Medizin-Lexikon: Einträge mit "M"

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  • Mannane
    • Man|na|ne

    • Englischer Begriff: mannans

    pflanzliche Polysaccharide aus β-1,4-glykosidisch verknüpften d-Mannosemolekülen; Begleitstoffe der Cellulose.

  • Mannit
    • Mannit

    • Englischer Begriff: mannite

    Mannitol.

  • Mannit-Diurese
    • Mannit-Diurese

    • Englischer Begriff: mannitol diuresis

    durch Infusion 10- bis 20%iger Lösung von Mannitol erzwungene osmotische Diurese als Prophylaxe-Maßnahme bei akutem Nierenversagen. Bei bereits bestehender Oligurie/Anurie erst nach befriedigendem Mannit-Test.

  • Mannit-Test
    • Man|nit-Test

    • Englischer Begriff: mannitol test

    Prüfung der Nierenfunktion bei akutem Niereninsuffizienz; erfolgt durch i.v. Injektion von 75 ml einer 20%igen Mannit-Lsg. Diuresezunahme auf > 40 ml/Std. spricht für ein noch funktionelles Stadium der Niereninsuffizienz (prophylaktische Mannit-Diurese zulässig). Das Verfahren ist heute kaum noch gebräuchlich.

  • Mannitol
    • Mannitol

    • Synonyme: C6H14O6; Mannit

    • Englischer Begriff: mannitol; mannite

    süß schmeckender Hexitzucker. pharm Anw. als Diabetikerzucker, Abführmittel, Gallemittel (i.S. der Cholekinese), Osmotherapeutikum (s.u. Diuretikum, Mannit-Diurese; geeignet zur Prüfung der glomerulären Clearance [Werte um 10% niedriger als Inulin-Werte]), bakt als Nährbodenzusatz, technisch u.a. als Weichmacher.

  • Mannosamin
    • Man|nos|amin

    • Synonyme: d-Mannosamin

    • Englischer Begriff: d-mannosamine; (+)-mannosamine

    Aminozucker der d-Mannose, deren Hydroxylgruppe an C2 durch eine Aminogruppe ersetzt ist. Bestandteil der Neuraminsäuren.

  • Mannose
    • Man|no|se

    • Englischer Begriff: mannose

    als d-M. eine natürliche Hexose (Aldohexose) = C6H12O6. Baustein zahlreicher pflanzlicher Polysaccharide (Mannane) u. von Glykoproteinen. Ist durch Hefe vergärbar; dient als Nährbodenzusatz. Abbau erfolgt – nach Aktivierung durch Guanosindiphosphat – über das 6-Phosphoderivat zu Glucose-6-Phosphat (s.a. Mannosidase...).

  • Mannosid
    • Man|no|sid

    • Englischer Begriff: mannoside

    Glykosid mit Mannose als Zuckerrest.

  • Mannosidasemangel-Syndrom
    • Mannosidase|mangel-Syndrom

    • Synonyme: Mannosidosis

    • Englischer Begriff: mannosidosis

    autosomal-rezessiv erbliche Störung des Glykoprotein-Abbaus infolge Minderaktivität der α- (u./oder β-)Mannosidase (eine Hydrolase; ihr Nachweis erfolgt in Leukozyten). Klinik: phasisch verlaufende Erkrankung mit vergröberten Gesichtszügen, Hypertelorismus, eingesunkener Nasenwurzel, Kraniohyperostose, Dysostosen langer Röhrenknochen u. Rippen (Verkrümmung, Verplumpung), Wirbelkörperfehlbildungen (mit Skoliose, Gibbus), Atemwegsinfekten, Mannosidausscheidung im Harn (Mannosidurie).

  • Manometer
    • Mano|meter

    • Englischer Begriff: manometer

    Instrument zur Druckmessung in Gasen oder Flüssigkeiten („Manometrie“). Als Flüssigkeits-M. (ein mit Quecksilber, Wasser oder Alkohol gefülltes U- oder Schrägrohr), Feder- bzw. Membran-M. (überträgt mechanisch druckabhängige Formänderungen auf Zeiger) oder als Elektro-M. (Formänderungen werden auf ein Galvanometer oder Drehspulinstrument übertragen). Spezielle Registriermanometer z.B. für Cholangiomanometrie, Hysterosalpingographie, Hydropertubation, Phlebomanometrie.

  • Manschette
    • Manschette

    • 1)
      aufblasbarer Weichteil-Kompressionsschlauch des Blutdruckapparats (Blutdruckmessung)... (mehr)
    • 2)
      manschettenförmiger Sensibilitätsausfall an einer Gliedmaße (spricht für... (mehr)
    • 3)
      a) manschettenförmige Lokalanästhesie; b) manschettenförmiger, aufblasbarer... (mehr)
  • Manschette 1)
    Manschette
    • 1)

    • Englischer Begriff: blood pressure cuff

    aufblasbarer Weichteil-Kompressionsschlauch des Blutdruckapparats (Blutdruckmessung).

