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  • Meldepflicht
    • Melde|pflicht

    in der Bundesrepublik Deutschland die gesetzliche Pflicht zur Meldung bestimmter Infektionskrankheiten u. Nachweisen von bestimmten Krankheitserregern (meldepflichtige Krankheiten, meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern) nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) sowie von Berufskrankheiten gemäß Berufskrankheitenverordnung (BKVO). Seit 1. 1. 1990 besteht auch eine Meldepflicht für Vergiftungen.

  • meldepflichtige Krankheiten
      Tabelle

      die in der Bundesrepublik Deutschland gemäß Infektionsschutzgesetz § 6 der Gesundheitsbehörde anzuzeigenden übertragbaren Krankheiten (s. Tab.). Darüber hinaus sind im § 7 des Infektionsschutzgesetzes meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern aufgeführt. Dem Gesundheitsamt ist über die Meldung nach Absatz 1 Nr. 1 hinaus mitzuteilen, wenn Personen, die an einer behandlungsbedürftigen Lungentuberkulose leiden, eine Behandlung verweigern oder abbrechen. Dem Gesundheitsamt ist unverzüglich das gehäufte Auftreten nosokomialer Infektionen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, als Ausbruch nichtnamentlich zu melden. Die Meldung erfolgt meist an das zuständige Gesundheitsamt durch den feststellenden Arzt oder den Leiter der Untersuchungsstelle, aber nach § 8 können auch andere Personen zur Meldung verpflichtet sein, um eine lückenlose Erfassung zu gewährleisten.

    • meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern
        Tabelle

        nach § 7 des Infektionsschutzgesetzes der zuständigen Gesundheitsbehörde namentlich oder nicht namentlich anzuzeigende Krankheitserreger (s. Tab.). Meldepflichtig an die zuständige Behörde sind meist die Leiter der Untersuchungsstellen einschließlich der Krankenhauslaboratorien bzw. der pathologisch-anatomischen Einrichtungen. S.a. meldepflichtige Krankheiten.

      • Meliloti herba
        • Synonyme: Steinkleekraut

        Abbildung

        Heilpflanze; in spezieller Aufbereitung wirksam bei chronisch-venöser Insuffizienz, Thrombophlebitis, postthrombotischem Syndrom, Hämorrhoiden, Lymphstauung u. Schwellung nach stumpfen Traumata.

      • Melioidose
        • Me|lio|ido|se

        • Synonyme: Melioidosis; Malleoidose

        • Englischer Begriff: melioidosis; pseudoglanders

        Pseudorotz. Eine v.a. in Südostasien bei Nagern verbreitete infektiöse Krankheit durch Burkholderia pseudomallei. Selten (durch Lebensmittel, Kontakt) auf den Menschen übertragen; sie äußert sich nach Inkubationszeit von 3–14 Tg. sehr verschieden; die akute Form als Septikämie mit Erbrechen, Durchfall, Abszessen führt in 3–4 Wo. oft zum Tode („Pseudocholera“); die chronische verläuft mit Eiterungen (Darm, Leber, Milz, Lunge, Niere, Lymphknoten, Subkutis) u. vesikulopustulösem Hautexanthem.

      • Melissa officinalis
        • Synonyme: Melisse

        Abbildung

        Heilpflanze; angewandter Pflanzenteil: Melissenblätter (Melissae folium). Inhaltsstoffe: u.a. ätherisches Öl mit Citronellal, Citral a u. b, Lamiaceen-Gerbstoffe, Triterpensäuren, Bitterstoffe, Flavonoide; wirkt sedativ, leicht spasmolytisch, antiviral. Anw. u.a. als Tee bei Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen; bei Herpes simplex (als Fertigarzneimittel zur äußerlichen Anw.).

      • Melittin
        • Me|lit|tin

        • Englischer Begriff: melittin

        ein Polypeptid als Haupttoxin (hämolytisches Prinzip) des Bienengiftes.

      • Meliturie
        • Me|lit|urie

        Melliturie.

