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  • Koxarthrose
    • Kox|arthrose

    • Synonyme: Coxarthrosis

    • Englischer Begriff: coxarthrosis

    Abbildung

    chronisch fortschreitende degenerative Erkrankung (Osteoarthropathie) des Hüftgelenks. Ätiol.: als primäre K. (idiopathische K.) ein – konstitutionell u./oder endokrin begünstigtes – „Aufbrauchleiden“, z.B. bei Schwerarbeitern oder im Alter (Malum coxae senile). Als sekundäre K. die nach hüftnahen oder Hüftgelenksverletzungen, Entzündungen (Coxitis) u. als Folge angeborener Hüftgelenkfehlbildungen (Dysplasie, Luxation, Coxa plana, vara) oder inkongruenter Belastung (bei X-Bein, Klump-, Plattfuß), bei Perthes-Krankheit, Epiphysiolyse, Osteochondrosis dissecans. Diagn.: führt zu Bildung von Randzacken an Hüftpfanne u. -kopf, Hüftkopfverformung, Zerstörung des Gelenkknorpels u. Ligamentum capitis, Geröllzystenbildung, Gelenkzottenhypertrophie, evtl. zu Protrusio acetabuli. Klinik: Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Schonhinken, Gelenksteife (Adduktions- u. Flexionskontraktur mit Außenrotation u. scheinbarer Beinverkürzung), Kreuz-Lenden-Schmerzen, Beckenschiefstand, Lumbalskoliose. Ther.: typische Korrekturoperationen s. Abb.

  • Koxiella
  • Koxitis
  • Koxitisbecken
    • Koxitis|becken

    • Englischer Begriff: coxalgic pelvis

    durch Hüftgelenkentzündung (Coxitis) während der Skelettentwicklung bedingte Fehlform des knöchernen Beckens. Häufig verbunden mit Kontraktur u. Ankylose der Hüft-, evtl. auch Versteifung der Sakroiliakalgelenke. Ist nach lang dauerndem Krankenlager oft in a.p. Richtung verengt („Liegebecken“), bei einseitiger Ursache evtl. asymmetrisch verengt.

  • Koyanagi-Krankheit
    • Koyanagi-Krankheit

    s.u. Vogt-Koyanagi.

  • KÖZ
  • Kozlowski-Maroteaux-Spranger-Syndrom
    • Kozlowski(-Maroteaux-Spranger)-Syndrom

    Abbildung

    Fehlbildung der Wirbelkörper-Metaphysen (Dysplasia spondylometaphysaria); s. Abb.

  • Kozymase
    • Ko|zymase

    • Synonyme: Cozymase

    • Englischer Begriff: cozymase

    Nicotinamid-adenin-dinucleotid.

  • KP
    • Kp
      • Synonyme: Abk. für Kochpunkt

      Siedepunkt.

    • KP 1)
      KP
      • 1)

      Abk. für Kreatinphosphat (s.a. Creatin).

    • KP 2)
      KP
      • 2)

      Abk. für Klinikpackung.

    • Kpa

        Antigen Kpa im Kell-System. Analog: Kpb.

      • Kr

          Abk. für Krypton.

        • Krabbe-Syndrom
          • Krabbe-Syndrom

          • Biogr.: Knud H. K., 1885–1965, Neurologe, Kopenhagen

          • 1)
            autosomal-rezessiv erbliche, androtrope, frühkindlich manifeste, schnell... (mehr)
          • 2)
            frühkindliche, generalisierte Muskelschwäche (Myatonie) bei herabgesetzter... (mehr)
        • Krabbe-Syndrom 1): Christensen-Krabbe-Syndrom
          Krabbe-Syndrom
          • 1)

          • Synonyme: Christensen-Kr.-Syndrom; Leukodystrophia cerebri progressiva hereditaria

          • Englischer Begriff: Krabbe's disease; globoid leukodystrophy

          autosomal-rezessiv erbliche, androtrope, frühkindlich manifeste, schnell fortschreitende diffuse Hirnsklerose infolge Mangels an Galaktocerebrosid-β-Galaktosidase u. Sulfotransferase mit Störung des Cerebrosidstoffwechsels. Eine Sphingomyelinose, typisch mit reichlich Glykolipoid (Abbauprodukt zerstörter Markscheiden) enthaltenden Globoidzellen. Klinik: zunehmende Muskelstarre (Rigidität), extrapyramidale Hyperkinesen, tonische Krämpfe, Erblindung durch Optikusatrophie, Enthirnungsstarre.

        • Krabbe-Syndrom 2): Hypoplasia musculorum generalisata congenita
          Krabbe-Syndrom
          • 2)

          • Synonyme: Hypoplasia musculorum generalisata congenita

          • Englischer Begriff: generalized muscle hypoplasia

          frühkindliche, generalisierte Muskelschwäche (Myatonie) bei herabgesetzter Muskelmasse; mit Störung des Creatinstoffwechsels (herabgesetzte Creatin- u. Creatininausscheidung). Besserung möglich.

