriff: intelligence

    i.e.S. die dem Menschen eigene geistige Begabung u. Beweglichkeit, die ihn befähigt, sich schnell in ungewohnten Situationen zurechtzufinden, Sinn- u. Beziehungszusammenhänge zu erfassen u. neuen Gegebenheiten u. Anforderungen durch Denkleistungen sinnvoll zu entsprechen.

  • Intelligenzabbau
    • Intelligenz|abbau

    • Englischer Begriff: intellectual decline

    Verlust intellektueller Fähigkeiten; charakterist. Störung bei dementiellen Syndromen; ein eindeutiger I. wird erst ab dem 80 Lj. beobachtet, früheres Nachlassen der kognitiven Leistungen ist meist krankhaft bedingt.

  • Intelligenzalter
    • Intelligenz|alter

    • Synonyme: IA (Abk.)

    • Englischer Begriff: mental age; MA (Abk.)

    die an der normalen Altersentwicklung gemessene individuelle Leistungsfähigkeit der Intelligenz.

  • Intelligenzminderung
    • Intelligenz|minderung

    • Englischer Begriff: intellectual deficiency

    unvollständige oder verzögerte Entwicklung der Intelligenz, gekennzeichnet durch einen Mangel an geistiger Beweglichkeit, Armut an Vorstellungen u. Begriffen, Unfähigkeit zur Bildung abstrakter Begriffe und Mangel an Übersicht, Voraussicht u. Selbstständigkeit im Denken. Ätiol.: organische Ursachen: chromosomal bedingt (z.B. Down-Syndrom, Ullrich-Turner-Syndrom, Klinefelter-Syndrom), metabolisch bedingt (Stoffwechselerkrankungen), exogen erworben (nach Enzephalitis, bei Hypothyreose oder frühkindlicher Hirnschädigung); psychische Ursachen (durch erhebliche Vernachlässigung im Säuglings- und Kleinkindalter; s.a. psych. Hospitalismus). Klassifik.: Im klinischen Alltag werden I. nach dem Grad des Intelligenzmangels eingeteilt. Leichte geistige Behinderung (veraltet: Debilität): Betroffene können durch gezielte Fördermaßnahmen beruflich integriert werden, selbstständiger Erwerb des Lebensunterhalts möglich (IQ 67–52); mittlere geistige Behinderung (veraltet: Imbezilität): mäßige Lern- u. Bildungsfähigkeit; förderungsfähige Patienten erlernen die Sprache, hygienische Gewohnheiten u. einfache Tätigkeiten, die dem eigenen Lebensunterhalt dienen. Es besteht Unfähigkeit zum Schreiben- u. Lesenlernen (IQ 51–20). Schwerste geistige Behinderung (veraltet: Idiotie): kaum bildungsfähige Patienten; Sprache, hygienische Gewohnheiten u. sinnvolle Tätigkeiten werden nicht erlernt; Unfähigkeit zum Sprechen u. Verstehen von Gesprochenem (IQ unter 20). Im Gegensatz zur I. wird der langsam progrediente Verlust erworbener intellektueller Fähigkeiten (meist auch des Gedächtnisses) in späterem Lebensalter als Demenz bezeichnet. S.a. Oligophrenia.

  • Intelligenzquotient
    • Intelligenz|quotient

    • Synonyme: IQ (Abk.)

    • Englischer Begriff: intelligence quotient

    Quotient aus Intelligenz- u. Lebensalter (×100) als Maß für das Ergebnis des Intelligenztests; „100“ bezeichnet altersentsprechend durchschnittliche Intelligenzreife, niedrigere Werte eine darunter, höhere eine darüber liegende Differenzierung des intellektuellen Leistungsvermögens; als wissenschaftliches Kriterium von begrenztem Aussagewert, da die Parameter von sozioökonomischen Verhältnissen abhängig sind u. wichtige Persönlichkeitsmerkmale nicht berücksichtigt werden.

  • Intelligenztest
    • Intelligenz|test

    • Englischer Begriff: intelligence test

    • Fach: Psychologie

    Untersuchungsverfahren zur Feststellung von Intelligenzniveau u./oder -struktur anhand von Aufgaben u. Problemstellungen verschiedener Qualität u. Schwierigkeit, z.B. Binet-Simon-, Hamburg-Wechsler-Test.

  • intendiert
    • Englischer Begriff: intended

    beabsichtigt; z.B. intendierte = Willkürbewegung.