  • Manschette 2)
    Manschette
    • 2)

    • Englischer Begriff: gauntlet-type anesthesia

    • Fach: Neurologie

    manschettenförmiger Sensibilitätsausfall an einer Gliedmaße (spricht für Hysterie oder Simulation).

  • Manschette 3)
    Manschette
    • 3)

    • Englischer Begriff: cuff

    • Fach: Anästhesiologie

    a) manschettenförmige Lokalanästhesie; b) manschettenförmiger, aufblasbarer Abschluss eines Endotrachealtubus zur Abdichtung bei positiver Druckbeatmung u. zur Verhütung von Aspiration.

  • Manschettentest
    • Manschetten|test

    Lowenberg-Probe.

  • Mansfeld-Herxheimer-Effekt
    • Mansfeld-Herxheimer-Effekt

    • Biogr.: Géza M., geb. 1882, Pathologe, Budapest, Pressburg; Karl H.

    Hypertrophie des Inselapparats nach Verschluss des Ausführungsganges der Bauchspeicheldrüse, verbunden mit Atrophie des Pankreassekret bildenden Parenchyms.

  • Manson-Färbung
    • Manson-Färbung

    • Biogr.: Sir Patrick M., 1844–1922, Bakteriologe, Hongkong, London

    Färbung mit stark verdünnter Borax-Borsäure-Methylenblau-Lösung; für Bakterien u. Plasmodium vivax (blau in grünlichen Ery) u. zur Darstellung der basophilen Tüpfelung der Erythrozyten.

  • Mansonella
    • Mansonella

    s.u. Mansonelliasis.

  • Mansonelliasis
    • Man|so|nel|lia|sis

    • Englischer Begriff: mansonelliasis

    Helminthiasis (in Süd- u. Mittelamerika) durch die von Mücken übertragene Filarie Mansonella ozzardi (adulte Würmer im Fettgewebe der Eingeweide; Mikrofilarien im peripheren Blut). Führt zu Lymphknotenschwellungen, Exanthem, evtl. Fieber.

  • Mansonia
    • Man|so|nia

    Stechmücken der Untergattung Mansonioides [Culicidae]. Überträger der Filarie Brugia malayi sowie des Gelbfiebers u. der West-Nil-Enzephalitis.

  • Mantelatelektase
    • Mantel|atelektase

    • Englischer Begriff: subpleural collapse

    auf die äußeren, stärker kontraktilen Lungenabschnitte („Lungenmantel“) beschränkte Atelektase; meist bei Pneumothorax.

  • Mantelfeld
    • Mantel|feld

    aneinander gesetzte Stehfelder oder großes Bestrahlungsfeld zur partiellen oder totalen Bestrahlung, z.B. des Lymphsystems; die zu schonenden Organe innerhalb des Bestrahlungsgebietes werden durch individuelle oder standardisierte Abschirmblöcke ausgeblendet.

  • Mantelfeld-Bestrahlung

      s.u. TNI.

    • Mantelhirn
      • Mantel|hirn

      • Synonyme: Hirnmantel

      • Englischer Begriff: brain mantle; pallium

      Pallium, Cortex cerebri.

    • Mantelkantensyndrom
      • Mantel|kanten|syndrom

      • Englischer Begriff: parasagittal cortical syndrome

      die Symptomatik bei Schädigung der Mantelkante der Großhirnhemisphäre = Margo superior cerebralis (die stumpfe Kante am Übergang der konvexen in die mediale Fläche an der Fissura longitudinalis cerebralis), z.B. bei Meningiom, Thrombose des Sinus sagittalis superior. Es kommt zu spastischer (bei Schädigung der Area 4 zu „atonischer“) Lähmung, u. zwar als Paraparese der Beine, Sensibilitätsstörung beider Beine, Blasenstörung (Ischuria paradoxa) u. Stuhlinkontinenz (infolge Läsion des Gyrus precentralis bzw. G. postcentralis bzw. Lobulus paracentralis).

    • Mantelkrone
      • Mantel|krone

      • Fach: Zahnmedizin

      Jacketkrone.

    • Mantelpneumothorax
      • Mantel|pneumo|thorax

      Pneumothorax in Form eines flachen Luftmantels; ist perkutorisch u. auskultatorisch oft stumm.

    • Manteltabletten
      • Mantel|tabletten

      • Englischer Begriff: sugar-coated pills

      Dragées.

    • Mantelzellen
      • Mantel|zellen

      • Synonyme: Satellitenzellen

      • Englischer Begriff: satellite cells

      eine einschichtig-flache Lage bildende Gliazellen, die die Ganglienzellen in sensiblen Spinal- u. in Hirnnervenganglien umhüllen; in autonomen Ganglien in geringerer Zahl vorhanden.

    • Mantoux-Probe
      • Mantoux-Probe

      • Englischer Begriff: Mantoux test

      s.u. Mendel-Mantoux.

    • Manualhilfe
      • Manual|hilfe

      • Englischer Begriff: assistance in breech delivery

      geburtshilfliche Maßnahmen zur Leitung der Spontangeburt bei Beckenendlage unter Umfassen der Fruchtwalze ohne tieferes Eingehen in die Scheide; z.B. nach Bracht, Veit-Smellie.

