Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Konophthalmus
    • Kon|oph|thalmus

    Hornhautstaphylom.

  • Konsanguinität
    • Kon|sanguinität

    • Englischer Begriff: consanguinity

    Blutsverwandtschaft.

  • konsensuelle Reaktion
    • konsensuelle Reaktion

    • Englischer Begriff: consensual reaction

    reflektorisch ausgelöste gleichsinnige Reaktion auch auf der Körpergegenseite, z.B. als lokalisierte Kreislaufreaktion (i.S. der Vasokonstriktion bzw. -dilatation) auf einen Kalt- oder Warmreiz (Erwärmungsversuch), als k. Lichtreaktion der Pupille (Pupillenengstellung auch am nicht belichteten Auge; ausgelöst über gekreuzte Sehnervfasern der pupillomotorischen Bahn).

  • konservativ
    • Englischer Begriff: conservative

    bewahrend, ther nichtoperativ (aber auch schonend operativ = wenigstens z.T. erhaltend).

  • Konserve
    • Englischer Begriff: conserve

    • Fach: Medizin

    durch Konservierung haltbar gemachtes biologisches Material, z.B. als Blut-, Plasmakonserve, Knochentransplantat (Knochenbank).

  • konservierende Zahnheilkunde
    • Englischer Begriff: conservative dentistry

    die Zahnerhaltungskunde (als Bereich der Zahnheilkunde).

  • Konservierung
    • Englischer Begriff: conservation

    das Haltbarmachen (Vor-Zersetzung-Schützen) eines organischen Materials; z.B. als K. von Lebensmitteln durch Sterilisieren, Pasteurisieren, Kühl- u. Gefrierverfahren, Trocknen, Eindicken, Einwirkung von IR-, UV- u. ionisierenden Strahlen, Lagerung unter Schutzgasen, durch Evakuierung, Salzen, Pökeln, Räuchern, enzymatische Säuerung, Konservierungsstoffe; ferner med die unter aseptischen Kautelen erfolgende Herstellung von Konserven für Transplantations-, Transfusionszwecke (Gewebskonservierung; s.a. Lyophilisierung) sowie anat das Haltbarmachen anatomischer Präparate durch irreversible Fällung des Gewebseiweißes, z.B. mittels Formol.

  • Konservierungsmittel
    • Englischer Begriff: preservatives

    Substanzen, die unerwünschte mikrobiologische Veränderungen in Lebens- oder Arzneimitteln, insbes. deren Verderb, verzögern oder verhindern.

  • Konsiliarius
    • Konsiliarius

    • Englischer Begriff: consultant

    vom behandelnden Arzt zur Beratung („Konsilium“) über Diagnose/Behandlung eines Krankheitsfalles hinzugezogener Arzt.

  • Konsistenz
    • Kon|sis|tenz

    • Englischer Begriff: consistence

    • Fach: Physik

    der Festigkeitsgrad eines Stoffes (z.B. flüssig oder teigig bis fest [= konsistent]).

  • Konsolidierung
    • Kon|solidierung

    • Englischer Begriff: consolidation

    Festigung; klin die Ausheilung bzw. das Nichtweiterfortschreiten eines Krankheitsprozesses, die knöcherne Heilung eines Knochenbruches.

  • Konsonanz
    • Konsonanz

    • Englischer Begriff: consonance

    der als Wohlklang (u. nicht als Dissonanz) empfundene Zusammenklang von Einzeltönen (Frequenzverhältnis bis 1 : 7).

  • Konstituens
    • Kon|stituens

    • Synonyme: Constituens

    • Englischer Begriff: component

    • Fach: Pharmazie

    der indifferente, die Form u. das Verhalten prägende Bestandteil eines Arzneimittels (dessen Vehiculum); z.B. Pillenmasse, Lösungsmittel, Salbengrundlage.

