Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

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  • literal
    • literal

    Buchstaben(gruppen) betreffend.

  • Literalataxie
    • Literal|ataxie

    Silbenstolpern.

  • lith...

      Wortteil „Stein“, „Konkrement“, „Tophus“.

    • Lithiasis
      • Li|thia|sis

      • Synonyme: Calculosis

      • Englischer Begriff: lithiasis

      Bildung bzw. Vorhandensein von Konkrementen in einem (Hohl-)Organ oder Gewebe; i.w.S. das dadurch verursachte „Steinleiden“, Cholelithiasis, Nephrolithiasis.

    • Lithium
      • Lithium

      • Synonyme: Li (Abk.)

      • Englischer Begriff: lithium

      Alkalimetall mit Atomgew. 6,94, OZ 3; 1-wertig; natürliche Isotope: 6Li, 7Li, radioaktiv 8Li. Vork. u.a. als biologisches Spurenelement (Serumwerte 3–11 μg/l). pharm Anw. finden Li-Salze (Chlorid, Carbonat) bei manisch-depressiven Erkrankungen als Dauer- bzw. Intervallbehandlung; NW: Leukozytose, Gewichtszunahme, Hautveränderungen, feinschlägiger Tremor, Schilddrüsenfunktionseinschränkungen. Gefahr der Li-Vergiftung bei ungenügender renaler Clearance (< 10 ml/min) infolge Akkumulation; manifestiert sich als arterielle Hypertonie u. Nierenschädigung. Klinik: bei Serumwerten > 2–2,5 mval/l Durst u. Hyposthenurie, bei 3–4 mval/l Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauch- u. Muskelschmerzen, Quincke-Ödem, fein-, später grobschlägiger Tremor, verwaschene Sprache, Muskelzuckungen, Durchfall; bei > 4–6 mval/l Muskelhypertonie, Bewusstseinsstörung, evtl. epileptische Krampfanfälle, zentrale Ausfallserscheinungen.

    • Lithocholsäure
      • Litho|chol|säure

      • Englischer Begriff: lithocholic acid

      3-Monohydroxycholansäure; eine natürl. Gallensäure.

    • lithogen
      • litho|gen

      • Englischer Begriff: lithogenic

      konkrementbildend; durch Konkremente („Steine“) ausgelöst.

      • l. Index
        Quotient aus Cholesterin/Gallensäuren-Gehalt der Galle; ermöglicht Aussagen... (mehr)
    • lithogener Index
      lithogen
      • l. Index

      Quotient aus Cholesterin/Gallensäuren-Gehalt der Galle; ermöglicht Aussagen über Gallensteinbildung u. wird z.B. durch einige Lipidsenker verändert.

    • Lithognost
      • Biogr.: Hofstetter u. Pensel

      gepulster Farbstoff-Laser mit automatischer Steinerkennung zur Ureter-Steinzertrümmerung.

    • Lithoklasie
      • Litho|kla|sie

      • Englischer Begriff: lithoclasty

      • Fach: Therapie

      Lithotripsie.

    • Litholapaxie
      • Litho|la|pa|xie

      • Englischer Begriff: litholapaxy

      Absaugen der Fragmente nach Lithotripsie, i.w.S. auch die Konkremententfernung als solche. Methoden n. Bigelow, Thompson.

    • Litholyse
      • Litho|lyse

      • Englischer Begriff: litholysis

      die intrakorporale therapeutische Stein- = Konkrementauflösung: v.a. als Chemolitholyse erfolgreich.

    • Lithopyonephrose
      • Litho|pyo|nephrose

      • Englischer Begriff: lithopyonephrosis

      Steinpyonephrose.

    • Lithotomie
      • Litho|tomie

      • Englischer Begriff: lithotomy

      „Steinschnitt“ zur unmittelbaren op. Entfernung von Harnkonkrementen; i.e.S. der klass. Blasensteinschnitt (Celsus) nach rektalem Andrücken des Steines gegen den Damm (s.a. Sectio alta, lateralis, mediana). – I.w.S. jede operative Steinentfernung.