    • Manualtherapie
      • Manual|therapie

      Chirotherapie.

    • Manubrium
      • Ma|nu|bri|um

      • Etymol.: latein. = Handhabe

      • Fach: Anatomie

      • 1)
        der in das Trommelfell eingefügte „Griff“ des Hammers (Malleus)... (mehr)
      • 2)
        der „Schwertgriff“ des Brustbeines (dessen oberes Ende, oberhalb der... (mehr)
    • Manubrium mallei 1)
      Manubrium
      • 1)

      • Synonyme: M. mallei

      der in das Trommelfell eingefügte „Griff“ des Hammers (Malleus).

    • Manubrium sterni 2)
      Manubrium
      • 2)

      • Synonyme: M. sterni

      • Englischer Begriff: manubrium

      der „Schwertgriff“ des Brustbeines (dessen oberes Ende, oberhalb der Synchondrosis manubriosternalis).

    • manuell
      • manuell

      • Englischer Begriff: manual

      mit der Hand (Manus) bzw. mit beiden Händen (= bimanuell) ausgeführt; s.a. Manual...

    • manuelle Extraktion
      manuell
      • m. Extraktion

      • Englischer Begriff: m. extraction

      s.u. Extraktion.

    • manuelle Medizin
      manuell
      • m. Medizin

      • Englischer Begriff: m. medicine

      Chirotherapie.

    • Manus
      • Ma|nus

      • Englischer Begriff: hand

      die Hand; mit Handteller u. Handrücken (Palma bzw. Dorsum manus); unterteilt in Handwurzel (Carpus), Mittelhand (Metacarpus) u. Finger (Digiti). Tast- u. Greifwerkzeug der Primaten (mit Opponensfunktion des Daumens).

    • Manzanillavergiftung
      • Manzanilla|vergiftung

      allergisches Kontaktekzem durch Saft des tropischen „Manzanillabaumes“ (Hippomane mancinella). – Ferner Erbrechen, Durchfall u. Dysurie nach Genuss der Früchte.

    • Manzanillavirus
      • Manzanilla|virus

      in Südamerika u. Trinidad ein ARBO-Virus der Simbu-Gruppe [Bunyaviridae]. Erreger einer fieberhaften Erkrankung (Kopf- u. Muskelschmerzen, evtl. Schwindel, Übelkeit).

    • MAO
        • 1)
          die maximale Sekretion von Magensäure nach Stimulation (z.B... (mehr)
        • 2)
          Abk... (mehr)
      • MAO 1)
        MAO
        • 1)

        • Synonyme: Abk. für maximal acid output

        • Etymol.: engl.

        die maximale Sekretion von Magensäure nach Stimulation (z.B. mit Pentagastrin), berechnet als Summe der Salzsäure- = HCl-Werte (mval/l/h) in den ersten vier 15-Minuten-Portionen der fraktionierten Magenausheberung. S.a. PAO.

      • MAO 2)
        MAO
        • 2)

        Abk. für Monoaminooxidase.

      • MAO-Hemmer
        • Englischer Begriff: MAO inhibitors

        Abk. für Monoaminooxidase-Hemmer.

      • Mapleson-Klassifikation
        • Mapleson-Klassifikation

        Einteilung der halb offenen Narkosesysteme. Typ A = Magill-System; die anderen davon unterschieden durch Reptilschlauch mit Atembeutel im Nebenschluss zum Anschlussstück (mit Frischgaszuleitung u. Ventil [B]) bzw. starrem Rohr statt Faltenschlauch (C) bzw. durch Atembeutel-Ventil-Kombination ebenfalls im Nebenschluss, aber Frischluftzuleitung am Maskeneinschlussstück (D) bzw. – modifiziert – vor der genannten Kombination (Bain-System). Als E-Typ das System mit Ayre-T-Stück. S.a. Jackson-Rees-System.

      • Mapping
        • Etymol.: engl. = Kartographie

        Abbildung

        landkartenartige Registrierung der Herzaktionsströme mittels besonderer EKG-Ableitungen. Als endokardiales M. mittels transvenös oder nach operativer Öffnung des Herzens in das Herz eingeführter Elektroden; insbesondere zur Analyse tachykarder Herzrhythmusstörungen, z.B. bei Wolff-Parkinson-White-Syndrom, u. vor Anw. antitachykarder Herzschrittmacher. Als epikardiales M. durch Ableitung an zahlreichen Punkten der Herzoberfläche (intraoperativ) zur genauen Lokalisation eines arrhythmogenen Fokus. Als präkardiales M. durch Ableitung an zahlreichen Stellen der Thoraxoberfläche (transthorakales M., Brustwandableitungen; Abb.); v.a. zur Ausmaßbestimmung eines Myokardinfarkts.

      • Mapping-Biopsie

          Gewebeentnahme aus verschiedenen Bereichen eines Organs, z.B. bei Blasen-, Prostatakarzinom.

        • Mapping-EEG
        • Maprotilin
          • Englischer Begriff: maprotiline

          ein tetrazyklisches Antidepressivum.

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