Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

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  • Lichen ruber verrucosus
    Lichen  >  Lichen 2)  >  Lichen ruber
    • L. r. verrucosus

    L. r. mit starker warzenartiger Hyperkeratose, v.a. an Unterschenkeln.

  • Lichen sclerosus
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. sclerosus

    straff-atrophische Hautbilder, teils dem L. ruber atrophicans, teils der Sclerodermia circumscripta zuzurechnen.

  • Lichen sclerosus et atrophicus hallopeau-darier
    Lichen  >  Lichen 2)  >  Lichen sclerosus
    • L. scl. et atrophicus Hallopeau-Darier

    • Synonyme: Weißfleckenkrankheit

    bis erbsgroße, rundliche, scharf begrenzte, (bläulich-)weiße, etwas eingesunkene, z.T. herdförmig konfluierende, nichtjuckende, straff-atrophische Herdchen mit zentraler komedoartiger, follikulärer Hyperkeratose; an seitlichen Halspartien, Nacken, Schultern, Brust u. Genitale (als Kraurosis penis bzw. Vulvadystrophie).

  • Lichen scrofulosorum
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. scrofulosorum

    • Synonyme: lichenoides Tuberkulid

    (Hebra 1860) gruppierte, hirsekorngroße, hautfarbene bis rötlichbraune Papeln mit harten Hornkegelchen in symmetrischen, bis handtellergroßen Herden (meist Rumpf) bei Kindern mit frischem Primärkomplex oder Frühgeneralisation der Tuberkulose; ferner nach BCG-Impfung.

  • Lichen simplex
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. simplex

  • Lichen simplex acutus 1)
    Lichen  >  Lichen 2)  >  Lichen simplex
    • 1) L. s. acutus

    Strophulus infantum.

  • Lichen simplex chronicus Vidal- 2)
    Lichen  >  Lichen 2)  >  Lichen simplex
    • 2) L. s. chronicus Vidal

    • Synonyme: Neurodermitis circumscripta

    an Nacken, Unterarmstreck-, Oberschenkelinnenseiten, Kreuzgegend, Skrotum bzw. Labien (selten generalisiert) einzelne oder multiple, stark juckende, rechteckig-streifige (L. s. striatus) oder ovale Herde mit peripherem Pigmentsaum, einer Zone gruppierter (evtl. graurötlich, bis hanfkorngroßer) Papeln u. zentraler Lichenifikation. Histol.: Hyper-, Parakeratose, Akanthose, Papillomatose mit perivaskulärem lymphozytärem Kutisinfiltrat; evtl. verrukös oder knotig (L. s. verrucosus bzw. obtusus).

  • Lichen spinulosus
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. spinulosus

    • Synonyme: Hyperkeratosis follicularis spinulosa Unna

    follikuläre Knötchen, einzeln oder gruppiert, mit aus den Follikeln hervorragenden feinen Hornstacheln; u.a. als Intoxikationsfolge, „Id“-Reaktion (z.B. L. sporotrichoticus, L. trichophyticus).

  • Lichen striatus
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. striatus

    streifenförmig auftretende entzündliche Dermatitis, v.a. bei Kindern.

  • Lichen syphiliticus
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. syphiliticus

    follikulär gebundene, spitzkegelige, leicht gerötete Papeln bei Lues (Stadium II).

  • Lichen trichophyticus
    Lichen  >  Lichen 2)
    • L. trichophyticus

    follikulär gebundene, blasse, spitzkegelige Papeln als Id-Reaktion bei Dermatophytose.

  • Lichen urticatus
  • Lichen variegatus
  • Lichenes
    • Lichenes

    • Fach: Botanik

    Abbildung

    als „Flechten“ in Symbiose miteinander lebende Pilze u. Algen; z.B. Lichen irlandicus (Carragheen). Lichen islandicus (Cetraria islandica = Isländisches Moos) wird als Heilpflanze verwendet. Ihre Schleimstoffe haben eine reizlindernde Wirkung; die bitter schmeckenden Flechtensäuren fördern die Magensaftabsonderung u. wirken schwach antibiotisch.

  • Lichenifikation
    • Li|cheni|fikation

    • Synonyme: Lichenisation

    • Englischer Begriff: lichenification

    Chagrinleder-artige Hautveränderung durch Verdickung u. Vergröberung der Hautfelderung; primär durch Zusammentreten von Lichenknötchen; sekundär-reaktiv nach chronischer mechan., chem. oder entzündl. Hautirritation (z.B. bei chron. Ekzem).

