Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Kathode
    • Ka|t(h)ode

    • Englischer Begriff: cathode

    diejenige Elektrode, aus der der negative Strom aus- u. in die der positive Strom eintritt; wird bei galvanischen Elementen, Akkumulatoren etc. im Allgemeinen als „negativer Pol“ bezeichnet.

  • Kathodenöffnungszuckung
    • Kathoden|öffnungszuckung

    • Englischer Begriff: cathodal opening response

    die bei Reizung eines Nervs mit Gleichstrom im Augenblick des Ausschaltens auftretende einzelne Muskelzuckung an der Kathode. Analog Kathodenschließungszuckung (engl.: cathodal closing response) bei Beginn des Reizes. S.a. Pflüger-Zuckungsgesetz.

  • Kathodenstrahlen
    • Kathoden|strahlen

    • Englischer Begriff: cathode rays

    von der Kathode bei Glimmentladung ausgehende Elektronenstrahlen; i.w.S. auch solche aus der Glühkathode einer Röntgenröhre oder aus der Kathode einer Photozelle (= Photoelektronen).

  • Kathodenstrahloszillograph
    • Kathoden|strahl|oszillograph

    • Englischer Begriff: cathode-ray oscillograph

    eine Weiterentwicklung der Braun-Röhre, die die Aufzeichnung rasch veränderlicher elektrischer Vorgänge ermöglicht. Ein eng ausgeblendeter Elektronenstrahl aus einer Glühkathode wird durch ein Plattenpaar, an das eine der zu messenden Größe proportionale Spannung angelegt ist, charakteristisch abgelenkt u. hinterlässt auf dem – nachleuchtenden – Leuchtschirm eine kontinuierliche (u. registrierbare) Kurve.

  • Kation
    • Kat|ion

    • Englischer Begriff: cation

    das positiv geladene Ion eines Elektrolyten (insbes. als Wasserstoffion [H+] oder als Metallion), das in der positiven Stromrichtung, d.h. zur Kathode hin, wandert.

  • Kationenaustauscher
    • Kationenaustauscher

    • Synonyme: Katresine

    • Englischer Begriff: cation exchange resins

    Kunststoffe (v.a. Polystyrolharze), die im Austausch äquivalente Mengen fremder Kationen aus Flüssigkeiten aufnehmen; pharm u.a. bei Hyperkaliämie.

  • Katode
    • Ka|tode

    Kathode.

  • Katophorie
    • Kato|phorie

    • Fach: Ophthalmologie

    Hypophorie.

  • Katralglas#(r)
    • Ka|tral|glas®

    stark sammelndes Brillenglas, das den bei schrägen Blickrichtungen auftretenden Astigmatismus durch die Kombination einer sphärischen Vorder- u. einer asphärischen Hinterfläche ausgleicht.

  • Katsura-Hosor-Methode
    • Katsura-Hosor-Methode

    • Englischer Begriff: Katsura-Hosor method

    Immunfluoreszenz-Verfahren zum Nachweis des Übertritts roter Blutkörperchen (enthalten fetales Hämoglobin) der Leibesfrucht in den mütterlichen Kreislauf.

  • Katz-Wachtel-Symptom
    • Katz-Wachtel-Symptom

    • Englischer Begriff: Katz-Wachtel syndrome

    bei hohem Defekt des Kammerseptums des Herzens häufiger EKG-Typ: hohe diphasische Ausschläge in Standardableitung II, III u. mittleren Brustwand-Ableitungen, tiefe Ausschläge in SI u. QIII.

  • Katzenauge
    • Katzen|auge

    • Englischer Begriff: cat's eye

    • Fach: Ophthalmologie

    amaurotisches Katzenauge.

  • Katzenaugensyndrom
    • Katzen|augen|syndrom

    • Synonyme: Schmid-Fraccaro-Syndrom

    • Englischer Begriff: cat-eye syndrome; Schmid-Fraccaro s.

    das durch partielle Tetrasomie 22 hervorgerufene Krankheitsbild mit Iriskolobom, Aurikularanhängen, Analatresie, nach unten-außen verlaufenden Lidachsen, Herzfehlern und Nierenfehlbildungen.

