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  • Kavakatheterismus
    • Kava|katheterismus

    • Englischer Begriff: caval catheterization

    das Einlegen eines Katheters in die untere oder obere Hohlvene, über die Vena jugularis externa u. interna, Vena subclavia, Vena saphena magna oder femoralis bzw. über die Ellenbeugenvene; s.a. Seldinger-Technik. Dient – als „zentraler Venenkatheter“ – zur Messung des zentralen Venendrucks, zur Kavographie oder zur Dauerinfusion (rel. geringe Phlebitisgefahr; Zufuhr auch stark hyperosmolarer Flüssigkeiten möglich).

  • Kavaklipp
    • Kava|klip(p)

    • Englischer Begriff: caval clip

    Klip zur Lichtungseinengung oder zum Verschluss der unteren Hohlvene; Kavaplikatur.

  • Kavaplikatur
    • Kava|plikatur

    • Englischer Begriff: caval plication

    Fältelung der Hohlvene durch eine einpflanzbare lichtungseinengende Klemme (Kavaklip); v.a. bei rezidivierender tiefer Thrombose der unteren Körperhälfte mit Embolien. S.a. Kavafilter, Vena-cava-Filter.

  • Kavasyndrom
    • Kava|syndrom

    • Englischer Begriff: caval syndrome

    Kava-Kompressions-, Vena-cava-superior-Syndrom.

  • Kaverne
    • Kaverne

    • Englischer Begriff: cavern

    krankhafte Hohlraumbildung in solidem Körpergewebe bzw. einem parenchymatösen Organ als Folge einer Gewebseinschmelzung u./oder Sequestrierung u. Spontanausstoßung einer Nekrose. Häufig als Lungenkaverne, z.B. als Infarktkaverne oder durch Zerfall von Tumorgewebe (z.B. bei Bronchialkarzinom), aber auch durch Narbenzug (z.B. bei Bronchiektasen) bzw. bei (Lungen-)Tuberkulose mit Bildung einer abkapselnden, innen evtl. Epitheloidtuberkel aufweisenden Kavernenwand (aus Granulationsgewebe mit Bindegewebssaum) u. ausgefüllt mit käsigem Eiter, Detritus u. Bakterien oder aber leer („gereinigt“); evtl. mit Tendenz zum Fortschreiten durch Wandeinschmelzung; s.a. Restkaverne, Blähkaverne.

  • Kavernenjuchzen
    • Kavernen|juchzen

    • Englischer Begriff: caverniloquy

    s.u. Kavernenzeichen.

  • Kavernenkarzinom
    • Kavernen|karzinom

    Bronchialkarzinom mit Ursprung in der geschwürigen Wand einer tuberkulösen Lungenkaverne oder des Drainagebronchus.

  • Kavernenzeichen
    • Kavernen|zeichen

    die bei der Auskultation u. Perkussion von Lungenkavernen feststellbaren Phänomene, z.B. umschriebene Tympanie, amphorisches Atemgeräusch, metallisch klingende Rasselgeräusche, Kavernenjuchzen (= grobes Giemen), Schallwechsel, „Geräusch des gesprungenen Topfes“ (bruit de pot fêlé), Münzenklirren (signe du sou).

  • Kavernitis
    • Kavernitis

    • Englischer Begriff: cavernitis

    • Fach: Urologie

    Entzündung der Schwellkörper, i.e.S. der des männlichen Gliedes (Corpus spongiosum penis, Corpora cavernosa), evtl. kombiniert mit Periurethritis; u.U. Übergang in Schwellkörperphlegmone mit thrombotisch bedingtem Priapismus, Penisgangrän.

  • Kavernom
    • Kavernom

    • Englischer Begriff: cavernoma; cavernous hemangioma

    Hämangiom mit weiten, dünnwandigen, endothelausgekleideten Gefäßräumen; in Haut u. Schleimhaut, aber auch in inneren Organen, evtl. mit Blutbildungsherden (= hämatoplastisches Endotheliom). I.w.S. das Kapillarhämangiom mit sekundär erweiterten Gefäßlichtungen.

  • kavernös
    • Englischer Begriff: cavernous

    cavernosus.

  • Kavernoskopie
    • Kaverno|skopie

    • Englischer Begriff: cavernoscopy

    Speleoskopie.

