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  • Kinderdosis
    • Kinder|dosis

    • Englischer Begriff: dose for children

    Arzneidosis im Kindesalter; meist berechnet als Bruch- oder T̄eil der Erwachsenendosis, z.B. als Quotient aus Alter (in Jahren) durch Alter + 12 (gültig bis zum 12. J., danach 1/23/4, ab 18 J. 3/41/1) oder (Augsberger) als Summe aus 4 · Lebensjahre + 20; ferner – zuverlässiger – mit Hilfe spezieller Tabellen, v.a. bei stark wirkenden Mitteln unter Bezug auf Körperoberfläche, Körpergewicht, Wasserumsatz etc.

  • Kinderheilkunde
    • Kinder|heilkunde

    • Synonyme: Pädiatrie

    • Englischer Begriff: pediatrics

    medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Erkennung u. Behandlung (einschließlich Prävention, Schutzimpfungen, pädiatr. Intensivmedizin, Sozialpädiatrie) aller körperlichen u. seelischen Erkrankungen sowie Reifungsstörungen des Kindes von der Geburt bis zum Abschluss seiner somatischen Entwicklung befasst. Die Weiterbildungszeit zum Facharzt für K. (Kinderarzt; engl. = pediatrician) beträgt 5 Jahre. Kürzlich umbenannt in Kinder- u. Jugendmedizin; der Facharzt heißt entsprechend Kinder- u. Jugendarzt. Teilgebiete sind Kinderkardiologie u. Neonatologie.

  • Kinderkardiologie
    • Kinder|kardiologie

    Teilgebiet der Kinder- u. Jugendmedizin (Kinderheilkunde), das sich mit der Erkennung und konservativen Behandlung angeborener u. erworbener Herz- u. Kreislauferkrankungen des Kindes von der Geburt bis zum Abschluss seiner somatischen Entwicklung befasst. Die Weiterbildungszeit beträgt 2 Jahre.

  • Kinderkrankenpflege

      Ausbildungsberuf, der die Betreuung u. Pflege von kranken u. gesunden Neugeborenen, Säuglingen, Kindern u. Jugendlichen umfasst. Die Ausbildung an einer Berufsfachschule im Gesundheitswesen beinhaltet theoretische u. praktische Ausbildungsteile u. dauert 3 Jahre.

    • Kinderkrankheiten

        wegen ihrer hohen Kontagiosität bereits überwiegend im Kindesalter auftretende Erkrankungen. Die als K. bezeichneten Infektionskrankheiten wie z.B. Poliomyelitis, Masern, Windpocken u. Keuchhusten können bei fehlender Immunität auch im (jugendlichen) Erwachsenenalter auftreten. Nur systematische lückenlose Impfungen können zur Elimination oder Eradikation von K. führen.

      • Kinderlähmung
        • Kinder|lähmung

      • Kinderlähmung, epidemische spinale 1)
      • Kinderlähmung, zerebrale 2)
      • Kinderleishmaniase
        • Kinder|leishmaniase

        • Englischer Begriff: infantile leishmaniasis

        die Kala-Azar des Kindesalters (= „Milzfieber“ des Mittelmeerraumes, die „tropische“ Splenomegalie).

      • Kinderpsychosen
        • Kinder|psychosen

        • Englischer Begriff: childhood psychosis

        psychische Erkrankungen des Kindesalters; es kommen alle im Erwachsenenalter bekannten Psychosen unter altersentsprechendem Erscheinungsbild vor.

      • Kinderradiologie
        • Kinder|radiologie

        Teilgebiet der diagnostischen Radiologie, das sich mit der radiologischen Diagnostik (einschließlich Spezialverfahren u. Sonographie) bei Kindern sowie dem entsprechenden Strahlenschutz befasst. Die Weiterbildungszeit beträgt 2 Jahre.

      • Kinderskorbut
      • Kindersprache
        • Englischer Begriff: baby talk

        Tabelle

        Sprache im Säuglings-, Kleinkindalter; Tab.

      • Kindersterblichkeit
        • Kinder|sterblichkeit

        • Englischer Begriff: childhood mortality

        die Mortalität im Kindesalter (ausschließlich der – v.a. auch perinatalen – Säuglingssterblichkeit). Sinkt jenseits des 1. Lj. rasch ab, erreicht zwischen 10. u. 15. Lj. mit 0,5‰ ihr Minimum.

      • Kindes...
      • Kindesmisshandlung
        • Kindes|misshandlung

        • Englischer Begriff: child abuse

        Abbildung

        die körperliche u./oder geistig-seelische Schädigung des Kindes durch die Eltern bzw. durch Erziehungsberechtigte; dient vorgeblich erzieherischen Maßnahmen, tatsächlich aber meist dem Ausleben aggressiver Triebimpulse der Erziehungsberechtigten. Klinisches Bild („Battered-Child-Syndrom“): auffallend zahlreiche Verletzungsfolgen wie Blutergüsse (s. Abb; auch als subdurales Hämatom), Weichteilwunden u./oder -narben, frische u. geheilte Knochenbrüche, Zeichen mangelnder Pflege, Unterernährung etc. S.a. Kaspar-Hauser-Syndrom.

