Medizin-Lexikon: Einträge mit "L"

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  • Lyse 3)
  • Lyse 4)
  • Lysekoagulopathie
  • Lysergid
    • Lysergid

    • Synonyme: Lysergamid; d-Lysergsäurediäthylamid; LSD (Abk.)

    • Englischer Begriff: lysergide

    Abbildung

    chemisch den Secale-Alkaloiden verwandtes synthet. Halluzinogen (wie Mescalin, aber ca. 104fach stärker), Formel. Serotonin-Antagonist (Blockade postsynapt. Serotonin-Rezeptoren). BTM, nicht verkehrs- u. verschreibungsfähig; in Form von – illegal vertriebenen – Tabl., Kapseln oder Lsg. (als Tartrat) verbreitetes „Psychosomimetikum“ (LSD-Rausch). LSD wurde als „Psycholytikum“ in der Neurosentherapie angewandt (Leuner).

  • Lysergsäure
    • Lyserg|säure

    • Englischer Begriff: lysergic acid

    Grundbaustein der Secale-Alkaloide u. des Lysergids.

  • Lysetherapie
  • Lysholm-Linie
    • Lysholm-Linie

    • Englischer Begriff: Lysholm's line

    • Fach: Röntgenologie

    die Hilfslinie vom Dorsum sellae durch die Mitte des Aquaeductus cerebri zur parietalen Kalotteninnenfläche.

  • lysierend
    • Englischer Begriff: lytic

    lösend, auflösend.

  • Lysin
    • Lysin

    • 1)
      wasser- u. alkohollösl... (mehr)
    • 2)
      zytotoxischer Antikörper... (mehr)
    • 3)
      mikrobielles Toxin bzw... (mehr)
  • Lysin 1)
    Lysin
    • 1)

    • Synonyme: l-Lysin; Lys (Abk.); H2N–CH2–CH2–CH2–CH2–CH(NH2)–COOH; C6H14N2O2; α,ε-Diamino-n-capronsäure; K (Abk.)

    • Englischer Begriff: lysine

    • Fach: Biochemie

    wasser- u. alkohollösl., in Getreideproteinen vorkommende, für den Menschen essentielle Aminosäure. Bedarf beim Erw. 0,8 g/Tag; Plasmakonzentration ca. 29,3 (Säugling) bis 25,4 mg/l (s.a. Hyperlysinämie). Abbau physiologisch über α-Keto-ε-aminocapron- u. 3,4,5,6-Tetrahydropyridin-2-carbonsäure zu Dehydropipecolinsäure u. Ketoglutarsäure, pathologisch (bei Fäulnis) durch Lysindecarboxylase zu Cadaverin. S.a. Lysin...

  • Lysin 2)
    Lysin
    • 2)

    • Fach: Serologie

    zytotoxischer Antikörper.

  • Lysin 3)
    Lysin
    • 3)

    • Englischer Begriff: lysin

    • Fach: Bakteriologie

    mikrobielles Toxin bzw. Enzym mit der Fähigkeit zu teilweiser oder vollständ. Lyse zellulärer Elemente; z.B. die Hämolysine von Staphylokokken u. Streptokokken (Streptolysine), befähigt zu – graduell unterschiedlicher – Lyse von Erythrozyten verschiedener Tierarten sowie zum Abbau von Oxyhämoglobin bei erhaltenem Stroma (Vergrünung); s.a. Alpha-, Betahämolyse.

  • Lysinintoleranz
    • Lysin|intoleranz

    angeborene Störung des Lysin-Katabolismus (Krebs-Henseleit-Zyklus) mit den Symptomen der Hyperlysinämie. S.a. Lysinurie.

  • Lysinurie
    • Lysin|urie

    • Englischer Begriff: lysinuria

    vermehrte Ausscheidung von l-Lysin im Harn, z.B. als renale Arginin-Cystin-Lysin-Ornithinurie; s.a. Hyperlysinämie, Cystinurie.