  • Kavernosographie
    • Kavernoso|graphie

    • Englischer Begriff: cavernosography

    • Fach: Röntgenologie

    Kontrastdarstellung der Schwellkörper des Mannes; kombiniert mit Harnröhrendarstellung (= Urethrographie) als Penographie.

  • Kavernosometrie
    • Kavernoso|metrie

    Druckmessung in den Penis-Schwellkörpern zur Diagnostik venöser Potenzstörungen, um venöse Lecks zu identifizieren.

  • Kavernostomie
    • Kaverno|stomie

    • Englischer Begriff: cavernostomy

    • Fach: Pulmologie

    Herstellung einer Verbindung zwischen Kaverne und Körperoberfläche durch Punktion (z.B. Maurer-Speleostomie) oder durch Schnitt (Kavernotomie) für Lokalbehandlung (z.B. mit Tuberculostatica), Kavernendrainage, Speleoskopie.

  • Kavernosus
    • Kavernosus

    Kurzbez. für Sinus cavernosus.

  • Kavernosusthrombose
    • Kavernosus|thrombose

    s.u. Sinus cavernosus.

  • Kavernotomie
    • Kaverno|tomie

    • Synonyme: Speleotomie

    • Englischer Begriff: cavernotomy

    operative Eröffnung einer (tuberkulösen) Kaverne durch teilweises Entfernen der Kavernenwand (s.a. Kavernostomie) zur innerlichen Betrachtung (= Speleoskopie), zur „offenen Kavernenbehandlung“ (Exkochleation, Drainage, Absaugung, Spülung, Heilmittelverabfolgung) oder zur radikalen Herdausräumung (v.a. bei Wirbelkörperkavernen). An der Lunge – evtl. unter Brustkorbfensterung – z.B. bei nicht möglicher Lungenresektion oder früher bei Kollapstherapie.

  • Kavität
    • Kavität

    • Englischer Begriff: cavity

    natürlich vorbestehende (Cavitas, Cavum) oder krankhaft entstandene (Kaverne) Höhle; dent bei Zahnkaries der – nach Einbruch der Schmelzdecke oder nach Präparation nach außen offene – Defekt in der Hartsubstanz.

  • Kavitation
  • Kavographie
    • Kavo|graphie

    • Englischer Begriff: (vena)cavography

    • Fach: Röntgenologie

    Kontrastdarstellung der Hohlvene, i.e.S. der Vena cava inferior nach direkter Injektion eines positiven Röntgenkontrastmittels in das Gefäß (z.B. – meist – von den Femoralvenen aus, evtl. über einen Kavakatheter). Anw. z.B. zum Nachweis von Bauch- u. retroperitonealen Tumoren, Kavathrombosen usw.

  • Kavotomie
    • Kavo|tomie

    operative Öffnung der Hohlvene.

  • Kawasaki-Krankheit
    • Synonyme: mukokutanes Lymphknoten-Syndrom; MLKS (Abk.)

    • Englischer Begriff: Kawasaki's disease

    erstmals in Japan beschriebenes Krankheitsbild, v.a. im Kleinkind- u. Kindesalter. Ätiol.: unbekannt; genetische Faktoren werden vermutet. Das Histokompatibilitätsantigen HLA-Bw22 wurde doppelt so häufig gefunden wie bei der Durchschnittsbevölkerung. Klinik: Typisch sind Exanthem, Fieber, Lymphadenopathie u. Polyarthritiden verschiedenen Schweregrades. Ähnlich wie bei der Periarteriitis nodosa findet sich bei Erkrankten im Säuglingsalter eine primäre Vaskulitis der großen u. mittleren Arterien mit besonderer Bevorzugung der Koronargefäße. Der Befall der Koronararterien ist Ursache gefürchteter Kompl.: akute Myokarditis mit kongestivem Herzversagen, Herzrhythmusstörungen, Aneurysmen, Perikarditis, Perikardtamponade, thromboembolische Ereignisse, Infarkt etc. Verlauf: 1) Akutphase mit hohen Temp., LK-Schwellung, schwer kranker Zustand. 2) Phase (ca. ab 4. Tag) mit Erythem an Händen u. Fußsohlen, Hand-/Fußschwellung, Gelenkschmerzen. 3) Rekonvaleszenz. Diagn.: Typische Laborwertveränderungen sind stark erhöhte BSG, Leukozytose (mit Linksverschiebung), Anämie, Thrombozytose (cave: Thrombosegefahr!), erhöhtes α2-Globulin, negatives ASL. Ther.: (falls in der 1. Erkrankungswoche) Gammaglobulinpräparate u. Acetylsalicylsäure bis zur Entfieberung; danach nur ASS. Alternative: Prednisolon u. ASS.