  • Lichenoid
    • Lichenoid

    • Englischer Begriff: lichenoid

    Hautkrankheit mit Lichen-ähnlichen Effloreszenzen; z.B. lichenoides Tuberkulid (Lichen scrofulosorum).

  • Licht
    • Englischer Begriff: light

    Abbildung

    der sichtbare Bereich des elektromagnet. Spektrums; i.w.S. auch UR- u. UV-Licht. Gerichtet oder ungerichtet (diffus), polarisiert oder nicht-polarisiert (d.h. Feldvektoren nur in einer bzw. in allen senkrecht zur Fortpflanzungsachse stehenden Ebenen schwingend), homogen (= monochromatisch) oder inhomogen (= polychromatisch). Wird von Körpern (Geweben) absorbiert unter Umwandlung der Energie in Wärme oder in – emittiertes – Licht anderer Wellenlänge; Eindringtiefe in menschl. Haut abhängig von Wellenlänge (Abb.); als natürl. Lichtfilter bzw. -schutz wirken Stratum corneum (für Epidermis), Pigment (für Kutis) u. Behaarung.

  • Lichtakanthose
    • Licht|akan|those

    Vorstadium der Lichtschwiele.

  • Lichtallergie
    • Licht|allergie

    Photoallergie.

  • Lichtausschlag
    • Licht|ausschlag

    • Englischer Begriff: photoexanthema

    • Fach: Dermatologie

    durch Licht als wesentlichem (auslösendem, verschlimmerndem oder unspezifisch-kombinant wirksamem) Faktor hervorgerufene krankhafte Hautreaktion; z.B. Herpes simplex solaris, seborrhoisches Ekzem, Lupus erythematodes; s.a. Lichtreaktion (dort Abb.).

  • Lichtausschlag, chronisch polymorpher
    Lichtausschlag
    • L., chronisch polymorpher

    • Englischer Begriff: polymorphous light eruption

    (Haxthausen) eine stark juckende, polymorphe (papulöse, vesikulöse, ekzematöse, lupusähnliche, lichenoide) Lichtdermatose an den exponierten Körperpartien.

  • Lichtbad
    • Licht|bad

    • Englischer Begriff: light bath

    Luft- u. Sonnenbad.

    • L., elektrisches
      Wärmetherapie durch Bestrahlung mit Kohlenfadenglühlampen (95% UR), reihenweise... (mehr)
  • Lichtbad, elektrisches
    Lichtbad
    • L., elektrisches

    Wärmetherapie durch Bestrahlung mit Kohlenfadenglühlampen (95% UR), reihenweise angebracht in einem tunnelart. „Lichtkasten“ bzw. „-bügel“ (für einzelne Körperteile) oder einer Kabine mit Halsöffnung (für Ganzkörper).

  • Lichtbrechung
    • Licht|brechung

    • Englischer Begriff: refraction (of light)

    • Fach: Ophthalmologie

    Brechung, Refraktion.

  • Lichtdermatitis
    • Licht|dermatitis

    • Englischer Begriff: photodermatitis

    Erythem, Ödem u. evtl. Bläschenbildung infolge Einwirkung von – pigmentierendem – UV A (λ 400–315 nm) u. – erythemerzeugendem – UV B (λ 315–280 nm); Dermatitis solaris („Sonnenbrand“), Photoallergie.

  • Lichtdermatose
    • Licht|dermatose

    • Synonyme: Photodermatose

    Abbildung

    Hauterkrankungen, die im Wesentlichen durch Einwirkung von Sonnen-, UV- (v.a. UV B), UR-Licht oder durch ionisierende Strahlen beeinflusst sind, d.h. von einer Lichtreaktion abhängen. Pathogen.: a) zu intensive Bestrahlung (Dermatitis solaris, Cheilitis actinica); b) Überempfindlichkeit der Haut, d.h. gesenkte Reizschwelle, entweder infolge Photoallergie (z.B. Akne-Prurigo, Lichtausschlag, Frühlingsdermatitis, Hidroa aestivalis) oder phototoxisch nach photochemischer Sensibilisierung durch Teer, Mineral- oder Bergamottöl, Furanocumarin, Porphyrine etc. (z.B. Teer-Sonnendermatitis, Schwerölmelanose, Berloque-Dermatitis, Bade-, Wiesendermatitis, protoporphyrinämische Lichturtikaria, Bullosis actinica); c) lang andauernde Lichteinwirkung mit vorzeit. Hautalterung (Lichtelastose; z.B. Dermatitis actinica chronica), evtl. in Lichtkrebs übergehend. – I.w.S. auch jede durch Lichteinfluss ausgelöste oder verstärkte Hauterkrankung (z.B. Lupus erythematodes, Pellagra). S.a. Abb.

