Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Klimaanlage
    • Klima|anlage

    • Englischer Begriff: air-conditioning (system)

    Lüftungsanlage zur selbstregelnden Einhaltung der gewünschten Temperatur u. Feuchtigkeit der Raumluft (z.B. als Behaglichkeitsklima), unabhängig vom Wetter, von Raumbesetzung etc.

  • Klimaelemente
    • Klima|elemente

    die Zustands-, Messgrößen des Klimas: Lufttemperatur, relative Luftfeuchte, Wind (als Einzelelemente) u. Abkühlungsgröße (als komplexes Klimaelement).

  • Klimaexpositionsverfahren
    • Klima|expositions|verfahren

    zur Therapie verwendete, dosierte Expositionen gegenüber den therapeutisch nutzbaren Klimafaktoren wie Strahlung u. Temperatur, z.B. Freiluftliegekuren, Sonnenbad, Terrainkuren.

  • Klimafaktoren
    • Klima|faktoren

    die Gestaltungs- oder Einflussgrößen des Klimas, v.a. Bodenbeschaffenheit, Höhenlage, geographische Position, Entfernung zum Meer; s.a. Klimatherapie; Reizfaktoren, klimatische.

  • Klimakammer
    • Klima|kammer

    • Englischer Begriff: climatic chamber

    Raum, in dem die künstliche Veränderung einzelner oder mehrerer Klimaelemente möglich ist (z.B. Luftdruckverminderung entsprechend einer Höhe bis zu 2500 m ü. N.N.). Findet durch Ausnutzung kurzfristiger physiologischer Umstellungsreaktionen Anw. v.a. bei Keuchhusten, Asthma bronchiale; s.a. Klimatherapie.

  • klimakterisch
    • klimak|terisch

    • Englischer Begriff: climacteric; menopausal

    in den Wechseljahren auftretend, mit dem Klimakterium zusammenhängend.

  • Klimakterium
    • Klimak|terium

    • Synonyme: Climacterium; Klimax

    • Englischer Begriff: climacteric; climacterium

    Übergangsphase von der Geschlechtsreife zum Alter (Senium). I.e.S. bei der Frau die mit der Prämenopause beginnende, über die Menopause (bzw. deren einjähriges Bestehen) in die Postmenopause übergehende Phase („Wechseljahre“). Normalerweise – als natürliches K. – zwischen 40. u. 50. Lj., evtl. aber als vorzeitiges K. (Climacterium praecox, 25.–35. Lj.) oder als stark verzögertes K. (Climax tarda). Klinik: Durch Reduktion oder Wegfall der Follikelreifung mit Unterbrechung des Feedbacks auf die Hypophyse u. dadurch gesteigerter FSH-Produktion kommt es zu Blutungsunregelmäßigkeiten, Labilität des autonomen Nervensystems (Depressionen, Manien), Hitzewallungen, Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Dyspareunie, Pruritus, Chondropathie u. Osteoporose („Menopausensyndrom“). Ther.: Dauersubstitution von Östrogenen u. Gestagenen.

  • Klimakterium des Mannes
    Klimakterium
    • K. des Mannes

    • Synonyme: Climacterium virile

    • Englischer Begriff: male c.

    die sog. Wechseljahre des Mannes (umstrittener Begriff); im 40.–60. Lj. infolge Rückganges der Hormonproduktion („Andropause“) einsetzende Labilität des Vegetativums sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Neurasthenie, Rückgang von Potenz u. Libido; objektiv: Abnahme des Ejakulats (mit verminderter Phosphataseaktivität, verminderten Fructosewerten).

  • Klimakterium, künstliches
    Klimakterium
    • K., künstliches

    durch operative oder durch Strahlenkastration herbeigeführtes vorzeitiges K. der Frau. Oft belastet durch erhebliche seelische Störungen.

  • Klimakurort
    • Klima|kurort

    Kurort mit einem für Klimatherapie anwendbaren, von schädigenden Einwirkungen (Luftverunreinigung, Nebel, Schwüle) freien Klima sowie mit ausreichenden Einrichtungen zur Durchführung ärztlich verordneter u. überwachter Klimakuren (z.B. für Tuberkulose in geschützten Höhenlagen, für Ekzem im Hochgebirge, für Bronchialasthma im Meeresklima). Als K. gelten heilklimatische Kurorte, Luftkurorte u. – mit Einschränkungen – Erholungsorte.

