Medizin-Lexikon: Einträge mit "K"

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  • Kreislaufzentrum, dienzephales 2)
    Kreislaufzentrum
    • 2) K., dienzephales

    • Synonyme: hypothalamisches K.

    das den übrigen Zentren der Kreislaufregulation übergeordnete, im Hypothalamus gelegene K. Seine unteren Anteile sind pressorisch, die vorderen (rostralen) depressorisch wirksam. Wird beeinflusst vom limbischen System u. von der Hirnrinde.

    • K., spinales
      das dem medullären K. nachgeordnete Zentrum in der Seitensäule des Rückenmarks... (mehr)
  • Kreislaufzentrum, spinales
    Kreislaufzentrum  >  Kreislaufzentrum, dienzephales 2)
    • K., spinales

    • Englischer Begriff: center of circulatory regulation

    das dem medullären K. nachgeordnete Zentrum in der Seitensäule des Rückenmarks (in dessen Brust-, Lendenteil); wirkt vasokonstriktorisch.

  • Kreißbett
    • Kreiß|bett

    • Synonyme: Entbindungsbett

    • Englischer Begriff: delivery table

    ein am Übergang zum Fußdrittel geteiltes u. auseinander schiebbares Bett mit stufenlos verstellbarer Klemmrücklehne u. Beinstützen; ermöglicht – ohne Umlagerung – Zangenanwendung, Vakuumextraktion, Episiotomienaht etc.

  • Kreißen
    • Etymol.: von kreischen = schreien

    • Englischer Begriff: (to be in) labor

    das Gebären.

  • Kreißsaal
    • Kreiß|saal

    • Englischer Begriff: labor room; delivery r.

    der mit geburtshilflichem Instrumentarium u. Reanimationsgeräten ausgestattete, aseptisch betriebene Entbindungsraum eines Krankenhauses.

  • Kreissystem
    • Kreis|system

    • Synonyme: Kreisatemsystem

    • Englischer Begriff: (semi)closed anesthetic system

    Abbildung

    an Narkosegeräten ein zwischen Patient u. Frischgaszufuhr positioniertes Narkosesystem, dessen Leitungselemente (In- u. Exspirationsschenkel des Schlauchsystems; mit Narkosemittel-Luft[O2]-Gemisch) zu einem Kreis geschlossen sind, so dass die ausgeatmete u. Narkosegase bzw. -dämpfe enthaltende Luft nach Passieren eines CO2-Absorbers u. entsprechender Ventile wieder eingeatmet wird („geschlossenes K.“ = „Rückatmungssystem“). Meist genutzt als halb geschlossenes K., d.h. unter Entweichenlassen des den effektiven Verbrauch übersteigenden Gaszuflusses über ein Überdruckventil. – Vorteile: höherer Wasserdampfgehalt im eingeatmeten Gemisch, Einsparung von Narkosemitteln. Entsprechend auch Bezeichnung für die Narkosemethode.

  • Kremasterreflex
    • Kremaster|reflex

    • Englischer Begriff: cremasteric reflex

    als Fremdreflex durch Hautreize an der Innenseite des Oberschenkels ausgelöste, ein Aufsteigen des gleichseitigen Hodens bewirkende Kontraktion des Musculus cremaster.

  • Krenotherapie
    • Kreno|therapie

    • Englischer Begriff: crenotherapy

    Balneotherapie.

  • Kreosot
    • Englischer Begriff: kreosot

    durch Destillation aus Buchenholzteer gewonnenes Gemisch aus Guajakol, Creosol u. Creosolen; Anw. in der Homöopathie als Expectorans.

  • Krepitation
    • Englischer Begriff: crepitation

    Crepitatio, Knisterrasseln.

  • Kresole
    • Englischer Begriff: cresols

    antiseptisch wirksame Substanzen (Phenolderivate); Vergiftungserscheinungen wie bei Phenolvergiftung.

  • Kresylblau
    • Kresyl|blau

    Brillantkresylblau.

  • Kreszendo...
  • Kreszendogeräusch
    • Kre|szen|dogeräusch

    • Fach: Kardiologie

    s.u. Crescendo...

  • Kretafieber
    • Kreta|fieber

    • Englischer Begriff: Creta fever

    Q-Fieber.