    • L., polymorphe
      relativ häufige, polymorphe Veränderungen nach Sonneneinwirkung; wahrscheinlich... (mehr)
  • Lichtdermatose, polymorphe
    Lichtdermatose
    • L., polymorphe

    • Englischer Begriff: photodermatosis

    relativ häufige, polymorphe Veränderungen nach Sonneneinwirkung; wahrscheinlich zellvermittelte Photoallergie.

  • Lichtdiagnostik
    • Licht|diagnostik

    • Synonyme: photobiologische Diagnostik

    diagnostische Verfahren v.a. bei Verdacht auf lichtbedingte Dermatosen. Methoden: Am Anfang steht die Lichttreppe, bei der die individuelle Lichtempfindlichkeit für UVA- u. UVB-Strahlung getestet wird. Diese wird in aufsteigender Dosierung auf verschiedene Felder auf nicht UV-exponierte Haut (z.B. unterer Rücken) appliziert u. die Reaktion sofort, nach 20 Min. u. nach 24 Std. abgelesen. Die Photoprovokation dient zur Diagnostik v.a. von Lichtdermatosen u. zur Identifizierung von systemisch wirkenden Photoallergenen. Die Bestrahlung von Hautfeldern erfolgt mit UVA u. UVB mit oder ohne Verabreichung von Allergen. Beim Photopatchtest werden Testsubstanzen am Rücken appliziert, mit UVA bestrahlt u. sofort, nach 24, 48 u. 72 Std. abgelesen. Evtl. histologische Untersuchung zur weiteren Diagnostik (z.B. bei Lupus erythematodes).

  • lichtelektrischer Effekt
    • licht|elektrischer Effekt

    • Synonyme: photoelektrischer Effekt; Photoeffekt

    • Englischer Begriff: photoelectric effect

    Abbildung

    (Lenard, Hallwachs, Hertz) Ablösung von Elektronen aus einem Atomverband durch Lichteinwirkung (Abb.). Beim „äußeren l. E.“ ist die Anregungsenergie so groß, dass die ausgelösten Elektronen auch von der Oberfläche des Stoffes abgetrennt werden; Prinzip der Photozelle. Beim „inneren l. E.“ reicht sie nur für deren Auslösung (so dass Leitfähigkeit bzw. Widerstandsänderung entsteht); Anw. u.a. bei Halbleiterphotoelementen.

  • Lichtempfindung
    • Licht|empfindung

    • Englischer Begriff: light sensation

    Gesichtssinn.

  • Lichtenberg-Plastik
    • Lichtenberg-Plastik

    • Englischer Begriff: Lichtenberg's plasty

    • Biogr.: Alexander v. L., 1880–1949, Chirurg, Berlin

    laterale Nierenbeckenplastik (totale Nierenbecken-Ureter-Anastomose) bei Striktur des obersten Harnleiterabschnitts mit hohem Harnleiterabgang; ergänzend Nephrostomie u. -pexie.

  • Lichtenstein-Syndrom
    • Lichtenstein-Syndrom

    • Englischer Begriff: Jaffé-Lichtenstein syndrome

    • Fach: Orthopädie

    s.u. Jaffé-Lichtenstein.

  • Lichtheim
    • Lichtheim

    • Biogr.: Ludwig L., 1845–1928, Internist, Königsberg, Bern

    • L.-Aphasie
      transkortikale Aphasie; s.a... (mehr)
    • L.-Syndrom
      funikuläre Spinalerkrankung (mit Degenerationsbezirken der weißen Hirnsubstanz... (mehr)
    • L.-Wernicke-Schema   Abbildung
      (1885) Schema des normalen u. pathologischen Sprachablaufs nach Art eines... (mehr)
  • Lichtheim-Aphasie
    Lichtheim
    • L.-Aphasie

    transkortikale Aphasie; s.a. Déjerine-Phänomen = L.-Prüfung.

  • Lichtheim-Syndrom
    Lichtheim
    • L.-Syndrom

    funikuläre Spinalerkrankung (mit Degenerationsbezirken der weißen Hirnsubstanz = L.-Flecken).

  • Lichtheim-Wernicke-Schema
    Lichtheim
    • L.-Wernicke-Schema

    • Englischer Begriff: Lichtheim-Wernicke scheme

    Abbildung

    (1885) Schema des normalen u. pathologischen Sprachablaufs nach Art eines Reflexbogens.

  • Lichtintensität
    • Licht|intensität

    • Englischer Begriff: luminous intensity

    • Fach: Physik

    Lichtstärke.