  • Lysis
    • Lysis

    • Englischer Begriff: lysis

    Lyse.

  • Lysishof
    • Lysis|hof

    • Englischer Begriff: zone of lysis; lysis area; lysis halo

    trübungsfreie Zone in einem – Erythrozyten, Bakterien oder andere korpuskuläre Elemente (z.B. Fibrin, präzipitiertes Casein) enthaltenden – Agar durch lytische Exoenzyme, Bakteriophagen, komplementbedingte Lyse (sensibilisierter Zellen) etc.

  • Lysistest
    • Lysis|test

    • Englischer Begriff: lysis test

    • Fach: Serologie

    Test mit Lyse korpuskulärer Elemente als Indikator für das Stattfinden oder Ausbleiben einer Antigen-Antikörper-Reaktion; z.B. als Agglutinations-Lysis- (für Leptospiren), Hämolyse-, Bakteriolyse-Test.

  • lyso...

      Wortteil „auflösen“.

    • lysogene Konversion
      • lyso|gene Konversion

      • Englischer Begriff: lysogenic conversion

      • Fach: Bakteriologie

      Erwerb neuer Eigenschaften durch vorübergehende Anlagerung genetischen Materials von Phagen an das Bakterienchromosom; nach Verlust des Phagen reversibel.

    • Lysogenie
      • Lyso|genie

      • Englischer Begriff: lysogen(icit)y

      genetisch kontrollierte Disposition lysogener Bakterien, spontan oder nach Induktion (durch Röntgen-, UV-Strahlen, Chemikalien) Bakteriophagen zu produzieren u. freizusetzen.

    • Lysogenisation
      • Lyso|genisation

      • Englischer Begriff: lysogenization

      die Erzeugung von Lysogenie bei nichtlysogenen Bakterien durch Infektion mit einem temperenten Bakteriophagen.

    • Lysokinase
      • Lyso|kinase

      • Englischer Begriff: lysokinase

      Fibrinolysokinase.

    • Lysokoagulopathie
      • Lyso|koagulo|pathie

      Fibrinolysesyndrom.

    • Lysolecithin
      • Lyso|lecithin

      • Synonyme: Lyso|phosphatidyl|cholin

      • Englischer Begriff: lysolecithin

      aus Lecithin (Phosphatidylcholin) beim Abbau durch Phospholipasen bzw. bei der Bildung von Cholesterinestern unter Einwirkung von LCAT entstehendes Produkt, das in freier Form hämolytisch wirkt; ein Lysophosphoglycerid. – Im Plasma an Albumin gebunden; mit Acyl-CoA oder durch LCAT kann L. wieder in Phosphatidylcholin überführt werden.

    • Lysosomen
      • Lyso|somen

      • Englischer Begriff: lysosomes

      • Fach: Zytologie

      von einfacher Elementarmembran (Lipoproteine) umgebene, im Golgi-Apparat gebildete Zellorganellen, die reichlich Hydrolasen (wirksam bei saurem pH; z.B. Glucosidasen, Lipasen, Proteinasen etc.) enthalten. Ort der intrazellulären Verdauung von Kernsäuren, Glykogen, Proteinen, Glykosaminoglykanen, Lipiden; bei Freisetzung der Enzyme (z.B. Zelltod, durch Pharmaka) Autolyse der Zelle.

    • Lysotypie
      • Lyso|typie

      • Englischer Begriff: lysotyping

      (Craigie u. Yen 1928) Typendifferenzierung („Lysotyp“) von Bakterien durch spezifische Bakteriophagen; z.B. bei Salmonellen, Staphylokokken, Coli-Bakterien, Shigellen etc. (u.a. zur Aufklärung von Infektketten).

