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  • Kolposkopie
    • Kolpo|skopie

    • Englischer Begriff: colposcopy

    (Hinselmann 1924) die mit einer speziellen, 10- bis 20fach vergrößernden Lupe („Kolposkop“) auszuführende Untersuchung der Schleimhaut der Scheide u. der Portio vaginalis (v.a. auch am äußeren Muttermund Grenze zwischen Platten- u. Zylinderepithel); ermöglicht die Diagnose atypischer Umwandlungszonen. Befunde am Deckepithel: „originär“ (= Symbol: O; normales Plattenepithel); „Ektopie“ (= E; Verdrängung von Platten- durch Zylinderepithel, z.B. nach Entbindung, Fehlgeburt; bei Endometritis); „Umwandlungszone“ (= U; von Plattenepithel überwuchertes ektopisches Zylinderepithel, evtl. als „atypisches Epithel“); als Atypien u. karzinomverdächtig gelten a) die einfache Leukoplakie (verhorntes Plattenepithel) bzw. b) die L. „mit Grund“ (= Punktierung; Basis der Leukoplakie) bzw. c) mit „Felderung“ (= Mosaik; rötlich durchschimmernde Leisten gefäßführender Papillen, u.U. auch atypische Blutgefäße in Form korkzieherartiger Kapillaren); d) das Carcinoma in situ (glasige, höckrige Oberfläche, wirre Gefäße, Niveaudifferenz, evtl. wallartiger Rand). Verdeutlichung des Befundes ist möglich durch Betupfen mit 2%iger Essigsäure (Quellung u. rötlich-weißliche Verfärbung, bei Erosion traubenförmiges Hervortreten der Papillen). S.a. Schiller-Jodprobe.

  • Kolpostat
    • Kolpo|stat

    • Englischer Begriff: colpostat

    Instrument zur langzeitigen Fremdkörperfixierung (z.B. Radiumträger) in der weibl. Scheide.

  • Kolpotomie
    • Kolpo|tomie

    • Englischer Begriff: colpotomy

    Durchtrennung der Wand der weiblichen Scheide als Operationsschnitt. S.a. Kolpozöliotomie, -laparotomie.

  • Kolpozele
    • Kolpo|zele

    • 1)
      Zyste der Scheide als Rudiment des Gartner-Ganges... (mehr)
    • 2)
      Hernia vaginalis... (mehr)
  • Kolpozele 1)
    Kolpozele
    • 1)

    Zyste der Scheide als Rudiment des Gartner-Ganges.

  • Kolpozele 2)
    Kolpozele
    • 2)

    • Englischer Begriff: colpocele

    Hernia vaginalis.

  • Kolpozöliotomie
    • Kolpo|zölio|tomie

    • Englischer Begriff: colpoceliotomy

    Schnitteröffnung der Bauchhöhle vom Scheidengewölbe her (durch Kolpotomie) unter Spaltung der Plica vesico- u. rectouterina; z.B. bei vaginaler Uterusexstirpation; als hintere K. (vom hinteren Scheidengewölbe aus) für kleinere diagnostische oder therapeutische Bauchhöhleneingriffe.

  • Kolpozytodiagnostik
    • Kolpo|zyto|diagnostik

    • Englischer Begriff: colpocytodiagnosis

    zytologische Beurteilung des speziell gefärbten Abstrichs der Scheidenschleimhaut; zur Krebsfrüherkennung (nach Papanicolaou) u. zur Beurteilung der hormonalen Einflüsse auf das Epithel.

  • Kolumella
    • Kolu|mella

    • Englischer Begriff: columella

    Columella.

  • Kolumnotomie
    • Kolumno|tomie

    • Englischer Begriff: osteotomy of the vertebral column

    Osteotomie der Wirbelsäule; v.a. als Korrektureingriff bei der Bechterew-Krankheit, z.B. Abtragen von Dornfortsätzen u. Teilen der Gelenkfortsätze u. hinteren Längsbänder oder als Keilresektion zweier benachbarter Wirbelkörper (einschließlich Bandscheibe) mit nachfolgendem Aufrichten u. mit Stabilisierung durch Anlegespan oder Metallimplantat.

  • Koma
    • Koma

    • Englischer Begriff: coma

    Coma.

  • Koma, hypophysaeres
    Koma
    • K., hypophysäres

    komplexer Zusammenbruch der hormonalen Regulation des Hypophysenvorderlappens bei bereits vorhandener Insuffizienz durch zusätzliche Belastung. Klinik: gekennzeichnet durch einen Panhypopituitarismus mit Hypothermie, Bradykardie, Hypotonie, Hypoventilation, Hyperkapnie, Hypoglykämie.

  • Koma, hypoythyreotes
    Koma
    • K., hypothyreotes

    Myxödemkoma.

  • komatös
    • komatös

    • Englischer Begriff: comatose

    in tiefer Bewusstlosigkeit; mit Koma einhergehend.

  • Komazylinder
    • Koma|zylinder

    • Englischer Begriff: coma cast

    kurze, granulierte Harnzylinder bei Coma diabeticum.