  • Kretinismus
    • Kretinismus

    • Englischer Begriff: cretinism

    • Fach: Endokrinologie

    bei fetal aufgetretenem Schilddrüsenhormon-Mangel (z.B. schwerer Jod-/Schilddrüsenhormon-Mangel der Mutter) zu beobachtende Kombination bestimmter dauerhafter Entwicklungsstörungen des Skelett- u. Nervensystems sowie typischer Hautveränderungen. Unterschieden als endemischer u. als sporadischer K. Klinik: Hinweise auf einen pränatal bestehenden Schilddrüsenhormonmangel sind verlängerte Schwangerschaftsdauer, erhöhtes Geburtsgewicht u. v.a. ein prolongierter Icterus neonatorum. Symptome beim Neugeborenen sind außerdem Makroglossie, Obstipation, Trinkschwäche, Bewegungsarmut, vermehrtes Schlafbedürfnis u. trockene, blasse, kühle Haut, später Retardierung der intellektuellen u. psychosomatischen Entwicklung. Diagn.: postnatales TSH-Screening zur Vermeidung von Folgeschäden einer unerkannten Hypothyreose.

    • K., endemischer
      K. ohne oder mit Kropf (Kropfkretinismus) als Folge fetalen Jodmangels... (mehr)
    • K., sporadischer
      K. mit oder ohne Kropfbildung infolge Bildungsstörung (Dys- oder Agenesie)... (mehr)
  • Kretinismus, endemischer
    Kretinismus
    • K., endemischer

    • Englischer Begriff: endemic c.

    K. ohne oder mit Kropf (Kropfkretinismus) als Folge fetalen Jodmangels in Kropfgebieten (z.B. in den Alpen, Pyrenäen).

  • Kretinismus, sporadischer
    Kretinismus
    • K., sporadischer

    • Englischer Begriff: sporadic c.

    K. mit oder ohne Kropfbildung infolge Bildungsstörung (Dys- oder Agenesie) der Schilddrüse bzw. infolge angeborener Störung der Jodverwertung (betreffend Jodidtransport bzw. -konversion in organische Form, Thyroninbildung aus Tyrosinen, Thyreoglobulinsynthese; ferner bei Dehalogenasemangel) oder infolge Schilddrüsenerkrankung (Thyreoiditis).

  • kretinoid
    • kretinoid

    • Englischer Begriff: cretinoid

    mit äußerlichen Merkmalen eines Kretins (aber ohne entsprechende geistig-seelische Merkmale); mit nur gering ausgeprägtem Kretinismus.

  • Kretschmer-Konstitutionstypologie
    • Kretschmer-Konstitutionstypologie

    • Englischer Begriff: Kretschmer types

    • Biogr.: Ernst K., 1888–1964, Psychiater, Marburg, Tübingen

    Klassifikation der Körperbautypen des Menschen unter Bezugnahme auf die zwischen „Körperbau u. Charakter“ (u. unter Einbeziehung psychischer Krankheiten) bestehenden Wechselbeziehungen. An körperlichen Merkmalen werden berücksichtigt Rumpfproportionen, Oberflächenrelief, Form der Gliedmaßen, des Kopfes u. Halses, Behaarung; s.a. Konstitution. Demnach gehören zum pyknischen Typ der zyklothyme Charakter (mit fließenden Übergängen zwischen abnormen zykloiden Charaktervarianten u. manisch-depressiver Erkrankung), zum leptosomen Typ die Schizothymie (mit Schizoidie als Abnormitätsvariante u. mit Schizophrenie als krankhafter Steigerung), zum athletischen Typ der schizothyme Charakter (mit Affinität zu Schizophrenie u. Epilepsie), zum dysplastischen Typ die Schizothymie. Die von K. postulierten Zusammenhänge zwischen Körperbau u. Charakter haben sich bislang nicht eindeutig bestätigt.

  • Kreuz
    • Englischer Begriff: sacral region

    Kurzbezeichnung für Kreuzbein(gegend), evtl. einschließlich des Lumbalbereichs.

  • Kreuz-Darmbein-Gelenk
    • Englischer Begriff: sacroiliac joint

    Articulatio sacroiliaca.

  • Kreuzallergie
    • Kreuz|all|ergie

    • Englischer Begriff: cross hypersensitivity; cross-reacting allergy

    eine Gruppenallergie („Paragruppenallergie“), bei der der gebildete Antikörper auch mit einem dem ursprünglichen Allergen verwandten Antigen reagiert.