  • Klimareaktion
    • Klima|reaktion

    durch Klimatherapie herbeigeführte Umstellung vegetativer Funktionen; evtl. mit anfänglichen (bis zu 3 Wo. dauernden) Störungen des Allgemeinbefindens.

  • Klimatherapie
    • Klima|therapie

    • Englischer Begriff: climatotherapy

    die Einflussnahme der Summe klimatischer Faktoren (z.B. Sonnenstrahlung, Lufttemperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Wind, Höhenlage, Niederschlag) auf Krankheitsverlauf, Krankheitsdisposition bis hin zur Konstitutionsumstimmung; z.B. zur Vorbeugung („Abhärtung“), in der Rehabilitation, zur Förderung der Rekonvaleszenz (Schonklima), zur Allergenvermeidung; Anw. finden u.a. Freiluftliegekuren, Bewegungs- u. Terrainkur, Heliotherapie; s.a. Balneo-, Kurorttherapie.

  • Klimax
    • Klimax

    Klimakterium. – Im engl. Sprachraum als „climax“ die Akme, der Orgasmus.

  • Klinefelter-Reifenstein-Albright-Syndrom
    • Klinefelter(-Reifenstein-Albright)-Syndrom

    • Synonyme: puberales Tubuli-seminiferi-Versagen

    • Englischer Begriff: Klinefelter's syndrome

    • Biogr.: Harry Fitch K., geb. 1912, Baltimore

    Keimdrüsenunterfunktion i.S. eines primären hypergonadotropen Hypogonadismus des männlichen Geschlechts im Pubertätsalter. Ursache ist eine gonosomale Trisomie (XXY- oder XXXY-Tr.) durch Non-Disjunction. Äußert sich (meist) in Großwuchs (bereits im Kindesalter), großen Händen u. Füßen, rel. kleinem Kopf, Kleinheit (Hypoplasie) der Hoden mit Sklerohyalinose ihrer Tubuli, Azoo- u. Oligospermie (Sterilität), Fehlen der männlichen Behaarung (Haargrenzen vom ♀ Typ), erhöhten Gonadotropin- u. erniedrigten Testosteron- u. 17-Ketosteroid-Werten im Blut; milder geistiger u. motorischer Entwicklungsrückstand, zunehmende Stammadipositas im Erwachsenenalter.

  • Klinik
    • Klinik

  • Klinik 1)
    Klinik
    • 1)

    • Englischer Begriff: clinic; hospital

    Krankenhaus mit bes. hochwertiger apparativer u. personeller Ausstattung, i.e.S. die Universitätsklinik.

  • Klinik 2)
    Klinik
    • 2)

    das klin. Bild = Charakteristika (Symptome, Verlauf etc.) einer Krankheit.

  • klinisch
    • klinisch

    • Englischer Begriff: clinical

    die Klinik betreffend.

  • klinische Medizin
    klinisch
    • k. Medizin

    • Englischer Begriff: c. medicine

    die patientenbezogene Ausübung der Heilkunde (im Gegensatz zu theoretischen Fächern) einschl. klinischer Grundlagenforschung.

  • klinische Prüfung
  • klinischer Tod
    klinisch
    • k. Tod

    • Englischer Begriff: c. death

    aufgrund eines anhaltenden (u. nicht zu behebenden) Herz-Kreislauf- u. Atemstillstandes, d.h. aufgrund nicht feststellbarer Herztätigkeit, fehlender Pulse, blassgrauer Zyanose oder „Leichenblässe“ der Haut u. der Schleimhäute, Lichtstarre der weiten Pupillen u. Areflexie festgestellter Tod; s.a. Todeszeichen, Hirntod.

  • Klinner-Anastomose
    • Klinner-Anastomose

    • Englischer Begriff: Klinner's anastomosis

    • Biogr.: Werner K., geb. 1923, Herzchirurg, München

    ein künstlicher Ductus Botalli durch Vereinigung der Arteria subclavia mit der A. pulmonalis unter Zwischenschaltung einer Kunststoff-Gefäßprothese.

  • klino...

      Wortteil 1) „Bett“ (griech. = kline) oder – abgeleitet – 2) „Klinik“, „klinisch“, 3) Abknickung, Verbiegung (griech. klino = neigen, biegen).

