Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Kernreaktion
    • Kern|reaktion

    • Englischer Begriff: nuclear reaction

    radioaktiver Zerfall.

  • Kernresonanz...
    • Kern|resonanz...

    s.u. Kernspinresonanz...

  • Kernreste
    • Kern|reste

    im Zellplasma der roten Blutkörperchen gelegene punktförmige (= „Kern-Stäubchen“) basophile Substanzen als fast stets pathologische Gebilde (z.B. infolge überstürzter Blutneubildung, bei Bleivergiftung, Milzverlust); z.B. Jolly-Körper, basophile Tüpfelung, Cabot-Schleip-Ringe.

  • Kernsaft
    • Kern|saft

    • Englischer Begriff: nuclear sap

    • Fach: Zytologie

    Karyolymphe.

  • Kernschatten
    • Kern|schatten

    • 1)
      im Blut-, Knochenmark- oder zytologischen Gewebsausstrich ein schwach... (mehr)
    • 2)
      Bereich, in dem eine flächenhafte Strahlenquelle durch ein strahlenundurchlässiges... (mehr)
  • Kernschatten 1)
    Kernschatten
    • 1)

    im Blut-, Knochenmark- oder zytologischen Gewebsausstrich ein schwach baso- oder eosinophiles Gebilde, das einer zerquetschten Zelle bzw. deren Kern entspricht. S.a. Gumprecht-Kernschatten.

  • Kernschatten 2)
    Kernschatten
    • 2)

    • Fach: Optik

    Bereich, in dem eine flächenhafte Strahlenquelle durch ein strahlenundurchlässiges Objekt völlig verdeckt wird.

  • Kernschwellung, funktionelle
    • Kern|schwellung, funktionelle

    • Englischer Begriff: nuclear swelling

    die Volumenzunahme des Interphasekerns durch Auflockerung der Chromosomen infolge Aufnahme von Hydratationswasser u. synthetisierter Substanz; s.a. Karyopyknose.

  • Kernschwund
    • Kern|schwund

    Karyolyse.

  • Kernschwund, infantiler
    Kernschwund
    • K., infantiler

    • Englischer Begriff: infantile nuclear degeneration

    • Fach: Pathologie

    Sammelbegriff für frühzeitigen Untergang bzw. für fehlende oder mangelhafte Bildung (Agenesie bzw. Hypoplasie) bestimmter motorischer Ganglienzellgruppen (v.a. Hirnnervenkerne); klinisches Bild: Moebius-Syndrom (1).

  • Kernsegmentierung
    • Kern|segmentierung

    • Englischer Begriff: nuclear segmentation

    die am Ende der Zellreifung erfolgende Aufteilung des Granulozytenkerns in Segmente (= Bildung „segmentkerniger Granulozyten“); s.a. Hypersegmentatio, Kernanomalie.

  • Kernspin
    • Kern|spin

    • Englischer Begriff: nuclear spin

    der Gesamtdrehimpuls des Kerns, der sich aus den Bahndrehimpulsen u. Eigendrehimpulsen der Nucleonen zusammensetzt. Wegen ihrer elektrischen Ladung wirken die rotierenden Kerne wie ein elektrischer Kreisstrom um die Drehachse u. induzieren dadurch ein schwaches Magnetfeld. Atomkerne mit nicht verschwindendem Spin besitzen somit ein magnetisches Dipolmoment. Dies betrifft alle Kerne, die eine ungerade Anzahl von Nucleonen enthalten (wie z.B. 13C, 19F, 23Na u. 1H). Bei einer geraden Anzahl von Nucleonen kompensieren sich dagegen die Spins, so dass kein magnetisches Moment auftritt. Im Allgemeinen sind die K. u. die zugehörigen Dipolmomente in einem Material zufällig orientiert. Legt man aber ein äußeres Magnetfeld an, so richten sich die K. längs der magnetischen Feldlinien aus. Für Kerne, wie z.B. die Wasserstoffkerne, sind dabei zwei Einstellungen erlaubt: parallel u. antiparallel zur Feldrichtung. Die beiden Zustände unterscheiden sich in ihrem Energiegehalt. Zwischen dem Gesamtdrehimpuls u. dem magnetischen Dipolmoment des Kerns besteht über das gyromagnetische Verhältnis γ eine Beziehung.

  • Kernspindel
    • Kern|spindel

    • Englischer Begriff: nuclear spindle; nucleospindle

    • Fach: Zytologie

    Spindelapparat.