  • Kay-Shiley-Prothese
    • Kay-Shiley-Prothese

    • Englischer Begriff: Kay-Shiley valvular prosthesis

    ein Standardtyp der Herzklappenprothese.

  • Kayser-Fleischer-Ring
    • Kayser-Fleischer-Ring

    • Englischer Begriff: Kayser-Fleischer ring

    • Biogr.: Bernhard K., 1869–1954; Bruno Fl.

    Abbildung

    ein bräunlich-grünlicher Limbus-naher Hornhautring (1–3 mm breit) des Auges, bedingt durch Kupfereinlagerung (s. Abb.). Bei Wilson-Krankheit pathognomonisch, besonders erkennbar bei Spaltlampenuntersuchung. S.a. Arcus senilis.

  • Kazanjian-Lappen
    • Kazanjian-Lappen

    • Englischer Begriff: Kazanjian flap

    (1946) Verfahren in der plastischen Gesichtschirurgie zur Rekonstruktion partieller Nasendefekte mittels eines Stirnhautlappens.

  • KBR
  • KBT

      Abk. für konzentrative Bewegungstherapie.

    • KC-Gruppen
    • kcal
      • Synonyme: Abk. für Kilocalorie

      s.u. Kalorie.

    • KCN

        chemische Bezeichnung für Kaliumcyanid.

      • kD

          Abk. für Kilodalton (= Dalton × 103).

        • KEA
        • Kearns-Sayre-Syndrom
          • Kearns-Sayre-Syndrom

          • Englischer Begriff: Kearns-Sayre syndrome

          Sonderform der externen, chronisch progressiven Ophthalmoplegie mit der Trias: externe Ophthalmoplegie, atypische Retinopathia pigmentosa u. kardiale Erregungsleitungsstörungen. Wird autosomal-dominant vererbt.

        • Kefir
          • Ke|fir

          • Synonyme: Kefyr

          • Englischer Begriff: kephir; kefir

          ein mit Hilfe spezifischer Gärungserreger (z.B. Streptococcus lactis, Lactobacillus caucasicus, Saccharomyces u. Torula kefir) aus Kuh- oder Stutenmilch gewonnenes, durch CO2-Gehalt prickelndes Sauermilchgetränk (Alkoholgehalt bis 1%, Fett u. Eiweiß je ca. 3%).

        • Kegel-Gymnastik
          • Kegel-Gymnastik

          • Synonyme: Pubokokzygeusgymnastik

          • Englischer Begriff: Kegel's exercises

          • Fach: Gynäkologie

          weit verbreitete Methode des Beckenbodentrainings.

        • Kehldeckel
          • Kehl|deckel

          Epiglottis.

        • Kehlgrube
          • Kehl|grube

          • Synonyme: Fossa jugularis; Drosselgrube

          die Vertiefung der Halsweichteile oberhalb des Brustbeins.

        • Kehlkopf
          • Kehl|kopf

          Larynx. S.a. Laryng(o)...

        • Kehlkopf, künstlicher
          Kehlkopf
          • K., künstlicher

          • Englischer Begriff: artificial larynx

          elektronischer Tongenerator für Kehlkopflose (s.a. Laryngektomie); eine an den Mundboden anzusetzende elektronische Sprechhilfe. Die Tonerzeugung erfolgt auf Knopfdruck. Der elektronische Klang setzt sich in Mund- u. Rachenbereich fest u. wird zur Sprache artikuliert.

        • Kehlkopfdiphtherie
          • Kehlkopf|diphtherie

          • Englischer Begriff: laryngeal diphtheria

          Diphtherie mit Sitz im Kehlkopf (oft infolge Übergreifens einer Rachen-Di.); mit Heiserkeit, Husten, Laryngospasmus, Atemnot.