        • Kraftsinn
          • Englischer Begriff: sense of strength

          eine Empfindungsqualität der Tiefensensibilität für das Abschätzen der Muskelkraft, die benötigt wird, um Gewichte zu heben u. Bewegungen gegen Widerstand auszuführen.

        • Krafttraining

            Bestandteil der medizinischen Trainingstherapie zur Verbesserung der Muskelkraft. Es werden statisches u. dynamisches K. unterschieden. Durch entsprechende Belastungsvorgaben lassen sich Maximalkraft, Kraftausdauer u. intramuskuläre Koordination verbessern, beim dynamischen Training auch die Schnellkraft. Statisches K.: Muskellänge bleibt bei einer Kontraktion konstant, daher isometrische Kontraktion. Kontraktion erfolgt gegen fixierten Widerstand durch Halte- oder Widerstandsarbeit. Dadurch Vergrößerung des Muskelquerschnittes, jedoch keine Kraftzunahme pro cm2 Muskel. Frühzeitig einsetzbar nach Operationen zur Atrophieprophylaxe, selektive Muskelauswahl möglich, gut dosierbar, aber unphysiologische Belastungsform, da Koordination einer Bewegung nicht geschult wird. Dynamisches K.: Änderung der Muskellänge bei konstanter Muskelspannung während der Kontraktion, daher isotonische Kontraktion. Es werden unterschieden: konzentrische Kontraktion: Anspannung unter Verkürzung des Muskels; exzentrische Kontraktion: Anspannung unter Verlängerung (Dehnung) des Muskels bei Bremsarbeit (negativ-dynamische Arbeit); die auxotonische Kontraktion ist eine Kombination aus beiden Formen mit Spannungs- u. Längenänderung des Muskels. Unter physiologischen Bedingungen u. auch beim K. die häufigste Kontraktionsform. Das dynamische K. ist einsetzbar zum Training physiol. u. komplexer Belastungsformen bei variablen Belastungsparametern, aber mit hohem apparativem Aufwand u. mgl. Überlastungsschäden verbunden. Eine Sonderform des dynamischen K. stellt die Isokinetik dar.

          • Kragenknopfabszess
            • Kragenknopf|ab|szess

            • Englischer Begriff: collar-stud abscess

            zweikammeriger Abszess mit engem Verbindungsgang; z.B. als transfasziales Panaritium subcutaneum u. articulare.

          • Kragenknopfthrombose
            • Kragenknopf|thrombose

            • Englischer Begriff: collar-stud thrombosis

            tiefe Unterschenkelthrombose, die über eine Perforansvene (Venae perforantes) auf die Vena saphena übergreift.

          • Kragenschnitt
            • Kragen|schnitt

            • Englischer Begriff: (Kocher's) collar incision

            Kocher-Schnitt.

          • Krainer Tollkraut
          • Krallenhand
            • Krallen|hand

            • Englischer Begriff: clawhand

            • Fach: Neurologie

            Klauenhand.

          • Krallennagel
            • Krallen|nagel

            Onychogryposis.

          • Krallenzehe
            • Krallen|zehe

            • Synonyme: Klauenzehe; Digitus flexus

            • Englischer Begriff: clawtoe

            Zehendeformität – ähnlich der Hammerzehe – mit Beugekontraktur im Mittel- u. Endgelenk; s.a. Hallux flexus.

          • Kramer-Pollnow-Syndrom
            • Kramer-Pollnow-Syndrom

            • Biogr.: Franz K.; Hans P., Psychiater, Berlin

            hyperkinetisches Syndrom als Motilitätspsychose des Kleinkind- u. Schulalters. Ätiol.: unklar, evtl. Z.n. frühkindl. Hirnschaden. Klinik: körperliche (motorische) Unruhe, Neigung zu epileptiformen Krämpfen, ferner Wutanfälle, sog. Scheinschwachsinn oder echter Intelligenzdefekt. Progn.: Symptome teilw. abklingend, bisweilen sogar Restitutio ad integrum.

          • Krampf
            • Englischer Begriff: spasm; cramp

            Spasmus.

          • Krampfader
            • Krampf|ader

            • Englischer Begriff: varicose vein; varix

            Varize; s.a. Varikose, Varikozele, Ösophagusvarizen, Hämorrhoiden.

          • Krampfanfall
            • Krampf|anfall

            • Englischer Begriff: seizure

          • Krampfanfall 1)
          • Krampfanfall 2)
            Krampfanfall
            • 2)

            Anfall bei Epilepsie.

          • Krämpfe
            • Englischer Begriff: convulsions

            s.u. Spasmus.

          • Krampfgift
            • Krampf|gift

            • Englischer Begriff: spasmogen; convulsant poison

            Wirkstoff, der durch Erregung von Zellen des Zentralnervensystems oder durch Lähmung zentraler Hemmungsbahnen Krämpfe auslöst (bei entsprechender Dosierung aber nur anregend wirkt; s.a. Analeptikum, Neuroleptika).

          • Krampfherd
            • Krampf|herd

            • Englischer Begriff: epileptogenic focus

            umschriebener Gehirnbezirk, von dem durch Entladung von Nervenzellgruppen epileptische Krämpfe ausgelöst werden.