  • Kernspinresonanz
    • Kern|spin|resonanz

    • Englischer Begriff: nuclear magnetic resonance

    unter Resonanzbedingungen erfolgende Zustandsänderung von Atomkernen. In starken Magnetfeldern richten sich Atomkerne mit halbzahligem Kernspin (z.B. das Wasserstoffproton 1H, „Protonenresonanz“) entsprechend ihrem magnetischen Kernmoment in einer Vorzugsrichtung aus, genauer: Das magnetische Kernmoment präzessiert mit der sog. Larmorfrequenz um diese Vorzugsrichtung. Zufuhr elektromagnetischer Energie senkrecht zum äußeren Magnetfeld mit einer charakteristischen Frequenz („Larmorfrequenz“, „Präzessionsfrequenz“) führt zu einer Energiezustandsänderung dieser Atomkerne u. damit zum Wechsel der Ausrichtung im Magnetfeld, wobei die Resonanzfrequenz aus magnetischer Feldstärke u. dem gyromagnetischen Verhältnis (γ) berechenbar ist. Beim Abschalten der elektromagnetischen Frequenzeinstrahlung richten sich die Atomkerne wieder in ihrer Vorzugsrichtung aus u. erreichen den ursprünglichen Energiezustand, wobei sie selbst kurzzeitig („Relaxationszeit“) elektromagnetische Wellen abstrahlen, die in einer Empfängerspule mit abnehmender Intensität gemessen werden können. Die Signale lassen Rückschlüsse auf die Protonenkonzentration („Spindichte“) u. Umgebung zu; s.a. Kernspinresonanz...

  • Kernspinresonanz-Spektroskopie
    • Kern|spin|resonanz-Spektroskopie

    • Synonyme: (N)MR-Spektroskopie

    • Englischer Begriff: (N)MR spectroscopy

    ein zur Strukturanalyse organischer Verbindungen, z.B. zur Untersuchung von Nucleinsäuren u. der tertiären u. quartären Eiweißstruktur, sowie zur Erfassung molekularer Vorgänge bei biochemischen Reaktionen besonders geeignetes Verfahren (s.u. Kernspinresonanz). Bei diesen Verfahren werden durch kurze elektromagnetische Impulse hoher Frequenz (360–500 MHz) v.a. die Wasserstoff-Atomkerne im Magnetfeld zur Resonanz angeregt. Die meist zweidimensionale Intensitätsdarstellung erlaubt Rückschlüsse auf die räumlichen Beziehungen der Atome im Molekül.

  • Kernspinresonanztomographie
    • Kern|spin(resonanz)tomo|graphie

    • Synonyme: NMR-Tomographie; MR-Tomographie; MRT (Abk.)

    • Englischer Begriff: (N)MR tomography; nuclear magnetic resonance imaging; NMRI (Abk.)

    Abbildung   Abbildung   Abbildung

    nichtinvasives bildgebendes, als topographische MR-Spektroskopie aufzufassendes Diagnoseverfahren (Schnittbildverfahren). Prinzip: Durch Nutzung eines Magnetfeldes hoher Feldstärke sowie von in gepulster Form eingestrahlten Radiowellen im Megahertz-Band von geringer Intensität werden Protonen der Wasser- u. Fettbestandteile im Organismus zur Kernspinresonanz angeregt (Abb.). Nach Abschalten der MHz-Anregungsfrequenz werden die MR-Signale durch die Empfängerspulen, die den Patienten umgeben, aufgenommen. Das Signal ist von der Wasserstoffdichte u. den Abklingzeiten abhängig. Durch Rechenoperationen eines Computers werden viele Messungen in verschiedenen Richtungen zu einem Schichtbild (Tomogramm) zusammengesetzt, das in Grau- oder Farbtonabstufungen Aufschluss über die räumliche Wasserstoffverteilung u. ihre Wechselwirkungen mit der Umgebung gibt; z.B. können je nach Aufnahmeverfahren wasser- oder fettreiche Gewebe als helle Flächen, wasserstoffarme Gewebe sowie schnell strömende Blutanteile als dunkle Flächen ohne Behinderung durch Knochenstrukturen erscheinen (s.a. Abb). Kommt zur Anw. als Ganzkörperuntersuchung u. zur Diagnostik krankhafter Veränderungen, z.B. des ZNS, von Leber, Niere, Pankreas, Harnblase u. Auge sowie des Herz- u. Kreislaufsystems. Sie ermöglicht durch die dargestellten Wasserstoffdichte- u. Relaxationszeitunterschiede die scharfe Abgrenzung von Tumoren (Neoplasien), Ödemen, Blutungen (Hämorrhagien) oder Nekrosen gegenüber der gesunden Umgebung. Eine Kontrastverstärkung ist möglich durch Anw. einer Gadolinium(Gd)-Komplexverbindung (Seltenerdmetall). Gd besitzt in der äußeren Elektronenhülle sieben Elektronen, woraus sich starke paramagnetische Eigenschaften ergeben. Der Paramagnetismus des Gd bewirkt eine Veränderung des Magnetfeldes im untersuchten Organ. Damit erreicht man eine Kontrastverstärkung des Bildes, ohne dass das Gd eigene Signale aussendet.