    • Klinodaktylie
      • Klino|daktylie

      • Englischer Begriff: clinodactyly

      skelettbedingte seitlich-winklige Abknickung eines Fingerglieds (= Klinophalangie; u. zwar als Klinobaso-, Klinomeso- bzw. Klinotelephalangie [Abweichung im Grund-, Mittel- bzw. Endgelenk]) bzw. eines Fingers (= Digitus varus, valgus); als Klinomikrodaktylie mit Fingerverkürzung (Brachydaktylie). Meistens angeboren.

    • Klinophalangie
      • Klino|pha|lan|gie

      s.u. Klinodaktylie.

    • Klinozephalie
      • Klino|zephalie

      • Englischer Begriff: clinocephaly

      Formanomalie des Schädels mit querer, sattelförm. Eindellung (evtl. nur Abflachung) infolge prämaturer Synostose der Sutura sphenoparietalis (evtl. auch Sut. sphenosquamosa).

    • Klipp
      • Klip(p)

      • Fach: Chirurgie

      Clip.

    • Klippel
      • Klippel

      • Biogr.: Maurice K., 1858–1942, Neurologe, Paris

    • Klippel-Feil-Syndrom
      Klippel
      • K.-Feil-Syndrom

      • Englischer Begriff: Klippel-Feil syndrome

      meist sporadisch auftretende (kleine Untergruppe mit autosomal-dominantem Erbgang) Entwicklungsstörung (Dysrhaphie) mit Kurzhals (infolge frühembryonaler Verschmelzung von Halswirbeln; evtl. mit Spina bifida), Tiefstand der Ohren u. Nackenhaargrenze, evtl. Schulterhochstand, Rundrücken, Fassthorax, Hörstörungen, Zahnfehlbildungen, Gaumenspalte. Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule, migräneartige Kopfschmerzen, Parästhesien an Armen u. Händen, zunehmende spastische Paraplegie („Pseudoparalyse“) mit Sphinkterstörungen, Arthropathia neurotrophica.

    • Klippel-Trenaunay-Syndrom
      Klippel
      • K.-Trenaunay-Syndrom

      • Synonyme: partieller angiektatischer Gigantismus

      • Englischer Begriff: K.-Trenaunay syndrome

      Abbildung

      embryonale Entwicklungsstörung mit örtlich begrenztem Riesenwuchs (Weichteil- u. Skeletthypertrophie, seltener -atrophie), varikösen Venektasien, Hypo- oder Aplasie tiefer Extremitätenvenen, Naevus flammeus. S.a. Abb.

    • Klistier
      • Klistier

      • Synonyme: Klysma

      • Englischer Begriff: enema

      durch den After erfolgendes Einbringen geringer Spüllösungsmengen zur Darmentleerung. Meist als Fertigapplikatoren: Einmalklistiere enthalten 100–300 ml Flüssigkeit, Miniklistiere mit auf die Rektumampulle beschränkter Wirkung 5 ml.

    • Klitoridektomie
      • Klitorid|ektomie

      • Englischer Begriff: clitoridectomy

      operative Entfernung des Kitzlers (Clitoris).

    • Klitoris
    • Klitorishypertrophie
      • Klitoris|hypertrophie

      • Synonyme: Klitorismus

      • Englischer Begriff: hypertrophy of clitoris

      penisartige Vergrößerung der Klitoris, z.B. bei adrenogenitalem Syndrom, Nebennierenrindenhyperplasie, bestimmten Intersextypen, zu Virilisierung führendem Ovarialtumor.

    • Klitorismus
        • 1)
          Klitorishypertrophie... (mehr)
        • 2)
          verlängerte, schmerzhafte Erektion der Klitoris... (mehr)
      • Klitorismus 1)
      • Klitorismus 2)
        Klitorismus
        • 2)

        • Englischer Begriff: clitorism

        verlängerte, schmerzhafte Erektion der Klitoris.