  • Kombinanzwirkung
    • Kombinanz|wirkung

    • Fach: Genetik

    das Hervorbringen eines bestimmten neuen Phänotyps durch geordnete, qualitativ-kombinante Wirkung mehrerer nichthomologer Gene.

  • Kombinationschemotherapie
    • Kombinations|chemotherapie

    Polychemotherapie.

  • Kombinationsimpfstoff
    • Kombinations|impfstoff

    • Englischer Begriff: polyvalent vaccine

    mehrere Antigene enthaltende Vakzine (= „Misch-“ oder „Mehrfachimpfstoff“) zur gleichzeitigen Immunisierung gegen verschiedene Erreger bzw. deren Toxine; z.B. Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Impfstoff.

  • Kombinationskopfschmerzen
    • Kombinations|kopfschmerzen

    eine Übergangsform zwischen Dauerkopfschmerz (Cephalaea) u. rezidivierendem Anfallskopfschmerz mit vegetativen Begleiterscheinungen u. freiem Intervall (Migräne), auch bezeichnet als migränoide Cephalaea.

  • Kombinationsnarkose
    • Kombinations|narkose

    • Englischer Begriff: balanced anesthesia

    Lokalanästhesie oder Allgemeinnarkose durch Kombination mehrerer sich ergänzender, nacheinander oder gleichzeitig applizierter Mittel, z.B. Inhalationsnarkotika + intravenöses Opioid + Muskelrelaxans; Hypnotikum (z.B. Propofol) + Opioid + Relaxans; Regionalanästhesie + Allgemeinnarkose. Vorteile: geringerer Bedarf der einzelnen Mittel u. Ausschaltung ihrer störenden Nebenwirkungen.

  • Kombinationsnävus
    • Kombinations|nävus

    • Synonyme: Compound-Nävus

    • Englischer Begriff: compound nevus

    Junktionsnävus mit in das Korium „abgetropften“ Nävuszellen, d.h. mit einem epidermalen u. kutanen Anteil.

  • Kombinationspräparate
    • Englischer Begriff: combination preparations

    Arzneimittel, die mehrere sich ergänzende Wirkst. enthalten, um die therapeut. Wirkung zu verstärken, das Risiko von NW zu vermindern u./oder die Compliance zu verbessern.

  • Kombinationsregel
    • Kombinations|regel

    das 3. Mendel-Gesetz.

  • Kombinationsschaden
    • Kombinations|schaden

    Summationsschaden.

  • Kombinationssystole
    • Kombinations|systole

    • Englischer Begriff: combined systole

    sowohl supraventrikulär als auch von einem tertiären Zentrum erregte Systole; s.a. Parasystolie.

  • Kombinationstumor
    • Kombinations|tumor

    s.u. Mischtumor; s.a. Kombinationsnävus.

  • Kombinationsverletzung
    • Kombinations|verletzung

    • Englischer Begriff: polytrauma

    Polytrauma; s.a. Schwerverletzter.

  • Kombustion
    • Kom|bustion

    • Synonyme: Combustio

    • Englischer Begriff: combustion

    Verbrennung.

  • Komedo
    • Kom|edo

    • Synonyme: Comedo; Mitesser

    • Englischer Begriff: comedo

    Abbildung

    an der Oberfläche durch Oxidation schwärzlich verfärbter Pfropf aus Hornlamellen u. Talg im Ausführungsgang des Haarfollikels. Massiert vorkommend v.a. bei der Komedonen-Akne (Akne vulgaris). Evtl. mit sekundärer Besiedlung durch Krankheitskeime, deren Esterasen zu Spaltung der Neutralfette u. Freisetzung freier Fettsäuren führen, die in das perifollikuläre Gewebe eindringen: Auslösung einer abakteriellen Entzündung.

  • Komedokarzinom
    • Komedo|karzinom

    • Englischer Begriff: comedocarcinoma

    Mammakarzinom, bei dem auf Druck aus der Schnittfläche komedoartige Pfröpfe austreten. I.e.S. das reine Milchgangkarzinom, dessen atypische Wucherungen durch Nekrose zu Zelldetritus werden.

  • Komedomastitis
    • Komedo|mastitis

    • Englischer Begriff: comedo mastitis

    fibröse, zystische Mastopathie mit Käsezysten.

  • Kommabahn
    • Komma|bahn

    • Englischer Begriff: comma tract of Schultze

    Schultze-Komma, Fasciculus semilunaris.

  • Kommabakterium
    • Komma|bakterium

    • Englischer Begriff: comma bacillus

    Vibrio cholera.

  • Kommensale
    • Kommensale

    • Synonyme: Paraphage

    • Englischer Begriff: commensal

    ein Lebewesen in Gemeinschaft mit einem Wirt(sorganismus), von dem es nur Abfallstoffe oder Substanzen beansprucht, deren Entzug den Wirt nicht schädigt.

  • Kommensalismus
    • Englischer Begriff: commensalism

    Lebensweisen der Kommensalen an der Oberfläche oder im Körperinneren (Ekto- bzw. Endokommensalismus).