  • Katzenkratzkrankheit
    • Katzen|kratz|krankheit

    • Synonyme: Felinose; benigne Inokulationslymphoretikulose

    • Englischer Begriff: cat scratch disease

    eine Infektionskrankheit, die durch – selbst nicht erkrankende – Katzen auf den Menschen (v.a. Kinder) übertragen wird durch Biss, Kratzen, evtl. nur einfachen Kontakt. Ihr Erreger ist ein gramnegatives, begeißeltes Stäbchenbakterium (Bartonella henselae, früher Rochalimaea henselae). Inkubationszeit: 3–20 Tage. Klinik: Am Infektionsort treten nach wenigen Tagen als Primärläsion Papel, Ödem, Rötung auf, gefolgt von regionaler Lymphknotenentzündung (fieberhafte Lymphadenitis mit retikulär-histiozytären abszedierenden Granulomen); gelegentlich tritt ein flüchtiger masernartiger Ausschlag auf, als Spätkomplikation evtl. eine Enzephalitis. Diagn.: Die früher eingesetzte Mollaret-Probe ist ersetzt durch Bakterienkultur, indirekten Immunfluoreszenz-Antikörpertest oder Bakterienidentifikation mittels PCR.

  • Katzenleberegel
    • Katzen|leber|egel

    • Englischer Begriff: cat's liver fluke

    Opisthorchis felineus.

  • Katzenräude
    • Katzen|räude

    • Fach: Veterinärmedizin

    durch Akarusmilben verursachte Räude bei Katzen. Kann auf den Menschen übertragen werden; führt nach wenigen Tagen an den Kontaktstellen zu stark juckenden Papeln.

  • Katzenschnurren
    • Katzen|schnurren

    • Synonyme: frémissement cataire

    • Englischer Begriff: purring murmur

    weiches, diastolisches Schwirren als Herzgeräusch z.B. bei Mitralstenose; evtl. präsystolisch akzentuiert: „Rumpeln“.

  • Katzenschreisyndrom
    • Katzen|schrei|syndrom

    • Synonyme: Cri-du-Chat-Syndrom; Lejeune-Syndrom

    • Englischer Begriff: cri-du-chat syndrome; cat's cry syndrome

    autosomale Chromosomenaberration (teilweise Deletion des Chromosoms B 5) mit Gesichts- u. Schädelfehlbildungen (kraniofaziale Dysmorphie). Klinik: Mikrozephalus, Hypertelorismus, schräge Lidspalten, Epikanthus, Mondgesicht, Kehlkopffehlbildung (dadurch „miauende“ Stimme); ferner Vierfingerfurche, Rückstand des Bewegungssinnes.

  • Katzenspulwurm
    • Katzen|spulwurm

    Toxocara cati.

  • Katzenstein-Operation
    • Katzenstein-Operation

    Kryptorchismuskorrektur durch – vorübergehende – Befestigung (Orchidopexie) des herabgeholten Hodens in einer Hauttasche an der Oberschenkelinnenseite (später Verlagerung in den Hodensack).

  • Kauda
    • Kauda

    Cauda (equina).

  • kaudal
    • kaudal

    • Englischer Begriff: caudal

    steißwärts, unten (am Stamm).

  • Kaudalanästhesie
    • Kauda(l)|anästhesie

    • Synonyme: Hiatusanästhesie

    • Englischer Begriff: caudal anesthesia

    tiefe kaudale Sakralanästhesie (Ausschaltung der Nerven der 3.–5. Sakral- u. der Kokzygealsegmente des Rückenmarks); führt zu Empfindungslosigkeit i.S. einer „Reithosenanästhesie“ („Saddle-Block“). Das Lokalanästhetikum wird in den Kreuzbeinkanal eingespritzt (auch Dauer-K. über eingelegten Katheter möglich).

  • kaudale Dysplasie
  • Kaudalvariante
    • Kaudal|variante

    eine – teilweise rezessiv erbliche – Variante der Wirbelsäule (WS) i.S. der Verschiebung der Abschnittsgrenzen nach unten (der 1. Wirbel des nächsttieferen WS-Abschnittes zeigt Merkmale des vorangehenden Abschnittes auf): bei relativer Kleinheit der Querfortsätze des 7. HW weist der 1. BW Ähnlichkeit mit Halswirbeln auf u. hat ein schmales, steiler gestelltes Rippenpaar; 1. LW mit Lendenrippen (bei gleichzeitig langen 12. Rippen); Lendenwirbelform (Lumbalisation) des 1. Kreuzwirbels (bei gleichzeitig großen Querfortsätzen L 4); Sakralisation des 1. Steißbeinwirbels. S.a. Kranialvariante.