  • Lichtkasten
    • Licht|kasten

    • Englischer Begriff: electric heat cradle

    s.u. Lichtbad, elektrisches.

  • Lichtkoagulation
    • Licht|ko|agulation

    • Englischer Begriff: photocoagulation

    • Fach: Ophthalmologie

    gezielte Koagulation am Augenhintergrund mit Hilfe eines konzentrierten Lichtbündels (v.a. als Laser-Strahl); bei Netzhautforamina, Netzhautischämie (z.B. nach Gefäßverschluss), zur Netzhautgefäßverödung bei rezidivierender Blutung, Periphlebitis, Neoplasma-Koagulation (Netz- u. Aderhaut). – Ferner als Infrarot-L. bei Blutungen an parenchymatösen Organen.

  • Lichtkrebs
    • Licht|krebs

    • Englischer Begriff: actinic carcinoma

    nach wiederholter, lang andauernder UV-Bestrahlung (Sonnen-, Schweiß-, Quarzlampen-, Kohlebogenlicht) v.a. an Gesicht, Händen, Unterarmen u. Nacken auftretendes Hautkarzinom (meist Basaliom oder Plattenepithelkarzinom), begünstigt durch chronische Dermatitis actinica.

  • Lichtmikroskop
    • Licht|mikroskop

    • Englischer Begriff: light microscope

    mit sichtbarem Licht (parallelstrahlig) zur Objektabbildung arbeitendes Mikroskop; das Licht wird durch einen Spiegel auf ein Linsensystem („Kondensor“; höhenverstellbar, mit variabler Aperturblende) geworfen u. dort auf das Objekt konzentriert; über dem Objekt Tubus mit Objektiv u. Okular. – Für feinere Untersuchungen wird ein spez. Objektiv (Ölimmersion) verwendet, wobei durch einen Tropfen Immersionsöl (mit einem an Glas angenäherten Brechungsindex von ca. 1,51) ein übergangsfreier optischer Kontakt (geringe Lichtablenkung) zum Objekt = Präparat geschaffen wird; ermöglicht bessere Auflösung u. damit höhere Vergrößerung. Weitere Verfahren: Phasenkontrast-, Fluoreszenzmikroskopie.

  • Lichtquant
    • Licht|quant

    • Englischer Begriff: light quantum

    • Fach: Physik

    den korpuskulären Charakter des Lichtes hervorhebende Bezeichnung für ein mit Ruhemasse Null behaftetes „Lichtteilchen“; s.a. Quantenenergie.

  • Lichtreaktion
    • Licht|reaktion

  • Lichtreaktion 1)
    Lichtreaktion
    • 1)

    • Fach: Ophthalmologie

    Abbildung

    Lichtreflex.

  • Lichtreaktion 2)
    Lichtreaktion
    • 2)

    • Englischer Begriff: light reaction

    • Fach: Dermatologie

    Schema; s.a. Licht.

  • Lichtreaktion, persistierende
    Lichtreaktion  >  Lichtreaktion 2)
    • L., persistierende

    • Englischer Begriff: persistent l. r.

    Photoallergie, die später auch nur durch Licht, d.h. ohne Photoallergen ausgelöst werden kann.

  • Lichtreflex
    • Licht|reflex

    • 1)
      reflektor... (mehr)
    • 2)
      bei der Ohrspiegelung sichtbarer dreieck... (mehr)
  • Lichtreflex 1)
    Lichtreflex
    • 1)

    • Synonyme: Pupillenreflex

    • Englischer Begriff: pupillary light reflex

    • Fach: Ophthalmologie

    reflektor. Verengung der Pupille auf Lichteinfall (Anlaufzeit ca. 0,2 Sek.); am belichteten (= direkter L.) u. am unbelichteten Auge (= konsensueller L.); quantitativ abhängig von der Leuchtdichte v.a. im Makulabereich; s.a. Pupillenreaktion, Augenzeichen.

  • Lichtreflex 2)
    Lichtreflex
    • 2)

    • Englischer Begriff: light reflex

    • Fach: Otologie

    bei der Ohrspiegelung sichtbarer dreieck. Reflex im unteren-vorderen Trommelfellquadranten (Spitze zum Umbo, Basis zum Rand). Kriterium für Lage, Form u. Funktion des Trommelfells.

  • Lichtreflexionsrheographie
    • Licht|reflexions|rheographie

    Messung der Blutfülle in den obersten Hautschichten mittels Photometer am medialen Unterschenkel. Abnahme unter rhythmischer Betätigung des Unterschenkels ermöglicht Rückschlüsse auf das Ausmaß von Funktionsstörungen der Venen-Muskel-Pumpe.

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