  • Intensität
    • Englischer Begriff: intensity

    Stärke, Wirksamkeit; physik Energiemenge oder Teilchenzahl etc., die pro Zeiteinheit eine Flächeneinheit durchströmt oder von ihr emittiert wird.

    • I., kritische
      in der Audiometrie die Lautstärke, welche bei Beschallung eines tauben... (mehr)
  • Intensität, kritische
    Intensität
    • I., kritische

    in der Audiometrie die Lautstärke, welche bei Beschallung eines tauben Ohres auf dem normal hörenden Ohr der anderen Seite durch „Überhören“ gerade noch wahrgenommen wird; für Luftleitung ca. 50, für Knochenleitung ca. 10–15 dB.

  • Intensitätsfaktor
    • Intensitäts|faktor

    • Synonyme: Intensivierungs|gen

    • Englischer Begriff: intensifier

    ein Gen, das die Ausprägung einer von anderen Genen ermöglichten Eigenschaft steigert.

  • Intensivbett

      Standardbett zur Lagerung Schwerstkranker auf Intensivstationen. S.a. Krankenbett.

    • Intensivpflege

        Pflege von Schwerkranken in besonders dafür ausgestatteten Pflegeeinrichtungen mit kontinuierl. Überwachung. Zu den Aufgaben der I. gehören die Assistenz bei diagnost. und therapeut. Maßnahmen, die Unterstützung oder Übernahme von aufgehobenen oder eingeschränkten Aktivitäten (z.B. Körperpflege, Ernährung) u. die psych. Betreuung des Pat. u. seiner Angehörigen. S.a. Intensiv(pflege)station.

      • Intensivpflegestation
        • Intensiv(pflege)station

        • Synonyme: ITS (Abk.)

        • Englischer Begriff: intensive care unit; ICU (Abk.)

        Betteneinheit für die intensive Diagnostik u. Behandlung in lebensbedrohlicher, meist akuter Notsituation oder in kritischen Erkrankungsphasen. Ind.: Herzerkrankung (z.B. Myokardinfarkt), Mehrfachverletzung, Nieren- u. Atmungsinsuffizienz, akute Stoffwechseldekompensation, Blutung aus Verdauungstrakt, schwere Vergiftung u. Verbrennung, Tetanus, Schädel-Hirn-Trauma, Elektrounfall, Schock. Hauptaufgaben: Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Vitalfunktionen, exakte Dauerüberwachung (Monitoring), fundierte Sofortdiagnostik sowie rasche, auf das ursächliche Geschehen gerichtete Behandlung („Kausaltherapie“). Auch als „Wachstation“ einer Fachabteilung oder als übergreifender „Intensivbereich“ mit Schwerpunktaufgaben (z.B. Infarkt-, Intoxikations-, Dialyse-, Reanimationszentrum).

      • Intentio
        • Intentio

        • Synonyme: Intention

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: intention

        Absicht, Streben. Z.B. Anspannung psychischer Kräfte auf ein Ziel, u.a. als Absicht, eine bestimmte Bewegung auszuführen; auch die Tendenz des Organismus nach primärer oder sekundärer Wundheilung („per primam“ oder „per secundam intentionem“).

      • Intentionskrampf
        • Intentions|krampf

        • Englischer Begriff: intention spasm

        Muskelkrampf im Augenblick der Intention einer Bewegung, z.B. bei Tetanie.

      • Intentionstremor
        • Intentions|tremor

        • Englischer Begriff: intention tremor

        bei Annäherung an das Bewegungsziel erfolgendes Zittern, z.B. – als Kleinhirnzeichen – Tremor des Fingers beim Finger-Nase-Versuch (gezielte Bewegung) bei multipler Sklerose.

      • inter
        • inter...

        • Etymol.: latein.

        Präposition oder Präfix: zwischen, in der Mitte zwischen ... S.a. intra.

      • Inter-Alpha-Trypsininhibitor
        • Inter-Alpha-Trypsin|inhibitor

        ein Trypsininhibitor, der bei der Eiweißelektrophorese zwischen den α1- u. α2-Globulinen wandert.

      • Inter-α-Trypsininhibitor
        • Inter-α-Trypsin|inhibitor

        s.u. Inter-Alpha-.

      • Interaktion
        • Inter|aktion

        • Englischer Begriff: interaction

        Wechselwirkung, z.B. zwischen Personen, Medikamenten.

