Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

Roche Lexikon Logo
Medizin-Lexikon durchsuchen

Wonach suchen Sie? Bitte geben Sie Ihren Suchbegriff ein:

Suchergebnisse

  • Lipoprotein X
  • Lipoproteine
    • Lipo|proteine

    • Englischer Begriff: lipoproteins

    Abbildung

    aus Eiweiß (Apolipoproteine) u. Lipiden bestehende Moleküle, die den Transport der wasserunlöslichen Lipide (v.a. Cholesterin, -ester, Triglyceride, Phospholipide) im Blut ermöglichen; s.a. Chylomikronen. Die Einteilung erfolgt nach physikalisch-chemischen Eigenschaften entweder durch Ultrazentrifugation oder Lipoproteinelektrophorese.

  • Lipoproteine geringer Dichte 2)
    Lipoproteine
    • 2) L. geringer Dichte

    • Synonyme: β-L.; LDL (Abk.)

    • Englischer Begriff: low-density l.

    die Betalipoproteine; sie entstehen unter Mitwirkung der Lipoproteinlipase aus VLDL (über IDL = intermediate-density l.) u. enthalten ca. 80% des Serumcholesterins, die hauptsächliche Eiweißkomponente ist Apolipoprotein B. – LDL-Rezeptoren (M. S. Brown, J. L. Goldstein, Nobelpreis 1985) an Zelloberflächen nehmen das LDL-(gebundene)Cholesterin in begrenztem Umfang (soweit es die Zellen benötigen) auf; angeborener LDL-Rezeptoren-Mangel (eine besondere Form der Hyperlipoproteinämie Typ IIa) führt zu extrem hohen Cholesterinwerten im Serum u. hoher Sterblichkeit an arteriosklerotischen Gefäßerkrankungen (z.B. Myokardinfarkt), bereits in jugendl. Alter. – Unabhängig von LDL-Rezeptoren können sog. Scavenger-Zellen („Kaminkehrer“ = Makrophagen) LDL bei erhöhtem LDL-Angebot aufnehmen.

  • Lipoproteine hoher Dichte 3)
    Lipoproteine
    • 3) L. hoher Dichte

    • Synonyme: α-L.; HDL (Abk.)

    • Englischer Begriff: high density l.

    die durch ihren hohen Proteinanteil (v.a. Apolipoprotein AI u. AII sowie E) „schweren“ Alpha-L.; Vorläufer entstehen in Leber u. Darmepithel u. reifen im Blut durch Aufnahme von Lipiden u. Apoproteinen zu sphärischen Molekülen, die sich durch Dichte u. Proteinkomponenten als HDL2a, HDL2b u. HDL3 unterscheiden; höhere HDL-Werte scheinen mit verringertem Risiko arteriosklerotischer Gefäßerkrankungen einherzugehen, während ein erhöhtes Konzentrationsverhältnis LDL/HDL (sog. Atheroskleroseindex) bzw. Apo B/Apo AI dieses Risiko erhöht. S.a. Tangier-Krankheit, LCAT.

  • Lipoproteine sehr geringer Dichte 1)
    Lipoproteine
    • 1) L. sehr geringer Dichte

    • Synonyme: Prä-β-L.; VLDL (Abk.)

    • Englischer Begriff: very-low-density l.

    besonders lipidreiche (v.a. Triglyceride) u. daher „leichte“ L. Sie entstehen v.a. in der Leber u. der Dünndarmmukosa.

  • Lipoproteinelektrophorese
    • Lipo|protein|elektrophorese

    • Englischer Begriff: lipoprotein electrophoresis

    Tabelle

    Auftrennung der Lipoproteine nach dem Prinzip der Eiweißelektrophorese; nach Fettfärbung (z.B. mit Ölrot-O) ist die Unterscheidung der einzelnen Fraktionen möglich (Tab.); dient v.a. zur Untersuchung des Typs bei Hyperlipoproteinämie.

  • Lipoproteinlipase
    • Lipo|protein|lipase

    • Englischer Begriff: lipoprotein lipase

    v.a. an Endothelzellen vorhandenes Enzym, das die Hydrolyse triglyceridreicher Lipoproteine katalysiert; s.a. PHLA (= post-Heparin-lipolytische Aktivität).

  • Lipoproteinose
    • Lipo|proteinose

    • Englischer Begriff: lipoproteinosis

    Hyalinosis cutis et mucosae.

  • Liporetikulose
  • Liposarkom
    • Lipo|sarkom

    • Englischer Begriff: liposarcoma

    bösartiger Tumor des Fettgewebes als eines der häufigsten Weichteilsarkome; meist hohe Gewebsreife, aber auch verwilderte polymorphzellige u. Mischformen (Lipomyo-, -myxosarkom); v.a. in tieferen Gewebsschichten der unteren Gliedmaßen u. im Retroperitoneum; Metastasen v.a. in Lunge, Leber.

  • Lipositol
    • Lipositol

    • Englischer Begriff: lipositol

    (Folch 1949) in Hirnsubstanz, Lebermikrosomen u. Sojabohnen nachgewiesenes Phospholipoid.

