Medizin-Lexikon: Einträge mit "I"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Immunkrankheiten
    • Immun|krankheiten

    • Synonyme: Immunopathien

    Oberbegriff für Krankheiten, für deren Entstehung Mechanismen der – humoralen oder zellulären – Immunität eine Rolle spielen; z.B. Autoimmunkrankheiten, Immunkomplexkrankheiten; i.w.S. auch Allergien; s.a. Immundefekt.

  • Immunmangel
    • Immun|mangel

    • Englischer Begriff: immunodeficiency

    s.u. Immundefekt.

  • Immunmodulatoren
    • Immun|modulatoren

    • Synonyme: BRM-Substanzen

    • Englischer Begriff: biological response modifiers; immunomodulators

    Oberbegriff für zahlreiche Substanzen oder pflanzliche, mikrobielle oder tierische Extrakte, die in unterschiedlicher Weise Vorgänge im Immunsystem modulieren (abwandeln, beeinflussen), i.e.S. stimulieren (Immunstimulanzien). Zur Immunmodulation gehören i.w.S. auch Immunsuppression, Immunprophylaxe (einschl. Impfung) u. Immunsubstitution sowie unspezifische Maßnahmen zur Stärkung oder Abschwächung der Abwehrkräfte des Organismus. S.a. Immuntherapie.

  • Immuno...
  • Immunoassay
    • Immun(o)|assay

    • Etymol.: engl. assay = Test

    Bestimmung biologisch aktiver Substanzen mittels Antigen-Antikörper-Reaktion, die auch die Messung geringster Mengen erlaubt. Formen: Es existieren verschiedene Varianten, die auf unterschiedlichen Markierungs- u. Detektionsmethoden der spezifischen Antikörper oder Substrate beruhen. Beim Radio-I. (RIA) wird ein radioaktives Nuklid als Marker eingesetzt. Bei verschiedenen Fluoreszenzmethoden dienen Fluorochrome als Marker oder Detektoren. Dabei unterscheidet man das Fluoreszenz-I. (FIA), bei dem ein fluoreszierender Rest als Marker dient, das Fluoreszenzpolarisations-I. (FPIA), bei dem ein komplex fluoreszierendes Molekül mittels polarisierender Fluoreszenzstrahlung quantifiziert wird, und das Time-Resolved-Fluoreszenz-I. (TRFIA). Bei den Enzym-I. (EIA) und den Enzym-linked-Immunosorbent-Assays (ELISA) katalysieren Enzyme spezif. Reaktionen, deren Produkt spektroskopisch oder elektrochemisch nachweisbar ist. Das (Chemi-)Lumineszenz-I. (CIA, LIA) ist eine Sonderform des Enzymimmunoassays, bei dem das Marker-Enzym eine chemilumineszente Reaktion katalysiert, deren Lumineszenzphotonen detektiert werden. Methoden: Die Immunreaktion kann auf verschiedene Arten ablaufen. Beim kompetitiven I. konkurriert das zu bestimmende Antigen (Analyt) mit dem zugesetzten Antigen in einer Gleichgewichtsreaktion um die Bindungsstellen am Antikörper. Dabei lassen sich entweder die zugesetzten Antigene (Analyttracer) oder die Antikörper (Antikörpertracer) markieren (Bsp.: RIA, EIA, FIA). Beim nichtkompetitiven (sequentiellen) I. wird eine bekannte Menge von Antikörpern im Überschuss zum Analyt gegeben, dann werden Komplexe u. Antikörper getrennt und die freien Antikörper mit markierten Antigenen komplexiert. Das Sandwich-I. benutzt als Nachweisreagens statt des Antigens einen zweiten Antikörper. Die Antikörper werden im Überschuss zugegeben und binden an verschiedenen Stellen des Analyten. Hohe Nachweisempfindlichkeit, meist mit monoklonalen Antikörpern (Bsp.: IRMA, ILMA).

  • Immunoblast
    • Immuno|blast

    • Englischer Begriff: immunoblast

    Abbildung

    nach Antigenkontakt aus kleinen Lymphozyten sich entwickelnde große „aktivierte Zelle“ (Abb.), aus der Immunozyten (immunkompetente Zellen) entstehen. S.a. Lymphozyten.

  • Immunoblastom
    • Immuno|blastom

    • Englischer Begriff: immunoblastoma

    ein malignes Non-Hodgkin-Lymphom aus großen basophilen Immunoblasten (mit allen Übergängen zu reiferen Formen) und Plasmablasten.