      • Kindler-Zeichen
        • Kindler-Zeichen

        • Englischer Begriff: Kindler sign

        • Biogr.: Werner K.,1895–1976, HNO-Arzt, Heidelberg

        das Tobey-Ayer-Zeichen bei Jugularis- bzw. Sinusthrombose.

      • Kindling
        • Etymol.: engl.

        experimentelle periodische Reizung von Gehirnstrukturen, v.a. des limbischen Systems. Während wiederholter unterschwelliger (elektrischer) Stimulation wird die Nachentladungsschwelle immer weiter erniedrigt, bis vormals unterschwellige Einzelreize selbst eine Nachentladung bewirken.

      • Kindsbewegungen
        • Kinds|bewegungen

        • Englischer Begriff: fetal movements

        Bewegungen der Leibesfrucht, die von der Schwangeren ab der 16.–20. Schwangerschaftswoche wahrgenommen werden (engl. = quickening), sonographisch aber sehr viel früher erkannt werden. Ihr Nachweis durch Auskultation oder als Tastbefund (durch Uterusbetasten reflektorisch auslösbar) gilt als sicheres Schwangerschaftszeichen.

      • Kindslage
        • Kinds|lage

        • Englischer Begriff: presentation; lie

        Fruchtlage.

      • Kindspech
        • Kinds|pech

        Mekonium.

      • Kindsteile
        • Kinds|teile

        • Englischer Begriff: fetal parts

        die durch Palpation (vaginal oder durch die Bauchwand) sowie durch Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung unterscheidbaren Körperteile der Leibesfrucht, des Fetus. Als „große Teile“ Schädel u. Beckenende, als „kleine Teile“ die Gliedmaßen. Nachweis gilt als sicheres Schwangerschaftszeichen.

      • Kindstod, plötzlicher
        • Kinds|tod, plötzlicher

        • Synonyme: unerwarteter K.; Mors subita infantum (latein.)

        • Englischer Begriff: sudden infant death syndrome; SIDS; crib death

        der unerwartete, plötzliche Tod scheinbar völlig gesunder Säuglinge, meist im Schlaf („Krippentod“), der weder durch genaue Anamnese noch durch gründliche Untersuchung noch durch eine Autopsie erklärt werden kann. Häufigkeitsgipfel im 2.–4. Lebensmonat, selten nach dem 12. Lebensmonat; betroffen sind häufiger Jungen; oft in den Wintermonaten. Risikofaktoren: nachfolgende Geschwister nach p. K.; Kinder, die bereits einmal erfolgreich reanimiert wurden, ehemalige Frühgeborene, Kinder von drogenabhängigen Müttern. Prävention: als Schlafposition Rückenlage, Nichtrauchen in der Schwangerschaft u. Umgebung des Kindes, Vermeiden einer Hyperthermie, konsequentes Impfen, wenig Medikamente, Förderung des Stillens.

      • Kine...
        • Etymol.: griech. Kinesis

        Wortteil „Bewegung“.

      • Kineangiographie
        • Kine|angiographie

        • Englischer Begriff: cineangiography

        Angiographie mit Verlaufskontrolle, d.h. über eine bestimmte Zeit, z.B. Koronarangiographie.

      • Kinedensigraphie
        • Kine|densi|graphie

        • Fach: Röntgenologie

        s.u. Densigraphie.

      • Kinematisation
        • Kine|matisation

        • Englischer Begriff: cinematization

        • Fach: Chirurgie

        Kineplastik.

      • Kinematographie
        • Kine|matographie

        • Englischer Begriff: cinematography

        diagnostische fortlaufende Aufzeichnung (v.a. Erstellung von Aufnahmen) bewegter Objekte mittels eines Filmgerätes („Kinokamera“); s.a. Röntgenkinematographie.

      • Kineplastik
        • Kine|plastik

        • Englischer Begriff: cineplasty

        Funktionsplastik am Amputationsstumpf zur Nutzung erhaltener Muskeln für willkürliche Bewegungen einer Kunsthand; z.B. Kanalbildung für Einpflanzung von Stiften für Drahtzüge (als Sauerbruch-Stumpf), „myoplastische“ K. am Unterarmstumpf (Krukenberg-Arm).

      • Kinesie
        • Kine|sie

      • Kinesie 1): Kinesis
        Kinesie
        • 1)

        • Synonyme: Kinesis

        Bewegung.

      • Kinesie 2)
      • Kinesin

          ein sog. Motorprotein, das wie das Dynein für den intrazellulären Transport von Zellorganellen verantwortlich ist. K. besitzt einen Stielabschnitt, der an der Oberfläche von Membranen haften kann, u. einen Kopfabschnitt, der an Mikrotubuli (dort Abb.) bindet. K. transportiert Organellen an das Plusende des Mikrotubulus. Auch Chromosomenwanderung u. -separierung bei der Zellteilung werden durch K. gesteuert.