  • Kaudasyndrom
    • Kauda|syndrom

    • Englischer Begriff: cauda equina syndrome

    Krankheitszeichen infolge Schädigung der Cauda equina, z.B. als Unfall-, Tumorfolge, bei Bandscheibenvorfall. Unter heftigen Schmerzen einsetzende schlaffe Lähmung der Beine mit Areflexie sowie radikulär verteilte (den Spinalnervenwurzelschädigungen entsprechende) Störungen aller Qualitäten der Sensibilität (in Form einer „Reithosenanästhesie“), Blasen- und Mastdarmstörungen; evtl. auch Konussyndrom.

  • Kaudatum
    • Kaudatum

    • Englischer Begriff: caudate

    • Fach: Anatomie

    Nucleus caudatus.

  • Kauffmann
    • Kauffmann

    • Biogr.: Fritz K., 1899–1978, Serologe, Berlin, Kopenhagen

  • Kauffmann-Antigen-Tabelle
    Kauffmann
    • K.-Antigen-Tabelle

    • Englischer Begriff: Kauffmann's antigen table

    • Fach: Bakteriologie

    diagnostisches Schema der Typen der Escherichia-coli-Gruppe anhand der H-, O- u. K-Antigene (AG), Letztere als A-, L- u. B-AG, von denen jeder Stamm nur eines besitzt. Reihenfolge in der Antigenformel: O-K-H.

  • Kauffmann-White-Schema
    Kauffmann
    • K.-White-Schema

    • Englischer Begriff: K.-White schedule

    serologisch fundiertes Übersichtsschema der bisher bekannten Stämme der Gattung Salmonella (u. ihrer Subgenera). Bisher 47 Gruppen mit 1080 Serotypen (A über Z bis Gruppe 61), wobei das O-Antigen (1–61) für die Gruppenzugehörigkeit maßgebend ist. – Die Kenntnis der stammspezifischen Antigen-Struktur ermöglicht die Herstellung mono- u. polyvalenter Faktoren-Sera.

  • Kaufmann-Schema
    • Kaufmann-Schema

    • Englischer Begriff: Kaufmann's schema

    • Biogr.: Carl K., 1900–1980, Frauenarzt, Köln

    • Fach: Gynäkologie

    Östrogen- u. Gestagenverabfolgung (im Wechsel) zur Förderung des Aufbaues eines normalen zyklischen Endometriums nach lang anhaltender sekundärer Amenorrhö bei Funktionslosigkeit oder -schwäche der Eierstöcke.

  • Kaulischisis
    • Kauli|schisis

    • Englischer Begriff: kaulischisis; caulischisis

    angeborene bauchseitige Spaltenbildung des Rumpfes (griech. = kaulos), so dass die Brust- u. Bauchorgane freiliegen.

  • Kaumuskulatur
    • Kau|muskulatur

    • Englischer Begriff: muscles of mastication

    die am Unterkiefer ansetzenden, am Kauakt beteiligten Muskeln (Musculi masseter u. temporalis bzw. – als tiefe K. – Mm. pterygoidei lateralis u. medialis); Innervation durch Zweige des 3. Trigeminusastes („N. masticatorius“; s.a. Diplegia masticatoria). Wird unterstützt durch vordere Teile der Zungenbeinmuskulatur (bei fixiertem Zungenbein Unterkiefersenkung u. Öffnen des Mundes). S.a. Gesichtskrampf, mastikatorischer.

  • kausal
    • kausal

    • Englischer Begriff: causal; causative

    die Ursache betreffend; auf die Ursache gerichtet, ursächlich.

    • k. Morphologie
      Entwicklungsphysiologie; analysiert die Ursachen der Individualentwicklung... (mehr)
  • kausale Morphologie
    kausal
    • k. Morphologie

    Entwicklungsphysiologie; analysiert die Ursachen der Individualentwicklung (Ontogenese).

  • Kausalgie
    • Kaus|algie

    • Englischer Begriff: causalgia

    nach Nervenverletzung auftretende qualvolle, glühend-brennende Schmerzen der betroffenen Gliedmaße, auslösbar oder verstärkt schon durch leiseste Berührung (evtl. auch entfernter Körperstellen: Synästhesalgie), durch optische oder akustische Reize, Trockenheit (Xerosalgie), Wärme, Affekte oder bloße Schmerzvorstellung (Sympsychalgie). Meist bestehen ferner Störungen der Durchblutung u. der Hauttrophik. Die Schmerzausbreitung ist unabhängig vom Innervationsgebiet (erfolgt evtl. auch auf die gegenseitige Gliedmaße [= Alloparalgie]).