  • Konstitution
      • 1)
        die anlagebedingte individuelle Ganzheit (das Erscheinungs-, Funktions-... (mehr)
      • 2)
        das – durch Strukturformel darstellbare – Bauprinzip eines Moleküls... (mehr)
    • Konstitution 1)
      Konstitution
      • 1)

      die anlagebedingte individuelle Ganzheit (das Erscheinungs-, Funktions-, Leistungsgefüge) des einzelnen Menschen; s.a. Habitus. I.w.S. die in der Erbanlage begründete u. unter Einbeziehung der Umwelt verwirklichte Gesamtverfassung eines Organismus, einer Art oder Rasse. – Als Normaltypen, d.h. als Leittypen aufgrund der Zusammenfassung ähnlicher individueller Merkmale, gelten der schmale Typus (= leptosomer Typus [Kretschmer], u.a. auch als phthisischer oder asthenischer Habitus bezeichnet), der mittlere Typus (= „Athletiker“; auch als Normaltyp, mesosomer oder mesosthenischer Typ bezeichnet) u. der breite Typus (= Pykniker = eurysthenischer oder hypersthenischer Typ). Als besondere Konstitutionstypen die mit einer bestimmten – z.B. allergischen, exsudativen, lymphatischen, iktaffinen – Diathese, mit Zeichen eines bestimmten hormonalen oder vegetativen Ungleichgewichtes (z.B. hyper- oder hypoadrenaler, -pituitärer bzw. vago- u. sympathikotroper Typus) sowie mit geistig-seelischen Störungen (z.B. Epilepsie, Psychopathie, Depression); s.a. konstitutionell.

    • Konstitution 2)
      Konstitution
      • 2)

      • Englischer Begriff: constitution

      • Fach: Chemie

      das – durch Strukturformel darstellbare – Bauprinzip eines Moleküls.

    • konstitutionell
      • Englischer Begriff: constitutional

      anlagebedingt (Konstitution); z.B. die k. Anämie (u.a. als Kugelzellenanämie), k. Areflexie (Adie-Syndrom), k. Nervosität (Neuropathie), k. Ekzem (= endogenes Ekzem).

    • Konstitutionstyp
      • Englischer Begriff: constitutional type

      • Fach: Anthropologie

      aus der Zusammenfassung ähnlicher individueller Konstitutionen entwickelter „Leittyp“ (Konstitution).

    • Konstriktion
      • Kon|striktion

      • Englischer Begriff: constriction

      die krankhafte Zusammenschnürung, z.B. eines Hohlorgans (Striktur); i.w.S. auch die Muskelzusammenziehung (= Kontraktion).

    • Konstriktor
      • Kon|striktor

      • Englischer Begriff: constrictor

      Kurzform für Musculus constrictor (i.e.S. der Schlundschnürer = M. c. pharyngis).

    • Konsultation
      • Englischer Begriff: consultation

      die ärztliche Beratung (auch i.S. des Konsiliums), aber auch das Sich-beraten-Lassen durch einen Arzt (als Form der „Inanspruchnahme“).

    • konsumierend
      • Englischer Begriff: consumptive

      s.u. Konsumption.

    • Konsumption
      • Kon|sumption

      • Englischer Begriff: consumption

      Auszehrung, d.h. Kräfte- u. allgemeiner Körperverfall (s.a. Kachexie); z.B. bei anhaltend hochfieberhaften oder chronischen Krankheiten, bei denen Abbauvorgänge (u.a. durch toxogene Proteolyse) überwiegen. Als „konsumierende Krankheiten“ gelten v.a. Malignome, die Tuberkulose.

    • Konsumptionstest
      • Konsumptions|test

      • Englischer Begriff: consumption test

      Antiglobulin-, Prothrombinkonsumptionstest.

    • Kontagionsindex
      • Kontagions|index

      • Synonyme: Infektionsindex

      • Englischer Begriff: index of contagion

      in der Epidemiologie die Erkrankungs-, Krankheitshäufigkeit, d.h. die Zahl der an einer Infektionskrankheit erkrankten (nichtimmunen) Personen, bezogen auf 100 der Infektion ausgesetzte „Kontaktpersonen“. Je kleiner der K., umso häufiger sind abortive u. „stumme“ Formen.

    • kontagiös
      • Englischer Begriff: contagious

      ansteckend.

    • Kontagiosität
      • Englischer Begriff: contagiosity

      Grad der Übertragbarkeit eines Erregers; s.a. Infektiosität.