  • Immunoblot
    • Immuno|blot

    • Synonyme: Westernblot

    spezif. Nachweis von Antikörpern im Serum; erfolgt in drei Schritten: 1) elektrophoretische Auftrennung, 2) Transfer der aufgetrennten Proteine auf einen inerten Träger („blotting“), 3) Immunreaktion mit spezifischen Antikörpern u. Sichtbarmachen (z.B. Färbung).

  • Immunodiffusion
    • Immun(o)|diffusion

    • Englischer Begriff: immunodiffusion

    Untersuchungsmethode, die auf der Diffusion der Antigene u. Antikörper in ein Gel u. der Bildung eines Immunpräzipitats beruht. Unterschieden 1) als einfache lineare (in Röhrchen; nach Oudin) oder 2) als radiale (in Platten; nach Mancini) Diffusion, bei der das Gel eine der Reaktionskomponenten bereits enthält, während die andere eindiffundiert (aus der Diffusionsstrecke bzw. der Größe des Trübungsrings lässt sich die Konzentration schätzen), ferner 3) als radiale Doppeldiffusion nach Ouchterlony (dort Abb.), bei der die Komponenten aus 2 Startlöchern aufeinander zu diffundieren. Die Auswertung der Präzipitationslinien (Trübung) an der Berührungszone erfolgt nach Färben u./oder Photographieren. S.a. Nephelometrie.

  • Immunoelektrophorese
    • Immun(o)|elektro|phorese

    • Englischer Begriff: immunoelectrophoresis

    Abbildung

    die Kombination von Eiweißelektrophorese u. Immunodiffusion zur Untersuchung v.a. der Plasmaproteine nach deren elektrophoretischer Auftrennung im Trägermedium (Agar, Agarose, Celluloseacetatfolie, Polyacrylamid etc.). S.a. Elektrosynhärese. Im zweiten Schritt lässt man aus einer Rille entlang der Wanderungsrichtung polyvalentes (gegen alle Plasmakomponenten gerichtetes) Immunserum diffundieren, wodurch charakteristische Linien (Immunpräzipitat) entstehen (Beurteilung direkt oder nach Anfärben); durch I. mit monovalenten (gegen jeweils ein Protein gerichtete) Antiseren lassen sich den Linien die einzelnen Plasmaproteine zuordnen (Abb.).

  • Immunoelektrophorese, zweidimensionale
    Immun(o)elektrophorese
    • I., zweidimensionale

    • Englischer Begriff: two-dimensional I.

    I., bei der im zweiten Schritt ein Gel mit polyvalentem Antiserum angelegt wird, in das die bereits aufgetrennten Proteine elektrophoretisch (senkrecht zur ersten Richtung) hineingezogen werden. Nach Anfärben kann aus der Fläche der glockenförmigen oder spitz zulaufenden Präzipitate die Proteinkonzentration berechnet werden; s.a. Rocket-Immunoelektrophorese, Immunofixation.

  • Immunofixation
    • Immun(o)|fixation

    • Englischer Begriff: immunofixation

    von der Immun(o)elektrophorese abgeleitete u. schnellere Methode, bei der die Proteine nach elektrophoretischer Auftrennung durch ein Immunserum gefällt, d.h. an ihrer Position fixiert werden.

  • Immunofluoreszenz
    • Immun(o)|fluo|reszenz

    • Synonyme: IF

    • Englischer Begriff: immunofluorescence

    Abbildung

    Methode zum Nachweis von Antigenen (AG) in Zellen u. Geweben: 1) mittels Fluorochrom-markierter Antikörper (AK), die direkt an das AG binden (direkte IF, s. Abb.); 2) nach der Sandwich-Methode, d.h. mit nicht markierten spezifischen Antikörpern, die sich im ersten Schritt an das AG binden u. an die sich im zweiten Schritt fluorochromierte Antiantikörper (= Anti-Immunglobulin-Antikörper) binden (indirekte IF). Für beide Verfahren werden heute meist monoklonale Antikörper benutzt.

  • Immunogen
    • Immuno|gen

    • Englischer Begriff: immunogen

    zur Immunität führendes Antigen; s.a. Allergen.

  • Immunogenität
    • Immuno|genität

    • Englischer Begriff: immunogenicity

    die Fähigkeit eines Antigens, Immunität herbeizuführen.