  • Kreuzband
    • Kreuz|band

    • Fach: Anatomie

    • 1)
      Ligamentum cruciatum (anterius u. posterius) des Kniegelenks... (mehr)
    • 2)
      Ligamentum cruciforme atlantis... (mehr)
  • Kreuzband 1)
    Kreuzband
    • 1)

    Ligamentum cruciatum (anterius u. posterius) des Kniegelenks.

  • Kreuzband 2)
    Kreuzband
    • 2)

    • Englischer Begriff: cruciate ligament

    Ligamentum cruciforme atlantis.

  • Kreuzbandriss
    • Kreuzband|riss

    • Englischer Begriff: cruciate rupture

    Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes des Kniegelenkes. Leitsymptom ist das Schubladenphänomen.

  • Kreuzbein
    • Kreuz|bein

    • Englischer Begriff: sacrum

    Os sacrum.

  • Kreuzbeinfraktur
    • Kreuzbein|fraktur

    • Englischer Begriff: sacral fracture

    s.u. Beckenfraktur.

  • Kreuzbeingeflecht
    • Kreuzbein|geflecht

    • Englischer Begriff: sacral nerve plexus

    Plexus sacralis.

  • Kreuzbiss
    • Kreuz|biss

    • Englischer Begriff: crossbite

    Fehlokklusion im maximalen Vielpunktkontakt der Zahnreihen, bei der die gedachten Verbindungslinien gleichlaufender Höcker bei einzelnen Zähnen, Abschnitten der Zahnreihe oder der gesamten Zahnreihe nicht parallel verlaufen, sondern sich kreuzen. Dabei stehen die Oberkiefer-Höckerreihe gaumenwärts (palatinal) u./oder die innen liegende Unterkiefer-Höckerreihe wangenwärts (bukkal).

  • Kreuzblut
    • Kreuz|blut

    Blut, das dem Empfänger einer Bluttransfusion zur sog. Kreuzprobe abgenommen wird.

  • Kreuzdorn
  • Kreuzdreieck
    • Kreuz|dreieck

    • Englischer Begriff: sacral triangle

    beim Mann das der Michaelis-Raute entsprechende Dreieck im Kreuzbeingebiet, begrenzt von den Wülsten der bds. Gesäßmuskulatur u. des M. erector spinae.

  • Kreuzimmunität
    • Kreuz|immunität

    • Englischer Begriff: cross immunity

    erworbene Immunität nicht nur gegen das die Antikörperbildung auslösende („homologe“) Antigen, sondern auch gegen weitere Antigene mit der gleichen oder einer ähnlichen determinanten Gruppe (s.a. Kreuzreaktion).

  • Kreuzinfektion
    • Kreuz|infektion

    • Englischer Begriff: cross infection

    die gegenseitige Ansteckung zweier an verschiedenen Infektionskrankheiten erkrankter Personen.

  • Kreuzkopf
    • Kreuz|kopf

    • 1) Metopismus
      Schädel mit Kreuznaht... (mehr)
    • 2)
      Kopffehlform mit Stirn- u. Scheitelhöckern u. dazwischen furchenförmig... (mehr)
  • Kreuzkopf 1): Metopismus
    Kreuzkopf
    • 1) Metopismus

    • Englischer Begriff: metopism

    Schädel mit Kreuznaht.

  • Kreuzkopf 2)
    Kreuzkopf
    • 2)

    Kopffehlform mit Stirn- u. Scheitelhöckern u. dazwischen furchenförmig eingesunkenen Schädelnähten bei Kraniotabes.

  • Kreuzkraut
    • Kreuz|kraut

    s.u. Senecio.

  • Kreuznaht
    • Kreuz|naht

    • Fach: Anatomie

    Variante der Schädelnähte, wobei die fortbestehende („persistierende“) Sutura frontalis („S. metopica“) mit der – normalen – Pfeil- u. Kranznaht ein vollständiges Kreuz bildet.

  • Kreuzotter
    • Kreuz|otter

    • Synonyme: Vipera berus

    • Englischer Begriff: adder; European viper

    eine in Europa u. Asien heimische Giftschlange (Viperidae) mit kreuzartiger Zeichnung des Kopfbereiches u. zickzackförmiger Bandzeichnung im Rückenbereich. Ihr Biss führt zu Lymphangitis u. Allgemeinsymptomen durch hämo- u. proteolytische Gifte.