        • Kinesiologie

            in der Naturheilkunde eine funktionelle Testmethode, die auf der Beurteilung der Muskelspannung unter Einfluss von Testsubstanzen beruht; gilt als Verfahren der Regulationsmedizin

          • Kinesiometer
            • Kine|si(o)meter

            Kinästhesiometer.

          • Kinesiopathie
            • Kine(sio)pathie

            • Synonyme: Kinesitherapie

            • Englischer Begriff: kinesitherapy

            Bewegungstherapie.

          • kinetisch
            • kinetisch

            • Englischer Begriff: kinetic

            Bewegung bzw. Bewegungsabläufe betreffend.

          • kinetische Kette
          • Kinetochor
            • Kineto|chor

            • Englischer Begriff: kinetochore

            (Schrader, 1938) Zentromer.

          • Kinetomer
            • Kineto|mer

            • Englischer Begriff: kinetomere

            die beiden Teilstrukturen des Zentromers.

          • Kinetoplast
            • Kineto|plast

            • Synonyme: Kinetonucleus; Blepharoplast

            • Englischer Begriff: kinetoplast

            • Fach: Zoologie

            der „lokomotorische“ oder „Geißelkern“ der Trypanosomidae; ein feulgenpositiver, mit dem Basalkörperchen nicht identischer Körper nahe der Geißelbasis. Wahrscheinlich ein Stoffwechselorganell.

          • Kinetose
            • Kine|tose

            • Synonyme: Bewegungskrankheit; Reisekrankheit

            • Englischer Begriff: motion sickness; sea sickness; air sickness

            Krankheitsgeschehen, das durch starke Reizung des Gleichgewichtsorgans (Vestibularapparat) infolge Einwirkung von Progressiv-, Zentrifugal-, Winkel-, Coriolis-Beschleunigungen, aber auch durch fehlende Übereinstimmung (Diskordanz) der Erregungen des Gesichts- u. Gleichgewichtssinnes u. über eine Reizung vegetativer Stammhirnzentren hervorgerufen wird; z.B. als Autofahr-, Eisenbahn-, Luft-, See-, Karussellkrankheit. Klinik: Blässe, Schwindel, Erbrechen, Durchfälle oder Verstopfung, Blutdrucksenkung, Schweißausbruch, völlige Schlaffheit, Apathie oder „Nervosität“.

          • Kinetosomen
            • Kineto|somen

            • 1)
              Basalkörperchen... (mehr)
            • 2)
              feulgenpositive Körperchen in der Zentromerregion als Ansatzpunkte der... (mehr)
          • Kinetosomen 1)
            Kinetosomen
            • 1)

            • Englischer Begriff: kinetosomes

            Basalkörperchen.

          • Kinetosomen 2)
            Kinetosomen
            • 2)

            feulgenpositive Körperchen in der Zentromerregion als Ansatzpunkte der Zugfasern der Spindel.

          • Kinin
            • Kinin

            • Englischer Begriff: kinin

            Abbildung

            Sammelbezeichnung für niedermolekulare, pharmakologisch hochaktive Oligopeptide mit Wirkung auf glatte Muskeln von Gefäßen, Intestinaltrakt, Bronchien und Uterus, die aus ihren Vorstufen (Kininogene; Eiweißkörper in der α2-Globulinfraktion) enzymatisch freigesetzt werden bei Gewebsverletzungen und durch Bakterieneinwirkung (Abb., s.a. Kallikrein); erhöhte Blutwerte findet man bei anaphylaktischem Schock, Pankreatitis, Karzinoidsyndrom, erniedrigte bei Schock, Fieber, unter der Geburt. Wirkungen: Steigerung der Gefäßpermeabilität, Blutdrucksenkung durch Vasodilatation, Ödembildung, Kontraktion glatter Muskulatur (z.B. verstärkte Darmmotilität), erhöhte Glucose-, Eiweißkörper-, Natrium- und Kalium-Resorption, beschleunigte Wundheilung und DNS-Synthese.

          • Kininogen
            • Kinino|gen

            • Englischer Begriff: kininogen

            s.u. Kinin.

          • Kinking
            • Kinking

            • Etymol.: engl.

            Knickung, Schleifenbildung an Gefäßen, z.B. an der Aorta (Pseudocoarctatio aortae).

          • Kinn
            • Synonyme: Mentum

            • Englischer Begriff: chin

            Gesichtspartie auf dem vorderen unteren Teil des Unterkieferbogens; s.a. Genio...

          • Kinnlage
            • Kinn|lage

            • Englischer Begriff: chin presentation; mento-anterior/-posterior position

            • Fach: Geburtshilfe

            extreme Gesichtslage mit Kinn als Leitstelle (Kinn meist vorn = mentoanteriore Lage = dorsoposteriore Lage).

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