    • Kontaktallergen
      • Kontakt|all|ergen

      • Englischer Begriff: contact allergen

      Substanz, die durch Hautkontakt u. Eindringen in die Haut („perkutane Invasion“) eine Kontaktallergie auslöst. Entsprechend wirksam sind z.B. zahlreiche gewerblich genutzte Substanzen, darunter Terpentin, Harze bzw. Kunstharze, Öle, Nickel, Chrom (u.a. in Zement), Cyanide, Anilinfarben, Azo-, Naphtholfarbstoffe, Arsen, Formaldehyd, Kobalt, Fluoride, Beryllium, Beiz- u. Appreturmittel, Schellack, tierische u. pflanzliche Substanzen, Kaltwell-, Haarfärbemittel, Seifen, Parfüme, Gummihandschuhe, Haarwasser, Hydrochinon, zahlreiche Arzneimittel (z.B. Lokalanästhetika, Antibiotika, Morphin-, Phenothiazin-Derivate, Sulfonamide, Jod), Gummi- u. Kunststoffe (Phenol- u. Aminoplaste, Epoxidharze, Härter, ungenügend polymerisierte Polystyrole u. Polyvinyle, Weichmacher, Stabilisatoren), Sprengstoffe (TNT, Pikrate, Pentaerythroltetranitrat), DDT, Hexachlorcyclohexan. Die – zumeist niedermolekularen – Stoffe (Metallsalze) werden an körpereigene Proteine gebunden oder verändern direkt die Tertiärstruktur von Präsentationsdeterminanten (MHC) aus Antigen-präsentierenden Zellen u. führen so zur Stimulierung einer zellulären Immunantwort (was die Entstehung von Gruppenallergien begünstigt).

    • Kontaktallergie
      • Kontakt|allergie

      • Englischer Begriff: contact allergy

      Allergie auf der Basis von Kontaktallergen; v.a. Kontaktekzem.

    • Kontaktaufnahme
      • Kontakt|aufnahme

      • Englischer Begriff: contact radiograph(y)

      Röntgenaufnahme mit möglichst geringem Fokus-Haut-Abstand (Strahlenaustrittsfenster der Körperoberfläche aufliegend); aus strahlenschutztechnischen Gründen kaum mehr angewandt. Filmnahe Objektpartien werden scharf, filmferne unscharf abgebildet.

    • Kontaktbestrahlung
      • Kontakt|bestrahlung

      • Englischer Begriff: contact radiation

      • Fach: Radiologie

      Strahlentherapie mit Radium oder Radioisotopen, bei der der Strahler dem kranken Gewebe möglichst unmittelbar anliegt (Prinzip der Kleinraumbestrahlung). Als Röntgennahbestrahlung die nach Chaoul.

    • Kontaktblutung
      • Kontakt|blutung

      • Englischer Begriff: contact bleeding

      • Fach: Gynäkologie

      durch Beischlaf oder Scheidenspülung ausgelöste Blutung aus der Scheide; Leitsymptom des Kollumkarzinoms.

    • Kontaktdermatitis
      • Kontakt|dermatitis

      • Englischer Begriff: contact dermatitis

      akute Form des Kontaktekzems.

    • Kontaktekzem
      • Kontakt|ekzem

      exogene Auslösung eines Ekzems durch epikutanen Kontakt oder endogene Auslösung durch systemische Antigengabe (hämatogenes K.). Man unterscheidet pathophysiologisch zwischen toxischen u. allergischen Kausalfaktoren u. zwischen akuten u. chronischen Verläufen.

    • Kontaktekzem, akutes
      Kontaktekzem
      • K., akutes

      • Synonyme: toxisches K.

      akute entzündliche Dermatitis nach äußerlichem Kontakt mit obligat toxischen Noxen.

    • Kontaktekzem, allergisches
      Kontaktekzem
      • K., allergisches

      • Englischer Begriff: contact eczema

      Abbildung

      allergische zelluläre Überempfindlichkeitsreaktion vom Spättyp. Wird unterschieden in akutes u. chronisches (Abb.) allergisches K. Die wichtigsten Allergene sind Metalle (Nickel, Chromat, Kobalt), Gummihilfsstoffe, Kosmetika, Desinfizienzien, Benzolverbindungen, Medikamente, Pflanzen (s.a. Berufsekzem).

    • Kontaktekzem, kumulativ toxisches
      Kontaktekzem
      • K., kumulativ toxisches

      chronische Verlaufsform bei vorbestehender Disposition (oft Atopie) durch wiederholte Applikation von irritativen Noxen auf die Haut; häufiges Vorkommen bei Hausfrauen, Friseurinnen, Metallarbeitern (s.a. Berufsekzem). Wichtige Noxen sind Wasser, Detergenzien, Säuren, Laugen, Lösungsmittel.

    • Kontaktepilepsie
      • Kontakt|epilepsie

      tap epilepsy.