    • Lithotripsie

        Steinzertrümmerung; i.e.S. die verschiedenen Verfahren (endoskopisch, chemisch, Stoßwellen von außen) zur nichtoperativen Zerkleinerung von Konkrementen in Hohlorganen (Gallen-, Blasen- Harnleiter- oder Nierensteine). 1) endoskopische Verfahren: a) mechanische L.: L. mit einem schnabelförmigen Fassgerät, das im Hohlorgan aus dem vorderen Ende des Endoskops geschoben wird, den Stein (Blasenstein) fasst u. zerquetscht oder über ein Fangkörbchen (Dormia-Körbchen) das Konkrement umschließt u. durch konzentrisch ausgeübte Zugkraft zertrümmert (Gallenblasenstein, Choledochusstein). Die Konkrementteilchen werden über eine spezielle Absaugvorrichtung im Endoskop abgesaugt; – b) elektrohydraulische L.: L. mittels eines elektrischen Funkenschlages, der zur Verdampfung der Flüssigkeit führt, die den Stein umgibt. Die daraufhin entstehende Druckwelle bringt den Stein zum Bersten; – c) Ultraschall-L. (endoskopische): L., bei der sich der Ultraschallkopf in der Spitze des Endoskops befindet u. der im Drahtkörbchen eingefangene Stein mit den Schallwellen „beschossen“ wird; – d) Wasserdruck-L.: L. durch einen scharfen Wasserstrahl aus dem Endoskop auf das im Fangkörbchen liegende Konkrement; – e) Laser-L.: L., bei der das Konkrement mittels eines Dauerstrichlasers nach perkutanem Zugang in das Hohlorgan (z.B. Harnleiter, Gallenblase) zertrümmert wird; der sog. Q-switched-Laser stellt eine Weiterentwicklung dar. Dabei werden die Steine durch eine laserinduzierte Schockwelle zerkleinert. 2) chemische Verfahren: Chemolitholyse. 3) Verfahren von außen über gebündelte Stoßwellen: extrakorporale Stoßwellenlithotripsie. S.a. Cholelithotripsie.

      • Lithotripsie, piezoelektrische
        Lithotripsie
        • L., piezoelektrische

        • Englischer Begriff: lithotripsy

        s.u. Stoßwellenlithotripsie, extrakorporale.

      • Lithozystotomie
        • Litho|zysto|tomie

        • Englischer Begriff: lithocystotomy

        „Blasensteinschnitt“ (Lithotomie).

      • Lithurie
        • Lith|urie

        • Englischer Begriff: lithuresis

        Harnsteinabgang im Urin.

      • LITT

          Abk. für laserinduzierte Thermotherapie.

        • Litten-Phänomen
          • Litten-Phänomen

          • Englischer Begriff: Litten's phenomenon

          bei tiefer In- u. Exspiration mit der Zwerchfellexkursion auf- u. abgleitende Einziehung der Brustwand. Fehlt z.B. bei Pleuraerguss, -schwarte, Lungenemphysem.

        • Little
          • Little

          • Biogr.: 1) Ernest Gordon Graham L., 1867–1950, brit. Dermatologe; 2) William John L., 1810–1894, Chirurg, London

        • Little-Lassueur-Piccardi-Syndrom
          Little
          • L.-Lassueur-Piccardi-Syndrom

          • Englischer Begriff: Graham Little syndrome

          • Biogr.: Ernest Gordon Graham L.

          seltene follikuläre Form des Lichen ruber planus mit atrophisierenden Kopf-, seltener Körperherden.

        • Little-Syndrom
          Little
          • L.-Syndrom

          • Synonyme: L.-Krankheit

          • Englischer Begriff: L.'s disease; cerebral palsy; diplegic type

          • Biogr.: William John L.

          spastische Lähmung (Paraplegie) infolge frühkindl. Hirnschädigung, z.B. durch Früh-, Schwergeburt oder Asphyxie, bei genet. Besonderheiten (Phenylketonurie, Kernikterus etc.), pränataler Entwicklungsstörung (Hydrozephalus, Gehirnfehlbildung etc.); s.a. zerebrale Kinderlähmung, Spastik, Spastiker. Klinik: spastische Lähmung (Diplegie) beider Beine, die stark hyperton, gestreckt, durch Adduktorenspasmus adduziert bis gekreuzt sind. Ferner Klumpfußstellung, athetotische oder choreatiforme Bewegungsstörung, Sprachstörungen; evtl. Beteiligung der Arme; Intelligenzdefekt nicht obligat.

        • Littre
          • Littre

          • Biogr.: Alexis L., 1658–1726, Anatom u. Chirurg, Paris

        • Littre-Drüsen
          Littre
          • L.-Drüsen

          • Englischer Begriff: Littre's glands

          Glandulae urethrales urethrae masculinae. – Deren eitrige (meist gonorrhoische) Entzündung wird als L.-Abszess oder Littr(e)itis bezeichnet.

        • Littre-Hernie
          Littre
          • L.-Hernie

          • Englischer Begriff: L.'s hernia

          ursprüngl. eine Leisten- oder Schenkelhernie mit im Bruchsack befindl. Meckel-Divertikel; i.e.S. jede Hernie mit divertikelartiger Herniation eines Darmwandabschnitts.

        • Litzmann
          • Litzmann

          • Biogr.: Conrad Carl Theodor L., 1815–1890, Arzt, Kiel

        • Litzmann-Einteilung
          Litzmann
          • L.-Einteilung

          • Englischer Begriff: Litzmann's classification

          • Fach: Geburtshilfe

          Tabelle

          normierende E. der Beckenverengungen nach Form, Art u. Grad (s. Tab.).

        • Litzmann-Obliquität
          Litzmann
          • L.-Obliquität

          • Englischer Begriff: L.'s obliquity

          hinterer Asynklitismus.

        • Livedo
          • Li|ve|do

          • Englischer Begriff: livedo

          fleck-, streifen-/netzförmige Zyanose der Haut bei funktionell oder organisch bedingter venöser Stauung.