  • Kernstar
    • Kern|star

    • Synonyme: Cataracta nuclearis

    • Englischer Begriff: nuclear cataract

    Katarakt infolge Eintrübung des gealterten Kerns (Kernzone) der Linse.

  • Kernstrahlung
    • Kern|strahlung

    • Englischer Begriff: nuclear radiation

    • Fach: Physik

    Protonen-, Neutronenstrahlung. S.a. radioaktiver Zerfall.

  • Kernteilung
    • Kern|teilung

    • Englischer Begriff: nuclear division

    • Fach: Zytologie

    Teilung des Zellkerns, im Allg. mit dem Ziel der Zellvermehrung: Mitose, Meiose; s.a. Amitose.

    • K., freie
      bei Pflanzen die K. ohne sofortige Plasmateilung oder Querwandbildung... (mehr)
  • Kernteilung, freie
    Kernteilung
    • K., freie

    bei Pflanzen die K. ohne sofortige Plasmateilung oder Querwandbildung, so dass mehrkernige Zellen entstehen (s.a. Hyphe).

  • Kerntemperatur
    • Kern|temperatur

    • Englischer Begriff: core temperature

    Tabelle

    die Körpertemperatur (dort Abb.) im Inneren homoiothermer Lebewesen von Rumpf u. Kopf (im „Körperkern“); nur diese wird geregelt (s.a. Tab.), die Körperschale dagegen kann in ihrer Temperatur stark von der K. abweichen. S.a. Wärmeregulation.

  • Kerntransfer
  • Kernverschiebung
    • Kern|verschiebung

    • Englischer Begriff: nuclear shift

    Links-, Rechtsverschiebung; ferner degenerative Kernverschiebung. – Als Kernverschiebungsindex (V. Schilling) gilt das Verhältnis von Myelo- u. Metamyelozyten zu den segmentkernigen Granulozyten im peripheren Blut (normal etwa 1:16).

  • Kernzähler
    • Kern|zähler

    Instrument zur Bestimmung der Kondensationskerne in einer Luftprobe anhand der Sedimentierung der zur Anlagerung von Wasser fähigen Aerosolpartikel („Aitken-Kerne“).

  • Kernzerfall
    • Kern|zerfall

  • Kernzerfall 1)
  • Kernzerfall 2)
    Kernzerfall
    • 2)

    • Fach: Histologie

    Karyorrhexis.

  • Kernzone
    • Kern|zone

    • Englischer Begriff: nuclear zone

    • Fach: Ophthalmologie

    der im spaltlampenmikroskopischen Bild deutlich von der Rinde abgegrenzte zentrale Teil der Augenlinse (d.h. Alterskern mit innerer u. äußerer Embryonalkernzone).

  • Kerze
    • Fach: Physik

    Candela.

  • Kerzentropfen-Phänomen
    • Kerzen(tropfen)-Phänomen

    • Englischer Begriff: candle wax phenomenon

    Hautschuppenzerfall in feinste, weißliche Partikel beim Abkratzen mit dem Fingernagel; Zeichen für Psoriasis; s.a. Psoriasis-Phänomene.

  • Kessler-Naht
    • Kessler-Naht

    Sehnennaht mit Vereinigung der Stümpfe durch eine intratendinöse Naht auf Distanz u. nachfolgende Feinadaptation der Stumpfränder (Kleinert).

  • Ketamin
    • Ketamin

    • Englischer Begriff: ketamine

    ein i.v. Anästhetikum (Phencyclidinderivat), das den Halluzinogenen nahe steht. Anw. als Einleitungsmittel für die Allgemeinnarkose bei speziellen Ind., zur Analgosedierung (in Komb. mit einem Sedativum). Wirkung: K. erzeugt eine Art kataleptischen Zustand, in dem der Pat. von seiner Umgebung abgekoppelt scheint. Die analgetische Wirkung ist besonders ausgeprägt gegenüber viszeralen Schmerzen. Auf das Herz-Kreislauf-System hat K. eine stimulierende Wirkung. NW: Ohne gleichzeitige Gabe von Tranquilizern werden häufig bizarre, teilw. Furcht erregende Träume geschildert. Obwohl unter K. der Muskeltonus u. die Schutzreflexe im oberen Respirationstrakt erhalten bleiben, ist eine Aspiration beim nicht nüchternen Pat. nicht ausgeschlossen. Daher bietet hier nur die Intubation einen sicheren Schutz vor Aspiration.