      • interanuläres Segment
        • inter|anuläres Segment

        Ranvier-Segment.

      • interatrialis
        • inter|atrial(is)

        • Englischer Begriff: interatrial

        zwischen beiden Herzvorhöfen.

      • Interazetabularebene
        • Inter|azetabular|ebene

        s.u. Beckenweite.

      • intercalatus
        • inter|calatus

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: intercalated

        zwischengeschaltet.

      • intercostalis
        • inter|costalis

        interkostal.

      • Intercrine
        • Inter|crine

        • Synonyme: PF4-Superfamilie

        Chemokine.

      • Interdentalraum
        • Inter|dental|raum

        • Synonyme: Inter|dentium

        • Englischer Begriff: interdentium

        der keilförmige Raum zwischen zwei benachbarten Zähnen (zwischen Knochenseptum u. Kontaktpunkt). Ist im unteren (zervikalen) Teil von der Interdentalpapille des Zahnfleisches ausgefüllt.

      • interdigital
        • inter|digital(is)

        • Englischer Begriff: interdigital

        zwischen zwei Fingern oder Zehen.

      • Interdigitalfalte
        • Inter|digital|falte

        • Englischer Begriff: interdigital web

        die in den Interdigitalraum (den Raum zwischen benachbarten Fingern oder Zehen) ragenden „Schwimmhäute“ (Plica interdigitalis). Häufig Ort von Hautveränderungen (Erosion u. Ulzeration), z.B. bei Intertrigo, bei Interdigitalmykose (Dermatophyten, Hefen, Schimmel).

      • Interferenz
        • Inter|ferenz

        Veränderung von Erscheinungen bei örtlichem u. zeitl. Zusammentreffen gleichartiger (oder ähnlicher) Ereignisse.

        • 1)
          die durch Überlagerung elektromagnetischer (z.B... (mehr)
        • 2)
          Beeinflussung (meist Verminderung) der Häufigkeit weiterer Crossover im... (mehr)
        • 3)
          Virusinterferenz, s.a... (mehr)
        • 4)
          s.u... (mehr)
        • 5)
          s.u... (mehr)
      • Interferenz 1)
        Interferenz
        • 1)

        • Fach: Physik

        die durch Überlagerung elektromagnetischer (z.B. Licht) oder mechanischer (z.B. Wasserwellen oder Schall) Wellen entstehende Verformung, Abschwächung, Löschung oder Verstärkung derselben. Führt bei festen Phasenbeziehungen (Kohärenz) der Wellenzüge an bestimmten Punkten zu deutlich (als Maxima oder Minima) erkennbaren Störungen der ursprünglichen Wellenverläufe (Interferenzbilder).

      • Interferenz 3)
      • Interferenz 4)
        Interferenz
        • 4)

        • Fach: Kardiologie

        s.u. Interferenzdissoziation.

      • Interferenz 5)
        Interferenz
        • 5)

        • Synonyme: Interaktion

        • Englischer Begriff: interference

        • Fach: Pharmazie

        s.u. Wechselwirkung.

      • Interferenz, chromosomale 2)
        Interferenz
        • 2)

        • Synonyme: chromosomale I.

        Beeinflussung (meist Verminderung) der Häufigkeit weiterer Crossover im Chromosom durch ein bereits erfolgtes.

      • Interferenzdissoziation
        • Interferenz|dissoziation

        • Englischer Begriff: interference dissociation

        Nebeneinanderbestehen zweier Herzautomatiezentren unterschiedlicher Frequenz (eines im Sinusknoten, das andere – fast immer höherfrequente – meist im AV-Knoten), die sich in der Myokarderregung abwechseln, wobei das schnellere die Kammer erregt, während die Vorhöfe, durch eine retrograde Blockierung geschützt, ausschließlich dem Sinusknoten folgen.

      • Interferenzphänomen
        • Interferenz|phänomen

        • Englischer Begriff: interference phenomenon

        • Fach: Virologie

        Virusinterferenz.

      • Interferenzstromtherapie
        • Interferenz|strom|therapie

        • 1)
          Nemec-Therapie... (mehr)
        • 2)
          stereodynamische I. mit drei Stromkreisen u. dreidimensionaler Reizung... (mehr)
      • Interferenzstromtherapie 1)
      • Interferenzstromtherapie 2)
        Interferenzstromtherapie
        • 2)

        stereodynamische I. mit drei Stromkreisen u. dreidimensionaler Reizung der Gewebe („Raumreizung“).