  • Kaustik
    • Kaus|tik

    • Englischer Begriff: cauterization; cautery

    Kauterisation. – Auch Kurzbez. für Thorakokaustik.

  • Kaustikum
    • Kaus|tikum

    • Synonyme: kaustisches Mittel

    • Englischer Begriff: caustic agent

    • Fach: Pharmazie

    Ätzmittel, z.B. kaustisches Natron.

  • Kautelen
    • Kautelen

    Vorsichtsmaßregeln.

  • Kauter
    • Kauter

    • Englischer Begriff: cauter

    „Brenneisen“ bzw. jegliches Instrument für die Kauterisation.

  • Kauterisation
    • Synonyme: Kaustik

    • Englischer Begriff: cauterization

    Gewebszerstörung (Verkochung, Verschorfung, Abtragung, Durchtrennung), Blutstillung, Verödung etc. durch Anw. eines Kauters (z.B. einer Messer-, Schlingen-, Nadel-, Kugelelektrode; s.a. Diathermie, Elektrochirurgie) oder eines Ätzmittels, i.w.S. auch eines Kryokauters (Kryochirurgie).

  • Kautschukbecken
    • Kautschuk|becken

    • Fach: Pathologie

    Gummibecken.

  • Kautschukheftpflaster
    • Kautschuk(heft)pflaster

    • Englischer Begriff: adhesive tape

    Collemplastrum adhaesivum.

  • Kautschukschädel
    • Kautschuk|schädel

    • Synonyme: Caput membranaceum

    die weiche, nur Inseln harter Knochensubstanz aufweisende Schädeldecke bei Osteogenesis imperfecta Typ Vrolik. S.a. Kraniotabes.

  • Kava
    • Kava

    • Englischer Begriff: cava

    Kurzform für Vena cava. S.a. Kavo...

  • Kava-Kava-Wurzelstock
    • Englischer Begriff: kava; methysticum

    Abbildung

    Wurzel des Rauschpfeffers (Piper methysticum); Inhaltsstoffe u.a. ein Gemisch verschiedener als Kavapyrone bezeichneter Lactone (z.B. Kavain, Dihydrokavain, Dihydromethysticin). Anw. u.a. als Sedativum u. Anxiolyticum bei Angst-, Spannungs- u. Unruhezuständen; wirkt außerdem zentral muskelrelaxierend, narkosepotenzierend, antikonvulsiv. Kontraind.: Schwangerschaft, Stillzeit, endogene Depression. NW: Akkommodationsstörungen u. Pupillenerweiterung. Es gibt Hinweise, dass (bei höheren Dosierungen) Leberschäden auftreten können.

  • Kava-Kompressionssyndrom
    • Kava-Kompressionssyndrom

    • Englischer Begriff: caval compression syndrome

    bei der Hochschwangeren in Rückenlage auftretende Störungen infolge Zusammenpressens der unteren Hohlvene durch die Gebärmutter. Äußert sich in hypovolämischem Schock mit Blutdruckabfall, Pulsanstieg, Blässe u. Schweißausbruch; evtl. Einschränkung der Nierenfunktion u. Beeinträchtigung der Herzleistung der Leibesfrucht.

  • Kava-Pulmonalis-Anastomose
    • Kava-Pulmonalis-Anastomose

    • Englischer Begriff: caval-pulmonary anastomosis; Glenn's operation

    (W. W. Glenn) operative End-zu-End-Vereinigung der – durchtrennten – rechten Lungenarterie mit der oberen Hohlvene; als Maßnahme zur Verbesserung der Lungendurchblutung bei Trikuspidalatresie mit Septumdefekt.

  • Kava-Typ
    • Kava-Typ

    • Englischer Begriff: caval displacement

    Metastasierungstyp, bei dem die Verschleppung der Teilchen durch die obere bzw. untere Hohlvene in die als primärer Blutfilter wirksame Lunge erfolgt (Lungenmetastase).

  • Kavafilter
    • Kava|filter

    • Synonyme: Kavaschirmfilter

    • Englischer Begriff: caval (umbrella) filter

    in die V. cava inferior mittels Kathetertechnik einzubringender Schirmfilter zur Verhütung von Lungenembolien durch Thromben aus dem Stromgebiet der V. cava inferior. Anw. v.a. bei Kontraindikation einer Heparinisierung.

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