  • Immunologie
    • Immuno|logie

    • Englischer Begriff: immunology

    Lehre von der Immunität u. ihren Erscheinungsformen; Teilgebiete sind z.B. die Immunbiologie (ist befasst mit Vorgängen in vivo), Immunchemie (Reaktionen in vitro), Immungenetik (Vererbung immunologisch bedeutsamer Strukturen), Immunhämatologie (das Blut betreffende Vorgänge), Immunhistochemie bzw. -zytochemie (Untersuchung von Gewebe bzw. Zellen mit immunchem. Methoden), Immunpatho(physio)logie (krankhafte [u. normale] Vorgänge), Immunpharmakologie (Anw. von Immunsuppressiva, Immunseren, Impfstoffen); ferner die Allergologie u. die Serologie.

  • Immunopathie
    • Immuno|pathie

    • Englischer Begriff: immunopathy

    Immunkrankheit.

  • immunoradiometrischer Assay
    • immuno|radio|metrischer Assay

    • Englischer Begriff: immunoradiometric assay

    IRMA.

  • Immunorgane
    • Immun|organe

    s.u. Immunsystem.

  • Immunosorbens
    • Immuno|sorbens

    Immunadsorbens.

  • Immunotoxine
    • Immuno|toxine

    • Synonyme: IT (Abk.)

    • Englischer Begriff: immunotoxins

    monoklonale Antikörper (mkAK), an die ein – z.B. pflanzliches – Toxin oder ein Zytostatikum chemisch gebunden wurde. – IT mit gegen Krebszellen gerichteten mkAK werden versuchsweise zur selektiven Zerstörung maligne entarteter Zellen z.B. bei Lymphomen u. Leukämien angewendet.

  • Immunozyten
    • Immuno|zyten

    • Englischer Begriff: immunocytes

    immunkompetente Zellen.

  • Immunozytom
    • Immuno|zytom

    • Synonyme: lymphoplasmozytisches Lymphom

    • Englischer Begriff: immunocytoma

    ein niedrigmalignes Non-Hodgkin-Lymphom der B-Zell-Reihe.

  • Immunparalyse
    • Immun|paralyse

    Hemmung der Immunreaktion; s.u. Immuntoleranz.

  • Immunpathophysiologie
    • Immun|patho(physio)logie

    • Englischer Begriff: immunopathology

    s.u. Immunologie.

  • Immunphagozystose
    • Immun|phago|zystose

    • Englischer Begriff: immunophagocytosis

    s.u. Resistenz (1).

  • Immunphänomen
    • Immun|phänomen

    • Englischer Begriff: immunological phenomenon

    durch Immunreaktion ausgelöste Erscheinung.

  • Immunpräzipitat
    • Immun|präzipitat

    • Englischer Begriff: immunoprecipitate

    durch unlösliche Immunkomplexe (1) hervorgerufener Niederschlag; sichtbar bei Immundiffusion u. -elektrophorese als Trübung; ist in Suspension quantitativ bestimmbar durch Nephelometrie (oder Turbidimetrie) bzw. nach Zentrifugation durch Eiweißbestimmung.

  • Immunprophylaxe
    • Immun|prophylaxe

    • Englischer Begriff: immunoprophylaxis

    vorbeugende Gabe von Immunserum oder Immunglobulinfraktion bei Infektionsgefahr.

  • Immunproteine
    • Immun|proteine

    • Englischer Begriff: immunoproteins

    Immunglobuline.

  • Immunreaktion
    • Immun|reaktion

    • 1)
      die Antigen-Antikörper-Reaktion (in vivo oder in vitro)... (mehr)
    • 2)   Tabelle
      durch Ir-Gene (s.a... (mehr)
    • 3)
      die bei vorliegender Immunität oder Allergie durch ein Antigen hervorgerufenen... (mehr)
  • Immunreaktion 1)
    Immunreaktion
    • 1)

    • Englischer Begriff: immunoreaction

    die Antigen-Antikörper-Reaktion (in vivo oder in vitro).

  • Immunreaktion 2)
    Immunreaktion
    • 2)

    • Synonyme: Immunantwort; Ir (Abk.)

    • Englischer Begriff: immune response

    Tabelle

    durch Ir-Gene (s.a. HLA-System) gesteuerte Reaktion des Immunsystems auf ein – als körperfremd („not-self“) erkanntes – Antigen; führt in der Regel zur Immunität, bei Sensibilisierung durch ein Allergen zur Allergie (s.a. Tab.); s.a. Infektionsabwehr; Ausbleiben der Reaktion s.u. Immuntoleranz.