  • Liposklerose
    • Lipo|sklerose

    Sklerosierung von Fettgewebe.

  • Liposom
    • Lipo|som

    • Englischer Begriff: liposome

    aus einer Lipid-Doppelschicht bestehendes Teilchen, das im Inneren eine wässrige Lösung enthält (u. daher dem Modell einer primitiven Zellmembran entspricht); entsteht z.B. durch Behandlung einer Lipoidmembran mit Ultraschall.

  • Liposuktion
    • Lipo|suktion

    • Englischer Begriff: liposuction(ing)

    die perkutane Absaugung von Fettgewebe im Rahmen sog. schönheitschirurgischer Maßnahmen.

  • lipotrop
    • lipo|trop

    • Englischer Begriff: lipotropic

    mit bes. Affinität zu Fett(en).

  • lipotrope Faktoren
    lipotrop
    • l. Faktoren

    im Tierversuch einer Leberverfettung entgegenwirkende Stoffe, z.B. Cholin, Betain, Methionin; i.e.S. das den Fettstoffwechsel beeinflussende Glykokollbetain u. weitere N- sowie S-methylierte Stoffe.

  • lipotropes Hormon
    lipotrop
    • l. Hormon

    • Synonyme: LPH (Abk.)

    Lipotropin.

  • Lipotrophie
    • Lipo|trophie

    • Englischer Begriff: lipotrophy

    Hypertrophie des Fettgewebes.

  • Lipotropie
    • Lipo|tropie

  • Lipotropie 1)
  • Lipotropie 2)
    Lipotropie
    • 2)

    • Englischer Begriff: lipotropism; -tropy

    (i.w.S.) Eigenschaft von Körpergeweben (v.a. Leberparenchym), Lipide an sich zu ziehen u. nach Bedarf umzusetzen.

  • Lipoxygenase
    • Lip|oxy|genase

    • Englischer Begriff: lipoxygenase

    Enzym, das ungesättigte Fettsäuren in peroxidierte Formen umsetzt; bedeutsam z.B. für die Bildung der Leukotriene aus Arachidonsäure.

  • Lipozele
    • Lipo|zele

    • Englischer Begriff: lipocele

    • Fach: Pathologie

    Liparozele.

  • Lipozyt
    • Lipo|zyt

    • Englischer Begriff: lipocyte

    univakuoläre Fettzelle als Baustein des weißen Fettgewebes.

  • Lippe
    • Englischer Begriff: lip

    Labium; i.e.S. die Ober- u. Unterlippe (Labia oris), s.a. Cheil(o)..., Chil...

  • Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte
    • Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte

    • Englischer Begriff: cheilognathouranoschisis

    s.u. Lippen-Kiefer-Spalte.

  • Lippen-Kiefer-Spalte
    • Lippen-Kiefer-Spalte

    • Englischer Begriff: cheilognathoschisis

    Abbildung   Abbildung

    häufigste angeborene Fehlbildung (~1/500 Geburten); Ätiol.: genetisch, aber auch exogene Faktoren beteiligt. Spaltbildung kann ein- oder beidseitig sein u. verschiedene Strukturen betreffen (Lippenspalte, Lippen-Kiefer-Spalte, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte; Abb.). Führt neben ästhetischen Problemen zu Ernährungs-, Sprach- u. Hörschwierigkeiten. Ther.: operativer Verschluss (z.B. im 3. Mon. Lippenplastik, mit 2 J. Gaumenspaltenverschluss, gleichzeitig oder bald darauf Verschluss von hartem Gaumen u. Kiefer). Op.-Termin stets so rechtzeitig, dass normale Sprache erlernt wird, aber so spät, dass keine Wachstumshemmung (hoher enger Gaumen, Pseudoprogenie, Zahnfehlstellungen im Seitenzahnbereich) mehr auftritt, s.a. Schema. Langfristig Sprachtherapie u. kosmetische Chirurgie bis zum Abschluss des Wachstums.

  • Lippenbremse
    • Englischer Begriff: pursed lip breathing

    atemtherapeutische Maßnahme zur Verbesserung der Ausatmung bei obstruktiven Atemwegserkrankungen. Entwicklung eines exspiratorischen Widerstandes durch Ausatmung gegen die leicht aufeinander gepressten Lippen.

  • Lippenentzündung
    • Lippen|entzündung

    Cheilitis.

  • Lippenfistel
    • Lippen|fistel

  • Lippenfistel 1)
    Lippenfistel
    • 1)

    • Englischer Begriff: fistula of lip

    unregelmäßig-dominant erbl. Hemmungsfehlbildung des Unterlippensaumes mit seichter Einsenkung als Mündung eines blind endenden Fistelganges (Inhalt: klares, fadenziehendes Sekret). – Seltener an der Oberlippe als „forme fruste“ einer Cheiloschisis.

  • Lippenfistel 2)
    Lippenfistel
    • 2)

    • Englischer Begriff: lip-shaped fistula

    • Fach: Chirurgie

    op. äußere (Darm-)Fistel mit evertierter Schleimhaut.

