Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • koronare Herzkrankheit
    koronar
    • Synonyme: k. Herzerkrankung; KHK (Abk.); KHE (Abk.)

    • Englischer Begriff: coronary heart disease; CHD; coronary artery disease; CAD

    Oberbegriff für alle Erscheinungsformen der im Rahmen koronarer Arteriosklerose auftretenden Störungen (z.B. Angina pectoris, Myokardinfarkt, disseminierte Herzmuskelnekrosen, Sekundenherztod), die zu morphologischen u. funktionellen Abweichungen der Herztätigkeit führen. Pathogen.: Die topographischen Bedingungen der arteriellen Gefäßversorgung aller Herzteile machen die Äste des Koronararteriensystems zu funktionellen Endarterien, d.h., eine funktionelle (Spasmus) oder morphologische (z.B. arteriosklerotische Auflagerungen, Thromben) Einschränkung des Gefäßlumens um mindestens 60% führt zu einer nachweisbaren druckpassiven Verminderung der Blutströmung distal der Stenose; die Durchblutung im Versorgungsareal der teilweise oder total verschlossenen Koronargefäße ist entsprechend eingeschränkt. Die KHK verläuft progredient mit zunehmenden funktionellen Störungen, wie Arrhythmien, Belastungsschmerzen sowie Ausbildung morphologischer Veränderungen wie Herzmuskelfibrose, Mikronekrosen, Infarkte u. Narben und Ausbildung von Ventrikelaneurysmen. Klinik: Hypoxisch oder ischämisch bedingte Symptome wie typische Angina pectoris als Belastungsschmerz bei körperlicher Tätigkeit oder das Auftreten sog. Ruheschmerzen erlauben eine Einschätzung des Ausmaßes der Koronarinsuffizienz bzw. der Einschränkung der Koronarreserve. Klin. Schweregradeinteilung der KHK: I = asymptomatisch; II = Belastungs-Angina-pectoris; III = Angina pectoris gravis, Ruhe-Angina pectoris; IV = Herzinfarkt. Diagn.: EKG in Ruhe u. unter Belastung, Langzeit-EKG, Echokardiographie, Myokardszintigraphie, Koronarangiographie. Ther.: Ausschaltung bekannter Risikofaktoren, medikamentöse Stabilisierung des Perfusionsdrucks der Koronarien u. Unterstützung der Herzkraft des Restmyokards, operative Eingriffe nach angiographischer Vordiagnose zur Überbrückung einer oder mehrfacher Stenosen durch Bypassoperation, Lysetherapie, Stenteinlage (Stent).

  • koronare Thrombolyse
    koronar
    • k. Thrombolyse

    selektive intrakoronare Thrombolyse.

  • Koronarembolie
    • Koronar|embolie

    • Englischer Begriff: coronary embolism

    Embolie der Koronararterien; meist als Thromboembolie (z.B. bei Endokarditis) sowie Fremdkörper- oder Fettembolie; ferner durch abgelöste arteriosklerotische Auflagerungen (bei selektiver Koronarangiographie) oder als paradoxe Luft- oder Gasembolie. Klinik: Angina pectoris, Myokardinfarkt, Herzrhythmusstörungen, evtl. Sekundenherztod.

  • Koronarendoprothese
    • Koronar|endoprothese

    • Synonyme: Stent

    Koronargefäßersatz aus Kunststoff oder Metallfilamenten (netzförmig, spiralförmig etc.) zur Abstützung u. Glättung der geschädigten Koronargefäßwand nach konventioneller PTCA; die K. wurde entwickelt, um akute Gefäßverschlüsse u. Restenosierungen nach PTCA (Indikation zur Bypassoperation) zu verhindern.

  • koronares T
    koronar
    • Englischer Begriff: coronary T

    im EKG die gleichschenkelig-spitze, am Ende negative T-Zacke als Zeichen koronarer Mangeldurchblutung, v.a. nach Myokardinfarkt.

  • Koronarfistel
    • Koronar|fistel

    • Englischer Begriff: coronary artery fistula

    abnorme Verbindung zwischen einer Koronararterie u. einer Herzhöhle (= koronarokardiale Fistel) oder einer Koronarvene (koronare a.v. Fistel) bzw. einer Hohl- oder Lungenvene; s.a. Bland-White-Garland-Syndrom. Ist gefolgt von Fistelausweitung mit zunehmend größerem Shuntvolumen (evtl. – bei Verbindung zu Lungenvenen – von pulmonaler Hypertonie), Koronarinsuffizienz durch Blutentzug („coronary steal“), Angina pectoris, Myokardinfarkt, Fistelriss.