      • Klivuskantensyndrom
        • Klivus|kantensyndrom

        • Synonyme: Fischer-Brügge-Syndrom

        • Englischer Begriff: clivus syndrome

        wichtiges Zeichen schnell zunehmender intrakranieller Drucksteigerung bei subduralem Hämatom nach Schädeltraumen oder Blutung aus Tumoren. Dabei wird der N. oculomotorius durch den Gyrus hippocampi an die Kante des Clivus Blumenbachii der Sella turcica gepresst, wodurch zunächst der herdseitige Okulomotorius gereizt wird (homolaterale Pupillenverengung, flüchtige Reizmiosis). Später Okulomotoriuslähmung mit weiter, lichtstarrer Pupille (absolute Pupillenstarre, einseitige Mydriasis) u. schließlich Ausfall der äußeren Okulomotoriusäste (komplette Okulomotoriuslähmung).

      • Kloake
        • Kloake

        • 1)
          beim menschlichen Embryo das gemeinsame Endorgan des Enddarms u. der Allantois... (mehr)
        • 2)
          eiterableitende Knochenfistel der Totenlade... (mehr)
      • Kloake 1)
        Kloake
        • 1)

        • Englischer Begriff: cloaca

        beim menschlichen Embryo das gemeinsame Endorgan des Enddarms u. der Allantois; wird später durch das Septum urorectale in ein Harnkompartiment (den Sinus urogenitalis) u. – hinten – die Enddarmanlage unterteilt.

      • Kloake 2)
        Kloake
        • 2)

        • Fach: Pathologie

        eiterableitende Knochenfistel der Totenlade.

      • Klon
        • Englischer Begriff: clone

        genetisch einheitliche Nachkommengruppe, die sich von einem Mutterorganismus (Zelle bzw. Einzeller) durch vegetative Vermehrung ableitet, bzw. identischer, durch Klonen erzeugter Organismus; s.a. Klonierung, Selektionstheorie, forbidden clones.

      • Klon-Selektion
        • Englischer Begriff: clonal selection

        • Fach: Immunologie

        s.u. Selektionstheorie.

      • Klonen
        • Synonyme: Kerntransfer

        Herstellung von Individuen oder Körperzellverbänden gleicher genetischer Substanz durch Kerntransfer, bei dem der Zellkern einer differenzierten Körperzelle in eine vorbehandelte, entkernte Eizelle injiziert wird; unterschieden als a) reproduktives K. mit dem Ziel der Produktion eines „vollständigen“ Individuums und b) therapeutisches K., bei dem kein ausdifferenzierter Organismus, sondern nur Zellverbände bis zu einem bestimmten Entwicklungsstadium (z.B. Herzmuskelzellen) zu diagnostischen, therapeutischen oder medizinisch-biologischen Forschungszwecken erzeugt werden; bei letzterem Verfahren wird der Ausdifferenzierungsprozess zum „vollständigen“ Organismus durch besondere Maßnahmen unterbrochen. – Beide Formen des K. sind in Deutschland aus ethisch-rechtlichen Gründen verboten.

      • Klonierung
        • Klonierung

        • 1)
          Isolierung bestimmter Zellklone, z.B... (mehr)
        • 2)
          Gewinnung einer Zellpopulation von Organismen mit identischem Genotyp... (mehr)
        • 3)
          Insertion eines Gens oder einer DNS-Sequenz in ein Vektor-Molekül mit... (mehr)
      • Klonierung 1)
        Klonierung
        • 1)

        Isolierung bestimmter Zellklone, z.B. zur technischen Gewinnung monoklonaler Antikörper. Die entsprechenden Klone sind das Produkt von Einzelzellkulturen aus Hybridomen. Eine rasche Vermehrung der Klone erfolgt z.B. intraperitoneal.

      • Klonierung 2)
        Klonierung
        • 2)

        Gewinnung einer Zellpopulation von Organismen mit identischem Genotyp.

      • Klonierung 3)
        Klonierung
        • 3)

        • Englischer Begriff: cloning

        Insertion eines Gens oder einer DNS-Sequenz in ein Vektor-Molekül mit Hilfe von Methoden der Gentechnologie.

      • klonisch
        • klonisch

        • Englischer Begriff: clonic

        mit ruckartigem Ablauf; einen Klonus betreffend.

        • k. Krämpfe
          unkoordinierte Kontraktionen der gesamten Körpermuskulatur oder nur einiger... (mehr)
      • klonische Krämpfe
        klonisch
        • k. Krämpfe

        • Englischer Begriff: c. seizures

        • Fach: Neurologie

        unkoordinierte Kontraktionen der gesamten Körpermuskulatur oder nur einiger Körpermuskeln; s.a. Klonus.

      12759