  • Immunreaktion 3)
    Immunreaktion
    • 3)

    • Englischer Begriff: immunoreaction; immune response

    die bei vorliegender Immunität oder Allergie durch ein Antigen hervorgerufenen Reaktionen des Körpers oder einzelner Gewebe (z.B. Lymphknoten, Mastzellen), die durch das Immunsystem u. dessen Hilfssysteme vermittelt werden.

  • Immunrejektion
    • Immun|rejektion

    Transplantatabstoßung.

  • Immunschwäche
    • Immun|schwäche

    • Englischer Begriff: immune deficiency

    Immundefekt oder verminderte Reaktionsbereitschaft des Immunsystems im Rahmen der Norm.

  • Immunserum
    • Immunserum

    • Englischer Begriff: immune serum (mono-, polyvalent)

    Serum, das nach natürlicher oder künstl. Immunisierung vom Tier (= heterologes I.; vom Pferd, Rind, Hammel) oder Menschen (= homologes I.) mit dem entsprechenden Antigen (= Ag; z.B. Bakterien oder deren Bestandteile, Viren, tierische oder pflanzl. Gifte, Blutgruppensubstanz, Lymphozyten, menschliches oder tierisches Eiweiß) gewonnen wird und spezifische Antikörper gegen das betreffende AG in hoher Konzentration enthält. Anw.: 1) pharma zur passiven Immunisierung, u. zwar v.a. als gereinigte Immunglobulinfraktion (dort Beispiele) von Menschen oder als fermentativ behandeltes I. von Tieren (z.B. gegen Botulismus, Diphtherie, Gasbrand, Schlangengift) verwendet; 2) labor in der immunchemischen Diagnostik (s.u. Immun(o)assay, Immun(o)diffusion, Immun(o)elektrophorese, Immun(o)fluoreszenz etc.), Serologie u. Mikrobiologie, hier als Serum mit spezifischer Wirkung gegen ein (= monospezifisches I.) oder gegen mehrere (= polyspezifisches I.) Antigene. S.a. Antikörper, monoklonale.

  • Immunstimulanzien
    • Immun|stimulanzien

    • Englischer Begriff: immunostimulants

    Immunmodulatoren, die die Aktivität v.a. des geschwächten Immunsystems anheben. Wirkst.: z.B. Zytokine (v.a. Interferone, Interleukine), Wachstumsfaktoren (CSF, EGF, PDGF, IGF), Sera (+ Adjuvans), Thymusfaktor bzw. Thymopoetin (s.u. Thrombopoese), Extrakte aus Pflanzen (z.B. Echinacea angustifolia oder purpurea), Mikroorganismen (z.B. BCG) u. Organen, pflanzliche Einzelstoffe u. synthetische Substanzen (z.B. Levamisol, Dimepranol + Inosin).

  • Immunsubstitution
    • Immun|substitution

    • Englischer Begriff: passive immunization

    passive Immunisierung bei Immunglobulinmangel.

  • Immunsuppression
    • Immun|suppression

    • Englischer Begriff: immunosuppression

    künstliche Unterdrückung der Immunreaktion; Anw. z.B. bei Transplantation oder Autoimmunkrankheit durch Immunsuppressiva oder Strahlentherapie (lokale, selektive oder Ganzkörper-Bestrahlung). NW: verminderte oder fehlende Infektionsabwehr mit entsprechender Klinik.

  • Immunsuppressiva
    • Immun|suppressiva

    • Englischer Begriff: immunosuppressives

    Medikamente zur Unterdrückung des körpereigenen Abwehrsystems (Immunsuppression). Wirkst.: z.B. Glucocorticoide, Cyclosporine (Mikroemulsion), Tacrolimus, zytotoxische Stoffe (Antimetaboliten u. Alkylanzien) Interleukin-2-Rezeptor-Antikörper (Basiliximab u. Daclizumab), ferner monoklonale Antikörper (z.B. Anti-CD3-Antikörper, Tumor-Nekrose-Faktor-α-Antikörper), Anti-T-Lymphozytenglobulin (ATG), Antilymphozytenserum (ALS) bzw. -globulin (ALG). Anw. zur Unterdrückung der Transplantatabstoßung u. zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten, z.B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen u. rheumatoider Arthritis als Reservemedikation.