    • Lysozym
      • Lyso|zym

      • Englischer Begriff: lysozyme

      (A. Fleming 1922) Hydrolase in Geweben, Körperflüssigkeiten u. in neutrophilen Granulozyten; spaltet Murein u. Mucopeptide (u.a. in Bakterienzellwänden [„Muraminidase“]) u. wirkt damit bakterizid.

    • Lyssa
      • Lyssa

      • Synonyme: Rabies; Tollwut

      • Englischer Begriff: rabies; lyssa

      durch infizierten Speichel (Bisswunde, aber auch Lecken, Berührung) auf Mensch u. Warmblüter übertragbare, epidemisch oder sporadisch auftretende Krankheit mit vorwiegender Beteiligung des Nervensystems; Erreger: Lyssa-Virus. – Tritt v.a. bei Karnivoren auf (Wolf, Fuchs, Hund), u. zwar – neben atypischen Formen – als stille u. als rasende Wut (Inkubation: ca. 3–6 Wo.); im Initialstadium (1–3 Tg.; Infektiosität bereits 3–6 Tg. zuvor) mit Charakterveränderungen, Fressunlust; im charakterist. 2. Stadium paroxysmale Muskel-, insbes. Schlingkrämpfe, rapide Abmagerung, Neigung zum Zubeißen u. Herumstreichen; dann paralyt. Stadium: Lähmungen, unterbrochen durch Krampfparoxysmen, am 4.–6. Tg. meist Tod. Formen u. Klinik: beim Menschen v.a. konvulsive Form: nach Inkubation (20–60 Tg. [12 Tg.–2 J.]) u. uncharakterist. Prodromi (u.a. Schmerzen in der Bissnarbe, Unruhe, Kopfschmerzen, Fieber) Exzitationsstadium mit Krämpfen der Schlund-, Extremitäten-, Rumpf- u. Atemmuskulatur, Delirien, Speichelfluss, Wutanfällen (mit Schlagen, Kratzen, Beißen etc.), Hydrophobie (= Wasserscheu) mit Schlingkrämpfen (schon durch Anblick von Wasser ausgelöst); dann Lähmungsstadium mit Sistieren der Paroxysmen, raschem Verfall u. Tod am 3.–5. Tg.; seltener als stille (frühzeitig paralyt.) u. abortive Form. – histol Alteration der Vorderhornzellen mit Neuronophagie, Achsenzylinderdegeneration, Negri-Körperchen (v.a. in Ammonshorn, Optikuskernen, Purkinje-Zellen des Kleinhirns) u. Babes-Knötchen. Diagn.: Erregernachweis, Tierversuch, KBR, Negri-Körperchen beim verdächt. Tier. Prophyl. (bald nach verdächt. Biss oder Kontakt): L.-Schutzimpfung (Tollwut-Vakzine), bei schwerer Bissverletzung auch simultane Impfung (Vakzine + Tollwut-Immunglobulin).

    • Lyssa-Virus
      • Synonyme: Rabiesvirus; Tollwutvirus

      • Englischer Begriff: rabies virus

      ein Warmblüter befallendes Rhabdovirus; Erreger der Lyssa; dringt von einer Wunde aus entlang peripheren Nerven in das zentrale Nervensystem vor u. löst dort die Bildung von Negri-Körperchen aus; kann auch von Blut saugenden Fledermäusen übertragen werden, die selbst nicht erkranken. – Als Straßenvirus werden frisch isolierte Stämme bez.

    • Lysyl
      • Englischer Begriff: lysyl

      s.u. Lysin.

    • Lysyl-sRNS-Synthetase

        eine Lysin mit sRNS verknüpfende Ligase; wichtig für die Translationsstufe der Eiweißbiosynthese.

      • lytisch
        • lytisch

        eine Lyse betreffend oder bewirkend (z.B. l. Bakteriophagen, l. Cocktail), in Form einer Lyse.

      • lytische Deferveszenz
        lytisch
        • l. Deferveszenz

        • Englischer Begriff: lytic

        s.u. Lyse (2).

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