  • Koronarie
    • Koronarie

    • Englischer Begriff: coronary artery

    Koronararterie.

  • Koronariitis
    • Koronar(i)itis

    • Englischer Begriff: coronaritis

    Entzündung der Koronararterien (Koronarangiitis); z.B. als rheumatische Arteriitis. Führt zu Angina pectoris, Myokardinfarkt, Rhythmusstörung, Herzinsuffizienz.

  • koronariko...
    • koronariko...

    Wortteil „Vena coronaria ventriculi“, Koronarvene.

  • Koronarinfarkt
    • Koronar|infarkt

    • Englischer Begriff: coronary infarct

    Myokardinfarkt.

  • Koronarinsuffizienz
    • Koronar|insuffizienz

    • Englischer Begriff: coronary insufficiency

    Mangeldurchblutung der Koronararterien; Erscheinungsform der koronaren Herzkrankheit, geprägt durch ein Missverhältnis zwischen Koronararteriendurchblutung u. Nährstoffbedarf des Herzmuskels, z.B. bei Gefäßkrankheiten mit Verengung der Lichtung (Koronarsklerose, -ostienstenose, -thrombose, Koronariitis, Koronarembolie). Führt zu Untergang (Nekrose) oder Verfettung der Herzmuskelzellen u. feinherdigen Narbenbildungen, zu Absinken der energiereichen Phosphate, Glykogenschwund u. Lactatanstieg im Myokard. Klinik: Herzinsuffizienz, Angina pectoris, Myokardinfarkt (bei akuter K.); im EKG Rhythmus- u. Repolarisationsstörungen, Veränderungen der Kammeranfangsschwankung. S.a. Koronarreserve.

    • K., akute
      Angina pectoris gravis... (mehr)
    • K., latente
      K. mit für den Ruhezustand ausreichender Durchblutung der Herzkranzgefäße... (mehr)
    • K., relative
      K. bei normaler Koronariendurchblutung, aber vermindertem Sauerstoffgehalt... (mehr)
  • Koronarinsuffizienz, akute
    Koronarinsuffizienz
    • K., akute

    • Englischer Begriff: acute c. i.

    Angina pectoris gravis.

  • Koronarinsuffizienz, latente
    Koronarinsuffizienz
    • K., latente

    • Englischer Begriff: latent c. i.

    K. mit für den Ruhezustand ausreichender Durchblutung der Herzkranzgefäße, jedoch mit Auftreten der typischen Symptome der Sauerstoffnot bei Belastung.

  • Koronarinsuffizienz, relative
    Koronarinsuffizienz
    • K., relative

    • Englischer Begriff: relative c. i.

    K. bei normaler Koronariendurchblutung, aber vermindertem Sauerstoffgehalt des Blutes (bei Hypoxämie, Anämie, Kohlenmonoxidvergiftung, Bland-White-Garland-Syndrom), oder bei erhöhtem, jedoch nicht abdeckbarem Blutbedarf (z.B. bei Herzmuskelhypertrophie, Hyperthyreose, Hyperzirkulation) bzw. bei anderweitig verminderter Durchblutung (Schock, Klappenfehler etc.).

  • Koronarnaht
    • Koronar|naht

    • 1)
      Sutura coronalis des Schädels... (mehr)
    • 2)
      Anastomosen- oder sonstige Naht an Koronargefäßen... (mehr)
  • Koronarnaht 1)
    Koronarnaht
    • 1)

    • Fach: Anatomie

    Sutura coronalis des Schädels.

  • Koronarnaht 2)
    Koronarnaht
    • 2)

    • Englischer Begriff: coronary suture

    • Fach: Chirurgie

    Anastomosen- oder sonstige Naht an Koronargefäßen.

  • Koronarographie
    • Koronaro|graphie

    Koronarangiographie.

  • koronarokardiale Fistel
    • koronaro|kardiale Fistel

    • Englischer Begriff: coronary cardiac fistula

    s.u. Koronarfistel.

  • Koronaropathie
    • Koronaro|pathie

    koronare Herzkrankheit.

  • Koronarperfusion
    • Koronar|perfusion

    • Englischer Begriff: coronary perfusion

    künstliche Durchströmung der Herzkranzgefäße. Bei künstlich herbeigeführtem = „induziertem“ Herzstillstand bei offener Herzchirurgie erfolgt die Blutzufuhr durch die Herz-Lungen-Maschine, an deren arteriellen Schenkel die in die Kranzgefäße eingeführten Kanülen angeschlossen sind. Das Blut kann evtl. i.S. der Hypothermie gekühlt sein („hypotherme K.“). Besondere Technik bei Herzverpflanzung.