  • Immunsystem
    • Immun|system

    • Englischer Begriff: immune system

    Abbildung   Tabelle

    das die Immunität (s.a. Immunreaktion) bewirkende System mit drei Funktionskreisen: 1) Knochenmark als Bildungsort für Immunzellen; 2) zentrale oder primäre Immunorgane: Thymus (Prägung von T-Lymphozyten) u. darmnahe Lymphorgane (bei Vögeln die Bursa fabricii; für Prägung von B-Lymphozyten; s.a. Bursa-Äquivalent); 3) periphere oder sekundäre Immunorgane („Orte der Immunabwehr“): Milz, Lymphknoten, Tonsillen, Appendix, Peyer-Plaques. Außer den B- u. T-Zellen stehen als Partner Makrophagen (Antigen-präsentierende Zellen) u. Granulozyten sowie (humoral) das Komplementsystem (v.a. auch in der Präimmunphase) u. Properdin zur Verfügung; s.a. Abb.

  • Immunsystem, intestinales
    Immunsystem
    • I., intestinales

    • Englischer Begriff: intestinal i. s.

    das I. der Darmwand als das größte I. des Körpers. Seine Leistung – im Dienste des sog. Mukosablocks – wird erbracht von freien, z.T. intraepithelialen Lymphozyten, Plasmazellen u. Makrophagen, von Peyer-Plaques u. mesenterialen Lymphknoten sowie von IgG u. IgM (u. IgE), Komplement, Interferon. S.a. GALT, MALT.

  • Immunszintigraphie
    • Immun|szintigraphie

    Szintigraphie mit radioaktiv markierten monoklonalen Antikörpern, die in die Blutbahn des Patienten injiziert werden u. die sich z.B. spezifisch an Tumorgewebe binden.

  • Immuntherapie
    • Immun|therapie

    • Englischer Begriff: immunotherapy

    die Behandlung von Krankheiten durch Beeinflussung des Immunsystems; z.B. aktive u. passive Immunisierung, Hyposensibilisierung bei allergischen Erkrankungen, die Gabe von Immunglobulinfraktion bei Immundefekten, Immunsuppression bei Autoimmunkrankheiten u. Transplantatreaktionen, die Plasmapherese bei Immunkrankheiten; auch bei der Therapie maligner Erkrankungen gewinnt das Konzept der I. zunehmend an Bedeutung; sie kann spezifisch (gegen definierte Antigene, z.B. mit monoklonalen Antikörpern oder mit Immunotoxinen) oder unspezifisch über eine Stimulierung des Immunsystems (aktive I., s.a. Immunmodulatoren, Immunstimulanzien) oder die Gabe von Antikörpern oder Effektorzellen (passive I.) erfolgen.

  • Immuntherapie aktive spezifische
    Immuntherapie
    • I., aktive spezifische

    • Synonyme: ASI (Abk.)

    sog. Tumorimpfung; Therapieansatz mit körpereigenen Tumorzellen oder Tumorvakzine (z.B. in Kombination mit BCG-Impfstoff als unspez. Aktivator), der in klinischen Studien z.B. bei Kolonkarzinom, malignem Melanom u. Nierenzellkarzinom erprobt wird (s.a. Gentherapie).

  • Immuntherapie aktive unspezifische
    Immuntherapie
    • I., a. unspezifische

    • Synonyme: AUSI (Abk.)

    Therapieansatz, der die immunologische Aktivität bei Malignompatienten wiederherstellen u./oder stimulieren will, v.a. mit Immunstimulanzien (Zytokine).

  • Immunthrombozytopenie
    • Immun|thrombo|zytopenie

    s.u. Thrombozytopenie; s.a. Thrombozytenantikörper.

  • Immunthyreoiditis
    • Immun|thyreoiditis

    • Englischer Begriff: autoimmune thyroiditis

    mit der Bildung von Autoantikörpern gegen Schilddrüsengewebe einher gehende Thyreoiditis, v.a. die Hashimoto-Th.

  • Immuntoleranz
    • Immun|toleranz

    • Synonyme: IT (Abk.)

    das Ausbleiben einer Immunreaktion nach Gabe eines bestimmten Antigens (AG). – Anders als bei Immundefekten ist hier die Reaktion gegenüber anderen Antigenen erhalten.

    • 1)
      Ein in der Embryonalphase – bei noch unreifem Immunsystem – zugeführtes... (mehr)
    • 2)
      Bei voll entwickeltem Immunsystem kann die Zufuhr besonders geringer („low... (mehr)
1941