        • Livedo racemosa
          Livedo
          • L. racemosa

          Abbildung

          (Ehrmann 1907) großnetzige, baum- oder rankenförmige L. durch granulomatöse Wandveränderungen kleiner u. tiefer subkutaner Venen u. Arterien. Tritt auf bei Vaskulitis, Periarteriitis nodosa, Arteriosklerose, Hypertonie, Syphilis, Dermatomyositis, Gelenkrheumatismus, Erythema induratum etc. (s. Abb.).

        • Livedo reticularis
          Livedo
          • L. reticularis

          Cutis marmorata.

        • livid
          • li|vid

          • Englischer Begriff: livid

          bläulich verfärbt, fahl.

        • Lividität
          • Lividität

          • Synonyme: Lividities

          • Englischer Begriff: lividity

          bläuliche (Haut-)Verfärbung.

        • Livor cutis
          • Livor (cutis)

          • Englischer Begriff: livor

          Livedo; i.w.S. eine fleckförm., bleifarbene Hautzyanose.

        • Livores mortis
        • LK
          • LK

          • Fach: Anatomie

          Abk. für Lymphknoten.

        • LKM-1
          • Synonyme: Abk. für liver-kidney microsomal antibodies

          • Etymol.: engl.

          Antikörper gegen Nieren- u. Lebermikrosomen. Vorkommen z.B. bei der Autoimmunhepatitis.

        • lm
          • Fach: Optik

          Kurzzeichen für die Einheit „Lumen“.

        • LM-Potenz
          • LM-Potenz

          • Fach: Homöopathie

          die 1/50 000-Potenz; s.a. Potenzierung.

        • LMM
          • LMM

          • Fach: Dermatologie

          Abk. für Lentigo-maligna-Melanom.

        • LMP-Tumoren
          • Synonyme: Abk. für Low-malignant-Potency-Tumoren; Tumoren von niedrigem Malignitätsgrad

          • Etymol.: engl.

          epitheliale Ovarialtumoren ohne Invasion der atypischen Zellen (Borderline-Tumoren); 10–15% aller malignen epithelialen Ovarialtumoren gehören zur LMP-Klasse; betroffen sind vorwiegend jüngere Patientinnen. Der Übergang in ein invasives Wachstum ist nicht die Regel (keine obligate Präkanzerose), auch wenn oft eine ausgedehnte peritoneale Aussaat wie beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom stattfindet; wird als autochthone, multifokale Neubildung des peritonealen Deckepithels interpretiert (Endosalpingiose).

        • Loa-Loa
          • Loa-Loa

          • Synonyme: Dracunculus oculi; Filaria oculi; Taglarvenfilarie; Westafrikan. Augenwurm

          • Englischer Begriff: Loa loa (loiasis)

          Abbildung

          (Guyot 1778) in West- u. Zentralafrika (trop. Regenwald) weit verbreitete Wanderfilarie [Nematoda]; Erreger der L.-Filariose, indem Larven (Microfilaria diurna), von stechenden Mangrovenfliegen (Chrysops) übertragen, sich im Bindegewebe innerer Organe zu (♂) 3 bzw. (♀) 5–7 cm langen adulten Würmern entwickeln (3 Mon. bis 1 J. u. länger). Klinik: Die Würmer rufen durch Wanderung Hautprickeln (v.a. an Armen, Beinen, Brust, Penis), evtl. sog. Calabar-Beulen (Id-Reaktion auf Filarientoxine) hervor, bei Invasion unter die Augenbindehäute (L.-Ophthalmie) konjunktivale Injektion, Schmerzen, evtl. Schwellung (s. Abb.). Im Blut ausgeprägte Eosinophilie. Diagn.: Nachweis von Mikrofilarien im peripheren Blut, Intradermaltest, KBR.

        • lobär
          • lo|bär

          • Englischer Begriff: lobar

          Organlappen (Lobus) betreffend.

        • lobaris
          • lo|ba|ris

          lobär.

        • Lobärpneumonie
          • Lobär|pneumonie

          • Englischer Begriff: lobar pneumonia

          s.u. Pneumonie.

        • Lobärsklerose
          • Lobär|sklerose

          • Englischer Begriff: lobar sclerosis

          ausgedehnte, nur einen Großhirnlappen betreffende Hirnsklerose.

        • lobatus
          • lo|ba|tus

          • Englischer Begriff: lobate

          in Lappen gegliedert, gelappt.

        • Lobektomie
          • Lob|ektomie

          • Englischer Begriff: lobectomy

          anatomiegerechte Organlappen-Exstirpation; z.B. eines Großhirnlappens (als frontale, okzipitale, temporale L., evtl. Hemisphärektomie), Leberlappens (meist Hemihepatektomie; mit Entfernung von L. caudatus u./oder quadratus), Lungen- (evtl. kombiniert mit Segmentresektion oder als Bilobektomie), Schilddrüsen-, Prostatalappens.

        • Lobelia inflata
          • Lo|be|lia in|fla|ta

          • Englischer Begriff: lobelia; Indian tobacco

          „Indian. Tabak“ [Campanulaceae]; das Kraut ist alkaloidhaltig (Lobelin, Isolobinin).

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