      • Melken
        • Fach: Physik

        Jargonbez. für die Eluation einer relativ kurzlebigen Tochtersubstanz aus dem Isotopengenerator (als „Kuh“); z.B. 99Mo → 99mTc.

      • Melkergranulom Gottron
        • Melker|granulom (Gottron)

        • Englischer Begriff: milker's granuloma

        Fremdkörpergranulom (evtl. als Panaritium) durch eingedrungenes Kuhhaar; nach sekund. Keimbesiedlung evtl. von Fisteleiterung gefolgt.

      • Melkerknoten
        • Melker|knoten

        • Englischer Begriff: milker's nodules

        bei Umgang mit pockenkranken Rindern (aber auch anderen Tieren) vorkommende Hauterkrankung (v.a. der Hände) durch das bovine Paravaccinia-Virus, dessen Übertragung aber auch von Mensch zu Mensch erfolgt; 5–7 Tg. nach Infektion treten blaurote Papeln (Ø bis 2 cm) mit erythematöser Zone u. zentraler Einziehung sowie Juckreiz auf; Abheilung in 4–6 Wo. ohne Narbe; ggf. anzeigepflichtige Berufskrankheit.

      • Melkerlähmung
        • Melker|lähmung

        • Englischer Begriff: milker's paralysis

        bei Melkern vorkommende Lähmung mit Schmerzen, Paresen u. Atrophien im Innervationsbereich des Nervus medianus; ggf. entschädigungspflichtige Berufskrankheit.

      • Melkerpanaritium
        • Melker|panaritium

        s.u. Melkergranulom.

      • Melkerschwielen
        • Melker|schwielen

        bis erbsgroße Schwielen an den Streckseiten der Daumenendglieder u. über den Endgelenken als Berufsstigma, evtl. durch Granulom, Fistel etc. kompliziert.

      • Melkersson-Rosenthal-Syndrom
        • Melkersson-Rosenthal-Syndrom

        • Synonyme: Ganglion-geniculi-Syndrom

        • Englischer Begriff: Melkersson-Rosenthal syndrome

        • Biogr.: Ernst G. M., 1898–1932, Arzt, Göteborg; Curt R., Arzt, Breslau

        idiopathische, periphere Fazialislähmung, kombiniert mit rezidivierender, später dauerhafter Lippenschwellung (Cheilitis granulomatosa) u. Gesichtsschwellung („Tapirmaul“), Lingua plicata (als L. scrotalis), evtl. auch mit rheumatischen Symptomen; als Randsymptome (evtl. zu Krankheitsbeginn) Parästhesien, Schluckkrisen, migräneartige Kopfschmerzen, Hör- u. Sehstörungen (Hyperakusis bzw. Flimmerskotom).

      • Mellitämie
        • Mel|lit|ämie

        • Synonyme: Glykämie

        Blutzucker.

      • Melliturie
        • Mel|lit|urie

        • Englischer Begriff: melituria

        mit dem Harn erfolgende Ausscheidung von Zuckern (nach manchen Autoren nur die von Nicht-Glucosen [= Glykurie; z.B. als Fructos-, Galaktos-, Lactos-, Pentosurie], nach anderen einschl. der Glucosurie).

      • mellitus
        • mellitus

        • Etymol.: latein.

        honigsüß; med mit Hyperglykämie u. Glucosurie (z.B. Diabetes mellitus).

      • Melonoplastik
        • Melo(no)plastik

        • Etymol.: griech. melon, -ontos = Apfel, Wange

        • Englischer Begriff: melo(no)plasty

        Wangenplastik.

      • Melorheostose
        • Melo|rhe|ostose

        • Synonyme: Léri(-Joanny)-Syndrom

        • Etymol.: griech. melos = Glied; rheein = fließen; osteon = Knochen

        • Englischer Begriff: melorrheostosis

        Knochen- bzw. Bindegewebserkrankung mit Verdichtungen („wie von herabfließendem Wachs“), i.S. der end- u. periostalen Osteosklerose. Klinik: Gliederschmerzen, Trophödem, Muskelatrophie, Weichteilverkalkungen.