  • Kommerell-Divertikel
    • Kommerell-Divertikel

    • Englischer Begriff: Kommerell diverticulum

    • Biogr.: Burkhard K., Berlin

    sackförmige Ausstülpung des Aortenbogens bzw. der Aorta descendens bei einer isoliert aus der Aorta abgehenden Arteria subclavia dextra (lusoria).

  • Komminutivfraktur
    • Komminutiv|fraktur

    • Englischer Begriff: comminuted fracture

    Trümmer- oder Splitterbruch mit resultierendem Defekt an Knochenmasse; z.B. durch Zermalmung.

  • Kommissurenfasern
    • Kommissuren|fasern

    • Englischer Begriff: commissural fibers

    markhaltige Nervenfasern im Hirnbalken u. in der Commissura anterior, epithalamica, fornicis u. habenularum, welche beide Großhirnhemisphären doppelläufig verbinden u. koordinieren.

  • Kommissurenzellen
    • Kommissuren|zellen

    • Englischer Begriff: commissural cells

    Cellulae commissurales.

  • Kommissurotomie
    • Kommissuro|tomie

    • Englischer Begriff: commissurotomy

    Durchtrennung narbig verschmolzener Herzklappenkommissuren in Richtung der natürlichen Spalten mittels eines speziellen Schneidinstrumentes (= Kommissurotom, Valvulotom; z.B. in Form eines Fingerringes, als Guillotinemesser, Spreizmesser). Erfolgt ohne Sichtkontrolle (blinde K.) oder am eröffneten Herzen (offene K.; unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine). S.a. Herzklappensprengung.

  • Kommotio
    • Kommotio(n)

    • Englischer Begriff: commotio

    • Fach: Chirurgie

    Commotio; i.e.S. die Commotio cerebri (s.a. postkommotionelles Syndrom); s.a. Kontusionspsychose (als sog. Kommotionspsychose).

  • Kompakta
    • Kompakta

    • Synonyme: Compacta

    • Englischer Begriff: compacta

    Kurzbezeichnung der Substantia compacta des Knochens.

  • Kompartiment
    • Etymol.: engl. compartment = Abteil, Abschnitt

    • 1)   Abbildung
      submikroskopischer Reaktionsraum in einer Zelle (meist als Teil eines... (mehr)
    • 2)
      Körpergewebe als hypothetischer, stoffabhängig differenter Volumenbereich... (mehr)
    • 3)
      ein relativ enger, weitgehend allseits geschlossener Raum (z.B... (mehr)
  • Kompartiment 1)
    Kompartiment
    • 1)

    Abbildung

    submikroskopischer Reaktionsraum in einer Zelle (meist als Teil eines Organells), der die Enzyme u. Reaktionspartner für einen bestimmten biochemischen Prozess enthält. Ist vom K. anderer Prozesse strukturell getrennt, aber mit Kompartimenten gemeinsamer Prozesse funktionell verbunden.

  • Kompartiment 2)
    Kompartiment
    • 2)

    • Fach: Pharmazie

    Körpergewebe als hypothetischer, stoffabhängig differenter Volumenbereich, in dem sich eine zugeführte Substanz (Pharmakon, Radionuclid) homogen verteilt u. gleichen (pharmako)kinetischen Gesetzen unterliegt. Man unterscheidet mehrere Kompartimente mit verschiedenen Übertrittskonstanten (s.a. Abb.). Einziges räumlich umschlossenes K. in diesem Sinne ist das Blutgefäßsystem; s.a. Ein-Kompartiment...

  • Kompartiment 3)
    Kompartiment
    • 3)

    • Fach: Anatomie

    ein relativ enger, weitgehend allseits geschlossener Raum (z.B. Muskeltunnel, Gefäß-Nerven-Kanal); s.a. Kompartmentsyndrom.

  • Kompartmentsyndrom
    • Kompartment|syndrom

    • Englischer Begriff: compartment syndrome

    Symptomatik, die sich z.B. nach Knochenbrüchen (Bardenheuer), längerer schwerer Gliedmaßenischämie oder Sehnenscheidenentzündung durch Ödem, Exsudat etc. u. die daraus resultierende Raumnot im betroffenen Kompartiment (3) ergibt. Klinik: Durch den Anstieg des örtlichen Gewebedruckes u. die daraus resultierende Gefäß- u. Nervenkompression kommt es zu Störungen der örtlichen Blutzufuhr und sekundär der Funktion u. Trophik der im Kompartiment gelegenen Organe. Ther.: bedarf baldiger Dekompression, z.B. durch Fasziotomie.

  • Kompatibilität
    • Englischer Begriff: compatibility

    Verträglichkeit, Vereinbarkeit (z.B. Blutgruppen-, Histokompatibilität). Ggs. Inkompatibilität.

  • Kompensation
    • Englischer Begriff: compensation

    Ausgleich; z.B. die K. einer mangelhaften Organfunktion durch Mobilisierung eigener funktioneller Reserven oder durch Steigerung der Tätigkeit anderer Funktionspartner; s.a. kompensatorisch, Dekompensation.

  • Kompensationstachykardie
    • Kompensations|tachykardie

    • Englischer Begriff: rebound tachycardia

    kontinuierlicher Anstieg der fetalen Herzfrequenz > 160/Min. nach Wehenende.

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