  • Kreuzprobe
    • Kreuz|probe

    • Englischer Begriff: crossmatching

    In-vitro-Prüfung der serologischen Blutgruppenverträglichkeit von Spender- u. Empfängerblut, indem rote Blutkörperchen („Ery“) des Empfängers mit Blutserum des Spenders (= Minorprobe) oder Empfängerserum mit Spender-Ery (= Majorprobe) im Reagenzglas oder auf einem Objektträger zusammengebracht u. 20 Min. bei 37 °C gehalten werden. Eine beim Ablesen der Probe makroskopisch u. mikroskopisch (80fache Vergrößerung) erkennbare Verklumpung (Agglutination) = positive K. zeigt Blutgruppeninkompatibilität – u. damit absolute Kontraindikation für eine Transfusion – an. Falsch positive Agglutination kann durch Testung in Kochsalz- (bei Raumtemperatur) u. Albumin-Milieu („Supplement-Test“; bei 37 °C) ausgeschlossen werden; als 3. Stufe findet Anw. der indirekte Coombs-Test (Nachweis von Anti-K, -Fya u. anderer inkompletter Wärme-Autoantikörper); s.a. biologische Probe, Zytotoxizitätstest (vor Organtransplantationen).

  • Kreuzreaktion
    • Kreuz|reaktion

    • Englischer Begriff: cross reaction

    in vitro oder – bei Allergie – im Organismus („in vivo“) eintretende Antigen-Antikörper-Reaktion im Fall der Kreuzimmunität; tritt auf als Reaktion auf Antigene verwandter Bakterienarten, wenn bestimmte Untereinheiten innerhalb ihres „Antigenmosaiks“ identisch sind, sowie bei Eiweißkörpern verwandter Tierarten u. bei künstlich konjugierten Antigenen (mit Strukturähnlichkeiten der angekoppelten Haptene).

  • Kreuzresistenz
    • Kreuz|resistenz

    • Synonyme: Parallelresistenz

    • Englischer Begriff: cross-resistance

    das „Übergreifen“ der gegen ein bestimmtes Antibiotikum erworbenen Resistenz der Krankheitserreger auf andere – im Allgemeinen chemisch nahe verwandte, nach dem gleichen oder einem ähnlichen Prinzip wirksame – Substanzen (z.B. die K. Penicillin/Cephalosporine oder Tetracyclin/Sulfonamide).

  • Kreuzschmerzen
    • Kreuz|schmerzen

    • Englischer Begriff: sacroiliac pain; low-back pain

    ein- oder beidseitig im Kreuzbeinbereich (evtl. einschließlich der Lendenwirbelsäule u. der Kreuz-Darmbein-Gelenke) auftretende dumpfe, drückende Schmerzen, oft mit Ausstrahlung in das Bein oder die Leiste. Als Ermüdungsschmerz (v.a. bei Haltungsstörung) sowie bei Störung im Bewegungssegment (Zerrung, Wirbelblock, -gleiten, Reizung von Spinalnervenwurzeln), bei Erkrankung der Baucheingeweide, v.a. bei gynäkologischen Reizzuständen (u.a. bei graviditätsbedingter Instabilität der Wirbelsäule u. des Beckens).

  • Kreuzshunt
    • Kreuz|shunt

    • Englischer Begriff: crossed shunt

    • Fach: Kardiologie

    bei der Transposition der großen Gefäße die den Blutaustausch zwischen Körper- und Lungenkreislauf garantierende anomale Kreislaufverbindung (Shunt) innerhalb oder außerhalb des Herzens, d.h. über ein offenes Foramen ovale, einen persistierenden Ductus arteriosus, über erweiterte Bronchialarterien, einen Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt, Lungenvenenfehlmündungen.

  • Kreuzungsphänomen
    • Kreuzungs|phänomen

    • Englischer Begriff: crossing phenomenon

    • Fach: Ophthalmologie

    s.u. Gunn.

  • Kribbelkrankheit
    • Kribbel|krankheit

    Ergotismus convulsivus.

  • Kriblüren
    • Etymol.: franz. crible = Sieb

    kleine Hirngewebslücken infolge Malazie bei Hirnarteriosklerose.

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