  • Keto-Enol-Tautomerie
    • Englischer Begriff: keto-enol-tautomerism

    • Fach: Chemie

    eine Isomerie mit Protonenaustausch zwischen C- u. O-Atomen, wobei zwischen der Enol- u. der Ketoform ein dynam. Gleichgewicht besteht.

  • Ketoazidose
    • Keto|azidose

    • Englischer Begriff: ketoacidosis

    Acetonämie.

  • Ketoconazol
    • Englischer Begriff: ketoconazole

    ein Antimykotikum (Imidazol-Derivat); Anw. bei Haut-, Schleimhaut- u. Haarmykosen.

  • ketogen
    • keto|gen

    • Synonyme: ketoplastisch

    • Englischer Begriff: ketogenic

    die Bildung von Ketonen fördernd, zur Ketonämie (= Acetonämie) führend (s.a. Ketogenese).

  • Ketogenese
    • Keto|genese

    • Englischer Begriff: ketogenesis

    Bildung der Ketokörper. Als Primärprodukt (in der Leber aus Acetyl-Coenzym A) entsteht Acetoacetat, daraus (durch β-Hydroxybutyratdehydrogenase) β-Hydroxybutyrat bzw. – durch Spontandecarboxylierung – Aceton (das aber auch aus ketoplastischen Aminosäuren gebildet wird).

  • Ketoglutarat
    • Keto|glutarat

    • Englischer Begriff: ketoglutarate

    Salz der Ketoglutarsäure (als α-K. das der α-Ketoglutarsäure, z.B. durch Isocitrat-Decarboxylierung oder durch Transaminierung von Glutamat; s.a. Aspartataminotransferase).

  • Ketohexokinase
    • Keto(hexo)kinase

    • Fach: Enzymologie

    eine Phosphotransferase, die – Magnesium-obligat – mit Hilfe von ATP Fructose zu Fructose-1-phosphat umsetzt („phosphoryliert“).

  • Ketohexosen
    • Keto|hexosen

    • Englischer Begriff: ketohexoses

    Hexosen mit Ketogruppe, z.B. Fructose. S.a. Ketose, Aldosen.

  • Ketokörper
    • Keto|körper

    Ketonkörper.

  • Keton
    • Keton

    • Englischer Begriff: ketone

    Bezeichnung für Kohlenwasserstoffderivate mit einer oder mehreren Ketogruppen (=C=O); z.B. CH3–CO–CH3 (= Propanon = Aceton); s.a. Ketonkörper.

  • Ketonämie
    • Keton|ämie

    • Englischer Begriff: ketonemia

    Acetonämie.

  • Ketonkörper
    • Keto(n)|körper

    • Englischer Begriff: ketone bodies

    Sammelbegriff für Acetessigsäure, β-Hydroxybuttersäure u. Aceton, die beim Fettsäureabbau entstehen u. normalerweise im Citratzyklus abgebaut werden. Ihr Verbleiben im Blut führt zur Acetonämie (Plasmanormalwerte: Acetessigsäure 0,08–0,28 mg/dl; β-Hydroxybuttersäure 0,3–0,9 mg/dl); s.a. Ketogenese.

  • Ketonurie
    • Keton|urie

    • Englischer Begriff: ketonuria

    Acetonurie.

  • ketoplastisch
    • keto|plastisch

    • Englischer Begriff: ketoplastic

    ketogen.

  • Ketoprofen
    • Englischer Begriff: ketoprofen

    ein nichtsteroidales Antiphlogistikum u. Analgetikum (Arylpropylsäure-Derivat); Anw. v.a. bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises.

  • Ketorolac-Trometamol
    • Englischer Begriff: ketorolac trometamol

    ein nichtsteroidales Antiphlogistikum; lokale Anw. in der Ophthalmologie.

  • Ketose
    • Ketose

    • 1)
      Acetonämie... (mehr)
    • 2)
      Monosaccharid mit Ketogruppe (Keton); z.B... (mehr)
  • Ketose 1)
    Ketose
    • 1)

    • Synonyme: Ketosis

    • Englischer Begriff: ketosis

    • Fach: Pathologie

    Acetonämie.

12059