  • Lippenfurunkel
    • Lippen|furunkel

    • Englischer Begriff: labial furuncle

    follikuläre Eiterung, meist der Oberlippe (Gefahr der Sinus-cavernosus-Thrombose über die V. angularis).

  • Lippenherpes
    • Lippen|herpes

    Herpes simplex labialis.

  • Lippenkarzinom
    • Lippen|karzinom

    • Englischer Begriff: cheilocarcinoma

    zu den Kopf-Hals-Tumoren gehörendes, papillomatöses, exophytisches oder ulzeröses – meist verhornendes – Plattenepithelkarzinom der Unter-, seltener der Oberlippe; fast stets auf aktinisch-degenerativer oder chronisch gereizter Schleimhaut (Pfeifenraucher), Narbe etc.; s.a. Cheilitis.

  • Lippenlaut
    • Lippen|laut

    • Englischer Begriff: labial sound

    unter Beteiligung der Lippen artikulierter Konsonant, stimmhaft v.a. B, W, B, M, stimmlos P, F(V).

  • Lippenleckekzem

      periorales Ekzem; kumulativ toxisches Ekzem als Folge einer Austrocknung der Haut durch häufiges Lecken.

    • Lippenplastik
      • Lippen|plastik

      • Englischer Begriff: cheiloplasty

      funktions- u. formgerechte op. Korrektur eines angeborenen oder erworbenen, totalen oder partiellen Lippendefekts durch Hauttransplantation (Brücken-, Stiellappen) v.a. aus der Nachbarschaft (bukkale, juxtamentale, temporoparietale, brachiale Methode; z.B. nach Bruns, Estlander, Abbe, Dieffenbach). Bei Lippenspalte (meist nach 3. Mon.) unter funktioneller Herstg. des Nasenbodens u. Einordnung des Nasenflügels an seine natürl. Stelle (z.B. nach Axhausen, Blair, Le Mésurier, Langenbeck).

    • Lippenpolster
      • Lippen|polster

      s.u. Luschka-v. Pfaundler.

    • Lippenrot
      • Lippen|rot

      • Englischer Begriff: red of the lips; vermilion border

      haar- u. drüsenfreie Übergangszone zwischen Gesichtshaut u. Mundschleimhaut.

    • Lippensaum
      • Lippen|saum

      dicht mit Epithelzotten besetzte, die Saughaftung fördernde Hautzone (embryonale Lippenverwachsungszone) am Übergang zur Lippenschleimhaut.

    • Lippenspalte
      • Lippen|spalte

      • Englischer Begriff: cheiloschisis; cleft lip

      angeborene, ein- oder beidseit. Spaltbildung (Hemmungsfehlbildung) der Oberlippe; isoliert (sog. Hasenscharte; umgangssprachlich/abwertend) oder bei Lippen-Kiefer-(Gaumen-)Spalte; als vollkommene L. durch den Nasenboden bis in die Kieferspalte reichend. Nasenflügel der Spaltseite breit ausgezogen.

    • Lippenzeichen
      • Lippen|zeichen

      rüsselartiges Lippenvorstrecken bei Beklopfen der Mundmuskeln als Teil des Chvostek-Zeichens (bei Tetanie).

    • Lippenzyste
      • Lippen|zyste

      perlmutterfarben bis bläulich durchschimmerndes Schleim-Speichel-Granulom.

    • Lippitudo
      • Lippi|tudo

      • Englischer Begriff: lippitude; blear eye

      Blepharitis marginalis mit „triefenden Lidern“ (Hypersekretion der Meibom-Drüsen).

    • Lipschütz-Körperchen
      • Lipschütz-Körperchen

      • Englischer Begriff: Lipschütz bodies

      intranukleäre eosinophile Einschlusskörperchen; v.a. in vielkernigen Ballonzellen, bei Varizellen, Zoster, Herpes.

    • Lipurie
      • Lip|urie

      • Englischer Begriff: lipuria

      Lipoidurie.

    • Liq.
      • Synonyme: liq.

      • Fach: Pharmazie

      Abk. für Liquor. Analog: liquidus (flüssig), liquefactus (in flüss. Zustand übergeführt).

    • Liquefaktionsnekrose
      • Lique|faktions|nekrose

      • Englischer Begriff: liquefaction necrosis

      Kolliquationsnekrose.

    • Liquid ventilation
      • liquid ventilation

      • Etymol.: engl.

      totale Flüssigkeitsbeatmung; Beatmungsverfahren, bei dem – anders als bei den in der Intensivtherapie üblichen Verfahren – statt eines Gasgemisches eine Flüssigkeit (Perfluorcarbone) in die Lungenalveolen instilliert wird. Der Gasaustausch findet zwischen den Alveolen u. dieser Flüssigkeit statt. Perfluorcarbone sind einfache Kohlenwasserstoffverbindungen, in denen sich O2 und CO2 in hoher Konzentration lösen können. Intention der Methode ist es, hohe Beatmungsdrücke zu vermeiden, die ihrerseits einen bereits bestehenden Lungenschaden (z.B. bei ARDS) noch verschlimmern können; befindet sich noch im klinischen Versuchsstadium.

    13959