          • Krampfhusten
            • Krampf|husten

            • Englischer Begriff: spasmodic cough

            Husten mit Verkrampfung der Atemwege (Stridor, Bronchospasmus) u. Luftmangel; i.e.S. der Keuchhusten.

          • krampflösende Mittel
            • Englischer Begriff: antispasmodic agents

            i.e.S. Antispasmodika, Spasmolytika; i.w.S. auch Antiepileptika.

          • Krampfpotential
            • Krampf|potential

            • Synonyme: Krampfstrom

            • Englischer Begriff: paroxysmal potential

            obsolete interpretative Bezeichnung von Wellenmustern des EEG, die als charakteristisch für epileptische Krämpfe (auch im Intervall) gelten (berücksichtigt nicht deren grundsätzliche Unspezifität).

          • Krampus
            • Krampus

            • Englischer Begriff: cramp

            Muskelkrampf (z.B. als Wadenkrampf); s.a. Crampus-Syndrom.

          • kranial
            • kranial

            • Synonyme: cranialis

            • Englischer Begriff: cranial

            den Schädel betreffend, schädel-, kopf- oder scheitelwärts, am oder zum oberen Körperende hin gelegen (= superior).

          • Kranialvariante
            • Kranial|variante

            • Synonyme: -variation

            Wirbelsäulenvariante i.S. der kopfwärts gerichteten Verschiebung der Abschnittsgrenzen (Gegenteil: Kaudalvariante).

          • Kraniektomie
            • Krani|ektomie

            • Englischer Begriff: craniectomy

            das Ausschneiden eines Knochenstücks aus dem Schädel i.S. der osteoklastischen Trepanation; zur Entlastung bei Hirndruck (z.B. Pia-Kompressionstrepanation) oder Verkleinerung des Schädeldaches als lineare, beidseits parasagittale streifenförmige Hemi-K.

          • kranio...
            • kranio...

            Wortteil „Schädel“, i.w.S. auch „Kopf“. S.a. cranio...; cephalo..., kephalo...; z.B. kranioektodermale Dysplasie (Sensenbrenner-Syndrom); kraniofaziale Dysostose (Schädel-Gesichts-Fehlbildung i.S. einer Kombination von Kraniostenose u. Faziostenose nach prämaturer Synostose der Nähte [Sutura] des Gehirn- u. Gesichtsschädels; s.a. Crouzon-Syndrom); kraniokarpotarsale Dystrophie (Schädel-Hand-Fußwurzel-Fehlbildung).

          • Kraniopagus
            • Kranio|pagus

            • Englischer Begriff: craniopagus

            Doppelfehlbildung, deren Individualteile im Kopfbereich zusammengewachsen sind.

          • Kraniopharyngiom
            • Kranio|pharyngiom

            • Synonyme: Erdheim-Tumor

            • Englischer Begriff: craniopharyngioma

            im Schädel, meist über dem Türkensattel, vorkommender Tumor mit Ursprung in Plattenepithelresten des Hypophysenganges u./oder der Rathke-Tasche. Klinik: tritt v.a. im Kindes- u. Jugendalter auf, u. zwar mit lageabhängigen Krankheitszeichen, z.B. Sehstörungen (bitemporale Hemianopsie), Kopfschmerzen, Verdrängung des 3. Ventrikels, Hydrozephalus, Diabetes insipidus, Minderwuchs, Pubertas tarda; häufig verkalkend u. so radiologisch sichtbar. Diagn.: Computer-, Kernspintomographie, Angiographie (präoperativ). Ther.: komplette Exzision, evtl. mit nachfolgender Bestrahlung.

          • Kraniorhachischisis
            • Kranio|rhachi|schisis

            • Englischer Begriff: craniorhachischisis

            angeborene Schädel- u. Wirbelsäulenspalte (Kombination von Kranio- u. Rhachischisis) als Dysrhaphiesyndrom mit schweren Fehlbildungen von Gehirn u. Rückenmark (z.B. Anenzephalie, Myelozele).

          • Kranioschisis
            • Kranio|schisis

            • Synonyme: Cranium bifidum

            • Englischer Begriff: cranioschisis

            angeborene Schädelspalte; meist mit schwerem Hirndefekt, Anenzephalie. S.a. Kraniorhachischisis.

          • Kraniosklerose
            • Kranio|sklerose

            • 1)
              Verdickung der Diploe des Schädels... (mehr)
            • 2)
              prämature Kraniosynostose... (mehr)
          • Kraniosklerose 1): Leontiasis cranii
            Kraniosklerose
            • 1)

            • Synonyme: Leontiasis cranii

            Verdickung der Diploe des Schädels. Führt am Gesichtsschädel wie bei der Lepra zu „Löwengesicht“ (Facies leontina). Vorkommen u.a. beim Paget-Syndrom.

          • Kraniosklerose 2)
            Kraniosklerose
            • 2)

            • Englischer Begriff: craniosclerosis

            prämature Kraniosynostose.

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