      • Meloschisis
        • Melo|schi|sis

        • Englischer Begriff: meloschisis

        Wangenspalte, Gesichtsspalte.

      • Meloxicam
        • Englischer Begriff: meloxicam

        ein nichtsteroidales Antiphlogistikum (Oxicam).

      • Melperon
        • Englischer Begriff: melperone

        ein Neuroleptikum (Butyrophenon-Derivat).

      • Melphalan
        • Melphalan

        • Synonyme: MEL (Abk.); l-3-[4-(Bis-2-chlorethyl)-aminophenyl]-alanin; L-PAM (Abk.); ALK (Abk.)

        • Englischer Begriff: melphalan

        ein Zytostatikum der Gruppe Alkylanzien; NW: u.a. Knochenmarktoxizität (Myelosuppression), Nausea, Erbrechen.

      • Memantin
        • Englischer Begriff: memantine

        NMDA-Antagonist; zentral wirksames Muskelrelaxans; Neuroprotektivum (Amantadin-Derivat). Wirkung: M. soll durch Blockade an den NMDA-Rezeptoren schädliche Auswirkungen von Glutamat an NMDA-Rezeptoren im Gehirn verhindern; Anw. bei mittelschwerer bis schwerer Alzheimer-Erkr.; NW: Halluzinationen, Verwirrtheit, Schwindel, Kopfschmerzen u. Müdigkeit.

      • Membra corporis
        • Mem|bra (corporis)

        Gliedmaßen (Membrum).

      • Membran
        • Mem|bran

        • 1)
          Schicht („Haut“, „Häutchen“) biologischer Strukturen mit abschließender... (mehr)
        • 2)
          krankhaft entstandenes häutiges Gebilde... (mehr)
        • M., elastische
          M. aus eng verflochtenen elastischen Fasern, z.B... (mehr)
        • M., hyaline
          membranöses Gebilde aus Hyalin, z.B... (mehr)
        • M., undulierende
          bei Flagellaten der Zytoplasmasaum zwischen Geißel u. Körper als „Organ“... (mehr)
      • Membran 1)
        Membran
        • 1)

        • Fach: Biologie

        Schicht („Haut“, „Häutchen“) biologischer Strukturen mit abschließender, begrenzender, trennender, in besonderen Fällen auch mit impulsleitender („konduktiler“), durchlässigkeitsdifferenter (semipermeabel), durchlässigkeitssteuernder bzw. selektiv stoffvermittelnder, z.T. auch stützender, stabilisierender, verbindender Funktion; z.B. als Zell-, Kern-, Zyto-, Synapsen-, Basal-, Einheits- oder Elementarmembran. S.a. Biomembran; Membrana, Membran...

      • Membran 2)
        Membran
        • 2)

        • Englischer Begriff: membrane

        • Fach: Pathologie

        krankhaft entstandenes häutiges Gebilde.

      • Membran, elastische
        Membran  >  Membran 2)
        • M., elas|tische

        • Englischer Begriff: elastic m.

        M. aus eng verflochtenen elastischen Fasern, z.B. in der Arterienwand (als Membrana elastica int. u. externa).

      • Membran, hyaline
        Membran  >  Membran 2)
        • M., hyaline

        • Fach: Pathologie

        membranöses Gebilde aus Hyalin, z.B. bei Lungenödem, bei Membransyndrom; s.a. Pseudomembran.

      • Membran, undulierende
        Membran  >  Membran 2)
        • M., un|du|lierende

        • Englischer Begriff: undulating m.; undulatory m.

        bei Flagellaten der Zytoplasmasaum zwischen Geißel u. Körper als „Organ“ zur Fortbewegung.

      • Membrana
        • Mem|bra|na

        • Etymol.: latein.

        • Englischer Begriff: membrane

        Membran, z.B. als Teil von Gelenken, Geweben. S.a. Lamina.

      • Membrana atlantooccipitalis anterior
        Membrana
        • M. atlanto|occipitalis anterior u. posterior

        • Englischer Begriff: atlanto-occipital m. (anterior; posterior)

        je eine vordere (= Ligamentum atlantooccipitale anterius) u. hintere bindegewebige Membran zwischen Atlas u. Hinterhauptsbein.