  • Koronarreserve
    • Koronar|reserve

    • Englischer Begriff: coronary flow reserve

    die Differenz zwischen maximalem Sauerstoffangebot durch das Blut der Herzkranzgefäße u. der tatsächlichen Sauerstoffaufnahme durch den Herzmuskel (beträgt optimal etwa das 7fache der Ruhe-Aufnahme). – Nach Schiemert beträgt die Differenz zwischen maximaler u. Ruhedurchblutung der Koronarien beim Gesunden ca. das 3- bis 4fache des Ruhewertes.

  • Koronarsklerose
    • Koronar|sklerose

    • Englischer Begriff: coronary sclerosis

    Arteriosklerose der Herzkranzgefäße; häufigste Ursache der Koronarinsuffizienz.

  • Koronarsklerose, frühkindliche
  • Koronarsklerose, juvenile
    Koronarsklerose
    • K., juvenile

    K. jüngerer Männer; der Prozess ist diskontinuierlich u. betrifft v.a. mündungsnahe Gefäßabschnitte; Neigung zu Ödemnekrosen u. rasch zunehmender Lichtungseinengung (häufigste Ursache des Sekundenherztodes).

  • Koronarspasmus
    • Koronar|spasmus

    • Englischer Begriff: coronary spasm

    umschriebene Verkrampfung der Herzkranzarterien; spontan bei Prinzmetal-Angina pectoris mit u. ohne Koronarstenose, ferner als mechanisch durch die Katheterspitze induzierter K. bei der Koronarangiographie.

  • Koronarsportgruppe
    • Koronar(sport)gruppe

    Gruppengymnastik zur Rehabilitation von Herzinfarktpatienten. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine vorangegangene kardiopulmonale Untersuchung mit Ergometrie. Anleitung zu regelmäßigem körperlichem Training, welches in Verbindung mit der medikamentösen Ther. einen Reinfarkt verhindern soll. Außerdem vermittelt die Gruppe ein Gemeinschaftsgefühl u. verhindert Vereinsamung u. Isolierung. S.a. Herz-Kreislauf-Training.

  • Koronarstenose
    • Koronar|stenose

    • Englischer Begriff: coronary stenosis

    organische Lichtungsverengung der Koronarien (Koronarsklerose); z.B. als linkskoronare Hauptstammstenose oder als hauptstammäquivalente Stenosen der Koronarienäste. Als Koronarostienstenose v.a. bei Mesaortitis syphilitica.

  • Koronarsyndrom, akutes
    • Koronar|syndrom, akutes

    Sammelbegr. für schwerwiegende, plötzlich auftretende Herzschmerzen u. deren Ursachen (instabile Angina pectoris, bestimmte Formen des Myokardinfarkts), die auf Gefäßveränderungen zurückzuführen sind. S.a. Koronarinsuffizienz.

  • Koronartherapeutica
    • Koronartherapeu|tica

    • Synonyme: -tika

    • Englischer Begriff: coronary therapeutics

    Pharmaka, die der Ther. der Angina pectoris oder Koronarinsuffizienz dienen; Wirkst.: Nitrate, Molsidomin, Betarezeptorenblocker, Calciumantagonisten, Trapidil (ein Vasodilatator).

  • Koronarthrombose
    • Koronar|thrombose

    • Englischer Begriff: coronary thrombosis

    v.a. auf dem Boden arteriosklerotischer Wanddefekte entstehende Thrombose der Koronarien. Führt zu Steigerung der Koronarstenose u. zu Myokardinfarkt.

  • Koronarvene
    • Koronar|vene

    • Fach: Anatomie

    • 1)
      Vena cardiaca... (mehr)
    • 2)
      Vena coronaria ventriculi (= die über die kleine Kurvatur des Magens verlaufende... (mehr)
  • Koronarvene 1)
  • Koronarvene 2)
    Koronarvene
    • 2)

    • Englischer Begriff: coronary vein

    Vena coronaria ventriculi (= die über die kleine Kurvatur des Magens verlaufende Vena gastrica dextra, einmündend in die V. portae).

  • Korotkow-Ton
    • Korotkow-Ton

    • Englischer Begriff: Korotkoff's sound

    • Biogr.: Nikolai S. K., 1874–1920, Chirurg, Moskau, St. Petersburg

    das bei der Blutdruckmessung mittels Manschetten-Blutdruckmessers bei Sinken des Manschettendrucks auftretende pulssynchrone Strömungsgeräusch distal der Staumanschette; sein Auftreten zeigt den systolischen, sein Verschwinden den diastolischen Druck an.