    • Kontaktgeschwür
      • Kontakt|geschwür

      • Englischer Begriff: kissing ulcer

      Abklatschgeschwür.

    • Kontaktglas
      • Kontakt|glas

      • Fach: Ophthalmologie

      direkt auf der Hornhaut aufzusetzendes, meist mit mehreren Spiegeln versehenes Instrument zur Beurteilung von Kammerwinkel u. Netzhaut.

    • Kontaktgranulom

        knötchenartige Bindegewebsreaktion im Bereich der Stimmlippen, z.B. als Folge einer länger dauernden Intubation (Trachealtubus); tritt auch bei starker Beanspruchung der Stimme auf.

      • Kontaktinfektion
        • Kontakt|infektion

        • Englischer Begriff: contact infection

        Ansteckung (Infektion) von Mensch bzw. Tier zu Mensch nach Berührung mit den Händen (= direkte K.) bzw. – i.w.S. – auch durch Vermittlung der unbelebten Außenwelt oder belebter Wesen (= indirekte K.), z.B. Schmierinfektion.

      • Kontaktinsektizid
        • Kontakt|insektizid

        • Englischer Begriff: contact insecticide

        Nervengift, das bei Berührung in den Insektenkörper eindringt u. zu dessen Tod führt, z.B. DDT, HCH, Chlordan. S.a. Pestizid.

      • Kontaktkarzinom
        • Kontakt|karzinom

        • Englischer Begriff: contact cancer; kissing cancer

        Abklatschkarzinom.

      • Kontaktlinse
        • Kontakt|linse

        • Synonyme: Haftschale

        • Fach: Ophthalmologie

        • 1)   Abbildung
          Sehhilfe in Form einer dünnen, uhrglasförmigen, randgeschliffenen Linse... (mehr)
        • 2)
          Kontaktschale; s.a... (mehr)
      • Kontaktlinse 1)
        Kontaktlinse
        • 1)

        • Englischer Begriff: contact lens

        Abbildung

        Sehhilfe in Form einer dünnen, uhrglasförmigen, randgeschliffenen Linse aus starrem oder flexiblem, auch aus quellfähigem Kunststoff oder aus Glas (als ultradünne, weiche, halb weiche bzw. harte K.). Ihre volle korrigierende Wirkung wird aber erst in situ erreicht, d.h. zusammen mit der Brechkraft der Tränenflüssigkeit („Tränenlinse“, zwischen K. u. Hornhautoberfläche). Entweder als Sklerallinse (mit zusätzlichem Haftteil) oder – mit Durchmesser von 10 mm u. darunter – als Korneal- bzw. Pupillarlinse („schwimmende Linse“); s.a. micro-pupil lens. Dient zur Korrektur der Sehkraft, v.a. bei stärkerer Myopie (auch bei Linsenmangel = Aphakie nach Katarakt-Operation), irregulärem Astigmatismus, Keratom. Ruft evtl. Unverträglichkeitserscheinungen hervor (Hornhauterosionen, Lidödem, Blepharospasmus, Epitheldefekte).

      • Kontaktlinse 2)
      • Kontaktmetastase
        • Kontakt|metastase

        • Englischer Begriff: contact metastasis; kissing metastasis

        s.u. Abklatschkarzinom.

      • Kontaktperson
        • Kontakt|person

        • Englischer Begriff: contact person

        eine Person, die – ohne selbst klinisch krank zu sein – eine Krankheit übertragen kann; im seuchenhygienischen Sinne eine Person, die mit einer an einer Seuche erkrankten Person (oder mit entsprechendem Material) räumlichen Kontakt hatte (auch ohne körperliche Berührung). Muss für die Dauer der Inkubation isoliert werden (Quarantäne).

      • Kontaktreaktion, toxische
        • Kontakt|reaktion, toxische

        • Englischer Begriff: toxic contact reaction

        durch Berührung mit hautschädigenden Stoffen bedingte krankhafte Hautreaktion (mit Akantholyse, Kernpyknose, Pseudospongiose, subkornealer bzw. subepithelialer Blasenbildung, Rundzellinfiltration im Korium). Entsprechend wirken bestimmte Kohlenwasserstoffe u. Farbstoffe, Schwermetalle, sonstige Kapillar-, Spindel-, Mitochondriengifte; sie bilden beim Ekzem oft die „Leitschiene“ der Sensibilisierung; s.a. Kontaktallergen.

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