      • Membrana basalis
        Membrana
        • M. basalis

        • Englischer Begriff: basement m.

        Basalmembran.

      • Membrana basilaris placentae
        Membrana
        • M. basilaris placentae

        • Fach: Embryologie

        die vom Epithel der Plazentarzotten u. vom Endothel der Zottenkapillaren gebildete Trennschicht zwischen dem Blut des mütterlichen u. des fetalen Kreislaufs.

      • Membrana cellularis
        Membrana
        • M. cellularis

        die Zellmembran als Elementarmembran; s.a. Plasmalemm.

      • Membrana fibrosa
        Membrana
        • M. fibrosa

        • Synonyme: Stratum fibrosum

        • Englischer Begriff: fibrous m.

        die Außenschicht der Gelenkkapsel; besteht aus gekreuzten kollagenen u. – spärlich – elastischen Fasern.

      • Membrana gelatinosa
      • Membrana gelatinosa cruris
        Membrana
        • M. inter|ossea antebrachii bzw. cruris

        die derbe fibröse Haut zwischen den Unterarmknochen (Radius u. Ulna) bzw. zwischen den Unterschenkelknochen (Fibula u. Tibia).

      • Membrana nuclearis externa u. interna
        Membrana
        • M. nu|cle|aris (externa u. interna)

        die äußere u. innere Kernmembran.

      • Membrana obturatoria
      • Membrana reticularis
        Membrana
        • M. reticu|laris

        • Englischer Begriff: reticular m.

        im Corti-Organ die von den Phalangen äußerer Phalangealzellen u. Fortsätzen der äußeren Pfeilerzellen gebildete, von Sinneshaaren der äußeren Hörzellen durchsetzte Membran.

      • Membrana statoconiorum
        Membrana
        • M. stato|coniorum

        • Englischer Begriff: statoconal m.

        im Innenohr die Gallertschicht im Bereich der Maculae sacculi u. utriculi; in sie sind die Statokonien u. die Fortsätze der Sinneszellen eingeschlossen.

      • Membrana synovialis
        Membrana
        • M. syn|ovialis

        • Synonyme: Stratum synoviale

        • Englischer Begriff: synovial m.

        die Innenhaut = „Synovialhaut“ der Gelenkkapsel; besteht aus lockerem Bindegewebe, Fett u. Schleim produzierenden Synovialzellen.

      • Membrana tectoria
        Membrana
        • M. tectoria

        • 1)
          einseitig am Limbus der Lamina spiralis ossea des Innenohres befestigte... (mehr)
        • 2)
          eine M. der Articulatio atlantoaxialis mediana; zwischen Axis-Dorsalfläche... (mehr)
      • Membrana tectoria 1)
        Membrana  >  Membrana tectoria
        • 1)

        • Englischer Begriff: tectorial m.

        einseitig am Limbus der Lamina spiralis ossea des Innenohres befestigte, über den Hörzellen frei schwebende (jedoch die längsten Sinneshaare kontaktierende), zellfreie Gallertmembran (= M. gelatinosa).

      • Membrana tectoria 2)
        Membrana  >  Membrana tectoria
        • 2)

        eine M. der Articulatio atlantoaxialis mediana; zwischen Axis-Dorsalfläche u. großem Hinterhauptsloch.

      • Membrana tympani
        Membrana
        • M. tympani

        • Englischer Begriff: tympanic m.

        das den äußeren Gehörgang gegen die Paukenhöhle abschließende kollagenfaserige, beidseits von Epithel überzogene „Trommelfell“ (mit straffem u. schlaffem Teil = Pars tensa bzw. P. flaccida). Überträgt als Teil des Schallleitungsapparats akustische Schwingungen auf die Gehörknöchelchenkette. S.a. Trommelfell..., Myringo..., Umbo membranae tympani.

      • Membrana vestibularis
        Membrana
        • M. vestibularis

        • Synonyme: Reissner-Membran

        • Englischer Begriff: vestibular m.

        Paries vestibularis ductus cochlearis.

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