        • Kehlkopfendoskop
        • Kehlkopfentzündung
          • Kehlkopf|entzündung

          Laryngitis.

        • Kehlkopfexstirpation
          • Kehlkopf|ex|stirpation

          Laryngektomie; s.a. Hemilaryngektomie.

        • Kehlkopfkarzinom
          • Kehlkopf|karzinom

          • Synonyme: Larynxkarzinom

          • Englischer Begriff: laryngeal carcinoma

          Abbildung

          zu den Kopf-Hals-Tumoren gehörendes Karzinom, das v.a. bei Männern als – verhornendes, solides oder undifferenziertes – Plattenepithelkarzinom auftritt. Ätiol.: v.a. Nikotinabusus. Klassifik.: erfolgt nach dem TNM-System u. der Lokalisation. Als inneres K. an Stimmbändern (s. Abb.), im Morgagni-Ventrikel oder im subglottischen Raum (als trans|glottisches K. in allen drei Bereichen), als marginales K. an der Kehlkopf-Schlund-Grenze (Kehlkopfeingangs-Ca.; z.B. an Epiglottis, Plicae aryepiglotticae), als äußeres K. an der Kehlkopfhinterwand, im Hypopharynx. Klinik: führt je nach Sitz zu Druckgefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Hustenreiz, Atemnot u. – als Frühsymptom des Stimmbandkarzinoms – zu (chronischer) Heiserkeit. Diagn.: Laryngoskopie bzw. Mikrolaryngoskopie (evtl. als direkte L. in Narkose); Computertomographie, Röntgen-Breischluck. Ther.: op. Entfernung (je nach Tumorstadium mikrochir. Abtragung, Teilresektion, Laryngektomie); evtl. Nachbestrahlung.

        • Kehlkopfkrampf
          • Kehlkopf|krampf

          Laryngospasmus.

        • Kehlkopflähmung
          • Kehlkopf|lähmung

          • Englischer Begriff: laryngoplegia

          vollständige oder unvollständige Lähmung der gesamten Kehlkopfmuskulatur (= Laryngoplegie bzw. Laryngoparese; typisch mit Kadaverstellung = Intermediärstellung des Stimmbandes) oder nur der Musculi vocales (Internuslähmung) oder der Stimmritzen- = Glottisschließer bzw. -öffner (= Adduktoren- bzw. Postikuslähmung); auch möglich als Antikus-Lähmung; tritt ein bei Schädigung zentraler Bereiche des Nervus vagus (= bulbäre K.; z.B. bei multipler Sklerose, Bulbärparalyse, amyotrophischer Lateralsklerose, Blutung, Tumor) bzw. bei Rekurrenslähmung (= periphere K.).

        • Kehlkopfmaske
          • Kehlkopf|maske

          spitz-ovalförmige, aufblasbare Gummi- oder Kunststoffwulstmaske, die mit einem flexiblen Schlauch verbunden ist u. über den Rachen bis zum Ösophaguseingang vorgeschoben wird. Über die K. kann während der Narkose das Narkosegas zugeführt werden. Die Maskenspitze kommt im Bereich des oberen Ösophagussphinkters zu liegen. Auf diese Weise wird der Ösophaguseingang abgedichtet u. eine Gasinsufflation in die Trachea ermöglicht; die K. bietet mehr Sicherheit als die Gesichtsmaske u. gestattet dem Anästhesisten größere Bewegungsfreiheit. Neuere Varianten ermöglichen die blinde endotracheale Intubation bzw. das Absaugen des Magens über einen zusätzlichen Kanal.

        • Kehlkopfödem
          • Kehlkopf|ödem

          • Englischer Begriff: laryngeal edema

          entzündliches oder nichtentzündliches (z.B. allergisches) Ödem der Kehlkopfstrukturen; meist als Glottisödem. Klinik: Fremdkörpergefühl, Reizhusten, bei Befall der Stimmbänder oder Aryknorpel Zeichen der Kehlkopfstenose, Heiserkeit, evtl. Atemnot mit Stridor u. Erstickungsanfälle. S.a. Angioödem.

        • Kehlkopfoperation
          • Kehlkopf|operation

          • Englischer Begriff: laryngeal operation

          Hemilaryngektomie, Laryngektomie; s.a. Halsdissektion, Tracheotomie.

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