  • Körper
    • Englischer Begriff: body

    • Fach: Anatomie

    Corpus.

  • Körperantigen
    • Körper|antigen

    • Englischer Begriff: body antigen

    • Fach: Bakteriologie

    O-Antigen.

  • Körperbehinderung
    • Körper|behinderung

    • Englischer Begriff: physical disability

    angeborene oder erworbene Beeinträchtigung körperlicher Funktionen.

  • Körperchen
  • Körperdosis
    • Körper|dosis

    • Fach: Radiologie

    im Strahlenschutz die gemittelte Äquivalentdosis (s.u. Dosisäquivalent) über ein kritisches Volumen des Körpers bzw. über die kritische Fläche der Haut.

  • Körperdosis, höchstzugelassene
    Körperdosis
    • K., höchstzugelassene

    • Englischer Begriff: maximum permissible dose (for the whole body)

    Summe aller Körperdosen, die bei einem definierten Personenkreis im kritischen Organ (oder als Ganzkörperdosis) nicht überschritten werden darf. S.a. Personendosis (dort Tab.).

  • Körperebene
    • Körper|ebene

    • Englischer Begriff: body plane

    s.u. Ebene.

  • Körperersatzstück
    • Körper|ersatz|stück

    Prothese, Epithese.

  • Körperflüssigkeit
    • Körper|flüssigkeit

    • Englischer Begriff: body fluid

    Abbildung

    Extrazellularflüssigkeit, Intrazellularflüssigkeit.

  • Körperflüssigkeit, interstitielle
    Körperflüssigkeit
    • K., interstitielle

    • Englischer Begriff: interstitial b. f.

    der die Gewebszellen umgebende, einem ständigen Austausch mit dem Kapillarblut unterliegende Teil der Extrazellularflüssigkeit; ca. 20% des Gesamtkörperwassers.

  • Körperflüssigkeit, transzelluläre
    Körperflüssigkeit
    • K., trans|zelluläre

    • Englischer Begriff: transcellular b. f.

    der durch aktive Transportvorgänge an Epithelien gebildete u. von der interstitiellen K. durch eine Membran getrennte Teil der Extrazellularflüssigkeit; z.B. die Absonderungen des Magen-Darm-Trakts, der Liquor cerebrospinalis, das Kammerwasser. S.a. cisepitheliale Räume.

  • Körperfühlsphäre
    • Körper|fühl|sphäre

    • Synonyme: sensible Rinde

    • Englischer Begriff: somatosensory cortex

    das als Endstation sensibler Bahnen im Scheitellappen des Gehirns lokalisierte Hirnrindengebiet (Areae 1–3, 5) für die Wahrnehmung der Eindrücke der Oberflächen- u. Tiefensensibilität u. die Speicherung der zugehörigen Erinnerungsbilder („psychästhetisches Zentrum“). Ist eng verknüpft mit sensorischen u. motorischen Rindenfeldern; besteht aus dem somatotopisch u. segmental gegliederten Gyrus postcentralis (= primäres sensibles Zentrum) u. den sekundären sensiblen Zentren Lobulus parietalis superior (nicht somatotopisch gegliedert, sensible mit sensorischen Reizen verarbeitend) u. dem Lobulus paracentralis (zwischen prä- u. postzentralem Gyrus).

  • Körpergefühl
    • Körper|gefühl

    • Englischer Begriff: body sensation

    Leibgefühl; s.a. Zönästhesie.

  • Körpergewicht
    • Körper|gewicht

    • Synonyme: KG (Abk.)

    • Englischer Begriff: body weight

    Gewicht des Körpers (als „Istgewicht“), das von Geschlecht, Alter, Körpergröße, Ernährung, endokriner Funktion abhängt. Nimmt in den ersten Lebenstagen durch Wasserverlust ab, erreicht das Geburtsgewicht wieder nach ca. 14 Tagen. Wird u.a. verglichen mit dem Sollgewicht (Normalgewicht); dieses ist erfasst in Tabellen, die die Körpergröße u. das Geschlecht, bei Kindern auch das Alter berücksichtigen, bzw. wird errechnet nach bestimmten, auf die Körpergröße bezogenen Formeln, z.B. nach Broca. Wichtig u.a. als Bezugsgröße zur Berechnung des Stoffumsatzes, der Körperoberfläche. S.a. Gewichtsentwicklung, Idealgewicht.

  • Körpergröße
    • Körper|größe

    • Englischer Begriff: height

    Körperlänge.

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