      • Interferon alfa
        Interferone
        • I. alfa

        • Englischer Begriff: i. alfa

        Tabelle

        gentechnisch aus E. coli K12 hergestelltes IFN-α; Wirkstoffe: IFN alfa 2a und IFN alfa 2b unterscheiden sich lediglich durch eine Aminosäure; IFN alfacon-1 ist ein sog. Consensus-IFN mit 10fach höherer Bindungsaffinität an den IFN-Rezeptor. An jeder Position der Aminosäurensequenz wurde die Aminosäure eingebaut, die bei mehreren analysierten IFN-Subtypen am häufigsten vorkam. Anw.: 1) IFN alfa 2a in der Ther. der Haarzellenleukämie, der chronischen myeloischen Leukämie, niedrigmaligner Non-Hodgkin-Lymphome (auch Plasmozytom) u. anderer Tumoren (s.a. Tab.); 2) IFN alfa 2b zusätzl. zur Ther. der chron. Virushepatitiden B, C, D bei entzündlicher Aktivität mit Transaminasenerhöhungen; 3) IFN alfacon-1 findet Anw. bei chron. Hepatitis C (hier auch Anw. von Peginterferon). S.a. Immunstimulanzien.

      • Interferon beta
        Interferone
        • I. beta

        • Englischer Begriff: i. beta

        rekombinantes humanes IFN beta (IFN beta 1a) bzw. eine Modifikation desselben (IFN beta 1b); Anw. bei schubweise verlaufender u. sekundär progredienter multipler Sklerose.

      • Interferon gamma
        Interferone
        • I. gamma

        • Englischer Begriff: i. gamma

        rekombinant aus E. coli hergestelltes IFN gamma (IFN gamma 1b), das im Ggs. zum natürlichen IFN gamma (146 Aminosäuren) nur aus 140 Aminosäuren besteht. Anw. als Zusatzther. bei septischer Granulomatose zur Verringerung der Häufigkeit schwerwiegender Infektionen.

      • Interferone
        • Interferone

        • Synonyme: IFN (Abk.)

        • Englischer Begriff: interferons; IFNs (Abk.)

        zu den Zytokinen gehörende, von kernhaltigen Zellen gebildete niedermolekulare Proteine, die als Hemmstoffe der intrazellulären Virusreplikation wirken (s.a. Virusinterferenz). Die IFN wirken nur bei Individuen der gleichen Art (streng speziesspezifisch; daher konzentrieren sich die Untersuchungen auf menschliche IFN). Subtypen: In Zellkulturen (Leukozyten-, Fibroblasten-K.) lassen sich IFN vom Typ I (= IFN-α u. IFN-β) z.B. durch Viren oder durch synthetische Stoffe induzieren. In Suspension immunkompetenter Zellen kann durch Virusantigene oder T- bzw. B-Lymphozyten-Mitogene (z.B. Lectine, Tuberculin) die Bildung von IFN des Typs II (= Immun-IFN, IFN-γ) angeregt werden. Die Bildung von IFN wird durch Gene reguliert, wobei IFN-α u. IFN-β auf dem menschlichen Chromosom Nr. 9, IFN-γ auf Chromosom Nr. 12 (langer Arm) lokalisiert sind. Wirkung: Die IFN binden an spezifische Rezeptoren u. wirken – ohne selbst in die Zellen einzudringen – indirekt, u.a. durch Abbau der mRNS u. Hemmung der Peptidketten-Initiation (wodurch die Virusreplikation sowie u.U. auch schnell wachsende Tumorzellen gehemmt werden könnten). Die pharm Herstellung von IFN erfolgt durch Gentechnologie (rekombinantes IFN, rIFN).

        • I. alfa   Tabelle
          gentechnisch aus E. coli K12 hergestelltes IFN-α; Wirkstoffe: IFN... (mehr)
        • I. beta
          rekombinantes humanes IFN beta (IFN beta 1a) bzw... (mehr)
        • I. gamma
          rekombinant aus E. coli hergestelltes IFN gamma (IFN gamma 1b), das im... (mehr)
      • Interglobulardentin
        • Inter|globular|dentin

        • Englischer Begriff: interglobular dentin(um)

        Tomes-Körnerschicht.

      • Interhemisphären-Anzapfsyndrom
        • Inter|hemi|sphären-Anzapfsyndrom

        • Englischer Begriff: interhemispheric steal syndrome

        Anzapfsyndrom (2).

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